10
Controlling (Fach) / Controlling (Lektion)
- Einzelkosten Kosten, welche direkt einem Kostenträger zugeordnet werden können, z. B. Material-Einzelkosten, Fer- tigung-Einzelkosten oder Sonder-Einzelkosten.
- Variable Kosten Kosten, welche sich der Beschäftigung bzw. Produktionsmenge ändern, z. B. Akkordlöhne, Werkstoff- kosten.
- Opportunitätskosten Auch Schattenpreise genannt, sind alternative Kosten, die einem entgangenem Nutzen gegenüberste- hen. Dies sind Erträge, die bei der nächstbesten Verwendung eines Mittels (Gut, Geld) hätten erzielt werden können.
- Maschinenstundensatz Der Maschinenstundensatz liefert eine gemäß Maschinenlaufzeit verursachungsgerechte Umlage der maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten auf den Maschineneinsatz. Maschinenstundensatz = maschinenabhängige FGK [€] / Maschinenlaufzeit [h] Mit Hilfe des Maschinenstundensatzes lassen sich die Fertigungsgemeinkosten eines Kostenträgers und / oder einer Kostenstelle wie folgt berechnen: Maschinenkosten (Maschinenlaufstunden * Maschinenstundensatz) + Fertigungslöhne (Fertigungslohnstunden * Lohnstundensatz) + Restfertigungsgemeinkosten der Fertigungslöhne + Sondereinzelkosten der Fertigung = Fertigungskosten
- Controlling Controlling ist die zielbezogene Unterstützung von Führungsaufgaben, systemunterstützte Informati- onsbeschaffung und –verarbeitung zur Planung, Steuerung und Kontrolle (Soll-/Ist-Vergleich). Kontrolle nur im Sinne von Soll-/Ist-Vergleich und Abweichungsanalyse. Controlling ist eine rechnungswesen- und vorsystemgestützte Systematik zur Verbesserung der Ent- scheidungsqualität auf allen Stufen der Unternehmensführung. Controlling ist ein Steuerungssystem, welches Methoden und Informationen liefern soll.
- Operatives Controlling Die Dinge richtig tun! Verbesserung der Input-Kostenseite bei gegebenem Output. Ausgangspunkt sind vorhandene Ressourcen im Unternehmen (Produktions- / Verkaufsprogramm, Anlagenausstattung…). Schwerpunkt aller Aktivitäten: Gewinnsteuerung bei Erfolgsorientierung, Produktivitätssteigerung, wirt- schaftlicher Erfolg. Operative Ziele: ROI > 15%, Umsatzrentabilität ≥ 6%, Liquidität 1. Grades ≈ 5…10% Operative Controllinginstrumente: ABC-, XYZ-Analyse, DB-Rechnung, KER, Nutzwertanalyse, Investiti- onsrechnungsverfahren
- Strategisches Controlling Die richtigen Dinge tun! Verbesserung der Output-Seite. Ausgangspunkt sind Erfolgspotentiale (Umfeldbeobachtung, Chancen & Risiken). Schwerpunkt aller Aktivitäten: Langfristige Existenzsicherung Strategische Ziele: Ausbau von Marktanteilen und Kapazitäten, Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, Erschließung neuer Märkte und Vertriebswege, Verbesserung von Prozessen Strategische Controllingsinstrumente: Portfolio-Analyse, Shareholder-Value, Produktlebenszyklus, Er- fahrungskurvenkonzept, Benchmarking, Make-or-Buy, GAP-Analyse, Zielkostenmanagement
- Investitionsdefinition Unter einer Investition versteht man die Verwendung finanzieller Mittel zur Beschaffung oder Erhaltung von Sachvermögen, immateriellem Vermögen oder Finanzvermögen. Bilanzorientiert: Umwandlung von Kapital in Vermögen (Kapitalverwendung) Zahlungsorientiert: Zahlungsreihe, die mit einer Auszahlung beginnt Dispositionsorientiert: Langfristige Festlegung finanzieller Mittel in Anlagevermögen Ziele des Investors: Langfristiges Überleben des Unternehmens und Steigerung der Ertragskraft.
- Interner Zinsfuss Der interne Zinsfuß ist die Rentabilität einer Investition ausdrückender Diskontierungsfaktor, bei dem der Kapitalwert der Investition genau null beträgt. Der interne Zinssatz wird durch Ausprobieren und durch Nullsetzen der Kapitalwertfunktion mit an- schließender Näherungsrechnung ermittelt. Eine Investition wird als vorteilhaft angesehen, wenn der interne Zinsfuß größer ist als der vom Unter- nehmen festgelegte Kalkulationszinsfuß.
- Nutzwertanalyse Die Nutzwertanalyse ist ein Instrument zur Analyse und Bewertung der mit einem Investitionsvorhaben verbundenen nicht oder nur schwer monetär quantifizierbaren Zielbeiträge. Sie versachlicht und ordnet der Prozess nach der Abwägung von Zielen und Präferenzen. Sie ergänzt als subjektive Vorteilhaftig- keit die reinen Wirtschaftlichkeitsrechnungen. Die Nutzwertanalyse berücksichtigt quantitative Kriterien (z. B. Ladevolumen) und qualitative Kriterien (z. B. Komfort) und bezieht die Kosten über den relativen Nutzwert mit ein. Vorgehen: 1. Ziele formulieren 2. Bewertungskriterien festlegen 3. Lösungsalternativen entwerfen 4. Bewertung durchführen 5. Ergebnis auswerten
Anzeige