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Basiswissen Ernährung
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- Wie rechnet man den Grundumsatz (GU) aus? GU entsprechend des Alters auswählen aus Tabelle mal KG (Gewicht) + (auch entsprechendes aus der Tabelle wählen) mal 1000 durch 4,189 (wenn nícht Jule sondern Kalorien gewünscht sind) GU x PAL (+ Sportzuschlag) = Gesamtenergiebedarf
- Definiere Grundumsatz (GU) Benötigte Energiemenge zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen ***
- Einflussfaktoren beim GU - Lebensalter - Geschlecht (- 6-10 %) - Konstitution - Schwangerschaft - Funktion endokriner Drüsen - Psychische Belastung - Krankheiten - Medikamente ( Schmerzmittel senken den GU)
- Bedingungen für GU Messung - Völlige Ruhe und Entspannung im Liegen - 12 Stunden nach der letzten Nahrungsaufnahme - Leichte Bekleidung, Raumtemperatur von 20 Grad
- KOHLENHYDRATE: Nenne Monosaccharide Glucose, Fructose, Galactose ***
- KOHLENHYDRATE nenne Oligosaccharide Raffinose, Stachyose, Verbascose ***
- KOHLENHYDRATE Nenne Disaccharide (2 Fachzucker) Saccharose (Glucose + Fruktose) Maltose (Glucose + Glukose) Lactose ( Glucose und Galactose)
- KOHLENHYDRATE Nenne Polysaccharide Stärke, Glycogen, Cellusose, Inulin ***
- Verwertbare KH Bedeutung für Menschen - Wichtigster Energielieferant für ALLE Organe - Schnell verfügbare Energie - Nur wenig KH als Glykogen speicherbar (In Leber und Muskeln) - Bausubstanz z.B. für Glykoproteine, Glykokalyx
- Ballaststoffe = Nicht verwertbare KH Nenne lösliche und unlösliche Ballaststoffe Lösliche Ballaststoffe: (Obst), Pektin, Guar, Johannesbrotkernmehl Carageen, Agar Agar Haferkleie Unlösliche Ballaststoffe: Cellulose, Hemicellulose, Lignin, Kutin, Silikat, Chitin. Ballaststoffe können den Cholesterinspiegel senken (nur die löslichen aber auch Hafer) Ballaststoffe haben die Eigenschaft (Stoffe) zu binden
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- Wirkung von Ballaststoffen Wasserlösliche Ballststoffe: Mikrobieller Abbau zu: Kurzkettige Fettsäuren (Butyrat, Propionat) = PH-Wert im Darm geht runter Bakterienmasse geht hoch Darmgase (CO2, Methan) = Stuhllockerung, Mobilität geht rauf = Beschleunigung der Dickdarmpassage = Stuhlgewicht und Stuhlfrequenz geht rauf. Wasserunlösliche Ballaststoffe: Wasserbindender Effekt = Stuhlvolumen geht rauf, Dehnung der Darmwand wird vermehrt und Mobilität geht rauf. Dehnungsreiz wird gefördert durch Ballststoffe Prebiotika = Viele Ballaststoffe, Probiotika = Viele Bakterien im Lebensmittel
- Ballaststoffe: Funktionen Gut kauen = Karies vermeiden, Zahnfleisch stärken Sättigungsgefühl = Nicht "überessen" schneller satt, länger satt Darmaktivierung = Verstopfung wird vermieden Blutzucker steigt langsam = Kein Heißhunger *Bindung von Gallensäuren = Cholesterin geht runter Stoffwechselgifte binden = Krebsprophilaxe, Leberschutz Energielieferanten für Darmflora und Darmschleimhaut * Nur die löslichen Ballaststoffe ( und Haferkleie)
- 10 Regeln der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) 1. Vielseitig essen 2. Reichlich Getreideprodukte und Kartoffeln 3. Gemüse und Obst (2x Obst 3x Gemüse, Farben mischen) pro Tag 4. Täglich Milch und Milchprodukte 5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel 6. Zucker und Salz in Maßen 7. Reichlich Flüssigkeit 8. Schmackhaft und schonend zubereiten 9. Nehmen sie sich Zeit, genießen sie ihr Essen 10. Achten sie auf Ihr Gewicht, bleiben sie in Bewegung!
- Was heißt essentiell? Das der Körper es nicht selber herstellen kann = Es muss mit der Nahrung zugeführt werden. ***
- Arminosäuren Eine Verbindung mit zwei Arminosäuren = dipeptide 3 Arminosäuren = Tripeptide Es gibt kein Monopeptide Arminosäuren sind dafür verantwortlich das wir so viele Enzyme haben/produziert werden. Enzyme sind für den Stoffwechsel zuständig, Es gibt eine vielfalt an Enzymen.
- Eiweiße: Bedeutung Aufbau körpereigener Substanzen, zb. - Hormone - Enzyme - Transporter im Blut/Zellmembranen - Muskel-und Bindegewebsfasern - Fibrionogen (Gerinnungsstoffe) - Immunglobuline Energielieferant im Hungerzustand
- Eiweißverwertung - Eiweiße werden durch Magensäure denaturiert und durch enzyme gespalten = Pepsin, Trypsin, Chrymotrypsin - Arminosäuren, Di- und Tripeptide sind resorbierbar (Aufnahme von Stoffen aus dem Nahrungsbrei) - In der Leber werden die Arminosäuren in andere AS umgewandelt - je nach bedarf - Die zuständigen Enzyme sind GOT, GPT, und x-GT, die sogenannten Lebermarker. - Es gibt keinen Eiweißspeicher - Überschüssiges Eiweiß wird abgebaut. Dabei ensteht das Zellgift Ammoniak. Dieses wird als Harnstoff fixiert und über die Niere ausgeschieden. ***
- Biologische Wertigkeit von Eiweiß Definition Die biologische Wertigkeit des Eiweißes in einem Lebensmittel ist ein Maß, wie effizient ein Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgesetzt werden kann. Je ähnlicher das Nahrungsprotein dem Körperprotein, desto weniger Nahrungseiweiß ist nötig, um Körpereiweiß aufzubauen. (Eiweißsynthese = Eiweißabbau) ***
- Eiweißbedarf Bedarf: 0,44 g pro KG Körpergewicht Zufuhrempfehlungen: - Normal: 0,8 g Pro Kg Körpergewicht - Säuglinge (1. Monat): 2,7 - Sportler: * Freizeit 0,8 * Ausdauer 1,2-2,0 * Kraft 1,6-2,0 - Schwangeschaft 0,8 g pro KG (+ 10 Gramm) - Stillzeit: 0,8 g pro KG (+ 15 Gramm) ***
- Tryglyzeride: Aufbau Tryglyceride bestehen aus einem Molekül Glycerin (KH), das mit drei Fettsäuren ( gesättigte Fettsäure, einfachungesättigte Fettsäure und mehrfach ungesättigte essentielle Fettsäure) verbunden ist. ***
- Tryglyceride: Funktionen - Energielieferant - Energiespeicher - Schutzfunktion - Wärmeisolation - Träger der fettlöslichen Vitamine Geschmacksträger - Baustoff (z.B. Zellmembranen und Wirkstoffe)
- Tryglyceride: Verdauung - Fettverdauung findet ausschließlich im Dünndarm statt - Durch die Gallensäuren werden die Fette emulgiert, d.h. ihre Oberfläche vergrößert - Lipase spaltet einzelne Fettsäuren ab - Bildung von Micellen (Glycerin, Fettsäuren, Gallensäuren, Cholesterin, fettlösliche Vitamine), deren Inhalt resorbiert wird. Gallensäuren verbleiben im Darm, Rückresorption im Ileum - In der Darmschleimhaut werden Triglyceride resynthetisiert - Verpackung der Triglyceride in Chylomikronen und weitertransport über die Lymphe
- Essentielle Fettsäuren: Funktionen - Senkung LDL-Cholesterinspiegel im Blut - Schutz vor Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Krankheiten - Verbessern fließeigenschaft des Blutes - Bildung von Gewebshormone (Eicosanoide) - Entzündungshemmende Wirkung - Bestandteile der Zellmembranen
- Essentielle Fettsäuren... ... sind alles mehrfach ungesättigte Fettsäuren die alle zu den Familien Omega 3 und Omega 6 gehören. Alle anderen kann der Körper selber herstellen. ***
- MCT-Fette... ... sind künstlich (Syntetisch) hergestellte Fette. Kommt in Kokosfett vor. Mittellange Fettketten, leicht verdaulich, für Menschen mit Gallenproblemen. ***
- Fettsäuren: Einteilung Kettenlänge: unter 6 C Atome = Kurzkettig 6-12 C Atome = Mittelkettig über 12 C Atome= Langkettig Kurz und Mittelkettige Fettsäuren benötigen keine Gallensäuren und können direkt ins Blut zur Leber transportiert werden. Anzahl der Doppelbindungen Keine: Gesättigte Fettsäure (z.B. Buttersäure, Stearinsäure, Palmitinsäure) Eine: Einfach ungesättigte Fettsäure (z.B. Ölsäure) Zwei oder mehr: mehrfach ungesättigte FS (z.B. Linosäure, Linolensäure, Eicosapentaensäure) Essentialität: Essentielle Fettsäuren sind langkettig (C18) und mehrfach ungesättigt! Jedes Fett ist immer ein Mischung von vielen Fettsäuren
- Fettzufuhr 30 % der Nahrungskalorien - bei 1800 kcal : 60 g Fett Davon 10 g Linolsäure
- Cholesterin: Bedeutung - Bestandteil der Zellmembranen - Ausgangsstoff für: Vitamin D, Gallensäuren, Botenstoffe (Steroidhormone) - Cholesterin wird von der Leber gebildet = Kein essentieller Nährstoff - Überschüssiges Cholesterin wird mit der Galle ausgeschieden (NUR 10%) oder an den Gefäßwänden abgelagert. Gefahr von Gallensteinen und Arteriosklerose Beim gesunden Menschen wird kein Cholesterin mehr gebildet wenn zuviel Cholesterin gegessen wird. Beim Stoffwechselkranken produziert die Leber weiter... Cholesterin kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor.
- Empfehlung Nährstoffzufuhr 50-55% KH 30% Fett 10-15% Eiweiß
- Zutatenliste Besonderheit Alkohol Alkohol wird nur angegeben - Wenn aus technologischen Gründen zugesetzt (Konservierung, Feuchthalten) - über 1,2 Volumenprozent ALSO: - 0,5 Restalkohol in Alkoholfreien Bier - Kleine Mengen Alkohol in Süßigkeiten/Kuchen für den Geschmack WERDEN NICHT ANGEGEBEN!!!
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- Welche dieser Enzyme sind bei der Kohlenhydrate-Verdauung im Dünndarm aktiv ? Saccharase Laktase Maltase Amylase
- Welches sind Zweifachzucker, die im Dünndarm durch Enzyme in Einfachzucker zerlegt werden ? Rübenzucker (Saccharose) Malzzucker (Maltose) Milchzucker (Laktose)
- Welche besonderen Eigenschaften hat der Traubenzucker ? Der Traubenzucker kann im Dünndarm ohne langwierige Verdauungs- und Abbauprozesse innerhalb weniger Minuten über die Darmwand in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Der Traubenzucker strömt schnell durch Speiseröhre und Magen. Der Traubenzucker löst sich im Mundspeichel binnen Sekunden auf.
- 2.Wie heisst das im Mundspeichel enthaltene, Stärkeketten-abbauende Enzym ? amylase ***
- Nenne den fachwissenschaftlichen Begriff für das Polysaccharid Stärke. amylose ***
- Vom Mundraum bis zum Magen herrscht ein ... ...neutrales Milieu ***
- Was passiert mit den Kohlenhydraten im Magen ? 1. Die im Mund begonnene Kohlenhydrat-Verdauung durch das Enzym Amylase kommt im sauren Milieu des Magens zum Erliegen. 2. Die stark verknäulten Stärke-Molekülketten werden durch physikalische Bearbeitung entfaltet.
- Welche Eigenschaften hat der Bauchspeichel, der von der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm abgegeben wird ? Der Bauchspeichel enthält eine große Menge Enzyme, die für die weitere Verdauung der Kohlenhydrate nötig sind. Der Bauchspeichel ist alkalisch und neutralisiert die Salzsäure, die mit der Nahrung vom Magen kommt.
- Im Dünndarm herrscht ein ... ... leicht alkalisches Milieu. ***
- Wie sind Fette chemisch aufgebaut ? Sie bestehen aus einem Glyzerin-Molekül und 3 Fettsäure-Molekülen ***
- Was bewirkt der Gallensaft ? 1. Die im Gallensaft enthaltenen Gallensalze aktivieren die Lipasen für ihre fettabbauende Arbeit im Zwölffingerdarm und im Dünndarm. 2. Der Gallensaft bildet eine dauerhafte und sehr feine Emulsion der Fette im wässrigen Nahrungsmittelbrei mit Hilfe der "zweipoligen" Gallensalze.
- Was bedeutet "hydrophil" ? wasserfreundlich (Wasserliebend) ***
- Was bedeutet "lipophil" ? fettfreundlich (Fettliebend) ***
- Wie heißen die fettabbauenden Enzyme ? Lipasen ***
- Welche Arten des Transports in die Darmwandzellen gibt es für die unterschiedlich abgebauten Fettbestandteile ? Die kurzen Fettsäuren und das freie Glyzerin sind wasserlöslich und diffundieren durch die Darmwandzelle direkt ins Blut. Monoglyzeride ebenso wie die längeren Fettsäuren werden in kleine Bläschen der Zellmembran eingelagert, die in die Darmwandzelle wandern können. ***
- Was ist ein Lipoprotein ? Ein Triglyzerid, das an einen Eiweißkörper gebunden ist, somit wasserlöslich wird und gut durch die Lymphbahn transportiert werden kann. ***
- Welches sind die Grundbausteine der Eiweiße ? Aminosäuren ***
- Wie heißen die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Aminosäuren ? Peptidbindungen ***
- Was schützt den Magen vor einer "Selbstverdauung" ? Eine Schleimschicht an der Mageninnenwand ***
- Was versteht man unter "Denaturierung" ? Das Aufquellen und Auffalten der langen und ineinander verschlungenen Eiweißmoleküle. ***