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Personalcontrolling (Fach) / Ansätze zur Gestaltung der Arbeitsorganisation (Lektion)

Kapitel 5

Diese Lektion wurde von KarinM erstellt.

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  • Definition Arbeitsvermögen "Unter Arbeitskraft oder Arbeitsvermögen verstehen wir den Inbegriff der physischen und geistigen Fähigkeiten, die in der Leiblichkeit, der lebendigen Persönlichkeit eines Menschen existieren und die er in Bewegung setzt, sooft er Gebrauchswerte irgendeiner Art produziert" Kal Marx
  • Das Transformationsproblem der Arbeit Arbeitgeber kauft Verfügungsrecht über das Arbeitsvermögen Arbeitspflicht- von Seiten des Arbeitsnehmers Pflicht zur Entlohnung - durch den Arbeitgeber Problem: Unbestimmtheitslücke des Arbeitsvertrages - Arbeitegebr kauft keine klar definierte Leistung, sondern nur die Bereitschaft und Fähigkeit des Arbeitnehmers zu arbeiten. Sicherstellung, dass AN möglichst viel Arbeitsvermögen bringt: Dispositions- bzw. Direktionsrecht (Mitverfügung über die Person) Kontrollmöglichkeiten (um Differenz zwischen Leistungsvermögen und tatsächlichen Leistung gering zu halten) Kontrolle ist hier die Fähigkeit der Kapitalisten/Manager, von den Arbeitern das gewünschte Arbeitsverhalten zu erzwingen (Edwards)
  • Elemente der Kontrolle des Arbeitsvermögens Anweisung: AG definiert Aufgabe, Reihenfolge, Präzesion und Zeit Bewertung: Verfahren der Kontrolle und Beobachtung um Fehler und Mängel zu korrigieren, Leistungen abzuschätzen, schlechte Arbeiter herauszufiltern Disziplinierung: Einrichtung zur Disziplinierung, Belohnung und Erzielung von Kooperation und die Arbeiter zu zwingen sich der Leitung zu unterwerfen.
  • Kontrollformen nach Edwards einfache bzw. persönliche Kontrolle: Unmittelbarkeit der Machtausübung durch AG technische Kontrolle: Zeit- und Bewegstudien, One-best-way, wissenschaftliche Zergliederung des Produktionsprozesses Bürokratische Kontrolle: Kontrolle der sozialenStruktur und Beziehungen, Institutionalisierung hierarchischer Macht (betriebsrecht), Stellenbeschreibungen
  • Widersprüche der Kontrolle Kapitalisten wollen Kontrolle über Arbeiter ausüben, sind aber gleichzeitig von ihrer schöpferischen Teilhabe abhängig Arbeiter wollen der Kontrolle wiederstand leisten, sind aber von der Entlohnung abhängig
  • Arbeitsgestaltung Design von Stellen - Einzelaufgaben die ein einer Stelle zusammengefasst werden sollen um ein Aufgabenpaket bereitzustellen das:   den Beschäftigten attraktiv erscheint weder über- noch unterfordert Anreize zur qualifikatorischen Entwicklung vermittelt.  
  • Klassische Ansätze der Arbeitsgestaltung Scientific Management und Fordismus Scientific Management: (Taylorismus- Arbeitsteilung in kleinste Schritte, inhumane Gestaltung der Arbeit) Sytemische Vorausplanung der Arbeit Trennung von Hand- und Kopfarbeiet Formalisierung von Anweisungs- und Kontrollstrukturen (Akkordlohnsystem) Auswahl der geeigneten Arbeiter Fordismus: Vernetzung von Arbeitssituationen (Fließband) Standardisierung der Produktion H. Ford: Massenproduktion, Fließproduktion, vielzahl von Arbeitsschritten, die durch gering qualifiziertes Personal ausgeführt werden können.
  • Klassische Ansätze der Arbeitsgestaltung Post-Fordistische Arbeitsformen Grenzen des Taylorismus und Fordismus Soziotechnische Systeme: Humanisierung der Arbeit Job enlargement Postbürokratische Ansätze Teambasierte Arbeitsfomen Lean Produktion Wissensarbeit
  • Humanisierung der Arbeit 3 gesellschaftliche Entwicklungen: Rationalisierungsstrategien durch neue Technologien zielen auf gesamtwirtschaftliche Flexibilisierung soziodemokratische Modernisierungspolitik durch die Anwendung und Entwicklung neuer Technologien staatliches Humanisierungsprogramm mit dem Ziel einer sozial orientierten Technologiepolitik unter Beteiligung der Gewerkschaften Prämissen des Programms:  kein Widerspruch zwischen Produktivität und Humanität gestärkte internationale Wettbewerbsfähigkeit  durch staatliche Förderung unter Einbeziehung gesellschaftlicher Akteure Humanisierung der Arbeitsbedingungen
  • 5 Prinzipien guter Arbeitsgestaltung 1) Geschlossen (Arbeit enhtählt alle Aufgaben die eine Produkt/Dienstleistungerstellung ermöglichen) 2) Steuerung/Überwachung von Aufgaben 3) Aufgabenvielfalt (Arbeit erwirbt eine Reihe von Fähigkeiten - berufliche Flexibilität) 4) Selbstregulierung der Arbeitsgeschwindigkeit 5) Job Struktur, die soziale Interakttion erlaubt
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  • Job Characteristics Theory Die vom Mitarbeiter erlebte Sinnhaftigkeit der Arbeit entsteht aus: Vielfältigkeit geforderter Fähigkeiten und Fertigkeiten, Ganzheitlichkeit der Aufgabe und Bedeutung, Wichtigkeit der Aufgabe. Je mehr Autonomie einem Mitarbeiter gewährt wird, desto größer ist die empfundene Verantwortlichkeit für die Arbeitsergebnisse und erst eine entsprechende Rückmeldung ermöglicht ein Wissen über die wirklichen Resultate der Arbeitstätigkeit.   Auswirkungen der Arbeit: intrinische Motivation, Hohe Qualität der Arbeitsleistung, hohe Arbeitszufiredenheit, Niedrige Abwesenheit und Fluktuation
  • Lean Prdouktion = schlanke Produktion, durch Abbau von überflüssigen Lagerbeständen, Abbau nicht ausgelasteter Kapazitäten inkl. Personal, Streichung von Hierarchieebenen, Verkürzung der Durchlaufzeiten der Produkte durch das Just-in-Time-Prinzip, die flexible Arbeitszeit oder Business Process Reengineering.  Analyse des gesamten Produktionssystems und Optimierung, der Koordination zwischen de Elementen: Produktionsentwicklung und -konstruktion, Zuliefererbeziehungen, Fabrikorganisation, Kundenservice Unter Lean Production versteht man den sowohl sparsamen als auch zeiteffizienten Einsatz der Produktionsfaktoren Betriebsmittel, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation im Rahmen aller Unternehmensaktivitäten