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Tierernährung u -gesundheit 4.Sem (Fach) / Wiederkäuer (Lektion)
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- mikroben in vormägen..3 bakterienfrischmasse pansen 3 bis 7kg meiste bakterien in pansen und dickdarm, weniger dünndarm (protozoen,pilze nur pansen) keimzahl und zusammsetzung stark durch fütterung beeinflusst
- pansenfunktion,pansenleistung regelgrößen,leistungen regelgrößen: pH, osmolalität, T, TM-chymus, ammoniak, bicarbonat, na/k, FFS leistungen: speicherung,mischung,separierung (abführung gas), abbau,absorption,synthese,transport
- symbiontische gegenleistungen der wirtstiere für MO..8 großlumige gärkammer mit konstanter T flüssigkeit für fermentation (speichel) NST versorgung (exogen und endogen) intensive zerkleinerung futterpartikel entfernung mo sotffwechselprodukte durch resorption regelmäßige abgabe gärgase (5-8 eruktionen/min) durchmsichung durch pansenkontraktionen NaHCO3 puffert panseninhalt ab
- KH-umsatz pansen abbau cellulose und stärke über pyruvat zu FFS entstehung CO2,Methan,Formiat,wärme,H2 methan zur verminderung des gasvolumens (weniger methan bei hoher leistung)
- kurzkettige FS essigsäure: synthese FS bzw triglyceride in leber, fettgeweben, milchdrüse während laktation propionsäure: gluconeogenese, ca20% bereits in pansenwand zu laktat umgewandelt buttersäure: fettsäuresynthese (milch und körper)
- n-umsatz pansen futterproteine idR zu AS hydrolysiert und desaminiert (entstehung NH3 und kurzkettige Carbonsäuren) UDP gelant in Labmagen/Dünndarm mikrobielle AS- und proteinsynthese (aus futterproteinen und NPN - ammoniumsalze,harnstoff,säureamide,rezyklierter harnstoff aus Rumino-hepatischem kreislauf)
- nXP, UDP, RNB nXP: niutzbares rohprotein, für kuh über duodenum resorbierbar, futter oder mikrobenprotein (MP+UDP), gibt bruttobedarf an rohprotein am duodenum an zur deckung nettobedarf an AS für erhaltung und leistung UDP: nicht abgebautes rohprotein, nicht von pansenmikroben abgebaut und somit für resorption am dünndarm, teil nXP, gewinnt bei höheren milchleistungen an bedeutung RNB: ruminale N-bilanz, verhältnis von aufgenommenem zu am duodenum verfügbarem protein
- förderung bakterien,protozoen,pilze durch..: stärke,protein,cellulose
- einteilung FM nach intraruminaler abbaubarkeit klasse 65%: geringe wertigkeit, 35% udp, sojaschrot/biertreber/körnermais klasse 75%: mittlere wertigkeit, 25%udp, maissilage/rapsschrot/gerste klasse 85%: hohe wertigkeit, 15% udp, gras/grassilage/heu/Hafer
- RNB differenz rohprotein-aufnahme aus futter und anflutung nXP am duodenum, geteilt durch 6,25 zur umrechnung auf stickstoffbasis (XP-nXP)/6,25 RNB>0: mehr N frei als von MO gebraucht, bis 50 gut verträglich, 50 bis 100 tolerierbar, über 100 umstellung RNB<0: weniger N im pansen als MO verwerten können - umkippen pansenflora, pasenfunktionsstörung, nmangel verhindert aufbau MP und damit vermehrung MO-protein nur,wenn auch genug energie vorhanden!
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- grundfutterverdrängung hohe KF-gaben senken pH im pansen, sodass abbau faserreichen Grundfutters und passagerate sinken abhängig von DM gehalt und verdaulichkeit grundfutter, höhe der KFGabe, LM, Fütterungstechnik, Laktationszahl (erstalktierende weniger anfällig) folgen: azidose, XF-defizit, milchfettabfall, klinische probleme
- futteraufnahmekapazität milchkühe gesamt: 3 bis 3,8kg DM/100kg LM grundfutter: 12kg DM/tier und tag
- anforderungen wdk-gerechte rationen milchrinder stärke+zucker maximal 25% der DM fett bis 4% der DM (ca 800g/tier/d) ausgeglichene RNB o,4kg strukturwirksame rohfaser/100kg LM/d (oder 18%XF in DM oder 40-50% halmfutter an gesamt-DM)
- strukturwirksame rohfaser basiert auf messungen zu wdk-vrhalten,wd-aktivität,speichelbildung etc. trockenes,inwasser weitgehend beständiges futterpartikel (mind 5mm schaf, 8mm rind) ableitung der strukturwirksamkeit basiert auf kauzeitmessung, variation nach FMtyp, vegstadium etc. 1=heu mittlere qualitöt, 0=kraftfutter bis 1,5=langstroh
- fermentationsstörungen pansen pansenacidose,lactatacidose: ph<6 über längere zeit, intensive fermentation und hoher lactatanteil, reduzierte cellulolytische aktivität und rückgang XF-verdauung, schädigung pansenepithel pansenalkalose: ph>7, hohe eiweßversorgung bzw zu intensive n freisetzung aus NPN, leistungseinbußen, leberschöden durch nh3 belastung
- störungen energiestoffwechsel ketose (acetonämie,acetonurie): viele ketonkörper (aceton,acetoacetat) durch E-defizit (laktation) und abbau fettdepots, aus freigesetzten fs entstehen in leber ketonkörper
- störungen mineralstoffwehcsel hypocalcaemie (milchfieber) hypomagnesaemie (weidetetanie)
- verlauf milchfieber phase 1: überempfindlichkeit, ruhelosigkeit, fresslust, muskelzucken phase2: skelettmuskelschwäche, festliegen bauch, störung schluckreflex phase3: lähmungen,festliegen seite, bewusstseinvslerust, koma, tod
- kalb junges rind in pahse der vormagenentwicklung idr bis 4 monate (auch 6 oder8) junge boviden,die kaum oder nicht bzw während und nach der milchphase ruminieren viele fermentationsvorgänge finden noch nicht statt durschnttl geburtsgewicht 45-50kg
- TierSchnNutztVO kälber biestmilch bis 4h nach geburt bis 70kg LM Fe im MAT mehr als 30mg/kg bei 88%TS, ab 70kg LM ausreichende Fe-vorsorgung ab 15.lebenstag zugang zu wasser saugbedürfnis befriedigen ab 8.lebenstag raufutter bei aufzuchtkälbern freie aufnahme, bei mastkälbern bis 8 wochen mehr als 100g/d und ab 8 wochen mehr als 250g/d
- 1. kolostralmilchperiode nahezu identische fütterung aller kälber kolostrum nicht verkehrsfähig proteingehalt nimmt nach wenigen std ab für ausreichenden infektionsschutz muss kuh mind 8 wochen a.p. im abkalbebereich/herde sein kalb keine immunität: immunglobuline aus milch, darmwand wenige std durchlässig kolostrum kann tiefgefroren werden, dann langsame erwörmung wasserbad kolostrum muss nicht von muttertier stammen abkalbebereich gut einsehbar,ruhig,sauber, futter+wasser süßes kolostrum 28°, saures kolostrum 18 bis 20°
- fehlerquellen eimertränke..5 zu große mengen pro mahlzeit, zu geringe tränkfrequenz zu kalte milch erhitzen auf herdplatte zugießen heißer milch mangelhafte hygiene
- 2. postkolostrale periode mast soll mongaster bleiben ziel: hohe zunahmen, mageres und helles fleisch fütterung bis an aufnahmegrenze mit MAT stiegender konzentrationen
- 2. postkolostrale periode aufzuchtkalb soll früh rumantier werden ziel: harmonsiche jugendentwicklung, frühe und effektive poansenentwicklung fütterung restriktiv und faserreich
- adaptive prozesse durch faserfütterung 10 förderung keratinisierung zungenrücken und -grund kräftigung zähne stimulierung größenwachstum und sekretionsleistung der speicheldrüsen förderung ausbildung pansenräume und strukturierung panseninhalt förderung zottenbildung (v.a. durch buttersäure>propionsäure>essigsäure) 600 bis 800g/d zunahme MAT oder verwertung betriebseigener milch bei überproduktion heu/kraftfutter ab 2.lebenswoche hohe anforderungen an heu und kraftfutter (NST,verdaulichkeit,hygiene) konventionelles absetzen nach 12 bis 14, früh nach 7 bis 8 wochen bei mind. 1,5kg kraftfutteraufnahme
- rationskomponenten aufzuchtkälber milch/milchersatz: voll oder magermilch, ab 8. Wo nur magermilch + ergänzungsfutter, tränkemenge ca 12%der LM/d raufutter: bestes heu, früh geschnitten und blattreich silagen: anwelk- oder maissilage, hochwertig, 15-20% partikel sollten mindestlönge 1,3 bis 2,5cm aufweisen kraftfutter pelettiert,geschrotet oder nativ, auch eigenmischungen mit hafer/gerste/mais/triticale/SES/Leinsamenexpeller/mineralftter/ergänzungsfutter
- MAT MischFM, die unverändert oder mit flüssigkeit zubereitet an mastkälber oder als ersatz bzw in ergänzung der postkolostralen muttermilch an andere jungtiere verfüttert zu werden meist 50% magermilchpulver null-austauscher: MAT ohne magermilchpulver und caseinergänzung
- absetzverfahren aufzuchtkälber konventionell: nach 11 bis 14 wochen, in ökobetrieben obligatorisch frühabsetzen (gängige praxis): 8 bis 10 wochen (nur wenn mehr als 1kg KF/d) extremes frühabsetzen: 6 wochen (nicht in praxis durchgesetzt)
- tränkverfahren aufzuchtkälber rationeirte warmtränke: ph 6,7, 38°, rationiert, kombi mit MAT und vollmilch möglich, frühentwöhnung rationierte warmsauertränke: pH 5,5, keine ungeronnene milch in dünndarm wie bei warmtränke, kombi mat+vollmilch, 2xtäglich über nuckeleimer und kalb in fressgitter fixiert, danach festfutter anbieten, routinemäßige gesundheitskontrolle, 30kg/kalb, frühentwöhnung möglich kaltsaure vorratstränke: ph 4,2 bis 4,5, vorbeugung durchfall, 15 bis 18°, vorratsbehälter mit t-regelung und rührwerk für ständige verfügbarkeit, 1 sauger für 5 kälber, nachteilig ist hoher mat-verzehr (verzögerte pansenentwicklung) und keine routinemäßige kontrolle rechnergesteuerte automatentränke (transponder): individuelle tränkezuteilung größere gruppen, automatisches anmischen auf abruf warm oder kalt, eventuell bildung altersgruppen, bessere organisation an- und abfütterung
- diättränken 7 physiolog. kochsalzlösung elektrolytlösung teetränken aus kamilleblüten,schafgarbe,pfefferminzee mit schuss milch als zusatz schleimtränken aus mehl,nacl,kaltwasser,heißwasser,milch,leinsamen/reisschleim/haferschleim/weizengrieß halbmilch,drittelmilch,viertelmilch (salzwasser:milch=1:1,2:1,3:1) stabilisierende zusätze wie traubenzucker,kräuterextrakte medikamente (druchfallhemmend,keimmindern,kreislauf und atmung fördernd, schleimhaut schützen,beruhigen,prä(probiotisch)
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- diätFM zur stabilisierung wasser+elektrolythaushalt..7 besondere ernährungszweck vorwiegend elektrolyte,leicht verfügbare KH nach tierart/-kategorie: kälber,ferkel,lämmer,ziegenlämmer,fohlen anzugebende inhaltsstoffe,energiegehalte: Na,K,Cl hinweise zur zusammenstzung (einzelFM,zusatzstoffe): EinzelFM als KH-Quelle 1 bis 7 tage, 1 bis 3 tage bei alleinfütterung angaben gebrauchsnweisung: rat fachmann vor fütterung
- rationstypen mastkälber vollmilchmast: bäuerliche betriebe mit übermilch, bis 100kgLM steigende gaben und danach mit MAt aufwerten weil höhere TS werte Magermilchmast (aufgewertete MM): nur begrenzt bedeutung weil zu wenig fett, magermilch mit "ergänzungsFM zu magermilch" aufwerten MAT-mast: gängig, üblich in großbetrieben, steigerung tränkmenge und -konz zur steigenden energie- und nst-versorgung, bis 80kg MAT1 bis 160kg MAT2, verlängerung mast bis 220kg durch trockenfutterzulage möglich
- gesundheitsstörungen kälber 14 ungenügende immunnität muttertier zu späte/zu wenig kolostrum hygiene MAT und tränkanalagen ungeeignete XP odfer KH-komponenten im MAT schlechte anmischqualitöt-klumpenbildung MAT zu hohe konzentration MAT (24%DM)oder Fett(6%) in tränke tränke nicht körperwarm (außer kalttränke) unregelmäßige fütterungszeiten überhöhte tränkmengen (oft bei vorratströnke ab 22° oder zukaufskälber) ungleiche aufnahme,dosierfehler,mischfehler,verlust transponder,hygienemängel bei automaten zu hohe Na/K konz in MAT (>6kg Na/kg DM) pansenacidose bei aufzuchtkälbern bei zu viel kraftfutter kein tränkwasser plötzlicher futterwechsel
- na-intoxikation mastkalb mehr als 150mmol/l Blut: unruhe,brüllen ohne anlass,intermittierendes ablehnen tränke,auflecken boenpfützen oder harn hilfe: absetzen MAT und 1-2 tage nur wasser mehrere tage >180 mmol/l blut: irreversibler schaden - koma,muskelzittern,konvulsionen und tod nach 2 bis 14 tagen gute MAT nicht mehr als 0,6% Na auch K führt zu hypernatriämie, da Na im austausch gegen K renal ausgeschieden wird osmotische summe Na+K darf 0,32% in tränke nicht überschreiten
- fütterungsbedingte erkrankungen kälber 6 diarrhoe durch tränkmenge,tränkT,säuregrad tränke,tränkfrequenz,fettgehalt tränke tympanie durch milchrückstau, zu große wassermengen bei absetzen von milchtränke wasserintoxikation bei plötzlicher aufnahme zu großer wassermengen bei absetzen von milchtränke muskeldystrophie durch viel PUFA in futter, verdorbenes futterfett, mangel vitE und selen mykotoxikose durch verschimmeltes futter bezoare durch einseitig sturkturarme fütterung, extrem faserreiches beifutter zur milchtränke