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Produktionstechnik II (Fach) / Verlesung 4 Trennen I (Lektion)
Fragenkatalog
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- Definieren Sie die Begriffe „„Trennen““ und „„Spanen““. Trennen ist Fertigen durch Ändern der Form eines festen Körpers, wobei der Zusammenhalt örtlich aufgehoben, d.h. im Sinne des Zusammenhalts im Ganzen vermindert wird. Spanen ist Trennen, bei dem von einem Werkstück mit Hilfe der Schneiden eines Werkzeugs Werkstoffschichten in Form von Spänen zur Änderung der Werkstückform und / oder Werkstückoberfläche mechanisch abgretrennt werden.
- Nennen sie die sechs Gruppen der Hauptgruppe „Trennen“ nach DIN 8580. Zerteilen Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide Abtragen Zerlegen Reinigen Evakuieren
- Definieren Sie Spanen. Geben Sie die charakteristischen Merkmale an. Spanen ist Trennen, bei dem von einem Werkstück mit Hilfe der Schneiden eines Werkzeugs Werkstoffschichten in Form von Spänen zur Änderung der Werkstückform und / oder Werkstückoberfläche mechanisch abgretrennt werden. Merkmale: Mechanisches Wirkprinzip Späne entstehen Schneidengeometrie, Lage und Anzahl sind bestimmt oder unbestimmt Form entsteht durch Abbilden der Werkzeuggeometrie, gesteuerte Relativbewegung oder Kombination beider Varianten
- Wie erfolgt die Trennung der Werkstoffbereiche beim Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide? Welche Voraussetzungen müssen für den Trennvorgang erfüllt sein? Ablauf Durchdringung von Werkzeug und Werkstück Elastische und plastische V erformung Fließen des Werkstoffes Ausbildung eines Spans Ablaufen des Spans über die Spanfläche des Schneidkeils Voraussetzungen Höhere Härte des Werkzeugstoffes gegenüber dem Werkstückstoff Minimale Eindringtiefe überschritten
- Nennen Sie fünf Schneidstoffarten und nennen Sie drei Anforderungen, die moderne Schneidstoffe erfüllen müssen. Schneidstoffarten Werkzeugstahl / HSS Hartmetall / Cermet Keramik Kubisches Bornitrit Diamant Schneidstoffanforderungen Härte und Druckfestigkeit Biegefestigkeit und Zähigkeit Wärmeleitfäigkeit Korrosions- und Oxidationsbe
- Welche Spanarten werden unterschieden und welches sind die wichtigsten Einflussgrößen auf deren Entstehung? Spanarten Fließspan Lamellenspan Scherspan Reißspan Einflussgrößen: Werkstückstoff (Umformbarkeit) Geometrische und kinematische Parameter wie Schneidteilgeometrie (insbes. Spanwinkel) Schnittgeschwindigkeit Spanungsdicke bzw. Vorschub Schneidenzustand Steifigkeit von Werkstück und Maschine
- Geben Sie drei maschinenseiteige Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität von Zerspanprozessen an. Mehrschnitt- und Mehrstückbearbeitung Komplettbearbeitung Automatisierte Werkzeug- und Werkstückwechsel
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen Profil- und Formfräsen. Beim Profilfräsen wird ein Werkzeug mit werkstückgebundener Form verwendet. Beispiele sind das Fräsen von Nuten, Radien oder Zahnflanken. Beim Formfräsen hingegen wird die gewünschte Werkstückgeometrie durch eine gesteuerte Relativbewegung zwischen Werkzeug und Werkstück erzeugt. Dazu werden größtenteils CNC-Fräsen eingesetzt, aber auch die Führung durch das Abtasten einer Form ist möglich.
- Erläutern Sie die Unterschiede zwischen 3-Achs- und 5-Achs-Fräsen. 3 Achs-Fräsen: 3 translatorische Achsen, nur die Fräserspitze kann gesteuert werden 5 Achs-Fräsen: 3 translatorische und 2 rotatorische Achsen Fräsachsrichtung kann auch gesteuert werden (komplexe Bauteile mit hoher geometrischen Genauigkeiten herstellbar) geringere Bearbeitungszeit (Zeilenabstand höher bei gegebener Rillentiefe)
- Was versteht man unter einer Hochgeschwindigkeitsbearbeitung? Nennen Sie je zwei Vor- und Nachteile. Hochgeschwindigkeitsbearbeitung (HSC –– High Speed Cutting) bezeichnet spanende Bearbeitung von Werkstoffen ab einer 10fach höheren Schnittgeschwindigkeit gegenüber herkömmlichen Werten. Vorteile Bessere Oberflächengüten Geringere thermische Belastung Reduzierung der Zerspankräfte Nachteile Hohe Anforderungen an Maschinen und Baugruppen (ausgewuchtet Werkzeuge, hochdynamische Antriebe und Steuerungen) Hohe Anforderungen an Sicherheitsvorrichtungen (Maschinenkapselung) auf Grund hoher Drehzahlen Erhöhung der Nebenzeiten aufgrund reduzierter Standzeit des Werkzeugs
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