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UFU06 (Fach) / Projektmanagement und Entscheidungstechniken (Lektion)
Einsatzmöglichkeiten und Elemente der Projektorganisation kennen; wissen,
wie Projekte initialisiert werden (Analyse des Projektumfeldes und der Stake-
holder) und wie sich Ziele, Anforderungen und Erfolgsfaktoren definieren
lassen; das Projekt strukturieren, den Aufwand schätzen und die Mittel pla-
nen können; Einblick in die Projektführung und -steuerung erhalten; Umgang
mit Problemen lernen; Einblick in die Führungsaufgaben innerhalb von Pro-
jekten erhalten; Bedeutung von Kommunikation, Teamentwicklungsprozes-
sen und Konfliktmanagement erkennen; begleitende Aufgaben wie Projekt-
marketing, Changemanagement, Konfigurationsmanagement, QM erläutern
und einschätzen können.
Diese Lektion wurde von FireForce erstellt.
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- Was charakterisiert Ziele? Ein Ziel ist stets charakterisiert durch - Zielinhalt (oft auch als Zielgröße oder Zielvariable bezeichnet, ist die Größe, auf deren Beeinflussung die zu treffende Entscheidung abzielt. Sie kannals absoluter Wert definiert sein, z. B. Gewinn = 1,1 Mio. Euro, Umsatz =23 Mio. Euro, oder als relativer Wert, z. B. Rentabilität = 10%, Marktanteil = 5%) - Sachlicher Geltungsbereich (z.B. gasamtes Unternehmen oder Teilbereiche) - Zeitbezug (Legt Zeitpunkt oder Zeitraum der Zielerfüllung fest unterscheidet zwischen kurz, mittel und langsfristigen Zielen) - Zielausmaß (Unterschieden wird zwischen Extremierung, z. B. Umsatzmaximierung, Kostenminimierung,Satisfizierung, z. B. wenn die Amortisationsdauer eine bestimmte Zeitspanne nicht überschreiten darf und Fixierung, z. B. Marktanteilssteigerung von 5%)
- Was versteht man unter Risikomanagement und in welchen Schritten läuft es ab? Unter dem Begriff Risikomanagement werden alle Aktivitäten der Risikoanalyse und der Risikobewältigung zusammengefasst. Ein Risikomanagement im Rahmen von Projekten soll verhindern, dass ein Risiko zum konkreten Problem für ein Projekt wird. Schritte: 1. Risiken identifizieren 2. Risiken bewerten 3. Risiken darstellen und kommunizieren 4. Maßnahmen definieren und auswählen 5. Maßnahmen umsetzen
- Nenne die Ebenen des Projektcontrollings 1. Projektebene Fokus auf dem Einzelprojekt; es soll sichergestellt werden, dass Termine, Kosten und Ergebnisse bzw. ihre Qualität gemäß Projektplanung erreicht werden. 2. Projektportfolioebene Fokus auf dem Projektportfolio, also die Menge aller aktiven und geplanten Vorhaben eines Unternehmens; es soll sichergestellt werden, dass alle Projekte gemäß Unternehmensstrategie bewertet und entsprechend mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden. 3 Unternehmensebene Fokus auf den Ressourcen; es soll sichergestellt werden, dass die Projekte gemäß Unternehmensstrategie mit den optimalen Ressourcen ausgestattet werden
- Welche Präferenzdimensionen gibt es? 1. Höhenpräferenz Beispiel: Der Entscheidungsträger zieht einen höheren Gewinn einem geringeren vor 2. Artenpräferenz Die Artenpräferenz ist insbesondere beim Vorliegen von Zielkonflikten von großer Bedeutung. Für den Fall also, dass zwei gleichzeitig verfolgte Ziele gegenläufig sind, kann der Entscheidungsträger zu einer Lösung des Entscheidungsproblems gelangen, indem er einem der beiden Ziele den Vorrang einräumt 3. Risikopräferenz Wenn im Rahmen einer Entscheidung Risiko bzw. Ungewissheit bezüglich der Zielerreichungsgrade vorliegen, so kann eine Rangordnung gemäß der Risikobereitschaft des Entscheidungsträgers hergestellt werden. So gibt es z. B. Entscheidungsträger mit einer eher pessimistischen Einstellung, aber auch solche mit einer eher optimistischen. 4. Zeitpräferenz Sie bringt damit zum Ausdruck, wie der Entscheidungsträger Ergebnisse zueinander gewichtet, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob der Entscheidungsträger Ergebnisse, die in der nahen Zukunft zu erwarten sind, solchen vorzieht, die erst in ferner Zukunft realisiert werden.
- Welche Zielbeziehungen gibt es allgemein? 1. Zielkomplementarität bzw. Zielharmonie bedeutet, dass die Verfolgung eines Zieles z1 gleichzeitig die Verfolgung eines anderen Zieles z2 fördert2. Zielneutralität oder Zielindifferenz liegt dann vor, wenn die Erfüllung des Zieles z1keinerlei Einfluss auf die Erreichung des Zieles z2 hat3. „Zielkonkurrenz“ oder „Zielkonflikt“bedeutet, dass die Erfüllung des Zieles z1 die Erfüllung des Zieles z2 beeinträchtigt
- Erkläre die Spieltypen sowie konstante und variable Ergebnissummen 1. Endliche Spiele sind dadurch charakterisiert, dass die Spieler nur eine endliche Anzahl von Handlungsoptionen haben2. Undendliche Spiele zeichen sich dadurch aus, dass zumindest einemSpieler unendlich viele Strategien zur Verfügung stehen. Das wäre z. B. dann gegeben, wenn ein Spieler über Aktionsparameter verfügt, die er kontinuierlich variieren kann. Spiele mit Variabler Summe: Entsprechend den jeweils von den Spielern verfolgten Strategien, können unterschiedlich hohe Werte für die Summe entstehen Spiele mit konstanter Summe: Summen der beteiligten Spieler, unabhängig davon, welche Strategien eingeschlagen werden addieren sich immer genau zum gleichen Betrag. Zur Veranschaulichung dieser Situation wird immer wieder der Kuchen herangezogen, der nur einmal verteilt werden kann
- Nenne und erkläre die zwei Spieltypen 1. Endliche Spiele sind dadurch charakterisiert, dass die Spieler nur eine endliche Anzahl von Handlungsoptionen haben.2. Undendliche Spiele zeichen sich dadurch aus, dass zumindest einemSpieler unendlich viele Strategien zur Verfügung stehen. Das wäre z. B. dann gegeben, wenn ein Spieler über Aktionsparameter verfügt, die er kontinuierlich variieren kann.
- Welchen Nutzen haben Descision-Support-Systeme? Decision-Support-Systeme (DSS) sollen dem Verantwortlichen helfen, schneller, effizienter, effektiver und transparenter zu entscheiden. Solche entscheidungs-unterstützenden Systeme – erlauben es, im gegebenen Entscheidungsumfeld rasch und präzise eine gegebene, neue oder hypothetische Entscheidungssituation zu erfassen, – unterstützen die Arbeit von Entscheidungsberatern durch die Generierung von Handlungsalternativen, die prinzipiell möglich sind und – bewerten Alternativen nach vereinbarten Kriterien
- Was ist Projektcontrolling? Das Projektcontrolling umfasst folgende, sich ergänzende Aufgaben - Kontrolle des Projektfortschritts - Bei Abweichungen oder Problemen steuernd in den Projektverlauf eingreifen
- Die zwei Basiseigenschaften von strategischen Frühwarnsystemen erklären · Scanning – Weiträumiges, permanentes Abtasten der Umwelt auf das Vorhandensein schwacher Signale; Mit Themeneinschränkung (formal) oder ohne solche (informal) möglich · Monitoring – Wurde ein Signal aufgespürt, gilt es zusätzliche Informationen zu gewinnen und das Zeitverhalten des Signals zu beobachten Weiterhin wird noch danach unterschieden ob sich die Suche auf das weite Umfeld beziehen (ungerichtete Suche) oder auf das engere Umfeld (gerichtete Suche).
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- 10. Was sind Netzwerke? Netzwerke sind grafisch-verbale Modelle einer Entscheidungssituation, die die problemrelevanten Größen und ihr Zusammenwirken darstellen. Aus den Wirkungsrichtungen der Ursache-Wirkungsbeziehungen, werden dabei auch die Fristigkeiten dieser Beziehungen erfasst; dabei werden kurz-, mittel- und langfristige Wirkungen unterschieden. Für das Verhalten der Einflussgrößen in einem Netzwerk ist vor allem die Kopplungsstruktur in Schleifen maßgebend. Dabei sind Verstärkungs- oder Ausgleichskreise zu unterscheiden, womit dann Aussagen über das langfristige Problemverhalten gemacht werden können. Durch die Verzögerungsstufen ist es möglich die Dominanz unterschiedlicher Schleifen in verschiedenen Zeiträumen einzuschätzen
- Nenne Merkmale von Projekten Als Projekte werden komplexe Arbeitsvorhaben bezeichnet, die in ihren Bedingungen einmalig sind, z. B. in Bezug - auf ihre Zielvorgabe - auf zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Begrenzungen - auf die Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben oder - auf eine projektspezifische Organisation
- Unter welchen Rahmenbedinugen sollen Entscheidungen bei der präskriptiven, normativen Entscheidungstheorie getroffen werden? - Formalisierung der Entscheidungssituation - Erarbeiten von Bewertungskriterien und -maßstäben - Formulierung von Entscheidungsregeln im Vordergrund
- Nenne Vorteile der normativen Entscheidungstheorie – Problemtransparenz: Fehler werden ausgeschlossen, da das Problem klar ist. Auch ist eindeutig klar, welche Informationen zu beschaffen sind; – Korrektheit: Durch die Modelle ist die Informationsverarbeitung logisch korrekt vorgegeben; – Entscheidungstransparenz: Die getroffenen Entscheidungen sind transparent, nachvollziehbar.
- Nenne die zentralen Probleme der Modelle der normativen Entscheidungstheorie – Reduktionismus: Das Entscheidungsproblem muss, teilweise inadäquat, auf die Modellstruktur reduziert werden; – Informationsunsicherheit: Es können nur diejenigen Informationen verarbeitet werden, die im Modell formal vorgesehen sind; – Transparenz: Die Modelle machen die Entscheidung transparent und damit auch kritisierbar.
- Nenne die drei Phasen der Entscheidungsfindung & deren Instrumente 1. Anregungs- und Suchphase, - Kausaldiagramme - Netzwerke 2. Entscheidungsfindungsphase - Papiercomputer - Computergestützte Simulationsmodelle - Szenarien - Nutzwertanalyse 3. Durchsetzungs- und Kontrollphase - Strukturierung von Projekten - Netzplantechnik: Ablaufbeziehungen in Projekten
- Nenne die drei Denkfallen Verfestigungsfalle: Dieser Fehler beruht auf dem Phänomen der Verankerung: Das menschliche Gehirn lässt sich tendenziell von den zuerst erhaltenen Informationen am stärksten leiten Formulierungsfalle: Die Art der Problembeschreibung kann von vornherein die Lösung beeinflussen Kostengrabfalle: Das Eingeständnis einer Fehlentscheidung fällt uns nicht nur vor anderen, sondern oft auch vor uns selbst schwer. Daher tendieren wir dazu, mit unseren aktuellen Entscheidungen frühere Entscheidungen zu rechtfertigen.
- Was charakterisiert schlecht strukturierte Problemstellungen? – Sowohl die Problembeschreibung wie die Darstellung der Handlungsalternativen und deren Folgewirkungen sind sehr vielfältig und damit unzuverlässig. – Häufig sind nur unklare oder konfliktäre Zielsetzungen vorhanden. – Es ist oft unmöglich, alle Aspekte des Problems zu quantifizieren. – Selbst wenn diese „Defekte“ allesamt behebbar wären, zeichnen sich schlecht strukturierte Entscheidungsprobleme noch durch ein weiteres Merkmal aus, das eine optimale Lösung unmöglich macht: Sie verändern sich im Zeitablauf.
- Was ist ein Kausaldiagramm? - Hilfsmittel, um ein Problemgeflecht zu visualisieren - Spezifisches Problemverständnis einer Einzelperson oder einer Personengruppe abgelesbar - Es eignet sich daher im besonderen Maße als Kommunikationsgrundlage für die Problembeschreibung in der Anregungs- und Suchphase, aber auch für das Ausloten von Handlungsalternativen in der Entscheidungsfindungsphase. Allerdings gilt für dieses Instrument – wie für alle in diesem Heft vorgestellten Methoden und Hilfsmittel, wenn sie auf schlecht strukturierte Problemstellungen angewendet werden – Wir können davon keine objektive Lösung eines Problems erwarten, allenfalls eine Hilfestellung bei der Objektivierung und bei dem Versuch, größere Transparenz und Nachvollziehbarkeit des subjektiven Entscheidungsprozesses zu erreichen
- Was ist ein Papiercomputer (auch Einflußmatrix genannt) und welche Kategorien von Modellgrößen identifiziert er? Der Papiercomputer vergleicht paarweise alle Modellgrößen oder Elemente in einer Entscheidungssituation und untersucht dabei die Stärke des Einflusses der betrachteten Größe auf andere und umgekehrt die Beeinflußbarkeit durch andere Größen mit dem Ziel wichtige Stellschrauben zur Beeinflussung des Systemverhaltens zu entdecken. Er identifiziert folgende Modellgrößen: 1. aktive Elemente 2. reaktive Elemente 3. träge Elemente 4. kritische Elemente
- Nenne Vor- und Nachteile der Nutzwertanalyse – Transparenz der Entscheidungskriterien – Möglichkeit, mehrere sowohl quantitative als auch qualitative Ziele gleichzeitig zu betrachten – Objektivierung des Bewertungsprozesses Nachteile: – Scheingenauigkeit oder Scheinobjektivität für Betrachter, die sich der vielen subjektiven Komponenten bei der Nutzwertanalyse nicht bewusst sind; – Kriterien, die sich z. B. in Geldeinheiten ausdrücken lassen, müssen bei der Punktvergabe in viel weniger differenzierte Punktwerte umgesetzt werden
- Was kennzeichnet ein Projekt? Einmaligkeit Fachliche Komplexität Hoher Neuigkeitsgrad Interdisziplinär Hierarchieübergreifend Hohes Risiko Wichtiges Vorhaben
- Was ist ein Projektstrukturplan und aus welchen Blickwinkeln kann er vorgenommen werden? Projekt-Teilaufgaben werden in verschiedenen Detaillierungsstufen grafisch festgehalten. Die Strukturierung kann aus zwei verschiedenen Blickwinkeln vorgenommen werden: 1. Zum einen kann die Projektaufgabe anhand der Funktionen oder auch Bereiche, Abteilungen, Kostenstellen oder Verantwortungsbereiche strukturiert werden, die zu ihrer Erledigung notwendig sind. Das entstehende Diagramm heißt dann funktionsorientierter Projektstrukturplan 2. Zum anderen kann die Strukturierung anhand der Objekte oder Komponenten vorgenommen werden, an denen Arbeiten zu verrichten sind. Aus dieser Perspektive entsteht ein objekt- oder erzeugnisorientierter Projektstrukturplan
- Nenne die relevanten Schritte zur Erstellung einer Nutzwertanalyse 1. Vergleichbarmachung der Ergebnisse 2. Ermittlung der Zielgewichte 3. Ermittlung der gewichteten Ergebnisse 4. Ermittlung des Nutzens jeder Alternative 5. Auswahl der optimalen Alternative
- Nenne Nachteile des Papiercomputers - In manchen Fällen ist der paarweise Größenvergleich bei der Erstellung der Einflussmatrix der Komplexität der Problemsituation unter Umständen nicht angemessen. - Durch die isolierte Betrachtung kann es zu Mehrfachzählungen von Wirkungen kommen, die das Gesamtbild verfälschen. - Die numerische, zahlenmäßige Erfassung der Zusammenhänge kann den beteiligten Personen eine Scheinobjektivität vorgaukeln.
- Was sagt eine hohe Passivsumme aus (Beim Papiercomputer)? Die Passivsumme entspricht der Spaltensumme zu einer Größe in der Einflussmatrix.Je größer sie ist, desto sensibler reagiert die zugehörige Größe auf Veränderungen im Netzwerk, das heißt, desto stärker wird sie beeinflusst
- Was sind kritische, was träge Elemente beim Papiercomputer? - Träge oder puffernd werden Größen genannt, die andere nur schwach beeinflussen, selbst aber auch nur gering beeinflusst werden - Kritische Größen üben starken Einfluss auf andere aus, stehen aber selbst auch unter starkem Einfluss durch andere
- Was versteht man unter absoluter Dominanz und Zustandsdominanz? Absolute Dominanz einer Handlungsalternative A gegenüber B liegt dann vor, wenn der schlechteste Ergebniswert von A über alle Zustände hinweg mindestens gleich dem besten Ergebniswert von B ist. Absolute Dominanz ist das strengste Kriterium, d.h. es impliziert auch Zustandsdominanz sowie Wahrscheinlichkeitsdominanz. Zustandsdominanz einer Handlungsalternative A gegenüber einer Handlungsalternative B liegt vor, wenn der Ergebniswert von A in jedem Zustand mindestens gleich und in mindestens einem Zustand echt größer als bei B ist.
- Was versteht man unter der Minimax-Regel? Die Minimax-Regel ist eine Entscheidungsregel. Mit ihr wird das sicher zu erzielende Resultat optimiert, das heißt, die Entscheidung orientiert sich am ungünstigsten aller möglichen Fälle (Das MINImum wird MAXimiert). Diese Regel spiegelt eine pessimistische Grundhaltung bzw. das Entscheidungsverhalten eines risikoscheuen Entscheidungsträgers wider. (Entscheidung bei Ungewissheit)
- Was versteht man unter der Maximax-Regel? Die Maximax-Regel ist eine sehr optimistische Entscheidungsregel. Hierbei wird jede Alternative nur anhand des Ergebnisses, das beim jeweils für diese Alternative günstigsten Umweltzustand eintreten kann, beurteilt. (Entscheidung bei Ungewissheit)
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- Erkläre die Laplace-Regel Die Laplace-Regel: Man nimmt an, dass die Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten der möglichen Ergebnisse bei allen Wahlmöglichkeiten gleich sind. Die Wahlmöglichkeit, die dann das beste Ergebnis verspricht, wird ausgewählt, d.h. es wird diejenige Alternative gewählt, deren Erwartungswert maximal ist (Entscheidung bei Ungewißheit)
- Erkläre die Hurwicz-Regel Hurwicz-Regel Die Hurwicz-Regel, auch Optimismus/Pessimismus-Regel genannt, erlaubt Kompromisse zwischen pessimistischen und optimistischen Entscheidungsregeln, weil der Entscheidungsträger dabei seine persönliche und subjektive Einstellung durch den sogenannten Optimismusparameter zum Ausdruck bringen kann. Auch die Hurwicz-Regel betrachtet nicht alle möglichen Ergebnisse, sondern bewertet die Alternativen anhand eines gewichteten Mittelwerts ihres bestmöglichen und ihres schlechtestmöglichen Ergebnisses. (Entscheidung bei Ungewissheit)
- Erkläre die Savage-Niehans-Regel Die Savage-Niehans-Regel: Die Beurteilung der Handlungsalternativen basiert bei dieser Regel nicht auf dem unmittelbaren Nutzen der Ergebnisse, sondern auf deren Schadenswerten bzw. Opportunitätsverlusten im Vergleich zum maximal möglichen Gewinn. Man wählt diejenige Alternative, welche den potentiellen Schaden minimiert. (Entscheidung bei Ungewissheit)
- Was ist Spieltheorie? Was sind Gleichgewichtsstrategien? In der Spieltheorie werden Entscheidungssituationen modelliert, in denen sich mehrere Beteiligte gegenseitig beeinflussen. Sie versucht dabei unter anderem, das rationale Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen abzuleiten. Gleichgewichtsstrategien: Zwei Strategien sind im Gleichgewicht, wenn keiner der Spieler durch eine einseitige Änderung seiner Strategie gewinnt.
- Nenne Systemarchetypen von Kausaldiagrammen Systemarchetyp ist ein Begriff zur systemischen Beschreibung und Darstellung von generischen Strukturen häufig beobachtbarer Verhaltensmuster von Menschen, z.B. - Eskalation - Erfolg den Erfolgreichen - Grenzen des Wachstums - Problemverschiebung - Abrutschende Ziele - ...etc.
- Was ist Szenariotechnik und in welchen Phasen läuft sie ab? Die Szenariotechnik ist eine Methode der strategischen Planung. Ziel ist, mögliche Entwicklungen der Zukunft zu analysieren und zusammenhängend darzustellen. Beschrieben werden dabei alternative zukünftige Situationen sowie Wege, die zu diesen zukünftigen Situationen führen. Szenarios stellen hypothetische Folgen von Ereignissen auf um auf kausale Prozesse und Entscheidungsmomente aufmerksam zu machen. Phasen: 1. Aufgaben- und Problemanalyse 2. Einflussanalyse 3. Trendprojektion und Ermittlung von Szenarios 4. Bewertung und Interpretation