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Bankmanagement (Fach) / Lektion 2 (Lektion)
Seiten 11-20
Diese Lektion wurde von KarinM erstellt.
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- Kreditgeschäft Kreditvertrag (Grundlage) Kreditvertrag als Grundlage des Kreditgeschäfts: Schuldvertrag, bei dem die Gläubiger dem Schuldner einen Geldbetrag leihen Festbetragsanspruch: Überlassung von Geld durch Tausch in einen unsicheren Anspruch auf vorab spezifizierte Zins- und Tilgungsleistungen
- Kreditgeschäft Kreditvertrag Bestandteile nomineller Kreditvertrag Auszahlungshöhe Rückzahlungsbetrag Tilgungsplan Kreditkosten Kreditlaufzeit Sicherheiten Kündigungsrechte Kreditklauseln
- Kreditgeschäft Kreditarten Kreditnehmer (privat, öffentlich, Firmen) Fälligkeit (endfällig, Tilgungskredite, Annuitätenkredite) Inanspruchnahme (Zitpunkt und Höhe: fest oder flexibel) Fristigkeit (kurz-, mittel-, langfristig) Art der Überlassung (Geldleihe, Kreditleihe) Verwendung (Konsum, Investition) Besicherung (gedeckt, teilgedeckt, ungedeckt) Art der Besicherung (Realkredite, Personalkredite) Standardisierungsgrad (standardisierte Kredite, Individualkredite) Konditionen (feste/flexible Verzinsung,abgeleitete Verzinsung, ggf. mit Zinsober- und -untergrenzen)
- Kreditgeschäft Kreditarten im Überblick Kontokorrent Konsumentenkredite Wechseldiskontkredite Lombardkredite Akzeptkredite Avalkredite (KI übernimmt Bürgschafft) Realkredite (vermögensgegenst. zur Absicherung) Kommunalkredite (an Land, Gemeinde, Bund) Wohnungsbaukredite Konsortialkredite (2 KI an einen KN) Schuldscheindarlehen (durch Kapitalsammelstellen)
- Wechseldiskontkredit Ablauf Warenverkauf, bei dem der Abnehmer den Kaufpreis nicht sofort, sondern zu einem vereinbarten späteren Zeitpunkt zahlt es wird ein Wechsel über den Rechnungsbetrag erstellt (der Abnehmer übernimmt damit eine wechselrechtliche Zahlungsverpflichtung) die Unternehmung verkauft den Wechsel an die Bank und erhält als Gegenwert den abgezinsten Betrag.
- Kreditgeschäft Kreditfähigkeit unbeschränkte Geschäftsfähigkeit notwendig Man unterscheidet natürliche Personen, juristische Personen und quasi-juristische Personen (Personenhandelsgsellschaften)
- Kreditgeschäft Kreditwürdigkeit im Privatkundengeschäft persönliche Eigenschaften (Verlässlichkeit, Lebenswandel) wirtschaftliche Verhältnisse (Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie Umfang an Sicherheiten)
- Kreditgeschäft Kreditwürdigkeit im Privatkundengeschäft Informationsquellen Selbstauskunft bereits vorhandene Informationen externe Auskünfte: KSV, Schufa (Schutzgemeinscahft für allgemeine Kreditsicherung)
- Kreditgeschäft Kreditwürdigkeit im Firmenkundengeschäft persönliche Eigenschaften der handelnden Person wirtschaftliche Verhältnisse
- Kreditgeschäft Kreditwürdigkeit im Firmenkundengeschäft Informationsquellen Jahresabschlüsse (Zeitvergleich und Branchenvergleich) Planungsrechnungen Betriebsbesichtigungen externe Auskünfte: KSV, Rating Agenturen(Moodys oder Standard&Poors)
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- Kreditgeschäft Ausgewählte Techniken der Kreditwürdigkeitsprüfung Kennzahlenanalyse Scoring-Verfahren Einsatz neuronaler Netze Kapitalmarkttheoretische Verfahren
- Kreditgeschäft Ausgewählte Techniken der Kreditwürdigkeitsprüfung Kennzahlenanalyse Aufbereitung von Kennzahlen aus dem Jahresabschluss: Working Capital/Gesamtkapital (kurzf. UV - kurzf. FK) offene Rücklagen/Gesamtkapital EBIT/Gesamtkapital Marktwert des EK, FK Umsatz/Gesamtkapital
- Kreditgeschäft Ausgewählte Techniken der Kreditwürdigkeitsprüfung Scoring-Verfahren Vergabe von bewertungen für eine Vielzahl von Merkmalen, die auf eine bestimmte Weise gewichtet werden (bsp. Diskriminanzanalyse)
- Kreditgeschäft Ausgewählte Techniken der Kreditwürdigkeitsprüfung Einsatz neuronaler Netze Verbessertes Scoring-Verfahren welches Nicht-Lineraitäten berücksichtigen kann. Ziel: gute von schlechten Kreditnehmern zu unterscheiden
- Kreditgeschäft Ausgewählte Techniken der Kreditwürdigkeitsprüfung kapitalmarkttheoretisches Verfahren Nutzung der in den Marktpreis implizierten Informationen +ber Ausfallwahrscheinlichkeit und risikoprämien
- Kreditgeschäft Ausgewählte Techniken der Kreditwürdigkeitsprüfung Altmans Z-Score (Diskriminanzanalyse) Z= 1,2X1 + 1,4X2 + 3,3X3 + 0,6 X4 + 1,0X5 X1= Working Capital/Gesamtkapital X2= Reteined Earnings/Gesamtkapital X3= EBIT/Gesamtkapital X4= Marktwert des EK/Buchwert des FK X5= Umsatz/GK Z<1,81 = hohes Ausfallrisiko 1,81<Z<2,99= unbestimmtes Ausfallrisiko Z>2,99= niedriges Ausfallrisiko
- Kreditgeschäft Ausgewählte Techniken der Kreditwürdigkeitsprüfung Kapitalmarkttheoretische Verfahren - Merton Modell Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit Anwendung optionspreitheoretischer Verfahren Unternehmensassets als Underlying Rückzahlungswert des FK als Basispreis Laufzeit des FK als Laufzeit der Option Standardabweichung der Rendite der Assets als Volatilitätsmaß (Maß für Schwankunen von Aktienkurs/Zinsen).
- Black/Scholes Formel und ihre Anwendung Annahmen Der Wert des Underlying bzw. die Momentanrendite ist lognormalverteilt Der risikolose Zins ist bekannt und konstant in der Zeit Das Underlying besitzt keine zwischenzeitlichen Cash-Flows (bsp. Dividenden) Die Option muss europäisch sein, d.h. eine Ausübung ist nur am Verfallstag möglich Es bestehen keine Leerverkaufsbeschränkungen Kreditaufnahme ist in unbeschränkter Höhe zum risikolosen Zins mögleich (keine Ausfallsrisiken) Es existieren Märkte für den jederzeitigen Handel des Underlying, der Option und für risikolose Anleihen Alle Kapitalmarktteilnehmer verhalten sich wie Preisnehmer, d.h. ihr Handel hat keine Wirkung auf den Preis
- Kreditgeschäft Kreditsicherheiten Personalsicherheiten: Kreditwürdigkeit, Quittung, Schuldanerkenntnis Realsicherheiten: Sicherung mit beweglichen Sachen oder Rechten (Pfändung, Sicherungsabtretung, Eigentumsvorbehalt, Sicherungsübereignung, Hinterlegung) Sicherung mit Grundpfandrechten (Hypothek, Grundschuld, Rentemschuld) Fremdsicherung durch Dritte: Wechselakzept, Bürgschaft, Garantie, Schuldmitübernahme, Patronatserklärung, Kreditversicherung)
- Kreditklauseln Definition und Ziel Klauseln, die einen Kreditnehmer zu einem bestimmten Handeln verpflichten, seinen Aktionsraum einschränken (afformative covenants) oder ebstimmte Zustände definieren (financial covenants) Ziel: Minimierung von Risiken nach Kreditvergabe
- Kreditklauseln Verletzung fristlose Kreditkündigung möglich, aber landesspezifische Unterschiede:mögliche Schadensersatzklagen) Beispiele: Negativklausel: Verpflichtung eines Schuldners gegenüber dem Gläubiger, Vermögenswerte (Vermögen), insbesondere Grundbesitz, nicht zu veräußern, zu belasten oder Dritten als Sicherheit zu stellen diposal of assets-Klausel dividend restriction Klausel Nettowertklasel Vorlage von Infos (JA)
- Kreditpolitische Maßnahmen Grundsätze Risikovermeidung Risikoabgeltung: Banken übernehmen Einzelrisiko und lassen sich zum Ausgleich eine Risikoprämie im Zinssatz vergüten Risikonormierung: keine Risikoprämie im Zins, sondern erklären sich nur bis zu einem bestimmten Risikoniveau zur Kreditvergabe bereit
- Kreditpolitische Maßnahmen Kreditpolitik einer Bank kombinierte Anwendung folgender Mittel: Besicherung Klauseln/Covenants Rationierung Risikozerfällung Diversifikation Kreditversicherung Kreditderviate Handel mit Krediten
- Einlagengeschäft Arten von Bankeinlagen Sichteinlagen von Nichtbanken und Banken: dienen dem Zahlungsverkehr und sind täglich fällig;sehr niedrige Verzinsung Termineinlagen: Festgelder und Kündigungsgelder Spareinlagen: sind unbefristet, dienen dem vermögensaufbau, besitzen eine Kündigungsfrist von mindestens 3 Monaen;pro Kalendermonat ist ein Mindestbetrag frei;es wird eine Urkunde ausgestellt
- Einlagengeschäft Einlagenpolitische Maßnahmen Zinssatz für Einlagen Einlagensicherungsmaßnahmen Vorhaltung von Liquidität
- Brokerage/Depotverwaltung Definition Brokerage umfasst alle Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren für Kunden
- Brokerage/Depotverwaltung Normaler Wertpapierauftrag Stückzahl Preislimit (billigst, bestens, Limitorder= Laufzeit (tagesgültig;ultimo;bis auf Widerruf) Gebräuchliche Zusätze: fill-or-kill, immediate-or-cancel.stopp loos/ stopp buy, Wahrung des Interesses
- Brokerage/Depotverwaltung Komplexer Wertpapieruftrag Blockorder (adverser Informationseffekt) Strategien (Kombinierte Wertpapieraufträge, bspw. Long Straddle, Übermittlung der Überschussnachfrage an Broker) Portfolio Insurance (Programmhandel) Indexarbitrage High-frequency Trading
- Depotverwaltung/Custody Zentrale Begriffe Sonderverwahrung/Sammelverwahrung Einzelurkunden/Sammelurkunden/Schuldbuchforderungen Depotbank/Wertpapiersammelbank Auslandsverwahrung/Kundenschutz Einzug von Zins- und Dividendenscheinen Einzug von verlosten oder gekündigten Wertpapieren Prüfung auf Angebot und Opposition Informationspflichten (bsp. Kapitalveränderung, Übernahmeangebot)
- Vermögensverwaltung /Asset Management) Aufgaben Delegation aller taktischen Anlageentscheidungen an einen spezialisierten Verwalter Strategische Ziele (Formal- und Sachziele) stehen entweder von vornherein fest oder werden im Rahmen eines Verwaltungsvertrags definiert
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- Vermögensverwaltung (Asset Management) Prinzipielle Möglichkeiten Direkte Überlassung von liquiden Mitteln an einen institutionellen Investor mit feststehenden Angebot (Investmentgesellschaft, Versicherung, Pesionsfonds, Venture Capitalist, Hedge Funds) Überlassung von liwuiden Mitteln an einen Verwalter, der Direktanlage betreibt und/oder institutionelle Investoren auswählt
- Vermögensverwaltung (Asset Management) Benchmark Definition vergleichende Analyse von Ergebnissen oder Prozessen mit einem festgelegten Bezugswert oder Vergleichsprozess
- Vermögensverwaltung Kriterien für die Wahl des Benchmark Unambiguous - eindeutig Investible Specified in advance Appropriate - geeignet Measurable Reflective of current investment opinions
- Vermögensverwaltung Managementstile Top-down - betont Autorität des Managers Bottum-up - Aufgabe des Managers ist die MA zu motivieren und ihre Fähigkeiten optimal zu nutzen (Growth, Value, Market-oriented, Small Capitalization)
- Kosten der Vermögensverwaltung Vergütung des Asset Managers Kosten für Brokerage Kosten für die Depotbank (Custody Fee)
- Adverse Anreize im Asset Management /Agency Probleme Churning (häufiges Umschichten des Vermögens um höhere Provisionen zu erlangen) Scalping /Front Running Insiderhandel Manipulation
- Investment Banking Zentrale Geschäftsfelder Emissionsgeschäfte (Erstausgabe von Aktien) Mergers & Aquisitions - Fusionen und Übernahmen Structered Finance/Projektfinanzierungen/Venture Capital (Risikokapital) Research
- Investment Banking Defnition die Anwendung der modernen Finanzierungstheorie --> Bewertung von Zahlungsströmen Erfolgreiches Investment Banking bedar einer hohen Reputation Die Geschäftstätigkeit von Investmentbanken besteht im Kern aus der Vermögensverwaltung ihrer Kunden, dem Handel mit Wertpapieren sowie der Unterstützung von Unternehmen bei Kapitalaufnahmen, etwa durch einen Börsengang. Investmentbanken dienen der Unterstützung des Handels an Finanzmärkten durch so genannteInvestmentgeschäfte.
- Eigengeschäfte Devisen Geldmarktgeschäfte (Treasury) Wertpapiergeschäfte Beteiligungen
- Arten des Eigenhandels Market Making Arbitrage (Ausnutzen von Presiunterschieden) Risk Arbitrage Positionshandel Programmhandel