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Ernährung / Prüfungsvorbereitung (Fach) / Diätetik: Magen-Darm-Trakt (Lektion)

Diätetik: Magen-Darm-Trakt Inhalte: Verdauungsphysiologie, Durchfall = Diarrhoe, Darmträgheit = Obstipation, Entzündungen und Geschwüre, Sodbrennen, Gallensteine

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  • Verweildauer der Speisen in 1. Speiseröhre 2. Magen 3. Dünndarm 4. Dickdarm 1. 10 Sekunden 2. 1-2 Stunden 3. 2-6 Stunden 4. 24 Stunden und länger  
  • Wirkstoff, Bildungsstoff, Substrat, Spaltprodukt Wirkstoff+++++++Bildungsort+++++++Subtrat+++++++Spaltprodunkt a-Amylase = Speicheldrüsen = Polysaccharide = Oligosaccharide Salzsäure = Magen = Aktiviert Pepsinogen = Gerinnung Pepsin =+++++++ Magen =+++++++ Protein = ++++++ Polypeptide Maltase = ++++++Dünndarm = ++++++Maltose = ++++++Glucose Saccharase = ++++Dünndarm = ++Saccharose = Glucose + Fructose Lactase = +++++++Dünndarm = ++Lactose = +++Glucose + Galactose Trypsin = +++++++ Pankreas = ++Polypeptide = ++++++Oligopeptide Chymotrypsin = +++Pankreas = ++Polypeptide = ++++++Oligopeptide Enterokinase = Dünndarm = Aktiviert (Chymo-) Trypsinogen Peptidasen = Dünndarm = Oligopeptiden = Aminosäuren Gallensäuren = Leber = Emulgierung der Fette Lipase=Bauchspreicheldrüse=Triglyceride=Monoglycerin+Fettsäuren   Eiweiß, Fette (Lipase) und Kohlenhydrate: Zu allen 3 ist für die Verdauung die Bauchspreicheldrüse mitverantwortlich. Leber: Emulgiert die Fette Protein wird im Magen verdaut.
  • Optimale Verdauung, so sollte sie aussehen: 1. (Frühstück) 7:30 Uhr: Mit dem morgenlichen Stulgang werden alle Nahrungsabfälle vom Vortag ausgeschieden 2. (Mittag)12:30 Uhr: Die Verdauung des Frühstücks im Dünndarm ist abgeschlossen. Es hat die Dünn-Dickdarm-Klappe (Ileocoecaiklappe) erreicht 3. 14:00 Uhr: Das Mittagessen befindet sich im Magen. Das Frühstück tritt in den Dickdarm über 4.( Abendessen)18 Uhr: Das Mittagessen ist vor der Dünn-Dickdarm-Klappe. Das Frühstück ist im Querdickdarm 5. 19 Uhr: Das Abendessen ist im Magen. Das Mittagessen tritt in den Dickdarm über. Das Frühstück verteilt sich im Dickdarm. 6. 22 Uhr: Das Abendessen ist im Dünndarm. Die große Colonbewegung am Abend schiebt die Abfälle des Frühstücks und des Mittagessens in den Mastdarm. 7. 22:30 Uhr: Das Abendessen erreicht die Dünn-Dickdarm-Klappe. Mit dem Stuhlgang werden Abfälle des Frühstücks und Mittagessens teilweise ausgeschieden 8. 6:30 Uhr: Die gesamten Nahrungsabfälle des vorangegangenen Tages befinden sich im absteigenen Dickdarm und im Mastdarm.
  • Definition von Durchfall Ursachen akuter Diarrhoen (=Durchfall) Mehr als drei ungeformte, dünnflüssige Stühle pro Tag Ursachen: - Bakterien - Viren - Lebensmittelvergiftungen - Medikamente (Antibiotika, Abführmittel) - Psychische Einflüsse (z.B. Angst) Akut: Höchstens 2 Wochen, länger = Chronisch
  • Ursachen für Chronische Durchfälle - Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten (Bei Laktose unverträglichkeit : Zucker zieht Wasser und macht den Stuhl dünn - Medikamente (Herzglykoside) - Morbus Cron/Colitis Ulcerosa(=betrifft Dickdarm) - Schilddrüsenüberfunktion - Reizdarm - Tumore - Psychisch - Toxine (Alkohol, Kaffee, Nikotin, Schwermetallvergiftungen) (Milchzucker in einer bestimmten Menge wirkt abführend)
  • Ernährung bei akuten Durchfall - Keine Nahrung geben! - Viel Flüssigkeit (dünner Tee aus Kamillen, Pfefferminz, Kümmel oder Fenchel mit Traubenzucker oder Gemüsebrühe) - Elektrolytlösung (1l Wasser + 2 EL Zucker + 1/2 TL Salz + 1/4 TL Backpulver + 1/2 TL Kaliumclorid) - Geriebener Apfel (Mit Schale ohne Kerne), mit Zitronensaft betreufelt, frisch zubereitet - getrocknete Heidelbeeren kauen oder Sud kochen - Eventuell Zwieback oder Reisschleim - Karotten pürriert, gesalzen - Heidelbeermuttersaft mit Magerquark und einer geschlagenen Banane - Ruhe und Wärme, Bauchwickel mit Thymian - Bei längeren Durchfall: Heilerde oder Medizinische Kohle - Myrre Tabletten Bei Blut oder Eiter im Stuhl: Sofort zum Arzt!
  • Ursachen für Darmträgheit Zu wenig: Ballaststoffe, Flüssigkeiten, Körperliche Aktivität, Fett - Unterdrückung des Defäkationsdranges - Psychische Gründe Bei Säuglingen mit Verstopfungen: Etwas Öl in die Nahrung geben.
  • Vollkost Leichte Vollkost Vollkost: - Deckt den Nährstoffbedarf - Erkenntnisse zur Prävention werden berücksichtigt - Ernährungsgewohnheiten berücksichtigt Leichte Vollkost - Vertritt das Ernährungsprinzip "alles was vertragen wird, ist erlaubt - Die Vielzahl von Schonkostformen wurde durch die gastroenterologische Basisdiät ersetzt
  • Leichte Vollkost Meidung häufig unverträglicher Lebensmittel Welche? - Stark gewürzter Käse - Speck, Schinken - Gewürztes Fleisch - Hülsenfrüchte - Rüben - Kohl - Rohes Obst - Fettreiche Speisen - Warmes Brot - Kaffe, Tee - Alkoholische Getränke - CO2-haltige Getränke - Gewürze - Soßen - Süßigkeiten
  • Leichte Vollkost - Praxis - - Vorlieben und Abneigungen berücksichtigen - Mind. 5 Mahlzeiten am Tag - Ein erhöhter Energiebedarf sollte durch pflanzliche Produkte auf Vollkornbasis gedeckt werden (Fein gemahlendes Vollkornmehl) - Nährstoffrelation beachten: 15:25 - 30:55 = EW:Fett:KH - Eiweiß mit hoher biologischer Wertigkeit verwenden (Hoher Eiweisbedarf bei entzündungen im Körper z.B. Gastritis (Magen) Morbus Cron (Darm) oder Neurodermitis (Haut)) z.B. Huhn, Fisch, Kartoffel mit Ei, Torfu, Milchprodukte wie Quark - Mehrfach ungesättigte Fettsäuren verwenden - Den Zuckeranteil niedrig halten - Auf einen ausreichenden Ballaststoffgehalt achten, max. 25g/Tagt
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  • Ernährung bei Reflux (Sodbrennen) - Viele kleine Mahlzeiten, mit einer Spätmahlzeit - Bei Adipositas Gewichtsregulation - Nach der Mahlzeit nicht hinlegen - Schokolade meiden - Alkohol, fettreiche Lebensmittel, Tee, Kakao und Zuckerreiche Getränke meiden - Fett- und zuckerarme Mahlzeiten bevorzugen - Kaffee, je nach Verträglichkeit
  • Ernährung bei Gastitis (Magenschleimhautentzündung) - Ernährt wird mit leichter Vollkost mit Beachtung der Vorlieben und der Verträglichkeit - Meiden säurelockender Speisen : Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, Nikotin, Zucker, scharfe Gewürze, Milch, Zitrusfrüchte und süße Säfte. - Posetive puffernde Wirkung haben: Haferschleim, Honig, Gemüse, Kartoffeln, rohes Obst  
  • Ernährung bei Gallensteinen - Übergewicht meiden und langsam reduzieren - Fettanteil in der Nahrung max. 30 %, gut verteilen (wenn Fette = möglichst hochwertige Fette, immer wenig Fette pro Mahlzeit) - Balaststoffe 30 g/Tag (Kleie einsetzen) - Reduzierte Zufuhr raffinierte KH (Zucker, Weizenmehl) Kein Fasten, keine Hungerkuren, nicht Hungern oder fettfrei essen
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen - Akut 1. Reizarme Kost 2. Energiezufuhr auf 40-45 Kcal/Kg Körpergewicht erhöhen 3. Proteinzufuhr auf 1,2-1,5g/Kg Körpergewicht erhöhen 4. 2-3 Liter Tee und kohlensäuresfreies Mineralwasser (mit 1-2 EL Glucose und 3 g Kochsalz pro Liter) 5. Trink und Sondenkost
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen - Remission 1. Leichte Vollkost 2. Energiezufuhr auf 30-35 Kcal/Kg Körpergewicht erhöhen 3. Proteinzufuhr auf 1 g/Kg Körpergewicht erhöhen 4. Evtl. Supplemntierung von Energie-und Nährstoffen 5. Individuelle Unverträglichkeiten beachten (bei MC häufig Laktoseintoleranz) 6. Flüssigkeitszufuhr anpassen 7. Bei Fettverwertungsstörungen (MC) MCT - Fette 8. 5 g Omega 3-Fettsäuren/Tag bei CU
  • MCT - Fette benötigen keine Gallensalze werden schneller durch Lipase gespalten können als Ganzes resorbiert und erst in der Darmwand gespalten werden höhere Resorptionskapazität im Dünndarm als LCT Transport über Prortader, ohne Chylomikronenbildung schnellere Oxidation i, Gewebe  
  • Sodbrennen - Definition - brennender Schmerz in der Magengegend, aufsteigend in die Speiseröhre. Ist immer ein Symtom verschiedenartiger Krankheiten oder funktioneller Störungen
  • Gastritis - Definition - Akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut Akute Gastritis: Ensteht als akute Folge äußerer Gifte (Alkohol, Medikamente) Sonderform: Ätzgastitis (verätzung durch Säure oder Lauge) Oberflächige Defekte und Blutungen der Magenschleimhaut Symtome: Schmerzen in der Magengegend, aber auch im Rücken Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit
  • Morbus Cron - Definition - Chronische Entzündung, die alle Abschnitte des Speiseröhren-Magen-Darm-Kanals befallen kann. Auch an Haut und Gelenken entwickeln sich Symptome ***