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Pädiatrie (Fach) / Genetik (Lektion)

Genetik

Diese Lektion wurde von Sydney88 erstellt.

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  • Syndrom des fragilen X-Chromosoms- Diagnostik direkter NW der CGG-Sequenz im FMR1-Gen durch DNA-Analyse (sollte wegen der hohen Genhäufigkeit und der Möglichkeit des molekulargenet. NWs bei jeder unklaren Form der gesitigen Behinderung gemacht werden)
  • XYY-Syndrom- Epidemiologie 1: 1.000 männl. NGs
  • XYY-Syndrom- Klinik Phänotyp: unauff. männl, fertil, normale Testotsteronproduktion, endokr. keine Auffälligkeiten Hochwuchs psychatrische Auffälligkeiten: kriminelle Tendenzen (abh. von Umgebung), passiv, vermidnerte Frustrationstoleranz, Haltlosigkeit, Verführbarkeit, Labilität, Aggressivität nicht gesteigert IQ unterer Normbereich
  • XXX-Syndrom- Epidemiologie 1: 1.000 weibl. NGs
  • XXX-Syndrom- Klinik unauffällig weibl. Phänotyp, fertil, regelrechte Pubertät Störung der intelektuellen Entwicklung möglich ruhig, passiv, leicht erziehbar häufig Sprachentwicklungsstörungen, Verzögerung emotionaler Reifungsprozesse
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Definition Erkrankungen, die durch den Verlust sehr kleiner Chromobruchstücke verursacht werden mehrere benachbarte Gene von der Deletion betroffen --> contiguous gene syndrome
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Epidemiologie 1:10.000 bis 1: 50.000
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Pathogenese häufigste ursache: meiotische nichthomologe Rekombination zwischen sog. repetitiven Sequenzen, die die Deletionsregion flankieren bei einigen Krankheitsbildern (Angelman-Syndrom) ist nur ein einzelnes Gen im Deletionsbereich für die Smyptomatik verantwortlich, in anderen Fällen entstehen die klinischen Auffälligkeiten durch den Verlust dosissensitiver Gene im Deletionsbereich (Haploinsuff.) darüber hinaus können weitere Faktoren, wie das sog. Imprinting (Angelman, Prader-Willi) eine Rolle spielen
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- genomic imprinting uniparentale Disomie (UPD) =Chromomutationen, bei denen die beiden homologen Chromos vom gleichen Elternteil geerbt wurden; mögl. patholog. Konsequenz bei Isodisomie (beide Chromos identisch) --> Homozygotie für einen rezessiven Gendefekt von besonderer Bedeutung ist das Fehlen von Genen, die grundsätzl nur auf einem elterlicehn Allel (entweder immer auf dem mütterl oder immer auf dem väterl) aktiv sind, diese von der Keimbahnpassage abhängige Inaktivierung von Genen wird als geomic imprinting bezeichnet, diesem unterliegen nur wenige Gene (monallelische Exprimierung. In Abhängigkeit von derLoaklisation kann eine UPD zu Krankheiten führen Bsp: Prader-Willi-S., Angelmann-S.
  • Prader-Willi- und Angelman-Syndrom- Ursachen in über 70% durch Mikrodeletion 15q11-13 oder UPD15 verursacht Mikrodeletion 15q11-13 liegt bei PWS immer auf paternalem Chromo, bei AS immer auf maternalem Chromo 15, d.h. das PWS entsteht durch das Fehlen paternaler, das AS durch das Fehlen maternaler genetischer Information der Region 15q11-13
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  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse-Diagnostik NW der Mikrodeletion mittles FISH (Fluoreszens-in-situ-Hybridisierung). nicht möglich mit üblicher zytogenet. Diagnostik
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Williams-Beuren-S.-Klinik 7q11.23 supravalvuläre Aortenstenose, Hyperkalzämie, Dysmorphie, Verhaltensauffälligkeiten
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Prader-Willi-S.- Klinik 15q11.2 (pat) muskuläre Hypotonie, anfangs Gedeihstörung, später Adipositas, Entwicklungsverzögerung, Minderwuchs
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Angelman-S.-Klinik 15q11.2 (mat) schwere Entwicklungsverzögerung, Sprachentwicklungsverzögerung, Lachepisode, epileptische Anfälle, Ataxie
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse-Miller-Dieker-S.- Klinik 17p13.3 Lissenzephalie, Balkenmangel, schwere Entwicklungsverzögerung, epileptisceh Anfälle, Dysmorphie
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Smith-Magenis-S.- Klinik 17p11.2 Entwicklungsverzögerung, Sprachentwicklungsverzögerung, periphere Neuropathie, Verhaltensauffälligkeiten, diskrete Dysmorphie
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Mikrodeletion 22q (CATCH22)-Klinik 22q11.2 Cardial Abnormal face Thymic hypoplasia Cleft palate Hypocalcemia
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse-Di-George-S.- Klinik Herzfehler, Thymushypopalsie, Hypokalzämie, Entwicklungsverzögerung, Dysmorphie
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse- Sphrintzen-Syndrom-Klinik Herzfehler, Gaumenspalte, velopharyngeale Insuffizienz, Thymushypoplasie, Hypokalzämie, Verhaltensauffälligkeiten, Pschosen, Dysmorphie, leichte Entwicklungsverzögerung
  • chromosomale Mikrodeletionsprozesse-Wiederholungsrisiko meist sporadisch, daher niedriges Wdhrisiko; bei Vorliegen einer vererbten Imprintingmutation beträgt das Wdhrisiko jedoch 50%
  • Embryofetopathien durch exogene Noxen- Definition -Gametopathie: präkonzeptionelle Schädigung der elterlichen Keimzellen - Blastopathie: Schädigung Tag 1-14 p.c. in der Blastogenese -Embryopathie: Schädigung Tag 15 bis Ende 12.SSW p.c. in der Organogenese - Fetopathie: Schädigung Beginn 13.SSw bis Geburt
  • Alkoholembryopathie- Definition Kombination von primordialem Minderwuchs, geistiger Retardierung mti Verhaltensanomalien, Mikrozephalie, besonderen Fazies- und multiplen weiteren Anomalien bei Kindern alkoholsüchtiger Mütter (50-60g reiner Alkohol tägl= kritische Menge)
  • Alkoholembryopathie- Epidemiologie 1:250 (leichte Form); 1: 1.000 (schwere Form), hohe Dunkelziffer
  • Alkoholembryopathie- Pathogenese Ethanol=zytotoxisch und mitosehemmend unklar ob Ethanol oder seine Metabolite (Acetaldehyd) die Schädigung bedingen; chronische Unterernährung, Spurenelement- und Vitaminmangel der Mutter spielen auch eine Rolle keine direkte Dosis-Wirkungs-Beziehung (30% der Kinder trinkender Mütter sind betroffen)
  • Alkoholembryopathie- Klinik intrauteriner Minderwuchs, Mikrozephalie, psychomot. Retardierung, Hyperaktivität, muskuläre Hypotonie Dysmorphien: Blepharophimose, Epikanthus, antimongoloide Lidachsenstellung, niedrige Stirn, kurzer Nasenrücken, eingesunkene Nasenwurzel, schmales Lippenrot, verstrichenes Philtrum, Mandibulahypoplasie, hoher Gaumen/Gaumenspalte, tief sitzende Ohren Skelettanomalien: Handfurchenanomalie, Klinodaktylie V, Hüftluxation, Trichterbrust Organfehlbildungen: Herzfehler, Anomalien des Genitales, Hämangiome, Urogenitalfehlbildungen
  • Alkoholembryopathie-Therapie operative Korrektur von Gaumenspalten, Hernien und Herzvitien Frühförderung
  • Alkoholembryopathie- Prognose bei Entwöhnung vor Ende des 1. Trimenons ist eine normale geistige Entwicklung möglich , insgesamt ist die Prognose erheblich von den sozialen häuslichen Faktoren abhängig
  • Hydantoinembryopathie- Definition/ Epidemiologie intrauterine Schädigung des Fetus durch Hydantoinbehandlung in der SS; Schäden treten bei 6% der exponierten Kinder auf
  • Hydantoinembryopathie- Klinik kurze Fingerendphalangen mit Nagelhypoplasie meist niedriges Geburtsgewicht und Mikrozephalie geistige Retardierung ist möglich
  • Nikotinabusus in der SS niedriges Geburtsgewicht Abortrate, Frühgeburtlichkeit und perinatale Mortalität erhöht Allergie-, Bronchitis- und Asthmaneigung erhöht keine Fehlbildungen
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  • genetische Beratung Voraussetzung: möglichst eindeutige diagnostische zuordnung eines in der Familie womöglich vorliegenden Krankheitsbildes Gespräch: Aufklärung über genetische Erkrankungen, Risikobestimmung der Familie und Betroffensein von Nachkommen, Vermittlung von Infos über untersuchungen zur Erkennung von Anlageträgern, Optionen pränataler Diagnostik und Therapie Berücksichtigung des "Rechts auf Nichtwissen"
  • Genetische Beratung-Indikationen - ein Elternteil von genetischer Erkankung betroffen - Betroffener in Familie eines Elternteils - betroffenes Kind gesunder Eltern - erhöhtes Alter der Eltern (Mutter >35, Vater >45) - habituelle Abortneigung ohne gynäkologische Ursache - Verwandtenehe - möglicher Umweltschaden während SS - Infektionen in FrühSS
  • Pränatale Diagnostik- Indikation bei Diagnose eines Kindes besteht hohes Wdhrisiko und vorgeburtliche Abklärung ist möglich humangenetische Beratung ist unbedingt erforderlich
  • Pränatale Diagnostik- Techniken - Sono: NW morphologische Auffälligkeiten (herzfehler); Nackenfaltendicke/-transparenz zum Ende des 1. Trimenons --> Bestimmung der Wahrscheinlchkeit einer Chromostörung - Amniozentese (ab 14.SSW): transabd --> 10-20ml Fruchtwasser--> Zellen kultivierne, nach 14 d Chromoanalyse/ DNA-Extraktion zur Mutationsanalyse --> Befund in 17./18.SSW - Chorionzottenbiopsie (ab 11.SSW): transabd. --> Zellen aus Chorionzotten --> DNA zur Mutationsanalyse undAnzüchtugn für CHromoanalyse -Nabelschnurpunktion (ab 20.SSW): fetale Blutentnahme ider eine fetale Bluttransfusion -Fetoskopie: Kamera in Amnionhöhle--> Entnahme von Gewebeproben
  • Pränatale Diagnostik- Risiken -Abort bei Amnioncentese: 0,5% - Abort bei Chorionzottenbiopsie: 1% - Abort bei Nabelschnurpunktion: 2% - Abort bei Fetoskopie: 5% - Infektion
  • SS-Abbruch verboten, straffrei, wenn die Fortsetzung der SS eine schwerwiegende Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren bedeutet --> es gibt keine kindliche Indikatione für einen Abbruch vor 14.SSW: Schwnagerschaftskonfliktberatung nach 14. SSW: ärztliche Bescheinigung
  • SS-Abbruch- Methoden -Vakuumaspiration: 6.-14.SSW -medikamentöser Abbruch bis zur 9.SSW mit Mifepriston (blockiert Wirkung von Progesteron und führt zur Öffnung des Muttermundes) und 2d später Misoprostol (Prostaglandin --> Gebärmutter zieht sich zusammen, ausstoßen der Schleimhaut mit Fruchtsack und Embryo) --> ähnlich Spontanabort - medikamentöser Spätabbruch nach der 14. SSW: Mifepriston und Prostaglandin--> medikamentöse Geburtseinleitung  --> Kind verstirbt während Geburtsvorgang; wenn nicht, hat das Kind Anspruch auf neonatologische Intensivmaßnahmen eigentlich keine Abbrüch nach der 23. SSw in D