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PPS (Fach) / PPS (Lektion)

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  • Nennen und Beschreiben Sie den Aufbau von Fertigungssystemen.   - Verfahrenstechnik-geometrisch nicht definierte Güter (verarbeiten) - Fertigungstechnik-geometrisch definierte Güter (bearbeiten)  Einzelfertigung  Serienfertigung  Massenfertigung    Input: - Material - Informationen - Personal - Betriebsmittel - Betriebsstätten FERTIGUNGSPROZESS Output: Proukt/Erzeugnis
  • Welche Kapazitäten / Ressourcen sind für Fertigungssysteme erforderlich?   Input Betriebsstätten, Betriebsmittel, Mitarbeiter/Personal, Information, Material    --> Dann kommt Fertigungs-/Produktionsprozess   Output Produkte Erzeugnis 
  • Nennen Sie die Definition von Fertigungsablaufprinzipien und nennen Sie Beispiele.   Das Fertigungsablaufprinzip beschreibt die Anordnung der einzelnen Fertigungsma- schinen/-bereiche und damit auch den Durchfluss der Fertigungsaufträge durch die Produktion. Beispiele: Technologieorientiert:   Baustellenfertigung Werkstattfertigung Fertigungs-Anlage ZUNEHMEND DURCHLAUFORIENTIERT Flexible Fertigungszelle Fertigungs-Insel Zentrallager-Fertigung Flexibles Fertigungs-System Flexible Fertigungs-Linie Fließlinie 
  • Beschreiben Sie das FAP Baustellenfertigung. Welche Vor-/Nachteile existieren?   Produkt wird ortsfest aufgebaut Materialien, Werkzeuge... werden zur „Baustelle“ gebracht   Vorteile: Werkstück wird nicht transportiert einfacher Materialfluss Nachteile: Hohe Materialflussdichte/Lagerprobleme Spezielle Anforderungen an bewegliche Betriebsmittel 
  • Nennen Sie die Merkmale der Werkstattfertigung (Welche Vor-/Nachteile?)   Maschinen gleicher Technologie jeweils zusammengefasst   Vorteile: - Hohe Flexibilität bezüglich des Produktionsprogramms Fertigungsverfahren und der Ablauffolgen - Gute Kapazitätsauslastung/-nutzung durch universellen Maschinenpark - Sortierung durch Fertigungstechnologien Nachteile: - Langer Transport- Mangelnde Fertigungstransparenz- Hoher Organisationsaufwand - Lange Durchlaufzeiten und hohe Bestände 
  • Beschreiben Sie das FAP Fertigungsanlage und nennen Sie Vor- und Nachteile.   Sehr teure und spezielle Anlagen, die oft nur einmal im Betrieb vorhanden sind, zum Beispiel Lackiererei, Härterei.   Vorteile: Gute Kapazitätsauslastung Nachteile: Materiafluss von/zur Anlage   
  • Beschreiben Sie das FAP Flexible Fertigungszelle - Ziel - Vor-/Nachteile   Einstufiges Fertigungssystem mit 3 Teilsystemen o Bearbeitung o Materialfluss o Informationsfluss Ziel: In Zelle möglichst komplett bearbeiten Vorteile: - Kurze Auftragsdurchlaufzeit infolge Komplettbearbeitung- Hohe Flexibilität bezüglich Teilegeometrie, wirtschaftlichen Losgrößen o Extrem: Losgröße 1 Hohe Automatisierung Nachteile:- Geringe Produktivität der einzelnen Komponenten Nicht geeignet für große Stückzahlen- Hohe Investitionen - Hohe Anforderungen Personalqualifikation 
  • Das FAP Fertigungs-Insel Vor-/Nachteile   - Maschinen unterschiedlicher Technologie in einer Abteilung, um eine Gruppe ähnlicher Werkstücke möglichst komplett zu bearbeiten- Mitarbeiter in der Insel übernehmen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollauf- gaben Vorteile:- Kurze Transportwege, kurze Durchlaufzeiten- Konventioneller Maschinenpark ohne wesentlich höhere Investitionen - Wirtschaftliche Fertigung eines breiten Stückzahlspektrums - Interessante Arbeitsplätze (Job Enrichement) Motivationssteigerung    Nachteile:- Hoher Bedarf an qualifiziertem Personal- Laufende Pflege der Gruppe/des Teams- Hoher Vorbereitungsaufwand zur Gruppierung von Werkstücken, Maschinen und Mitarbeiter 
  • Beschreiben Sie das FAP Zentrallager-Fertigung - Vor-/ Nachteile   Vorteile: - Gute Anpassungsfähigkeit an geänderte Fertigungsverfahren- und abläufe Gute Kapazitätsausnutzung- Hohe Übersichtlichkeit in der Fertigung infolge zentraler Lagerverwaltung Nachteile:- Hoher Transportaufwand - Hoher Aufwand für das Lagersystem, das pro Fertigungsfolge eine Ein- und Auslagerung leisten muss 
  • Beschreiben Sie das FAP Flexibles Fertigungs-System Vor-/ Nachteile   - Um die Feinsteuerung zu automatisieren wird in flexiblen Fertigungssystemen häufig das Prinzip des Zentrallagers genutzt- Flexibles Fertigungssystem hat mehrere Bearbeitungsstationen, die durch au- tomatischen Materialfluss verknüpft sind, sodass ein vollständiges Bearbeiten unterschiedlicher Werkstücke möglich ist    Vorteile: Mehrstufige Bearbeitung komplexer Werkstücke Hohe Automatisierung Flexibel bezüglich Stückzahlen und Materialfluss (Bearbeitungsfolgen) Stufenweise Realisierung möglich Nachteile: Aufwendige Technik für Bearbeitung und Materialfluss Genaue zeitliche Abstimmung des Gesamtsystems erforderlich Hohe Investitionen für flexible Automatisierung bedingen hohes Auslastungsri- siko 
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  • Beschreiben Sie das FAP Flexible Fertigungslinie = Fertigungsstraße Vor- / Nachteile   Maschinen entsprechend dem Fließprinzip verknüpft (alle Teile haben die gleiche Fertigungsreihenfolge) Vorteile: - Übersichtlicher Materialfluss- Einfache Förder- und Handhabungssysteme - Kurze Durchlaufzeiten Nachteile: Eingeschränkte Flexibilität durch vorgegebenen Ablauf 
  • Beschreiben Sie das FAP Fließlinie = Transferstraße Vor-/Nachteile Einzelne Bearbeitungsstufen verkettet, d.h. getaktetes Durchlaufen (starre Verkettung) Vorteile: - Kurze Durchlaufzeiten- Einfacher Werkstücktransport- Einfache Fertigungssteuerung- Kurzer Anlernaufwand der Mitarbeiter- Hohe Produktivität durch schnelle Einübung von Handgriffen Nachteile:- Änderung des Programms erfordert ein neues Auslegen der Arbeitsinhalte je- der Station- Ausfall einer Station blockiert sofort gesamte Linie- Schlechte Kapazitätsauslastung durch Abtaktverluste 
  • Welche Kriterien für die Auswahl des FAP müssen beachtet werden?   - Stückzahl - Kapitalbindung im o Anlagevermögen (Investitionen) o Umlaufvermögen (Rohmaterial + halbfertige + fertige Produkte) - Durchlaufzeit als Faktor für o Kapitalbindung o Markterfolg (=Lieferzeit) - Flexibilität auf Änderungen zu reagieren 
  • Wie können Ablaufprinzipien unterteilt werden? Beschreiben Sie   Technologisierte Ablaufprinzipien   Meist gute Kapazitätsauslastungen vor allem geeignet für o Teure Anlagen o Kleine Stückzahlen o Hohe Flexibilitätsbedarf bezüglich  Änderung des Fertigungsablauf  Änderung der Stückzahlen einzelner Typen/Varianten  Änderung der Fertigungstechnik    Durchlauforientierte Ablaufprinzipien   - Kürzere Durchlaufzeiten und geringere Bestände im Umlaufvermögen geeig- net für: o Produktion großer Serien o Einfache Produktionsmaschinen o Geringere Investitionen in Fertigungsanlagen (hohe Investition in die Automatisierungstechnik) o Kurze Durchlaufzeiten o Begrenzte Flexibilitätsbedarf 
  • Beschreiben Sie Art- und Mengenteilung an Hand eines Beispiels. (1 großer Auftrag, 1000 Stück, 100 min / Stück) Mengenteilung:   Verteilung des Auftrags auf mehrere Menschen und /oder Maschinen, sodass der Gesamtablauf an einer Teilmenge ausgeführt wird zum Beispiel Einzelarbeitsplätze.    Artteilung:   Verteilung des Auftrags auf mehrere Mitarbeiter und /oder Maschinen, sodass jeder nur ein Teil des Gesamtablaufs an der Gesamtmenge durchführt zum Beispiel Fließ- linie. 
  • Beschreiben Sie die Betriebsorganisation, welche 3 Ebenen gibt es?   Betriebsorganisation nach REFA umfasst die - Planung - Gestaltung - Steuerung Von Arbeitssystemen (des betrieblichen Geschehens) einschließlich der dazu erfor- derlichen Datenermittlung mit dem Ziel der Schaffung einer wirtschaftlichen und ei- nem humanen Betriebsgeschehens. Alle Aufgaben im Betrieb sind durchzuführen und zu organisieren.  3 Ebenen:   1. Betriebsorganisation - ERP-System (Enterprise Recource Planing )(Vertrieb/Produktion/Personal/Finanzen/Service) 2. Produktionsorganisation - PPS-System (Entwicklung/Beschaffung/Fertigung/QM/...) 3. Fertigungsorganisation MES-System (Manufacturing Execution System)  (Teilefertigung/Montage/Transport) 
  • Was umfasst die Planung? Was sind die Planungsmerkmale?   Man plant kurz- oder mittelfristig: Ziele, Abläufe, Mittel Infolge der Vielseitigkeit und Kompliziertheit vieler Planungsaufgaben verwendet man häufig verschiedene Planungsmerkmale. 1. Planungshorizont (Reichweite der Planung) Lang-, mittel-, kurzfristig 2. Planungsstufen- Strategische Planung (Zielplanung im Unternehmen) - Strukturplanung (Beziehungen zur Außenwelt o Umgebung o Lieferanten o Kunden) - Operative Planung o Konkrete Handlungen geplant o Aufgrund vorliegender quantitativer Informationen 3. Planungsebenen 
  • Warum Planungsebenen? Was sind die Aufgaben / Problematik?   Gleichzeitige Planung des gesamten Geschehens eines Unternehmens in Form eines Gesamtplans ist nicht möglich. Deshalb nur Teilplanun- gen für einzelne Bereiche oder auch nur Teilbereiche.   Aufgabe bzw. Problematik o Abstimmung und Koordination von Teilplanungen d.h. enge Ko- operation (horizontal und vertikal) zwischen den planenden er- forderlich o Obere Organisationsebenen  Planung und Steuerung ist die Aufgabe von hochqualifi- zierten Fachkräften und Führungskräften o Untere Organisation  Planung kann stärker delegiert werden   Am Ende einer Planung steht immer eine Entscheidung bezüglich der Umsetzung! 
  • Was ist der Regelkreis zur Umsetzung der Planung? Veranlassen --> Überwachen --> Sichern
  • Nennen Sie die 4 Aufgaben der Fertigungsplanung und -steuerung.   Ziel: Niedrige Herstellkosten pro Mengeneinheit 1. Materialplanung - Auswahl günstiger Materialien hinsichtlich Ausgangsform und eventuell Qualität 2. Ressourcenplanung (Betriebsmittel und Personal) - Auswahl geeigneter Arbeitsverfahren und Arbeitsmethoden sowie ge- eigneter Ressourcen 3. Informationsplanung - Erstellung vollständiger und verständlicher Fertigungsunterlagen 4. Ablaufplanung - Festlegen der Arbeitsvorgänge und ihrer Reihenfolge 
  • Erzeugnisgliederung - Was ist ein Erzeugnis? - Was ist eine Gruppe? - Was ist ein Teil? - Was ist ein Einzelteil? - Was ist ein Rohstoff? - Was ist ein Wiederholteil?   Erzeugnis: Ein Erzeugnis (=Produkt, Gut, Ware) ist ein durch Fertigung entstandenes, gebrauchsfähiger bzw. verkaufsfähiger Gegenstand. (Beispiel: Hydraulikbagger aber auch verkaufsfähige gefertigte Gegenstände --> Schmiedeteil, Gussteil ...) Gruppe:   Eine Gruppe ist ein aus zwei oder mehr Teilen oder Gruppen niedrigerer Ordnung bestehender Gegenstand. Teil:   Ein Teil ist ein Gegenstand, für dessen weitere Aufgliederung aus der Sicht des An- wenders dieses Begriffs kein Bedürfnis besteht. (Ersatzteil, Rohteil, auch Gruppe, Geräte --> Bsp. zugekaufter Elektromotor)   Einzelteil: Ein Einzelteil ist ein Teil, das nicht zerstörungsfrei zerlegt werden kann. Besonderer Fall: Schweiß-Einzelteil entsteht bei Eisenfertigung aus weiteren Einzelteilen, die im organisatorischen Sinne Gruppencharakter haben. Rohstoff:   Der Rohstoff ist das Ausgangsmaterial, aus dem das Einzelteil erstellt wird.   - Grundstoffe (zum Beispiel Kunststoffgranulat) - Rohmaterial (zum Beispiel Stahlbramme...)- Halbzeuge (zum Beispiel Blech, Stange, Rohre, Seile, Bänder, Gewebe,...)  Wiederholteil:   Ein Wiederholteil ist ein Gegenstand, der in verschiedenen Gruppen verwendet wird. Varianten sind Gegenstände ähnlicher Form oder Funktion mit einem in der Regel hohen Anteil identischer Gruppen Teile.
  • Was ist eine Erzeugnisstruktur?   Die Erzeugnisstruktur ist die Gesamtheit der nach einem bestimmten Gesichtspunkt festgelegten Beziehungen zwischen den Gruppen und Teilen eines Erzeugnisses. Darstellungsformen: - Grafisch (Stammbaum, Aufbauübersicht, Gruppenübersicht) - Tabellarisch      Es gibt verschiedene Gesichtspunkte zum Aufbau einer Erzeugnisstruktur. 
  • Was ist eine Erzeugnisdokumentation?   Die Erzeugnisdokumentation ist ein Hilfsmittel zur bildlichen, beschreibenden oder gegenständlichen Darstellung von Ereignissen, ihren Gruppen und Einzelteilen nach Gestalt, Beschaffenheit und Eigenschaften. Es gibt: Zeichnungen, Muster, Arbeitsanweisungen 
  • Was ist eine Stückliste? Welche 2 Richtungen der Erzeugnisstrukturen gibt es?   Die Stückliste ist ein für den jeweiligen Zweck vollständiges, formal aufgebautes Verzeichnis für einen Gegenstand, das alle zugehörigen Gegenstände unter Angabe von: - Bezeichnungen (Benennung, Sachnummer) - Menge Einheit enthält.  Analytische Stückliste: Woraus besteht das Erzeugnis? Synthetische Stückliste (Verwendungsnachweis):   In welcher Erzeugnis/Gruppe sind eine Gruppe/Teil enthalten? 
  • Was für Stücklisten gibt es?   Mengenübersichtsstückliste   Strukturstückliste   Baukastenstückliste   Baukastenstrukturliste   Variantenstückliste   Konstruktionsliste   Fertigungsstückliste
  • Beschreiben Sie Mengenübersichtsstückliste.   Alle Teile eines Gegenstandes nur einmal mit Angabe ihrer Gesamtmenge aufgeführt.
  • Beschreiben Sie Strukturstückliste.   Enthält die Gruppen, Eigen- und Fremdteile aller niedrigen Ebenen eines Erzeugnisses oder einer Gruppe in strukturierter Form. 
  • Beschreiben Sie Baukastenstückliste.   Enthält die Gruppen, Eigen- und Fremdteile nur der nächsttieferen Ebene. 
  • Beschreiben Sie Baukastenstrukturliste.   Mischform Wiederholgruppen werden nicht weiter untergliedert, sondern haben eine eigene Strukturliste.
  • Beschreiben Sie Variantenstückliste.   Zusammenfassung mehrerer Stücklisten, um verschieden Gegenstände mit einem in der Regel hohen Anteil identischer Bestandteile gemeinsam aufführen zu können. 
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  • Beschreiben Sie Konstruktionsliste.   Im Konstruktionsbereich im Zusammenhang erstellt - sie gibt Auskunft über die dargestellten Gegenstände - mindestens deren vollständige Bezeichnung und Stückzahl. Bezug: 1Stück auftragsunabhängig
  • Beschreiben Sie Fertigungsstückliste.   Trägt in Aufbau und Inhalt Fertigungsgesichtspunkten Rechnung Sie dient: - der Organisatorischen Vorbereitung - Abwicklung der Fertigung des Erzeugnisses bzw. einzelner Gruppen/Teile.  - Auftragsunabhängig - Auftragsstückzahl Aspekte: Materialbedarfsermittlung Terminermittlung Material-/Dispositionsgesichtspunkte Das Stücklistenwesen bedarf hierbei vielfach einer spezifischen Anpassung an die Erfordernisse der jeweiligen unternehmensspezifischen Fertigung. 
  • Was ist das Ziel der Ähnlichkeitsbildung? Nennen Sie Ähnlichkeitsmerkmale. Wie kann man Ähnlichkeiten zusammenfassen?   Ziel: Durch die Zusammenfassung ähnlicher Teile (zum Beispiel Wellen etwa gleicher Form und Abmessungen) oder ähnliche Aufgaben zu einer wirtschaftlichen Fertigung zu kommen.   Ähnlichkeitsmerkmale:  1. Form(Geometrie und Gestalt der Teile) 2. Funktion 3. Werkstoff 4. Maßgenauigkeit und Oberflächengüte 5. Bearbeitungsart und -ablauf    Zusammenfassung zu    - Teilefamilien (Endform) - Fertigungsfamilie (Form in Einzelheiten) - Ablauffamilie (Abläufe) o Zum Beispiel gemeinsames Entgraten, Härten,... von Teilen unter- schiedlicher Formen o Gemeinsamer Transport verschiedener Teile 
  • Nennen Sie die Geltungsbereiche von Normen. International: ISO-Normen (International Standard Organisation) Regional: EN-Normen National:  - DIN Normen - VDI-Richtlinien - VDE Richtlinien - RAL Verinbarungen Werksnormen:   o Normung der Kaufteile  2 Ziele - Aus der Vielfalt des Angebots ein für den Betrieb sinnvol- les Spektrum auszuwählen- Eindeutige (interne) Bestellangaben unabhängig von wechselnden bzw. unterschiedlichen externen Bestellan- gaben o Normung der Eigenteile  2 Ziele - Innerbetriebliche Beschränkung von Teilen und Gruppen (rationelle Fertigung)- Abgerundetes, klar gegliedertes Erzeugnissortiment (Er- leichterung der innerbetrieblichen Auftragsabwicklung)    o Baureihen-System o Baukasten-System 
  • Was ist Nummerung?Was ist die Aufgabe?   Das Bilden, Einteilen, Verwalten und Anwendungen von Nummern für Nummerungsobjekte.    - Gegenstände (Einzelteile, Gruppe, Erzeugnis, Betriebsmittel,...) - Datenträger (Zeichnung, Pläne, Belege, Vorschriften,...) - Personen (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten,...) - Sachverhalte (Aufträge, Bestellungen, Ereignisse,...)  Aufgabe:   Identifizierung, Objekt eindeutig zu erkennen Gegebenenfalls : o Klassifizierung mit Hilfe der Nummer in eine Gruppe (Klasse/Cluster) einordnen können, die nach vorgegebenen Gesichtspunkten gebildet worden ist 
  • Was sind die Aufgaben der PPS? Was sind ei 4 Grundziele? Warum gibt es ein Tetra/Polylemma? Aufgabe:   Aufgabe der PPS ist die Termin-, Kapazitäts- und mengenbezogene Planung und Steuerung der Fertigung und Montageprozesse. 4 Grundziele:   - Hohe Kapazitätsauslastung- Kurze Durchlaufzeit- Geringe Lagerbestände- Hohe Lieferbereitschaft/Termintreue  Tetra/Polylemma:   Die einseitige Maximierung eines Ziels verschlechtert die anderen Ziele überproporti- onal. Alle 4 PPS-Ziele stehen in einem ursächlichen Wirkungszusammenhang. Sie sind nicht separierbar, sondern bilden eine Einheit.  Es macht keinen Sinn Logistik für Lagerbestände, Produktion für Auslastung usw. einzeln verantwortlich zu machen.
  • Heutige Anforderungen an Unternehmen aus Sicht der PPS? Folgen?   - Hohe Variantenvielfalt - Kurze Lieferzeiten - Ständige Produktionsinnovation - Hohe Produktqualität    Das führt zu immer höheren Datenvolumina und zu erhöhtem Planungs- und Steuerungsaufwand. 
  • Was verbirgt sich hinter Produktionsprogrammplanung? Was ist das Ergebnis?     Produktionsprogrammplanung ist eine rollierende Planung, die periodisch durchgeführt wird. Planungshorizont oft 0,5 bis 2 Jahre in die Zukunft.  Ziel: Festlegung der herzustellenden Erzeugnisse nach Art - Menge - Termin Für einen definierten Planungszeitraum.      Ergebnis = Produktionsplan Verbindliche Festlegung der Primärbedarfe (verkaufsfähige Erzeugnisse sowie Kundenanonym vorproduzierte Standardkomponenten) 
  • Was versteht man unter Absatzplanung?   Festlegung vom Erzeugnissortiment sollen - In welchen Mengen - In welchen Perioden lieferbar sein. Festlegung basierend auf- Bereits vorliegenden Kundenaufträge- Absatzprognosen (aggregierte Vergangenheitswerte und Prognose in die Zu- kunft)- Vorgaben Gewinn- und Umsatzplanung Absatzplan ist mi den Restriktionen der Produktion abzustimmen - Bestandsplanung - Primärbedarfsplanung - Ressourcengrobplanung 
  • Was versteht man unter Bestandsplanung? Was ist das Problem? Zwei Arten von Bevorratungsmengen? Ziel:    Rechtzeitige Bereitstellung der benötigten Erzeugnis- und/oder Komponentenmen- gen zur Realisierung der gewünschten Absatzmengen. Problem:   Hohe LagerbeständeAuftreten von Fehlmengen Bevorratungsmengen Hoher Fertigstellungsgrad: o Kurze Lieferzeiten o Hohe Kapitalbindung aufgrundhoher Bestände und vorheriger Wertschöpfung Niedriger Fertigstellungsgrad:   o Geringere Kapitalbindung o Lange Lieferzeit wegen innerbetrieblicher DLZ, Wiederbeschaffungszeit   Auf der Basis einer ABC- und/oder XYZ-Analyse können dann geeignete Verfahren zur Bedarfsermittlung bestimmt werden. 
  • Primärbedarfsplanung Abgleich von Bruttoprimärbedarf und Lagerbeständen ergibt den Nettoprimärbedarf (=Produktionsprogrammvorschlag)
  • Ressourcengrobplanung? Welche Ressourcen?   Prüfung, ob Produktionsprogrammvorschlag (aus dem Nettoprimärbedarf) mit vorhanden Ressourcen realisierbar ist? - Betriebsmittel - Personal - Material - Hilfsmittel - Finanzen 
  • Produktionsbedarfsplanung Wie ist der Planungshorizont? Was sind die Produktionsfaktoren?   Mehr mittelfristiger Planungshorizont (zum Beispiel mehrere Monate/1 Jahr)  bzgl. der Ressourcen (Produktionsfaktoren):   - Betriebsmittel- Personal - Transportmittel/Hilfsmittel - Material (Sekundärbedarfe)      Aus den Primärbedarfen sind die Bedarfe an - Rohstoffen - Teilen - Gruppen Abzuleiten. 
  • Bruttosekundärbedarfsermittlung - Definition - Verfahren   Definition: Verfahren der Bedarfsermittlung (erwarteter Bedarf der Zukunft) Verfahren: - Deterministische Verfahren o Auflösung von Stücklisten (bedarfsorientiert) o Die Fertigungsstruktur nach Fertigungs- oder Dispositionsstufen organisieren - Stochastische Verfahren (verbrauchsorientiert) o Prognose mit Hilfe statischer Prognoseverfahren (basierend auf Ver- brauchswerten der Vergangenheit) - Heuristische Verfahren o Subjektive Schätzung des Disponenten (Güter mit geringerem Wert/ keine Datenbasis vorhanden) 
  • Nettosekundärbedarfsermittlung   Die Bruttosekundärbedarf wird unter Berücksichtigung von - Lagerbeständen- Reservierungen- Umlauf-, Sicherheits-, Meldebestand - Bestellungen auf den Nettosekundärbedarf geschlossen.- Kann terminbezogen (Terminbedarf) sein - Oder innerhalb einer Periode (Periodenbedarf) 
  • Beschaffungsartzuordnung   Entscheidung ob - Eigenfertigung - Fremdbezug (Make-or-by-Problematik) Oft unternehmerische Entscheidungen, welche Teile der Wertschöpfung im Unternehmen stattfinden sollen. Danach können die Nettosekundärbedarfe als - Fertigungsaufträge - Bestellaufträge Periodenbezogen zusammengefasst werden. 
  • Druchlaufterminierung   Ausgehend von der Erzeugnisstruktur wird durch die Aneinanderreihung von Fertigungsaufträgen ein Netzplan erstellt (zeitliche Strukturierung des Fertigungsprozesses).   Die Druchlaufterminierung legt Fertigungstermine eines Auftrags fest, ausgehend vom - Anfangstermin (Vorwärtsterminierung) - Endtermin (Rückwärtsterminierung) - (Mittelpunktterminierung) Es wird von einer unbegrenzten Teileverfügbarkeit ausgegangen und die kapazitive Belastung wird nicht berücksichtigt 
  • Was ist die Kapazitätsabstimmung? Was sind die Ergebnisse? Ist die Gegenüberstellung von Kapazitätsbedarf und Kapazitätsangebot - Ausgleich von Diskrepanzen     Viele Aufträge konkurrieren gleichzeitig um inner- und außerbetriebliche Ressourcen - Kapazitätsanpassung o Erhöhung/Vermeidung des zur Verfügung stehenden Angebots - Kapazitätsabgleich o =Verschiebung des (Spitzen)bedarfs in andere Bereiche - Zeitliche Verschiebung von Aufträgen- Technische Verlagerung (auf Ausweich-Ressource)    Ergebnisse: - Eigenfertigungsprogramm - Fremdbezugsprogramm 
  • Feinplanung Was ist die Definition? Was ist der Dispositionsspielraum? Vor und Nachteile der beiden Termine? Was ist das Ziel? Definition:   Feinplanung ist die simultane Planung aller am Fertigungsprozess beteiligter Ressourcen.--> Die Fertigung als Regelkreis betrachten.   Der Dispositionsspielraum der EF= Frühestmöglicher Starttermin - Spätmöglichster Starttermin Früher Starttermin: - V: Dispositionspielraum bleibt - N: Hohe Bestände und lange DLZ   Später Starttermin: - V: Geringe Bestände und kurze Durchlaufzeit - N: Kein Dispositionsspielraum o Störanfälligkeit hoch o Optimaler Belegungsplan der Ressourcen nur noch bedingt möglich  Ziel:   Finden des optimalen Freigabetermins für die zu bildenden Werkstattaufträge. Praktisch: Den wirtschaftlichen sinnvollen Mittelweg finden 
  • Losgrößenrechnung - Definition? - Ziel? - Vor/Nachteile große/kleine Lose - Verfahren der Losgrößenfestlegung? Definition:   Die einem Fertigungsbereich zugeordneten Arbeitsgänge werden je nach Menge in ein oder mehrere Fertigungslose aufgeteilt. Ziel:   Wirtschaftlich optimale Losgröße Nachteile:  - große Lose = hohe Werkstattbestände - kleine Lose = hohe Rüstzeiten und Rüstkosten Verfahren:   - Exakter Bedarf - Feste Losgröße (zum Beispiel Kanban-Losgröße) - Feste Reichweite -Minimale/maximale Losgrößen   Festlegung ist oft einmalig (manchmal Intuitiv) bis aufgedeckt wird, dass Unwirtschaftlichkeit .. durch:   - Klassische Losgrößenformel - Kostenausgleichs-Verfahren