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Emotionspsychologie (Fach) / 7 Emotionen in sozialen Beziehungen (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Kuram erstellt.

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  • 1) Basale Modi sozialer Interaktion, Komponenten Basale Modi sozialer Interaktion: KOORPERATION UND KONKURRENZ EMOTIONEN DER KOOPERATION Unterstützung, Zuneigung geben / empfangen --> Liebe / Glück EMOTIONEN DER KONKURRENZ Macht durchsetzen --> Zorn / Ärger / Verachtung Macht androhe--> Furcht / Angst
  • Evoloutionen der Koorperation: Evolutionäre Perspektive 3 Instinktmuster Fortpflanzung und Aufzucht des Nachwuchses als wesentlicher Aspekt daran 3 angeborene Systeme (Instinktmuster) beteiligt -->Bindung / Zuneigung emotionale Wärme als Schlüssel für Sozialisationsprozesse -->Fürsorge Aufziehen der Kinder  Mutter-Kind-Interaktion  Körperkontakt als wichtiges Bindungsmittel  Kindchenschema als emotionaler Attraktor -->Sexuelle Liebe/ Lust Reproduktion Bindungsstabilisierung
  • Fürsorge: Studie: Körperkontakt in Mutter-Kind-Interaktion Studie Kindchenschema als emotionaler Attraktor uV: gesamte Zeit des Körperkontakts av: Prozentualer Anteil der Face-to-Face Interaktionn und der Liebkosungen Bei Neugeborenen und Müttern nach 1. Lebensmonat mit viel Krörperkontakt prozentual mehr Liebkosungen und Face-to-face interaktion Körperkontakt scheint Mutter-Kind Bindung als wichtiger Faktor zu verstärken Kindchenschema: evolutional sinnvoll, um Fürsorge für junge Individuen zu vergrößern Stirnbeinkrümmungswinkel Oberkopfhöhe Körperproportionen -->in Spielzeugen aufgegriffen  
  • Lust und Liebe Funktion, Zusammenhang Differenzierung im Gehirn   entstehen im Gehirn, richten Verhalten auf konkrete Ziele aus Liebe = basale Emotion (vermutlich angeboren)  Funktion:hilft, Bindung zwischen Partnern zu etablieren und zu erhalten  sexuelle Lust als Komponente Liebe(Cingulärer Cortex,Insula,n.Caudatus, Putamen) von purer sexueller Lust (n.Caudatus,Putamen,HtT im Hirnaktivierungsmuster trennbar (männliche / weibliche Gehirne verarbeiten Lustgefühle ähnlich) gleiche Hirnstrukturen durch verschiedene Lustquellen aktiviert Sexualpartner, Musik, Schokolade, Drogen sprechen elementare Belohnungssysteme im Gehirn an Funktion von Vergnügen und Genuss: Lust als gemeinsame „Währung“, um verschiedene Handlungsoptionen zu vergleichen  Lustgefühle genutzt, um Entscheidungen zu fällen
  • Wie wir uns verlieben: Phase 1, Phase 2 (Dauer, Funktion, Kennzeichen,Ziel) Verhaltensmuster beim Verlassen werden Verlängern der Verliebtheitsphase Phase 1: Verliebtheit 17 Monate bis maximal 3 Jahre Dopaminausschüttung: Energie, Freude, Optimismus, Schlafbedürfnis Konzentration auf 1 Menschen  Ziel: Fortpflanzung Phase 2: feste Bindung (attachement love) Dopaminausschüttung normalisiert Ziel: Nachwuchsbetreuung (dazu Ruhe, Geborgenheit notwendig)   Reaktionsmuster beim Verlassenwerden geschlechtsspezifisch Phase der Verliebtheit verlängerbar / auffrischbar Emotionsregulationsstrategien
  • Liebesstile und ihre Eigenschaften Einflüsse Eigenschaften Marburger Einstellungsinventar für Liebesstile -> romantisch (Leidenschaft, sexuelle Zuneigung) ->maximale Zufriedenheit -> freundschaftlich (Vertrauen, Sicherheit) -> altruistisch (Wohl des Partners dominiert) -> besitzergreifend (Gefühl der Eifersucht dominiert) -> pragmatisch (Vernunft, vorteilhafte Beziehung) -> spielerisch (Ausleben sexueller Freiheit)->minimale Zufriedenheit treten häufig in Kombination auf mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede bei Männern und Frauen Frauen eifersüchtiger (evolutinär?),destruktiv, extreme Formen eher bei mÄNNERN, Männer vertrauen mehr sexuelle Untreue, Frauen leider mehr darunter
  • Wer passt zu wem? Beständigkeit von Liebesstilen Entstehung Liebesbeziehungen als ökonmischer Tauschprozess?->Austauschtheorie(Kelly) bestädnig, kaum umerziehbar, am stärksten altruistische Liebe durch soziales Lernen bestimmt~Kindheit und Jugend Menschen bauen Beziehungen auf, wenn sie sich gegenseitig zu belohnen können -->rationale Kosten und Nutzen Analyse (ähnliche Bezihungsstile maximieren Gewinn)--> Beziehungsbilanz  Ausnahme: spielerisch, besitzergreifender Stil
  • Attraktivitätsmerkmale Männer-Frauen Männer: VISUELLES SYSTEM maximal aktiviert->Aussehen relevant Attraktivitätsmerkmale: Jugendlichkeit,Schönheit ~Repdroduktion Frauen: AUFMERKSAMKEITSZENTRUM maximal aktiviert --> Sicherheit, Schutz--> dafür prädiktiv-Ehrgeiz und Zuverlässigkeit~ Nachwuchsfürsoge gemeinsam: Sinn für Humor (!nicht respektols, besonders nicht bei Frauen, sondern verträglich, beziehungsfähig)
  • Emotionen der Konkurrenz: Beispiele, dominant Sozialer Kontext,Kultur Effekte von Ärger(3) Funktionen Zorn, ÄRGER,Verachtung, Wut, Angst Entstehung und Management kulturabhängig Utku (Stamm nahe Polarkreis):Ärger nicht gezeigt, als befremdlich empfunden Yanomamö (Stamm in Südvenezuela/Nordbrasilien):Agggresivität, von Kindern aufgenommen im Spiel (Frauenraub,Schlagen) "Kollektivistische" Sozietäten geringeres Ärgerpotential als individualistische Effekt von Ärger: zu Taten anregen, die sonst nicht zustande kämen Furcht hemmen Rücksichtnahme auf andere Personen reduzieren Funktion:  Einpegeln sozialer Beziehungen ohne direkte physische Gewalt
  • Emotionen innerhalb und zw. Gruppen (Sherif, 1953) Autonome Entwicklung verschiedener Beziehungsprinzipien in menschlichen Gruppen mögl Jungen 11-14 im Sommercamp Verhaltensbeobachtung und Interventionen 1)Entstehung von Freundschaften und vertrauensvollen Beziehungen->Zuneigung u gemeinsame Aktivitäten 2)Gruppen getrennt, Freundschaften absichtlich getrennt, seperat gemeinschaftliche Aktivitäten der Gruppen-->Hierarchienbildung, Dominanz In Gruppen bilden sich eigene Strukturen, Zusammengehörigkeitsgefühl ~durch Namen u Kleidung 3)Kritische Intervention: Wettkämpfe initiiert, bei der eine Gruppe gewinnen MUSSTE Folgen der Konflikterzeugung: (I) innerhalb der Gruppen (in-group): Kohärenz beibehalten - Zuneigung, Vertrauen (II) zwischen Gruppen (out-group): Konflikt bewirkt negative Sicht der anderen Gruppe - Feindseligkeit,  Verachtung 4)Verachtung und Feindseligkeit abgebaut-->Koorperation bei sozialen Projekten  
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  • Empathie Definition: perceiver und target Evolutinärer Ursprung,Funktion -umfasst relatierte, aber unterscheidbare Prozesse -PERCEIVER fokussiert sich auf emotionale Zustände des TARGETS, -->in Zentrum seiner Aufmerksamkeit, tritt mit ihm in Beziehung basale menschliche Eigenschaft, evolutionär alt bedeutsam für Kooperation, Aufbau und Erhalt sozialer Beziehungen Selektionsvorteil: zwischenmenschliche Beziehungen überlebenswichtig
  • Grundkomponenten von Empathie (1) Experience sharing Übernahme, Resonanz mit bzw. Teilen von internen Zustände des targets (2) Mentalizing explizites Bedenken und Verstehen interner Zustände des targets und  ihrer Ursachen/Quellen (3) Prosocial concern prosoziale Motivation, dem target zu helfen (basierend auf 1 und/oder 2)
  • Zaki/Ochsner Hirnregionen Expierience Sharing: 1.Person-Perspektive(Selbstbedingung) und 3. Person Perspektive (Andere Bedingung) -->Hirnaktivierung überlappt IPL, ACC b: Mentalizing – Urteile über Annahmen, Gedanken, Intentionen, Gefühle des Targets erfragt-->Präsentationen von Gesichtsausdrücken, nonverbalen cues und verbalen Informationen-->TPJ, Precuneus  
  • Kritik an alten Analysen zur Empathie STARK REDUKTIONISTISCHER ZUGANG -Mentalizing und Experience sharing seperat untersucht -Präsentation vereinfachter Cues (ohne Kontextbezug, isoliert), inkonsistent verschiedene Reize -unterschiedliche Instuktionen: Bei experience sharing insturiiert, bei Mentalizing Inferenzen gefordert  -->isolierte Cues dargenoten, im Alltag jedoch Analsyse der INTERAKTION
  • Kritik an alten Analysen zur Empathie STARK REDUKTIONISTISCHER ZUGANG -Mentalizing und Experience sharing seperat untersucht -Präsentation vereinfachter Cues (ohne Kontextbezug, isoliert), inkonsistent verschiedene Reize -unterschiedliche Instuktionen: Bei experience sharing insturiiert, bei Mentalizing Inferenzen gefordert  -->isolierte Cues dargenoten, im Alltag jedoch Analsyse der INTERAKTION
  • Empathieforschung Aktuelle Entwicklungen Interaktion Prosoziales Verhalten-neurale Aktivierung Hirnregionen, die mit Mentalizing verbunden, prädiktieren was? Schmerz, explizit interne Zustände Einflüsse auf Hirnaktivierung Autismus Hinzunahme ökologisch validerer Paradigmen, bei denen Experience sharing und Mentalizing relevant (z.B. Videodarstellung autobiographischer Erlebnisse  des targets) dadurch Empathie-Prozesse in ihrer Interaktion analysierbar Analyse der Rolle von Experience sharing und Mentalizing für prosoziales Verhalten beide Prozesse wirken in Abhängigkeit vom Kontext -->• wenn Beobachter passiv targets betrachten, die Schmerz empfinden, prädiktiert  neurale Resonanz spätere Prosozialität (Harbaugh et al., 2007); • wenn Beobachter explizit interne Zustände des targets beachten sollen, prädiktiert Aktivierung von Hirnregionen, die mit Mentalizing assoziiert sind (mPFC), späteres Hilfeverhalten (Masten et al., 2010); • Faktoren, die Experience sharing und Mentalizing beeinflussen (z.B. Gruppenzugehörigkeit des targets), verändern die Hirnaktivierung und spätere prosoziale Entscheidungen (Hein et al., 2010) Methodenkombination  zur Analyse basaler Hirnstrukturen, der zeitlichen Dynamik und Interventionsmöglichkeiten bei empathischen Prozessen ~Autismus-->Defzite bei Verarbeitung mulipler sozialer Cues~neuronale Verarbeitung der Interaktionen von Systemen
  • Psychologischer Test zur Erfassung der Empathie Toronto Empathy Questionnaire Differenzierung von 5 Dimensionen mittels Faktorenanalyse: • Korrektes Entschlüsseln nonverbaler Botschaften • Mitgefühl: gleiche Emotionen wie andere Personen empfinden • Erleben ähnlicher Gedanken und Gefühle wie andere Personen • Auslösung gleicher physiologischer Reaktionsmuster • Auslösung unterstützender oder helfender Handlungsimpulse
  • Psychologischer Test zur Erfassung der Empathie Toronto Empathy Questionnaire 5 Faktoren Wie ist Empathie operationalisiert -->Schwierigkeiten Differenzierung von 5 Dimensionen mittels Faktorenanalyse: • Korrektes Entschlüsseln nonverbaler Botschaften • Mitgefühl: gleiche Emotionen wie andere Personen empfinden • Erleben ähnlicher Gedanken und Gefühle wie andere Personen • Auslösung gleicher physiologischer Reaktionsmuster • Auslösung unterstützender oder helfender Handlungsimpulse Validierung in 3 Studien   Empathie als Fähigkeit (Kompetenz) operationalisiert (Items beinhalten  konkrete Verhaltensbeschreibungen) Problem:  Empathiefähigkeit nur schwer per Fragebogen messbar, da die Meinung über das eigene empathische Talent das Ergebnis verfälschen kann
  • Grundlagen des Mentalizing , Schubotz 2007 Präsentation von Filmclips mit einfachen Alltagshandlungen ~Orange schälen Bedingung 1) EGOZENTRISCHE PERSPEKTIVE-> Wie eigene Hände, Person soll Bewegungen nachvollziehen Ergebnis: fMRT: Aktivierung motorischer Areale, die für Handlung u Bewegung  notwendig Bedingung 2: Allozentrische Perspektive (Sicht anderer Person) Aktivierung von motorischen und Mentalizing Arealen (mPFC) Bedingung 3: Allozentrisch + Gesichtsinformation Aktivierung von motorischen und Mentalizing arelen noch stärker!   Interpreation: Bei Handlungsbeobachtung spontan auch Mentalizing Areale aktiv, handlungen efordernm zwar kein tieferes erstehen, aber daraus Informationen über person ableitbar, die evtl später noch nützlich
  • Empathischer Schmerz- Wie und warum das Gehirn mitfühlt ~Singer Paare Mitgefühlter Schmerz  Hypothese: Fraue besonders sesibel gegnüber Schmrez des Partnes Vpn: 16 Paare Beide im Gleichen Raum, Frau im Scanner, Frau kann Gesicht des Mannes nicht sehen, Einer bekommt Elektroschock auf Handrücken, Annzeige signalisiert wer und wie stark Av: Sauerstoffgehalt des Blutes~BOLD Signale uV: wer  bekommt Elektroschock, selbstbewertetes Mitgefühl (1) Wenn Frauen starken Schmerzreiz spüren Aktivierung Schmerzmatrix (2) Wenn Partner Schmerzreiz zugefügt nur Teil der eigenen Schmerzmatrix aktiviert , nicht der mit sensorischen Qualitäten verbudene (affektive Komponente: Gefühl der Aversion, dass es weh tut) embodied cognition) (3) Frauen, die ihr Mitfühlen in Fragebögen am höchsten bewerten, zeigten höchste  (empathische) Gehirnaktivität,  (4) Beobachtung des Gesichts des Partners für Nachfühlen des Schmerzes nicht nötig   Interpretation: Ursprung und Natur des Schmerzreizes (Intensität, Lokalisation) nur bedeutsam, wenn eigener Körper betroffen, der darauf reagieren kann. Das Einfühlen in den Schmerz einer anderen Person macht keine so detaillierte Repräsentation erforderlich – hier reicht Repräsentation der emotionalen Bedeutung  sog. entkoppelte Repräsentationen (unabhängig von sensorischen Inputs der Außenwelt)
  • Schmerzmatrix Gehirnanteile PAG:  zentrales Höhlengrau Th: Thalamus S1: primärer sensorischer  Kortex Amyg: Amygdala Insula: Inselrinde SMA: supplementärmotorische Rinde PPC: posteriorer  Parietalkortex PFC: präfrontaler Kortex ACC: anteriorer cingulärer  Kortex Basalganglien, Kleinhirn,  sekundärer sensorischer  Kortex
  • Abwandlung von Scherers Versuch: Modulation empathischer Reaktionen uV: Geschlecht der Vp; Fairness der Spieler,individuell berichtetes Bedürfnis nach Rache av: BOLD Werte->fMRT • mehrere Teilnehmer (Männer und Frauen) • zuvor Spiel mit festgelegten Rollen gespielt: einige Teilnehmer mussten sich immer  fair verhalten, andere stets besonders unfair • anschließend bekamen Teilnehmer wieder Stromstöße in die Hand / fMRT Ergebnisse (1) Männer: nur Empathie gezeigt mit Spielern, die zuvor fair gespielt->Schmerzmatrix nicht aktiviert, dafür Nucleus accumbens=Belohnungsareal (2) Frauen leiden mit allen Spielern mit, allerdings schwächer mit unfairen (3) Männer: bei zuvor unfairen Spielern Schmerzmatrix nicht aktiviert (d.h. keine empathische Reaktion),   anstelle dessen Aktivierung im Nucleus accumbens = Belohnungsareal (aktiviert,  wenn z.B. Schokolade oder positive Verstärker antizipiert)   Aktivierung korreliert mit selbst berichtetem Bedürfnis nach Rache --->!! Faktor, d.h. Empathie u.U. auch in das Gegenteil  (Schadenfreude) umwandelbar!!
  • Individuelle Unterschiede beim Empathieempfinden ->Geschlecht ->Psychopathologie Tibetanische Mönche Geschlecht: Keine belegbaren, aber anscheinend unterschiedliche Verarbeitungsstrategien     Psychopathologie: Depression: stark nachempfundenes Leide Schizophrenie: übersteigertes Einfühlungsvermögen auch bei Steinen und Bäumen    Tibetanische Mönche (Lutz et al., 2008) Expertise in Meditationstechniken Ziel: Training von Mitgefühl, Förderung von  altruistischem Verhalten Vergleich mit Meditationsneulingen Darbietung von Geräuschen / fMRT Ergebnis: Experten reagieren stärker (Insula, somatosensorische Areale) auf negative  Geräusche als Novizen (Babyschreie, Hilferufe) – Interpretation: derartige Geräusche signalisieren, dass jemand Hilfe benötigt, d.h. Gehirn ist sensibler  für diese Geräusche;  aber: verhalten sich Pbn auch empathischer?