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Logopädie Spracherwerb (Fach) / Glossar (Lektion)
Referenzrahmen zur alterssprezifischen Sprachaneignung
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- Agent/Agentin Vertreter/Vertreterin einer -> Institution, z.B. Lehrer/Lehrerin, Arzt/Ärztin usw...
- Arbitrarität Beliebigkeit/Willkürlichkeit des sprachlichen Zeichend, kein natürlicher Zusammenhang zwischen dem Zeichen und seinem Inhalt
- Assertion/Assertieren "Aussage", "eine Aussage machen"; elementare Einheit sprachlichen Handelns, die dazu dient, dem Hörer Wissen zugänglich zu machen
- Äußerungsakt Im Äußerungsakt werden die beim Sprecher mental vorbereiteten propositionalen und illokutiven Akte einer Sprechhandlung erealisiert und somit dem Hörer sinnlich zugänglich gemacht.
- Bedeutungsübertragung/Umdeutung Umbenennung eins Gegenstands (z.B. Topf für Hut); wird in unmittelbarer Gegenwart des Obejkts geäußert, nimmt auf eine isolierte Eigenschaft Bezug (z.B. die Form) und ist meist eine Transformation auf verbaler oder gestischer Ebene (z.B Kind setzt sich den Topf auf den Kopf)
- Deixis/Deiktische Ausdrücke eine Klasse sprachlicher Handlungsmittel, die dem sprachlichen Zeigen dient und damit der räumlichen (z.B. hier-dort), der zeitlichen (z.B. jetzt-dann-damals), der aspektuellen (so) Orientierung des Hörers sowie der Orientierung des Hörers in Bezug auf Personen (z.B. ich-du) oder Objekte (dieser-jener) in einem gemeinsamen Bezugsrahmen von Hörer und Sprecher. Diese sprachlichen Elemente kann der Hörer nur verstehen, wenn er den Punkt kennt, von dem aus der Sprecher sprachlich zeigt, die "Origo" des Zeigens. Diese Origo liegt in der sprachlichen Handlung selbst, in der der deiktische Ausdruck verwendet wird. Sagt der Sprecher "hier", drückt er räumliche Nähe zur Origo aus, sagt er "dort", hingegen Ferne. Die Bedeutung der ausdrücke ist also sprechsituiationsgebunden. Die zeigenden Mittel der sprache sind grundlegend, oft gehört eines der ersten sprachlichen Mittel, das Kinder sich aneignen, dieser Klasse an (da); das Gesamtsystem ist komplex (z.B. im Falle der Verwendung deiktischer Ausdrücke in Texten)
- Derivation/Ableitung Mittel der Wortbildung; mit Hilfe von Affixen am Wortstamm werden neue Wortformen gebildet (z.B. mach-bar, Kontroll-eur)
- Diskurs Sprecher und Hörer befinden sich zusammen in einem Wahrnehmungsraum und nutzen diesen gemeinsamen Wahrnehmungsraum sprachlich; das abwechselnde Sprechen mehrerer Gesprächspartner wird durch Sprecherwechselregeln organisiert (-> TURN-TAKING)
- Egozentrisches Sprechen (kindliches) Sprechen für sich; egozentristisches Prechen dient der selbstinstruktiven Bearbeitung von komplexen Handlungen (Problemlösen); Kinder probieren im egozentristischen Sprechen Formen sprachlichen Handelns aus (z.B. Pluralbildung); egozentristisches Sorechren ist besonders häufig im alter ziwschen vier und sechs Jahren zu beobachten, danach geht es in ein inneres sprechen über (Interiorisierung)
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