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Psychologie (Fach) / PS 2.3 Sitzung 8: Sozialformen des Lernens (Lektion)
Sozialformen des Lernens, Gruppen- vs. Klassenunterricht
Diese Lektion wurde von leokarola erstellt.
- Gruppenunterricht Metaanalysen zeigen, dass Gruppenunterricht insgesamt wirksamer (Lernerfolg) als Klassenunterricht ist... insbesondere in Klassen >35 Schüler insbesondere für Mathe & Naturwissenschaften ab der vierten Klasse (vorher kann das Arbeiten in Gruppen geübt werden) 3-4 Schüler sind optimal
- Sozialformen des Lernens: Klasse einheitliche Unterrichtsplanung gleiche Lernziele für alle gleiches Lerntempo für alle eher Lehrer-Schüler-Interaktion eher Wettbewerb zwischen Schülern
- Sozialformen des Lernens: Kleingruppe Gruppendifferenzierung in der Unterrichtsplanung: z.B. nach Leistungsstand... (leistungshomogene vs. leistungsheterogene Gruppe) unterschiedliche Lernziele für die Gruppen unterschiedliches Lerntempo weniger Lehrerzuwendung pro Gruppe eher Kooperation zwischen den Schülern (Lehrer nimmt Mentoren- & Beobachterrolle ein) Hilfen für Sondergruppen möglich
- Was lässt sich für Gruppenarbeiten beachten? Qualität der Interaktion innerhalb der Gruppen ist entscheidend (u. a. Austausch zu unterschiedlichen Lösungswegen, Austausch zum Transfer des Gelernten, Wechsel der Rollen) Welche Aspekte der Gruppenbildung & der Gruppendynamik sind zu beachten? Wie lässt sich kooperatives Lernen fördern? Zusammensetzung der Grupppen: Wie können die Gruppen leistungsförderlich zusammen gesetzt werden? Art der Aufgabenstellung:Wie können die Gruppenaufgaben angemessen gestaltet sein?Wie eng wird die Aufgabe definiert? Offenheit der Zielvorgabe?
- Merkmale einer Gruppe im psychologischen Sinne gemeinsames Ziel Interaktion: Strukturen bilden sich Größe: mind. 2 Personen, wenn die Gruppe zu groß ist, bilden sich Subgruppen Strukturierung Gruppennormen
- Zusammensetzung der Gruppen Projekt- vs. Sympathiegruppen (+ keine Rollenkonflikte --> schnelleres Ergebnis, - anderes Ziel: nicht unbedingt das Unterrichtsziel im Fokus) leistungshomogene vs. -heterogene Gruppen: heterogene (gemischte) Gruppen sind für leistungsschwächere Schüler besondersförderlich heterogene Gruppen sind für durchschnittliche Schüler weniger gut für gut befähigte Schüler fallen die Ergebnisse zur geeigneten Gruppenzusammensetzung unterschiedlich aus, in der Tendenz lernen sie in beiden Konstellationen gut Erklärungsansatz: gute Schüler übernehmen 'Expertenrolle' & lernen dabei ebenso wie die schwächeren
- Aufgabenarten: additive Aufgaben z.B.: Tauziehen Beiträge der Mitglieder werden zusammengeführt Koordinationsverluste, Motivationsverluste, Verantwortungsdiffusion (da Identifizierbarkeit der Einzelleistung schwierig)
- Aufgabenarten: disjunktive Aufgabe Beitrag eines Gruppenmitglieds wird zum Gruppenprodukt --> Interaktion nötig Prozessverlust möglich, indem die falsche Lösung aufgegriffen wird
- Aufgabenarten: konjunktive Aufgabe der Beitrag aller ist erforderlich, z.B. Bergsteigen die Gruppe muss das schwächste Mitglied berücksichtigen--> kann Stärkere nerven...
- echte Gruppeneffekte fördern wechselseitiger Austausch gemeinsame Verantwortung Vertrauen & Akzeptanz gemeinsames Problemlösen: Ziele spezifizieren, planen, Hypothesen testen, bewerten... Gruppeneffekte: --> Leistungsvorteil
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