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03406 (Fach) / Moral, Kooperation und Wettbewerb 03406 (Lektion)
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- Einführung: Nietzsche Friedrich Nietzsche beschäftigte sich mit der Frage warum man sich mit Moral beschäftigt. Nietzsche kritisierte in der „Genealogie der Moral“ (1887) die Motive & die Fähigkeit der „englischen“ Psychologen (genauer: die englische „Moral Sense School“) und gleichzeitig auch den deutschen Philosophen und Arzt Paul Rée. Die Moral war und ist ein idealer Platz für alltäglichen wie philosophischen Streit. Die Kritik Nietzsches, dass es keine moralpsychologische Geschichtsschreibung gibt ist heute zutreffender als damals. Nietzsche merkt an, dass wenn man die Genealogie nicht versteht es am zu wenigen studieren seiner Schriften liegt.
- Die Guten haben die Moral, die Bösen die Nachkommen. Was fällt dir dazu ein? Nietzsche unterstellte den Juden sie haben die Moral erfolgreich falsch zugeordnet (Moral = gut, vornehm, mächtig, schön, glücklich, gottgeliebt). Es sei eher die neidische Moral der Ohnmächtigen („die Elenden sind die Guten“). So wird moralisch handeln zum Pyrrhussieg, da die Bösen überleben und sich fortpflanzen. Laut der Soziobiologie ist das (unbewusste) Ziel menschlichen Handelns ist die Verbreitung der eigenen Gene. „Genetische Individualität und der daraus erwachsene nepotistische Altruismus (Altruismus gegenüber Verwandten) werden als die eigentlichen Ursachen der Entwicklung von Ethik, Moral und Recht angesehen.“ Wenn wir alle die gleichen Gene hätten gäbe es laut dieser Theorie keine Interessengengensätze. Nur bei Interessengegensätze entstehen ethische, moralische und rechtliche Probleme die letztlich auf unserer genetischen Unterschiedlichkeit beruhen. Altruistisches Verhalten beschränkt sich vorrangig auf Hilfeverhalten zwischen Verwandten. „Unter der theoretischen Annahme eines „Altruismus-Gens“ sei die Opferung des eigenen Lebens z.B. erst dann sinnvoll, wenn man hiermit mehr als zwei Geschwister (bzw. Halbgeschwister oder acht Cousins) retten würde.“ Der Begriff nepotistischer Altruismus ist ein Widerspruch in sich. Das Individuum handelt keineswegs uneigennützig daher wäre es sinnvoller von „nepotistischem Egoismus“ zu sprechen. „Individuen, die vollkommen altruistisch handeln, schaden sich als Konkurrenten bei der Verbreitung des eigenen Erbgutes tendenziell selbst und erhöhen die Chancen der weniger altruistischen Mitkonkurrenten. Alexander (1987) zieht hieraus die Schlussfolgerung, dass es im Interesse jedes einzelnen liegt, dass andere (nicht verwandte) Mitglieder der eigenen Gesellschaft, vor allem diejenigen, mit denen man eng verbunden ist, das Ideal vollkommen moralischen Verhaltens verwirklichen. Es ist also biologisch sinnvoll, dass jeder einen „moralischen Druck“ auf seine Nachbarn mit dem Ziel ausübt, dass diese altruistischer werden als man selbst.“
- Wieviel Menschen lügen (ihre Freunde an)? Was ist Doppelmoral? Was sind die goldenen Regeln/bekanntesten moralischen Regeln? Lügen sind alltäglich (1-2 am Tag). 49% gaben an ihre besten Freunde über wichtige Dinge getäuscht zu haben gleichzeitig, wären 75% verärgert, wenn sie getäuscht werden. Diese Doppelmoral ist für Menschen normal. Immanuel Kant: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Wir werden im Alltag viel häufiger mit moralischen Problemen konfrontiert als uns bewusst ist. Wir handeln nach Regeln die wir für uns als gültig ansehen. Nur wenn wir über diese Nachdenken machen wir uns Gedanken über die moralische Qualität unseren Handelns. Die bekanntesten Verhaltensregeln sind die 10 Gebote. Goldene Regel: „Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg‘ auch keinem anderen zu“. Die moralischen Regeln an die wir uns halten ändern sich im Laufe der Zeit. Ob sie sich verbessern ist fraglich. Moralische Wertungen einzelner sind willkürlich; moralische Wertungen von Gruppen auf demokratischem Weg beschlossen sind prinzipiell gültig. „Diese sogenannte Wertrelativität geht davon aus, dass es keine universellen, nichtwillkürlichen Moralprinzipien gibt.“
- Definiere Moral „Der Begriff „Moral“ geht auf das lateinische „mos“ zurück (Sitte, Brauch Gewohnheit, Charakter) (moralis: die Sitte betreffend) und wird seit dem 16. Jahrhundert in der Bedeutung „sittliche Nutzanwendung; Sittlichkeit“ und seit dem 17. Jahrhundert auch als Synonym für „Sittenlehre“ (philosophia moralis) benutzt. Eine etymologische Verwandtschaft besteht auch zum Begriff „Mut“. Der Duden unterscheidet fünf verschieden Begriffsverwendungen des Wortes „Moral“: 1. System von auf Tradition, Gesellschaftsform, Religion beruhenden sittlichen Grundsätzen u. Normen, das zu einem bestimmten Zeitpunkt das zwischenmenschliche Verhalten reguliert 2. (ohne Plural) Stimmung, Kampfgeist 3. Philosophische Lehre von der Sittlichkeit 4. Das sittliche Verhalten eines einzelnen oder einer Gruppe 5. (ohne Plural) lehrreiche Nutzanwendung Normativer Moralbegriff: Eine Verhaltensweise als moralisch/unmoralisch beurteilen (wird am meisten im Alltag verwendet). „Die systematische Erörterung des Zusammenhangs zwischen konkreten Verhaltensweisen und unterschiedlichen Normen und Werten ist eine Frage der „Ethik“, die ein Teilgebiert der Philosophie darstellt und zur „praktischen Philosophie“ gerechnet wird, die sich mit dem menschlichen Handeln befasst.“ In der Moralpsychologie und den empirischen Sozialwissenschaften wird „Moral“ meist als deskriptiver Begriff verwendet. Ein moralisches Urteil ist im Gegensatz zum normativen Sinne keine Wertung. Im Alltagsverständnis rechnen wir bsp. soziale Konventionen nicht zum Bereich der Moral. Wenn uns ein Bekannter, dem wir auf der Straße begegnen, nicht grüßt, dann empfinden wir dies als unfreundlich, aber nicht als unmoralisch. Die Grenzen zwischen Höflichkeit und Moral sind jedoch fließend. Nach Luhmann nimmt eine Kommunikation „moralische Qualität an, wenn und soweit sie menschliche Achtung oder Missachtung zum Ausdruck bringt.“ Bei Nützlichkeitserwägungen spricht man in der Moralphilosophie von utilitaristischen bzw. teleologischen Gründen, bei der Orientierung an Normen und Grundsätzen auch von deontologischen Gründen. Aus der Sichtweise einer utilitaristischen Moral spielen also vor allem die Handlungsfolgen („Man darf einen Menschen opfern, wenn man dadurch viele andere retten kann“) eine wesentliche Rolle für die Entscheidung, aus deontologischer Sichtweise kann eine Handlung auch dann moralisch „richtig“ sein, wenn ihre Folgen fatal sind. Die eben eingeführten Begriffe ähneln weitgehend denen von M. Weber (1919): „Verantwortungsethik“: die Gesamtheit der voraussichtlichen Folgen einer Handlung muss berücksichtigt werden „Gesinnungsethik“: Eine Handlung kann moralisch schlecht sein, selbst wenn ihre Folgen positiv erscheinen
- Sind wir für unser Handeln verantwortlich? Die Existenz eines „freien Willens“ ist in den letzten Jahren vor allem von den Neurowissenschaften heftig bestritten worden. Mit Rückgriff auf Experimente von dem amerikanischen Neuropsychologen Benjamin Libet wird behauptet, dass unser Gehirn Handlungen bereits in die Wege leitet, wenn wir uns noch gar nicht bewusst zu dieser Handlung entschieden haben. Roth (2004) behauptet: „Nicht das Ich, sondern das Gehirn hat entschieden!“. Nicht mentale Prozesse (wie Denken und Fühlen ) wären dann die Urheber unserer Handlungen, sondern neuronale Vorgänge im Gehirn. Mein Gehirn gehört aber mir und nicht sich selbst, dadurch kann man sich der Verantwortung dann nicht entziehen.
- In der Psychologie wird der Begriff Moral vor allem von drei Perspektiven betrachtet, denen sich die unterschiedlichen Theorien und Modelle grob zuordnen lassen: 1. Die kognitive Perspektive: Wie beeinflusst das Denken unsere Moral? 2. Die situative Perspektive: Wie beeinflussen die Umstände unsere Moral? 3. Die emotionale Perspektive: Wie beeinflussen die Gefühle unsere Moral?
- Inwiefern beschäftigt sich Philosophie und Psychologie mit Moral? Kernfrage der Moral ist nach richtig und falsch. Philosophie beschäftigt sich vorrangig mit dem moralischen „Sollen“ und Psychologie mit dem moralischen „Sein“ und wie es dazu kommt. In der Moralpsychologie ist gegenwärtig vor allem strittig, ob unser moralisches Handeln stärker von unserem Denken oder von unseren Gefühlen gesteuert wird. Neue neurowissenschaftliche Untersuchungen scheinen einen maßgeblichen Einfluss unserer Gefühle und des Unbewussten auf unser Verhalten zu belegen. Die Ursachen für Moral/Unmoral findet man dort wo man danach sucht. Beim Einzelnen findet man Gründe (Verhalten/Denken/Fühlen der Person) und in der Gesellschaft (situative und gesellschaftliche Differenzen)
- Die kognitive Perspektive: Moralisches Denken Die kognitive perspektive sucht vor allem nach den Unterschieden im moralischen Denken zwischen Personen, versucht aber auch zu erklären, wie sich diese Unterschiede entwickeln. Wir werden sehen, dass die Art und Weise, wie man über moralische Probleme denkt, auch Aufschluss darüber gibt, warum sich der Einzelne unterschiedlich verhält.
- Was entwickelte Jean Piaget(1896-1980)? die genetische Epistemologie (Erkenntnistheorie)
- kognitive Psychologie ist relativ weit und unbestimmt/Abrenzung zum klassischen Behaviorismus/kognitive Theore (Kognition = Erkenntnis, also eine "die Erkenntnis betreffende Theorie")
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- Genauere Definition von Kognition nach Neisser (1974) „alle jene Prozesse, durch die der sensorische Input umgesetzt, reduziert, weiter verarbeitet, gespeichert, wieder hervorgeholt und schließlich benutzt wird. Er meint diese Prozesse auch dann, wenn sie ohne das Vorhandensein entsprechender Stimulation verlaufen wie bei Vorstellungen und Halluzinationen. Begriffe wie Empfindung, Wahrnehmung, Vorstellung, Behalten, Erinnerung, Problemlösen und Denken nebst vielen anderen beziehen sich auf hypothetische Stadien oder Aspekte der Kognition.“ Selbst dieser spezifischere Kognitionsbegriff lässt die genauen Grenzen zu Begriffen wie „Emotion“ oder „Motivation“ offen. Ausgehend von Neissers Definition des Begriffs „Kognition“ ist es nicht möglich, Emotionen bzw. Affekte ohne Rückgriff auf kognitive Prozesse zu bestimmen. Man kann sagen, dass in dieser Sicht jeder Kognition eine bestimmte affektive Valenz zukommt, Kognitionen also affektiv besetzt sind. Ab einer bestimmten Stärke bzw. Qualität dieser affektiven Valenzen bezeichnen wir Kognitionen umgangssprachlich als Gefühle.
- Was ist nach Lantermann notwendig damit eine Emotion als Gefühl bewusst wird? Die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf die eiegene Person. Diese "Selbstreflexion" stellt gewissermaßen einen metakognitiven Prozess zur Bewusstmachung der eigenen Gefühle dar. (Experimente weisen darauf hin, dass die Intensität einer Emotion im Wesentlichen durch den Grad der physiologischen Erregung bestimmt ist, wobei die Art bzw. die Qualität der Emotion jedoch durch kognitive Situationseinschätzungen bzw. Kausalattribuierungen festgelegt wird. Andere Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass auch das Ausmaß der Erregung durch kognitive Prozesse (beispielsweise Situationseinschätzungen) bestimmt wird. Der Zusammenhang zwischen Emotion und Kognition ist nicht geklärt vor allem durch die Ungenauigkeit und Mehrdeutigkeit der Terminologie.)
- Was versteht Piaget unter Assimilation? Die Integration neuer Informationen in bereits vorhandene Strukturen, also einem quantitativen Zuwachs an Informationen, keine qualitative, strukturelle Änderung. Letztere setzt eine Akkomodation voraus - eine Veränderung der kognitiven Struktur durch neue Informationen. („Um etwas für uns Neues als solches zu erkennen, müssen wir unsere kognitive Struktur erweitern, sie akkommodieren. Hierdurch wird auch deutlich dass Akkommodation immer Assimilation voraussetzt – und umgekehrt. Genau genommen ist die Akkommodation also die Veränderung einer Assimilationsstruktur, welche durch die von ihr assimilierten Elemente hervorgerufen wird.“)
- Beispiel für die Erklärung von Assimilation und Akkomodation mit dem gelernten Stoff selbst! „Wer bislang also ein biologisches Begriffsverständnis von Assimilation und Akkommodation hatte, kann die Piagetsche Bedeutungsvariante diesem Verständnis assimilieren. Um die gegenseitige Abhängigkeit der beiden Prozesse zu verstehen, muss man seine Vorstellung allerdings erweitern, die kognitive Struktur in Bezug auf diese Begriffe akkommodieren. Wem dies gelingt, kann nun viele psychologische Phänomene unter einer neuen Perspektive sehen, sie seinem neuen Begriffsverständnis assimilieren.“
- Welche der beiden Prozesse, Akkomodation & Assimilation, ist überlegen? Keiner. Beruhte unsere Wahrnehmung der Welt ausschließlich auf Assimilation, wären wir Veränderungen unserer Umwelt hilflos ausgesetzt. Würden wir uns hingegen ständig unserer Umwelt anpassen, also fortwährend akkommodieren, wären wir in der Gefahr, unsere eigene Kontinuität und damit unsere Identität zu verlieren.
- Die 4 Stadien der kognitiven Entwicklung nach Piaget - Das sensumotorische Stadium - Das Stadium des präoperationalen Denkens - Das Stadium der konkreten Operationen - Das Stadium der formalen Operationen Jedes dieser Stadien lässt sich wiederum in Unterstadien aufteilen (Piaget nennt allein sechs Unterstadien der sensumotorischen Entwicklung).“
- Das sensumotorische Denken Die Grenze zwischen Subjekt und Objekt ist also in der Entwicklung nicht von vornherein festgelegt und auch nicht unveränderlich. Erkenntnis ist das Resultat der Interaktion zwischen dem Subjekt und den Objekten. Nach Piaget „verschmelzen“ Subjekt und Objekt in jeder Handlung. Für den Säugling ist die Trennung von Subjekt, Objekt und Handlung noch unentwirrbar. Er befindet sich im Stadium des sensumotorischen Denkens, in dem er gewissermaßen mittels seiner Bewegungen und Empfindungen denkt, in dem das Begreifen mit der Hand eine konkrete Vorform des Begreifens mit dem Kopf ist.
- Das präoperationale Denken An das sensumotorische Denken schließt sich im Alter von ca. zwei bis sieben Jahren das präoperationale Denken an. Durch den Gebrauch der Sprache lernt das Kind zwischen Zeichen und Bezeichnetem zu unterscheiden, es fängt auch an, sein eigenes Verhalten zu kontrollieren. Die Logik dieser Kinder ist irreversibel (Umschütten von Wasser in von einem Glas in ein anderes schmaleres aber höheres lässt die Kinder denken es wäre mehr Wasser in dem neuen Glas selbst wenn dieses Wasser zurückgekippt wird) und nicht zur indirekten Kompensation (die Überlegung, dass das zweite Glas nicht nur höher, sondern auch schmaler ist – die Breite hier also die Höhe kompensiert) fähig. Das präoperationale Denken ist „zentriert“, es beschränkt sich häufig auf einen einzigen Aspekt einer Situation. Seine Sicht der Welt ist „egozentrisch“. Kinder gehen mit Selbstverständlichkeit davon aus, dass andere genauso viel über die Situation wissen wie sie selbst. Obwohl phänomenologische Ähnlichkeiten manchmal unverkennbar sind ist der Egozentrismus des Kindes eine notwendige und unvermeidbare Zwischenstufe seiner Entwicklung, der Egozentrismus des Erwachsenen meist das Resultat einer defizitären sozialkognitiven Entwicklung.
- Erst Handeln, dann Denken: Konkrete Operationen Setzt etwa mit dem Beginn des Schulalters ein. Das Kind erwirbt die kognitiven Fähigkeiten, um die Invarianz von Menge, Gewicht, Volumen etc. zu verstehen. Allerdings ist das Kind noch kein großer Theoretiker: Er wendet Logik auf konkrete Dinge an, kann jedoch noch nicht in gleicher Weise mit abstrakten Begriffen hantieren. Wichtige Voraussetzung dieser Phase ist die Fähigkeit zur Dezentrierung, also die Fähigkeit, sich nicht nur auf ein hervorstechendes Merkmal zu konzentrieren, sondern andere Merkmale ergänzend bzw. kompensierend in die Überlegungen einzubeziehen. Hierzu gehört auch, dass der Egozentrismus der Wahrnehmung mehr und mehr der Fähigkeit Platz macht, auch andere Perspektiven einnehmen zu können und diese zur eigenen Sichtweise in Beziehung zu setzen. Obwohl häufig zu lesen ist, dass das konkrete Denken ungefähr mit Beginn der Pubertät durch das formale, „abstrakte“ Denken abgelöst wird, sind Zeitangaben gerade hier nur schwer zu generalisieren. Tatsächlich gibt es Personen, die zeitlebens dem konkret-operationalen Denken treu bleiben. Viele, wenn nicht die meisten, erreichen zwar die Kompetenz der nächsten Stufe, setzen diese jedoch nur sporadisch ein. Die Probleme beim Übergang vom konkreten zum abstrakten Denken können groß sein (Siehe hierfür den Bericht s. 37-38).
- Formale Operationen „A verhält sich zu B wie C zu D“. Abstraktes Denken ist jedoch nicht an eine bestimmte formale Sprache gebunden, sondern dadurch gekennzeichnet, dass es von konkreten Dingen (oder Personen) abstrahieren kann. Das Denken dieser Stufe folgt formallogischen Strukturen. Formal logisches Denken ist etwas durchaus alltägliches (siehe Dialog Seite 39-40). Berkowitz bezeichnet diesen Dialog als eine transaktive Diskussion („transaktiv“ meint die gegenseitige argumentative Beeinflussung) zur Einübung entstehender formal-operationalen Strukturen.