11
Management Basics SS13 (Fach) / Business Plan (Lektion)
Anzeige
- Business Plan Schriftliches Dokument, welches das Konzept des neu zu gründenden Unternehmens beschreibt. Der Business Plan hat zwei Adressaten bzw. Zielgruppen: 1) Gründer= systematische Analyse der Geschäftsidee 2) Potentielle Investoren=für sie ist der Business Plan ein Beteiligungsangebot mit umfassenden Informationen
- Ziele der Erstellung eines Business Plans 1. Instrument zur Kapitalakquisition• Business Plan Wettbewerbe• Venture Capital Geber• Business Angels• Banken etc. 2. Fahrplan für GründerStrukturierung von Ideen und Implementierung; Plan für eine frühe Unternehmensentwicklung 1. Verständnis der eigenen Idee (Produkt/Service, Kunden, Stärken/Schwächen)) 2. Klarheit über Vorgehen (Ziele, Vorgaben) 3. Umsetzung (Strategien, Marketingplan, Finanzierungsbudget) 3. Internes u. externes Controlling
- Formale Anforderungen: 1. Verständlich: Klare Gliederung, verständliche und sachliche Sprache, präzise Formulierung 2. Leserfreundlich: Einheitliches Format, Schriftgröße mindestens 12 Punkt, Übersichtliche Charts, keine einkopierten Abbildungen, keine reine Fotoshow 3. Prägnant: Konzentration aus das Wesentliche • maximal 25-30 Seiten + 10-15 Seiten Anhang• Business Plan muß den Leser „fesseln“, Vorstellungskraft wecken
- Elemente des Business Plans: 1) Management Summary2) Unternehmen3) Produkte /Anwendung und Herstellung4) Markt & Wettbewerb5) Marketing & Vertrieb6) Management & Organisation7) Finanz-/Dreijahresplanung8) Chancen & Risiken9) Finanzbedarf
- Management Summary Wird häufig auch als „Executive Summary“ bezeichnet. Hierbei wird der Inhalt des Business Plans komprimiert verdichtet. Dadurch soll erreicht werden, dass außenstehende Dritte in sehr kurzer Zeit entscheiden können, ob die detaillierte Prüfung des gesamten Business Plans sinnvoll ist. Inhalt: Geschäftsidee Branche Finanzierungsphase Kapitalbedarf Maximal 2 Seiten
- Unternehmen Unternehmensprofil: • Gründung• Rechtsform• Bestehendes Produktprogramm Besitzverhältnisse: • Firmeninhaber• Beteiligungen• Partner Unternehmensziele: • Ausgangslage• Angestrebte Ziele• Geplante Strategie
- MoMiG • Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen• Rechtskräftig seit 01.11.2008 zentraler Bestandteil der Reform: Gründung mit einer Stammeinlage von 1 Euro möglich 25% des Gewinns der Gesellschaft müssen angespart werden. Erst wenn 25.000 Euro angespart wurden, ist diese Auflage erledigt und die Gesellschaft kann dann auch als GmbH ohne Zusatz „Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt” firmieren Jeder Geschäftsanteil muss nur noch auf einen Betrag von mindestens einem Euro lauten Verwaltungssitz kann jederzeit ins Ausland verlegt werden Zur Beschleunigung der Rechtsverfolgung gegenüber Gesellschaften muss zukünftig in das Handelsregister eine inländische Geschäftsanschrift eingetragen werden. Im Falle der Führungslosigkeit der Gesellschaft werden die Gesellschafter verpflichtet, bei Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung einen Insolvenzantrag zu stellen.
- Produkte / Anwendung und Herstellung 1. Kundennutzen • Identifizierung der Kundenbedürfnisse• Problemanalyse, Problemlösung• Konkreter Kundennutzen 2. Wettbewerbsvergleich • Aufzeigen des Wettbewerbsvorsprunges• Zusatznutzen• USP 3. Herstellung, Leistungserstellung • Entwicklung• Herstellung• Kapazitäten• Qualität 4. Kosten, Preise • Kalkulation• Verkaufspreise und Deckungsbeiträge
- USP Unique Selling Proposition, beschreibt eine unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten herausragende Eigenschaft eines Produktes oder eines Markenartikels, wodurch das Produkt gegenüber der Konkurrenz überlegende Wettbewerbsvorteile genießt (z.B. Preis, Design, technologischer Fortschritt etc.) z.B. Wischen bei Iphone/Ipod von Apple
- Einfache Deckungsbeitragsrechnung Umsatzerlöse - variable Kosten der (abgesetzten) Erzeugnisse ------------------------------------------------------------ = Deckungsbeitrag 1 - gesamte fixe Kosten der zu ermittelnden Periode. ------------------------------------------------------------ = Betriebsergebnis Langfristige Preisuntergrenze = Betriebsergebnis null Kurzfristige Preisuntergrenze = DB 1 null (nur variable Kosten sind gedeckt) z.B. Auslastung freier Kapazitäten bei Flugzeugen
- Anzeige
- Markt und Wettbewerb 1. Gesamtmarkt darstellen • Analyse und Bewertung von: 1) Marktpotential 2) Marktentwicklung 3) Charakteristika • Umfeld•Trends 2. Segmentierung des Gesamtmarktes • Einteilung in homogene Teilgruppe• Zielmarkt• Kundengruppen 3. Wettbewerbsanalyse durchführen • Identifikation und Beschreibung• Marktanteile• Strategie• Stärken- und Schwächenanalyse