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Geschichte (Fach) / Außereuropäische Geschichte (Lektion)
Prüfungsstoff
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- Mission - allgemein Evangelisationsstrategien sind stets abhängig von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und von Rückhalt der Kolonialherren - stark - geringfügig stets Transformierend christliche Werte transferiert kann sich auf christliche Werte beschränken oder noch zusätzlich Zivilisierungsmission Werte, Gewohnheiten - säkulare
- Mission - starker Rückhalt durch Kolonialherren iberische Jesuiten besonders auf Goa, Philippinen und in Südamerika Durchsetzung der christlichen Lehre mit Druck und Drohungen Zerstörung von Tempeln und Idolen Verfolgung von Priestern und Priesterinnen Zwangstaufen Evangelisation ist Zivilisierungsmission
- Mission - geringfügiger Rückhalt italienische Jesuiten Indien, China inkulturierende Missionsstrategien (=Akkomodationsmethode) entscheidendes Merkmal Sprachkompetenz Übertragung von Kernbegriffen der christlichen Lehre in indigene Idiome Eingehen auf lokale Traditionen "Einbau" des Christentums in einheimische Lebenswelten Voraussetzung: gute Kenntnisse der lokalen religiösen und philosophisch-spirituellen Vorstellungen
- Grundtypen imperialer Ausgangssituationen nach Donald A. Low 1. Imperialmacht tritt an die Stelle erner vorher existierenden Autorität Untertyp: Eroberung durch Zerstörung bestehender Machtstrukturen und Ersetzung durch neue Strukturen 2. Imperialmacht etabliert ihre Oberhoheit über eine vorher existierende politische Autorität, die unter dieser Oberhoheit weiter bestehen bleibt (deutsche Kolonialherrschaft in Togo) 3. Imperialmacht erfindet neue politische Autorität, wo keine für sie erkennbare staatliche Organisation vorfindet; betrifft meist akephale Gesellschaften.
- Kulturkontakt - allgemein vier grundlegende Stufen nach Urs Bitterli - im Hinblick auf die Epoche zwischen Columbus und Cook entwickelt - unterscheidet Kulturkontakte nach zwei Kriterien: Dauer und Gewaltsamkeit - hilfreich bei der Sortierung von Material, aber als analytisches Werkzeug nicht differenziert genug - problematisch: scharfe Trennung zwischen Europa und Nicht-Europa; finden die Kontakte tatsächlich zwischen so deutlich identifizierbaren Einheiten statt?
- Stufen des Kulturkontaktes nach Urs Bitterli - Kulturberührung: in seiner Dauer begrenztes, erstmaliges oder mit großen Unterbrechungen erfolgendes zusammentreffen einer Gruppe von Europäern mit Vertretern einer außereuropäischen Kultur - Kulturzusammenstoß: das Umschlagen friedlicher Kulturberührung in gewaltsames, die Existenz des schwächeren Partners bedrohendes Verhältnis (Vernichtung, Vertreibung, Versklavung) - Kulturbeziehung: dauerndes Verhältnis wechselseitiger Kontakte auf der Basis eines machtpolitischen Gleichgewichts/einer Pattsituation - Kulturverflechtung: vielfältige und vielschichtige Akkulturationsprozesse, die bei langanhaltenden Kulturbeziehungen durch den beiderseitigen Transfer von Kulturelementen auftreten.
- Weiterentwicklung des Bitterli-Schemas Kulturkontakte - allgemein Konzept der kulturellen Grenzen - Osterhammel - Versuch der Vermeidung einer eurozentrischen Perspektive - alle Gesellschaften haben kulturelle Grenzen - liegen dort, wo die für die jeweilige Gesellschaft spezifischen Phänomene ihre Selbstverständlichkeit verlieren - kulturelle Grenzen können sowohl breite Zonen als auch scharfe Linien sein - sind immer Produkt der jeweiligen Kultur
- Konzept der kulturellen Grenzen - Osterhammel sechs Möglichkeiten des Grenzverhaltens 1. friedliche Aufnahme des Fremden (Inklusion/Integration) 2. beide Seiten stellen sich unter Beibehaltung der eigenen Identität aufeinander ein (Akkommodation) 3. Angleichung des Fremden an das Eigene (Assimilation) 4. völlige Abschottung von fremden Elementen (Exklusion) 5. gezielte Isolation fremder Elemente (Segregation) 6. völlige Vernichtung des Fremden (Extermination)
- Transfer Übertragung von kulturellen Ausdrucksformen, Waren und Ideen von einem Kontinent zum anderen
- Transformation Das Übertragene wird angepasst oder es verändert den Rezipienten
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