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Psychologie (Fach) / Lernerei (Lektion)
Begriffe ICD-10 etc.
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- Amenorrhoe Ausbleiben der Menstruation; "a"= nicht, meno = Monat, "rhoe"= Fluss Primäre A.: bei geschlechtsreifen Frauen über 16 keine Menstruation aufgetreten Sekundäre A.: länger als 3 Monate keine Menstruation aufgetreten tritt auf bei Anorexie
- Anorexia nervosa F 50.0 Restriktiver Typus: Nahrungsaufnahme wird verringert Purging-Typus: Erbrechen oder Einnahme Tatsächliches Körpergewicht mindestens 15 % unter dem zu erwartenden Gewicht oder Body-Mass-Index von 17,5 oder weniger (bei Erwachsenen) Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch Vermeidung von hochkalorischer Nahrung und zusätzlich mindestens eine der folgenden Möglichkeiten: selbstinduziertes Erbrechen selbstinduziertes Abführen übertriebene körperliche Aktivität Gebrauch von Appetitzüglern und/oder Diuretika Körperschemastörung in Form einer spezifischen psychischen Störung Endokrine Störungen, bei Frauen manifestiert als Amenorrhoe, bei Männern als Libido- und Potenzverlust Bei Beginn der Erkrankung vor der Pubertät ist die Abfolge der pubertären Entwicklung gestört (Wachstumsstopp, fehlende Brustentwicklung) Erhöhte Wachstumshormon- und Kortisolspiegel, Änderungen des peripheren Metabolismus von Schilddrüsenhormonen und Störungen der Insulinsekretion können gleichfalls vorliegen.
- Bulimia nervosa F 50.2 Bulimia Nervosa: Andauernde Beschäftigung mit Essen, unwiderstehliche Gier nach Nahrungsmitteln. Essattacken, bei denen in kurzer Zeit sehr große Mengen an Nahrung konsumiert werden. Versuch, dem dickmachenden Effekt von Nahrungsmitteln durch verschiedene ausgleichende Verhaltensweisen entgegenzusteuern: selbst herbeigeführtes Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, zeitweilige Hungerperioden, Einnahme von Appetitzüglern, Schilddrüsenpräparaten oder Diuretika. Bei Diabetikerinnen kann es zur Vernachlässigung der Insulinbehandlung kommen. Krankhafte Furcht, dick zu werden und eine scharf definierte Gewichtsgrenze, die weit unter dem prämorbiden, medizinisch als "gesund" betrachtet wird. Häufige Vorgeschichte einer Episode mit Anorexia nervosa mit einem Intervall von einigen Monaten bis mehreren Jahren. Diese Episode kann voll ausgeprägt gewesen sein oder eine verdeckte Form mit mäßigem Gewichtsverlust und/oder einer vorübergehenden Amenorrhoe.
- Dyspareunie F 52.6 Sexuelle Funktionsstörung jede Form körperlichen oder seelischen Nichtzusammenpassens der Geschlechtspartner als Dyspareunie. Meist äußert sie sich durch brennende oder krampfartige Schmerzen im Genitalbereich beim Geschlechtsverkehr, fast immer bleibt bei ihrem Auftreten der Orgasmus aus. Das Phänomen tritt sowohl bei Frauen als auch bei Männern auf, der Ausdruck als solcher wird jedoch hauptsächlich im Zusammenhang mit weiblichem Sexualschmerz verwendet. oft durch chronische Harnwegsinfekte verursacht
- GAS F41.1 Nach den ICD-10 Kriterien[1] müssen folgende Symptome mindestens 6 Monate lang an den meisten Tagen erfüllt sein: Befürchtungen (Sorge über zukünftiges Unglück, Nervosität, Konzentrationsprobleme etc.) motorische Spannung (körperliche Unruhe, Spannungskopfschmerz, Zittern, Unfähigkeit sich zu entspannen) vegetative Symptome (Benommenheit, Schwitzen, Tachykardie oder Tachypnoe, Oberbauchbeschwerden, Schwindelgefühle, Mundtrockenheit etc.) Psychische Symptome (Gefühl von Schwindel, Unsicherheit und Benommenheit, Derealisation und Depersonalisation, Angst vor Kontrollverlust, Angst zu sterben) Symptome in Thorax oder Abdomen (Atembeschwerden, Beklemmung, Schmerzen, Übelkeit) Die Lebenszeitprävalenz liegt bei 4-5 %, die Krankheit beginnt meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, Frauen sind häufiger betroffen als Männer, oft im Zusammenhang mit belastenden Lebensumständen.
- Schizotype Störung (F21; dort im Bereich F2: Schizophrenie) Eine Störung mit exzentrischem Verhalten und Anomalien des Denkens und der Stimmung, die schizophren wirkt, obwohl nie eindeutige und charakteristische Symptome aufgetreten sind. Es gibt kein beherrschendes oder typisches Merkmal; jedes der folgenden kann vorhanden sein: Inadäquater oder eingeschränkter Affekt (der Patient erscheint kalt und unnahbar). Seltsame(s), exzentrische(s) und eigentümliche(s) Verhalten und Erscheinung. Wenig soziale Bezüge und Tendenz zu sozialem Rückzug. Seltsame Glaubensinhalte und magisches Denken, die das Verhalten beeinflussen und im Widerspruch zu (sub)kulturellen Normen stehen. Misstrauen oder paranoide Ideen. Zwanghaftes Grübeln ohne inneren Widerstand, oft mit dysmorphophoben, sexuellen oder aggressiven Inhalten. Ungewöhnliche Wahrnehmungsinhalte mit Körpergefühlsstörungen oder anderen Illusionen, mit Depersonalisations- oder Derealisationserleben. Denken und Sprache vage, umständlich, metaphorisch, gekünstelt, stereotyp oder anders seltsam, ohne ausgeprägte Zerfahrenheit. Gelegentlich vorübergehende quasi-psychotische Episoden mit intensiven Illusionen, akustischen und anderen Halluzinationen und wahnähnlichen Ideen; diese Episoden treten im Allgemeinen ohne äußere Veranlassung auf. Die Störung zeigt einen chronischen Verlauf mit unterschiedlicher Intensität. Gelegentlich entwickelt sich eine eindeutige Schizophrenie. Es lässt sich kein exakter Beginn feststellen; Entwicklung und Verlauf entsprechen gewöhnlich einer Persönlichkeitsstörung. Sie findet sich häufiger bei Personen mit manifest schizophren Erkrankten in der Familie. Man nimmt an, dass sie einen Teil des genetischen Spektrums der Schizophrenie verkörpert. Schizotypische Personen haben die gleichen zwischenmenschlichen Probleme wie schizoide Personen, allerdings mit dem Unterschied, dass Schizotypische unter der sozialen Isoliertheit leiden, wohin Schizoide keinen Wert auf zwischenmenschliche Kontakte legen. Zudem zeigen Schizoide keine anderen Auffälligkeiten wie magisches Denken, seltsame Sprache und Erscheinung. Schizophrenie weist ähnliche Symptome auf, aber mit stärkerer Ausprägung in Form von Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Der größte Unterschied zur Borderline-Persönlichkeitsstörung ist die fehlende Impulsivität und Stimmungslabilität.
- schizoide persönlichkeitsstörung F60.1 Mindestens drei der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen müssen vorliegen: wenn überhaupt, dann bereiten nur wenige Tätigkeiten Freude; zeigt emotionale Kühle, Distanziertheit oder einen abgeflachten Affekt; reduzierte Fähigkeit, warme, zärtliche Gefühle für andere, oder Ärger auszudrücken; erscheint gleichgültig gegenüber Lob oder Kritik von anderen; wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit einem anderen Menschen (unter Berücksichtigung des Alters); fast immer Bevorzugung von Aktivitäten, die alleine durchzuführen sind; übermäßige Inanspruchnahme durch Phantasien und Introvertiertheit; hat keine oder wünscht keine engen Freunde oder vertrauensvollen Beziehungen (oder höchstens eine); deutlich mangelndes Gespür für geltende soziale Normen und Konventionen. Wenn sie nicht befolgt werden, geschieht das unabsichtlich. Es wird von weniger als einem Prozent Betroffener in der Bevölkerung ausgegangen, das heißt, dass die Störung im Vergleich zu anderen Persönlichkeitsstörungen relativ selten ist.[6]
- abhängigkeitssyndrom Zur Diagnose des Abhängigkeitssyndroms müssen nach der ICD-10 mindestens drei der folgenden Kriterien während des letzten Jahres gemeinsam erfüllt gewesen sein: starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft) körperliche Entzugssymptome Benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt) fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen. Die Klassifikation im ICD-10 ist in die verschiedenen Substanzen unterteilt (siehe Kasten).
- Anosognosie Nicht- erkennen von Krankheit (Lähmung, Schizophrenie)
- Transaktionale Stressmodell von Lazarus Modell sieht Stresssituationen als komplexe Wechselwirkungsprozesse zwischen den Anforderungen der Situation und der handelnden Person. Im Gegensatz zu früheren Stresstheorien ging Lazarus davon aus, dass nicht die (objektive) Beschaffenheit der Reize oder Situationen für die Stressreaktion von Bedeutung sind, sondern deren (subjektive) Bewertung durch den Betroffenen. Menschen können für einen bestimmten Stressor höchst unterschiedlich anfällig sein: Was für den einen Betroffenen Stress bedeutet, wird von einem anderen noch nicht als Stress empfunden. Das Modell ist transaktional, da ein Bewertungsprozess zwischen Stressor und Stressreaktion zwischengeschaltet ist. Film über rituelle Genitalverstümmelungen bei Aborigines (Initiationsritual wie z. B. die Bora). Sogar der ohne Ton gezeigte Film erzeugte Stress jedoch ein intellektualisierender, verharmlosender Kommentar hinzugefügt wurde, dann fiel die Stressreaktion schwächer aus. Noch weniger ausgeprägt war sie, wenn der Kommentar vor dem eigentlichen Filmbeginn erfolgte, sodass die Erwartungen der Versuchspersonen ihre Stressreaktion dämpften. Lazarus nennt dies Kurzschließen der Bedrohung durch kognitive Bewertung. Primary Appraisal (Primäre Bewertung) Vereinfachte Darstellung der Primär- und Sekundärbewertung im Stressmodell von Lazarus Situationen können nach Lazarus als positiv, irrelevant oder potenziell gefährlich (stressend) bewertet werden. Wenn eine Situation als stressend erlebt wird, kann diese Bewertung in drei verschiedenen Abstufungen erfolgen: als Herausforderung (challenge) in Situationen, die bewältigbar erscheinen, als Bedrohung (threat) bei einem zu erwartetenden Schaden oder als Schädigung/Verlust (harm/loss), wenn der Schaden bereits eingetreten ist. Secondary Appraisal (Sekundäre Bewertung) In der sekundären Bewertung wird überprüft, ob die Situation mit den verfügbaren Ressourcen bewältigt werden kann. Wenn die Ressourcen als nicht ausreichend bewertet werden, dann wird eine Stressreaktion ausgelöst. Es wird eine Bewältigungsstrategie entworfen, die von der Situation sowie von den Eigenschaften und kognitiven Strukturen der Person abhängig ist. Dieser Umgang mit einer Bedrohung wird Coping genannt. Einsetzbare Verhaltensweisen sind z. B. Aggression, Flucht, Verhaltensalternativen, Änderung der Bedingung oder Verleugnung der Situation. Über Rückmeldungen zum Erfolg oder Misserfolg lernt die betroffene Person im Laufe der Zeit, mögliche Bewältigungsstrategien selektiv einzusetzen. Reappraisal (Neubewertung) Im dritten Schritt wird der Erfolg der Bewältigungsstrategie bewertet, um eine dynamische Anpassung an die neue Situation zu gewährleisten. Lernt ein Stresspatient, wie er mit einer Bedrohung (primäre Bewertung der Situation) umgehen kann, stellt sie sich eventuell nur noch als eine Herausforderung dar. Ebenso kann eine Herausforderung zur Bedrohung werden, wenn keine angemessene Bewältigung durchführbar ist. Diese Möglichkeit der Veränderung der Erstbewertung bezeichnet Lazarus als „Reappraisal“ (deutsch Neubewertung). Problemorientiertes Coping Darunter versteht man, dass das Individuum versucht, durch Informationssuche, direkte Handlungen oder auch durch Unterlassen von Handlungen Problemsituationen zu überwinden oder sich den Gegebenheiten anzupassen. Diese Bewältigungsstrategie bezieht sich auf die Ebene der Situation bzw. des Reizes. Emotionsorientiertes Coping Das emotionsorientierte Coping wird auch „intrapsychisches Coping“ genannt. Hierbei wird in erster Linie versucht, die durch die Situation entstandene emotionale Erregung abzubauen. Bewertungsorientiertes Coping Lazarus verwendet den Begriff „reappraisal“ (Neubewertung) in zwei Zusammenhängen: zum einen bezüglich des Bewertungsprozesses, wie oben erwähnt. Zum anderen ist die Neubewertung einer Stresssituation gleichzeitig eine Copingstrategie, wie an folgendem Zitat deutlich wird: „I also used the term cognitive coping to express this idea that coping can influence stress and emotion merely by a reappraisal of the person-environment relationship“ (Lazarus, Stress and Emotion, 1999, S. 77). Die betroffene, „gestresste“ Person kann ihr Verhältnis zur Umwelt kognitiv neu bewerten, um so adäquat damit umzugehen. Das Hauptziel beim bewertungsorientierten Coping liegt darin, eine Belastung eher als Herausforderung zu sehen, weil so ein Lebensumstand positiv bewertet wird und dadurch Ressourcen frei werden, um angemessen zu reagieren. Dies kann nur gelingen, wenn konkrete Problemlösungsansätze gefunden werden (siehe problemorientiertes Coping). Es müssen also verschiedene Bewältigungstrategien kombiniert werden.
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- KIP katathym-imaginative Psychotherapie Die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP) ist ein von Hanscarl Leuner 1954 eingeführtes tiefenpsychologisch fundiertes Verfahren. Mit der KIP ist sowohl jene spezielle, emotionsnah gestaltete Imagination angesprochen, auf der das Verfahren basiert, als auch deren Einbindung in einen psychotherapeutischen Prozess. In diesem Sinne ist die KIP als ein ausdifferenziertes methodisches Vorgehen zur Handhabung der Tagtraumtechnik zu definieren, das auf dem theoretischen Fundament der Psychoanalyse aufgebaut ist und deren wesentliche Parameter wie Übertragung und Gegenübertragung, dynamisches Unbewusstes und Widerstand berücksichtigt, symbolischen Prozessen besondere Aufmerksamkeit widmet und dabei der Arbeit mit Imaginationen in Form von Tagträumen einen essentiellen Stellenwert einräumt. Die dafür maßgeblichen Auffassungen von Wahrnehmung, Gestaltbildung und Symbolisierung entwickelte Hanscarl Leuner auf der Grundlage der Gestaltpsychologie, Methode wird in eine Grund-, Mittel und Oberstufe eingeteilt Zur Grundstufe gehören Motive wie zum Beispiel Wiese, Bach, und Berg. Bei der Mittelstufe werden Motive wie zum Beispiel Löwe und Auto angewendet und bei der Oberstufe Motive wie zum Beispiel Höhle und Vulkan. Durch vorherige Entspannung des Körpers, welche durch den Therapeuten angeleitet wird, kommt es zu einer kontrollierten Regression und Lockerung der Abwehr. Auf der Bildebene des Tagtraums kommen neben der aktuellen Befindlichkeit des Patienten u.a. seine Wesenszüge, Verhaltenseigentümlichkeiten, Ressourcen, Motivationsstrukturen und zentralen unbewussten Beziehungskonflikte symbolisch zur Darstellung. Darüber hinaus verbildlichen sich immer wieder auch die als „Übertragung“ bezeichneten unbewussten Vorstellungen über die therapeutische Beziehung und jene Erfahrungen mit anderen Menschen, die als so genannte „Repräsentanzen“ ihren innerseelischen Niederschlag gefunden haben. Die kognitiven und affektiven Inhalte des Tagtraumgeschehens können dann unter diagnostischen Gesichtspunkten verstanden und therapeutisch aufgegriffen werden, um sie von bewusstseinsnahen Oberflächenschichten her langsam und vorsichtig in die Tiefe unbewussten seelischen Geschehens zu verfolgen.
- Soz Phobie Erklärung Clark & Wells Clark und Wells (1995) vor: In ihrem kognitiven Modell der Sozialen Phobie werden spezifische Mechanismen der Informa tionsverarbeitung unterschieden, die die Aufrechterhaltung Sozialer Phobi en erklären können. Eine schematische Übersicht zum kognitiven Modell der Sozi alen Phobie nach Clark und Wells (ebd.) findet sich in Abbildung 1. Es wird angenommen, dass einzelne soziale Situationen (vermittelt durch in der Entwicklung verankerte Schem ata) automatische Gedanken her vorrufen, die sich um eine befürchtete negative Bewertung durch andere Menschen drehen. Diese Gedanken weisen im Wesentlichen drei dire kte Auswirkungen auf: 1. führen sie zu sog. „Sicherheitsverhaltensweisen“, d.h. Verhaltensstrategien, die dazu dienen sollen, das Eintreten der gefür chteten „Katastrophe“ zu verhindern; 2. führen sie zu einer Fokussierung der Aufmerksamkeit auf sich selbst, sodass zunehmend weniger Aufmerksamkeitsressourcen für die real e Auseinandersetzung mit der Situation vorhanden sind; 3. lösen diese aut omatischen Gedanken körperliche Angstsymptome aus, die im Anschluss von Patienten intensiv verarbeitet werden (u.a. als Hinweis darauf, dass die Situat ion „wirklich gefährlich“ ist). Wie aus Abbildung 1 ersichtlich ist, nehmen Clark und Wells (1995) an, dass die Elemente des Modells auf komplexe Art und We ise interagieren und sich gegenseitig aufrechterhalten. Neben den in Abbildung 1 dargestellten Prozessen betonen Clark und Wells (ebd.) auch die Bedeutung von Informationsverarbeitung vor und nach sozialen Situationen: In der „antizipatorischen Verarbeit ung“ stellen sich Patienten besonders gefürchtete Ausgänge sozialer Situationen intensiv vor und bauen so zunehmend stärkere Ängste aus; im Gegensatz dazu findet sich in der nachträglichen Verarbeitung („post mort em“) eine selektive Verarbeitung der vorhergegangenen Situation, die eine we itere Festigung dysfunktionaler Überzeugungen wahrscheinlich macht. Ein we sentliches Merkmal des Modells von Clark und Wells stellen eine Vielzahl v on Grundlagenarbeiten dar, die die in diesem Modell formulierten Hypothesen überprüfen (vgl. Clark & Ehlers, 2002) und großteils bestätigen. Abbildung 1: Kognitives Modell von Clark und Wells (1995) Situation Gedanken Selbstfokussierung der Aufmerksamkeit/ Kognitive Repräsentation des Selbst Sicherheitsverhalt Angstsymptome
- Strukurelle Familientherapie Strukturelle Familientherapie ist ein Zweig der systemischen Familientherapie. Familientherapie betrachtet die Familie als ein System, bestehend aus den Eltern (Vater und Mutter) und den in der Familie lebenden Kindern und den Wechselwirkungen zwischen den Beteiligten. Besondere Bedeutung in der strukturellen Familientherapie haben Strukturen (Generationen, also z. B. Eltern und Kinder) und Grenzen (z. B. zwischen den Generationen). Hauptsächlicher Vertreter der strukturellen Familientherapie ist Salvador Minuchin. Die Eltern bilden als Paar ein wichtiges Struktur-Element. Gemeinsam haben sie die Erziehung ihrer Kinder zu leisten. Dazu müssen sie sich über die Ziele und ein gemeinsames Vorgehen einigen. Eltern bzw. Kinder bilden im Familiensystem je ein Subsystem. Zwischen den Subsystemen müssen klare Grenzen geschaffen und beachtet werden. Grenzen zwischen Generationen dürfen nicht verwischt werden. Grenzen lassen sich in der Verteilung der Rollen und Aufgaben und in der Kommunikation direkt beobachten. In der Therapie lassen sie sich durch Kommunikation und Übungen verändern und formen, die Familie wird neu „strukturiert“. Verstrickung und Loslösung
- Argelanders psychoanalytisches Erstinterview Drei Typen: objektive Information:vom Pat. direkt berichtet, kann erfragt werden, ist überprüfbar subj. Info.: Bedeutung, die Inhalte für Pat. haben Szenische Info: ERleben der aktuellen Situation, auf Szene zwischen Pat. und Th.