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biologie 3 (Fach) / Tierökologie (Lektion)
Grundlagen der Tierökologie, Biologie Bachelor, Uni Würzburg, 3. Semester
Diese Lektion wurde von JeBu erstellt.
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- Was ist eine Art? --> Fortpflanzungsgemeinschaft Populationen sich kreuzender Individuen mit gemeinsamen Merkmalen (Biologisches Artkonzept) Abgrenzung aufgrund morphologischer Merkmale (Typologisches Artkonzept) Art ist eine Gruppe von Organisen mit gemeinsamer Abstammung; kleinste monophletische Einheit (Phylogenetisches Artkonzept)
- Was ist eine Population? --> Gesamtheit der Individuen einer Art, die zusammenhängenden Lebensraumabschnitt bewohnen, genetische Kontinuität über mehrere Generationen --> Wichtige Merkmale: Individuenverteilung, Individuendichte, Variabilität, Altersstruktur. Geschlechterverhältnis, Geburten- und Sterberaten, Wachstum
- Was ist eine Lebensgemeinschaft (Biozönose)? --> Gemeinsames Vorkommen von Arten in einem Lebensraum (ähnliche Umweltansprüche, ein- oder wechselseitige Abhängigkeit) --> Wichtige Merkmale: Artenzahlen, Relative Häufigkeiten, trophische Ebenen ud Wechselbeziehungen
- Was ist ein Ökosystem? --> Beziehungsgefüge der Lebewesen untereinander und mit ihrem Lebensraum --> Charakterisiert durch Struktur und Funktion
- Nennen Sie wissenschaftliche Ziele der Tierökologie! Erforschung der Ursachen für Verbreitung und Häufigkeit von Organismen Gesetzmäßigkeiten erkennen, die den Interaktionen zwischen Organismen und mit ihrer abiotischen und biotischen Umwelt zugrundeliegen Verständnis ökosystemarer Prozesse
- Definieren Sie Autökologie. Beziehung einzelner Arten zu Umweltfaktoren = Morphologisch-anatomische, physiologische und verhaltensbiologische Anpassungen des Individuums an seine abiotische ud biotische Umwelt
- Definieren Sie Demökologie. = Populationsökologie (population ecology) --> Struktur und Funktionsmerkmale sowie Dynamik von Populationen
- Definieren Sie Synökologie. = Gemeinschaftsökologie Beziehungen zwischen Populationen und Arten innerhalb einer Lebensgemeischaft (Biozönose), sowie zu ihrer Umwelt
- Definieren Sie Ökosystemökologie. Beziehungen zwischen Arten, Energieflüssen, sowie biogeochemischen Stoffkreisläufen
- Auf welchen Ebenen findet sich Biodiversität? Genetische Diversität Artendiversität Diversität von Ökosystemen
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- Welcher Zusammenhang besteht zwischen Ökologie und Evolution? Okologische Wechselbeziehugen bestimmen unterschiedlichen Reproduktionserfolg und sin die treibenden Kräfte der Evolution Evolution ist die Veränderung der erblichen Merkmale einer Population oder Art im Laufe der Zeit --> Mikroevolution--> Makroevolution
- Welche Strukturen und Funktionen kennzeichnen ein Ökosystem? Strukturen: Physikalisch: Gliederung des Raumes Chemisch: Menge und Verteilung anorganischer und organischer Stoffe Biologisch: Artenspektrum, Abundanz, trophische Ebenen Funktionen: Primärproduktion Stoffkreisläufe Wasserkreislauf Energieflüsse Bodenbildung Klimaregulation Ökologische Prozesse (Herbivorie, Prädation, Zersetzung, Bestäubung, Samenausbreitung) Merkmale von Ökosystemen: offen, Selbstregulation (Stabilität, Resilienz)
- Welches sind die Hauptgefährdungsursachen der Biodiversität? Habitatverlust Klimawandel Invasive Arten Ausbeutung natürlicher Ressourcen Umweltverschmutzung Nährstoffeinträge
- Warum reicht ein Laborexperiment alleine nicht aus, um eine ökologische Fragestellung zu klären? künstliche Bedingungen reduzierte Komplexität und Variabilität Nur Teilsysteme betrachtbar Übertragbarkeit auf reale Systeme nicht gewährleistet --> common garden und Freilandexperimente
- Warum kommt auf einer Wiese trotz geeigneten Mikroklimas eine Heuschreckenart nicht vor? Möglichkeiten: weil der Boden keine Möglichkeit zur Eiablage bietet weil spezielle Futtergräser fehlen weil die Wiese in einer biogeografischen Region liegt, in der es diese Heuschrecke nicht gibt
- Sie beobachten bei einer Wanderung in den Alpen, dass sich die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzenwelt mit zunehmender Höhe ändert. Womit wäre diese Veränderung zu vergleichen? Mit dem Effekt, der mit der Abnahme der Lufttemperatur bei zunehmender Höhe zusammenhängt Mit einer Wanderung durch Biome verschiedener geografischer Breite (z.B.:Peru)
- Nennen Sie drei Beispiele für terrestrische und drei Beispiele für aquatische Biome. terrestrisch: immergrüner tropischer Wald sommergrüner tropischer Wald Dornwald Savanne Hitzewüste Hartlaubzone (Macchie) Kältewüste Hochgebirge (borealer Wald und alpine Tundra) immergrüner Wald d. gemäßigten Zone sommergrüner Wald d. gemäßigten Zone borealer Wald (Taiga) arktische Tundra Grasland d. gem. Zone (Steppe) polare Eiskappen aquatisch: Seen Korallenriffe Ströme ozeanisches Pelagial Ästuare Gezeitenzonen
- Definieren Sie Ökologische Potenz (ökolo. Leistung). Fähigkeit von Organismen, in einem bestimmten Bereich eines Umweltfaktors ihre Vielfältigkeit zu entfalten
- Definieren Sie Ökologische Nische. Gesamtheit der für Organismen nötigen Bedingungen und Ressourcen, um in ihrem Lebensraum überlebensfähige Populationen aufrechterhalten zu können Fundamentale Nische (abiotische Umweltfaktoren erlauben potentielle Besiedlung einer Lokalität) =physioogisches Präferendum Realisierte Nische (biotische Faktoren schränken potentiell mögliche Besiedlung ein) = ökologisches Präferendum