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Psychologie (Fach) / Gruppenprozesse (Lektion)

Gruppenprozesse

Diese Lektion wurde von simonstephan31 erstellt.

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  • 7. Block Motivation: Was ist Social Loafing? Soziales Faulenzen = Motivationsverlust, aufgrund nicht identifizierbarer Einzelleistungen    Soiales Faulenzen ist die Minderleistung in der Gruppe gegenüber der Einzelleistung von derselben Person (weniger Anstgrenung aufgrund verminderter Motivation)
  • 08. Mit welcher Methode konnte ausgeschlossen werden, dass es sich bei Social Loafing um einen Koordinationsverlust handelt? GP-Frage 6. Wie wird untersucht, dass Social Loafing kein Koordinationsverlust ist? Pseudogruppenexperiment:  VPn glauben sie agieren als Gruppe vs. VPn glauben sie agieren alleine (Nominalgruppe)  --> beide Gruppen agieren also de facto alleine! (keine Koordinationsverluste möglich!)  Differenzen müssen daher an Motivation liegen!  (Wenn eine echte Gruppe noch schlechter ist, gibt es zusätzlich noch Koordinationsverlust)  Antwort GP: VPn dachten, sie wären in echter Gruppe    
  • 09. Block Motivation: 9. Was ist die Ursache für Social Loafing? Wie kann man das Auftreten verhindern? Mit steigender Gruppengröße nehmen positive/negative Konsequenzen für gute/schlechte Leistung ab!  Individueller Beitrag weniger identifizierbar   Vermeidbar: Einzelleistung identifizierbar machen --> Erwartungshaltung pot. Konsequenzen iduzieren 
  • 10. Block Motivation: 10. Was versteht man unter Free-Riding? Trittbrettfahren  Motivationsverlust durch wahrgenommene Entbehrlichkeit eigener Leistung für Gruppenerfolg 
  • 11. Block Motivation: 11. Wie kann man Social Loafing von Free-Riding abgrenzen? GP 7. Unterscheidung von SL und FR? FR = wahrgenommene Entbehrlichkeit (ungleich Identifizierbarkeit) SL = fehlende Identifizierbarkeit (keine Konsequenzen erwartbar)  FR: es bringen diejenigen weniger Leistung, die meinen, ihre Leistung sei für den Gruppenerfolg nicht wichtig!  d.h. Abhängigkeit vom Aufgabentyp:  SL geht in jeder Aufgabe FR nur bei disj. oder konj. Aufgaben GP: Identifizierbarkeit vs. Bewirken 
  • 12. Block Motivation: 12. Unter welchen Bedingungen tritt Free-Riding auf? Wie kann man es verhindern? Eigener Leistungs-Rangplatz innerhalb der Gruppe bekannt  Wahrnehmung von Entbehrlichkeit (Abhängig vom Aufgabentyp: Wer bei konj. Aufg. gut ist kann weniger tun, wer bei disj. schlecht ist auch)  Verhindern: Untentbehrlichkeit indiv. Leistung verdeutlichen    Problematisch ist FR dann, wenn die entscheidenden Mitglieder ihre Leistung für entbehrlich halten!  (Effekt bei additiven Afg. wenig untersucht)
  • 13. Block Motivation: 13. Was vesteht man unter sozialer Kompensation? Um welche Art von Prozessgewinn handelt es sich dabei? Motivationsgewinn durch Ambition, Leistung schwächerer Mitglieder durch eigene Leistung zu bei relevanten Aufgaben zu kompensieren  Gegenstück zu Social Loafing --> Identifizierbarkeit 
  • 14. Block Motivation: 14. Welche Bedingungen sind notwendig, damit es zu sozialer Kompensation kommt? GP. 8. Was is keine Voraussetzung bei sozialer Kompensation? Nur bei additiven Aufgaben, persönl. Relevanz, Identifizierbarkeit, wahrgenommene niedrige Leistung/Motivation bei anderen Mitgliedern!    Wurde nur bei Dyaden getestet; Vermutung, dass SK bei steigender Gruppengröße abnimmt      GP: Persönliche Vertrautheit mit dem Partner, den man kompensiert
  • 15. Block Motivation: 15. Was besagt der Köhler-Effekt? GP Voraussetzungen Köhler-Effekt? Motivationsgewinn; Leistungssteigerung bei schwachen Mitgliedern, die nicht für schlechtes Gruppenergebnis verantwortlich sein wollen.  bei konj. Aufgaben!  sozusagen Gegenstück zu Free-Riding (niedrige wahrgenommene Entbehrlichkeit --> is ja bei schwachen Mitgliedern bei konj. Aufg. der Fall!!!)  Tritt also nur bei inferior Group Members auf. 
  • 16. Block Motivation: 16. Wie hängt das Ausmaß des Köhler-Effekts von den Fähigkeitsunterschieden der Gruppenmitglieder ab? gar nicht! Von Köhler angenommener Zusammenhang war statistisches Artefakt. 
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  • 17. Block Motivation: 17. Welche Ursache liegt dem Köhler-Effekt zu Grunde? wahrgenommene Unverzichtbarkeit eigener Leistung    --> tritt bei additiven Aufgaben nicht auf! (hier ist wahrgenommener Beitrag schwerer zu kalkulieren) 
  • 18. Block Motivation: 18. Welche beiden Erklärungsanstäze für den Köhler-Effekt nennt die Meta-Analyse von Weber und Hertel? Sozialer Wettbewerb /Sozialer Vergleich (aufwärts)   Wahrgenommene Unentbehrlichkeit    Mechanismen ergänzen sich: Bei additiven Aufgaben mehr Leistung durch SW und SV bei konj. Aufg. kommt Wahrnehmung von Unentbehrlichkeit verstärkend hinzu, was noch einmal zu einem signifikanten Anstieg führt
  • 19. Block Motivation: 19. Bei welchem Aufgabentyp tritt der Köhler-Effekt auf? Bei konj. Aufg. spielen swowohl social competition als auch wahrgen. Untentbehrlichkeit eine Rolle   Bei add. Aufg. nur social competition    Tritt aber bei beidem auf, weil beide Mechanismen Effekt erklären können!  Hier widerspricht die Metaanalyse den ursprüngl. Autoren (Hertel et al.)!
  • 20. Block Motivation: 20. Welche Variablen beeinflussen die Stärke des Köhler-Effekts? GP Meta-Analyse: Welcher Faktor keinen Einfluss? Aufgabentyp (konj. vs. nicht-konj., wegen zusätzl. Faktor Unentbehrlkt.) Kontext der Aufg. (Effekt stärker bei körperl. Aufgn) Feedback (höhre Effekte bei kontinuierl. Leistungsrückmeldung) Räuml. Anwesenheit des Partners (nur bei konj. Aufgn) Geschlecht (Frauen stärker auf Unentb. Männer auf social competition)   GP. Alter hat keinen Einfluss!! 
  • 21. Block Brainstorming: Was ist der klassische Befund zur Gruppenleistung bei Brainstorming? Warum kann man hier von einer Illusion der Produktivität sprechen? Nominalgruppen leisten bei Brainstorming mehr als Realgruppen es gibt also Prozessverlsute!  Trotzdem halten sich Realgruppen für effektiver! (Illusion)     
  • 22. Block Brainstorming: Welche Erklärungsansätze testen Strobe und Diehl, um die Prozessverluste bei Brainstorming-Gruppen zu erklären? GP 11. Welche 3 Sachen werden untersucht? Free-Riding (in Kombination mit Social Loafing)  Bewertungsangst Produktionsblockierung (man kann Idee nicht äußern, wenn andere sprechen)     
  • 23. Brainstorming: Durch welche method. Vorgehensweise konnten Stroebe und Diehl bestimmen, welche Bedingungen der Gruppenarbeit Produktionsblockierung auslösen? Relevanter Mechanismus in Gruppenbedingung manipulieren (d.h 1 x induziert und 1x ausgeschaltet) und alle anderen Mechanismen konstant sein.   dismantling/subtraktives Design (sufenfweiser Ausschluss von Faktoren)  Zusätzlich Mechanismus in Nominalgruppe induzieren  2x2 Design (Gruppe/Nominal x Blockierung an/aus) Ergebnis: Blocking durch Warten bis man Reden kann Blocking ist wichtigster Faktor bei BS! deutet das auf Koordinationsverlust hin? 
  • 24. Um welche Art von Prozessverlust handelt es sich laut Nijstad et al. (2003) bei der Produktionsblockierung? GP 12. Nijstad, Stroebe welcher Prozess-Verlust? Zunächst wurde ja ein Koordinationsverlust für plausibel gehalten ABER:  Individueller Fertigkeitsverlust    
  • 25. Welche zwei Wirkmechanismen werden für Produktionsblockierung postuliert? Verarbeitungstiefe wird beeinträchtigt (Warten bis man reden darf fürt zu Spurenzerfall) --> Weniger Ideen pro Kategorie (fluency) Verarbeitungsbreite wird beeinträchtigt (man muss Aufmerksamkeiet auf Beiträge von anderen richten um zu merken, wann man selber reden kann; man produziert weniger Ideen, aufgrund der größeren Ressourcenbelastung der Aufmerksamkeit) --> Anzahl Kategorien sinkt (diversity)    
  • 26. Wie gut stützen die Befunde die beiden Wirkmechanismen? eingeschränkte Verarbeitungstiefe bestätigt! Dauer der Verzögerung --> sinkende Fluency   Verarbeitungsbreite keine eindeutigen Befunde!    ABER: Produktionsblockierung entspr. keinem Koordinations- sondern einem indiv. Fertigkeitsverlust 
  • 27. Was versteht man unter kognitiver Stimulation beim Brainstorming? GP 13. Was ist kognitive Stimulation? Ideen anderer Gruppenmitglieder stoßen neue eigene Ideen an   --> Realgruppen müssten doch daher Nominalgruppen überlegen sein... denn das wäre ein kurzfristiger Fertigkeitsgewinn    
  • 28. Welche Erklärung liefert Douglas für kognitive Stimulation? Anstoß von Ideen, auf die Individuum alleine nicht gekommen wäre.    Entspräche im Modell Erhöhung der Verarbeitungstiefe (Aktivierung neuer Knotenpunkte im semantischen Netzwerk)     
  • 29. Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit kognitive Stimulation bei BS-Gruppen auftreten kann? Mitglieder müssen Beiträgen anderer Aufmerksamkeit widmen!  Kogn. Stimulation hängt auch ab von Anzahl präsentierter Ideen und Zahl irrelevanter Nebengespräche    Befund: Bei PC-vermitteltem BS (keine Blockierung) sich nicht von Nominal-Gruppen unterscheiden. Keine Verluste Echte Gruppen mit gelenkter Aufmerksamkeit sogar Prozessgewinne!  ABER: ist das realistisch? Keine Nebengespräche im Alltag? Fraglich! 
  • 30. Block: Problemlösen Demonstrierbarkeit wichtig bei intellektiven Optimierungsaufgaben (z.B. Matheaufgaben) 30. Was besagt das Konzept der Demonstrierbarkeit von Laughlin und Ellis (1986) aus? Aufgaben können danach eingeteilt werden, in welchem Maß es präsentierbare richtige Lösungswege gibt vier Faktoren spielen eine Rolle:  1. Gruppenmitglieder müssen kozeptuelles System (Sprache, Mathematik) teilen 2. GM müssen Zugang zu aufgb.relevant. Wissen haben (Aufgabe muss lösbar sein) 3. GM die Lösung nicht kennen, müssen fähig sein, Lösung zu kapieren 4. GM die Lösung kennen, müssen motiviert u. kompetent sein, sie zu demonstrieren!  Demonstrierbarkeit erhöht Anteil v. informationalem Einfluss (im Vgl. zu normativem Einfluss) 
  • 31. Was versteh man unter Social Decision Schemes? Wozu dienen sie? GP Demonstrierbarkeit in Problemlöseaufgaben? bilden Gruppenprozesse bei Entscheidungen ab; sagen zu erwartendens Ergebnis voraus. Es geht um vermutete soziale Kombinationsprozesse bei der Gruppenentscheidung.  Mögliche Schemata:  Majority Wins Simple Majority Wins Equiprobability (gl. WSK für irgend eine Lösung) truth supported wins  truth wins  GP Scoial Combination Process Zusammenhang: Demonstrierbarkeit erhöt sich von Majority Wins zu Truth Wins
  • 32. Wie hängt die Demonstrierbarkeit einer disjunktiven Aufgabe mit den so genannten Social Decision Schemes zusammen? Was zeigen die Befunde von Laughlin und Ellis (1986)? GP Demonstrierbarkeit in Problemlöseaufgaben? Die notw. u. hinr. Anzahl v. GM, die sich für eine best. Lösung entsch. müssen (um zu einer Entscheidung zu kommen), ist umgekehrt proportional zur Demonstrierbarkeit der Aufgabe (je höher Dem. desto weniger Mitglieder müssen sich entsch.)!  2 Pole je nach Dem.:    majority bei nicht demonstrierbaren (Judgemental Tasks) truth wins bei demonstrierbaren (Intellective Tasks) Befunde stützen das! (bei hoher Dem. reicht EIN GM) GP. Social Combination Process Zusammenhang: Dem. erhöht sich von Majority Wins zu Truth Wins  
  • 33. Welche beiden Faktoren wirken sich laut Littlepage et al. (1997) positiv auf die Gruppenleistung bei Problemlöseaufgaben aus? GP Einflüsse laut Littlepage? Erfahrung mit dem Aufgabentyp (bessere indiv. Fertigkeit --> besser Gruppenleistung)   Vorherige Erfahrung mit derselben Gruppe (man kennt die Experten schon und kann so Ressourcen besser zuordnen)    GP Erkennen von Expertise und Aufgabenerfahrung 
  • 34. Welcher Prozess wird durch ihre Ergebnisse empirisch besser gestützt? Erfahrung mit dem Aufgabentyp   (Expertenerkennung zwar möglich, aber schwer zu realisieren)  Es ist nicht klar, ob Expertenerkennung durch Gruppenerfahrung zustande kam! 
  • 35. Unter welchen Bedingungen können Littlepage et al. (1997) bessere Gruppenergebnisse durch das Erkennen von Expertise nachweisen? Was ist hierbei zu kritisieren? Holzhammermethode - einschleusen verdeckter Helfer (Konföderierte) als Experten (extremer Klugscheißer; beantworetet fast alle Fragen im Test korrekt) - dazu noch Feedback damit die ganze Gruppe auch sieht, wie groß die Leistungsdiskprepanz ist ("Oh ist der gut! Boah sind wir alle dagegen schlecht! Was für ein Experte!")   Kritik: keine externe Validität! Unrealistisches Setting! 
  • 36. Was versteht man unter intellektiven Aufgaben? Um welchen Typ von Aufgaben handelt es sich dabei in der Regel nach Steiners Klassifikation? Intellektive Aufgaben = Disjunktive Aufgaben (Leistung des besten Mitglieds)   hoch demonstrierbar und eindeutig beste Lösung (z.B. Matheaufgabe)  
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  • 37. Was ist für intellektive Aufgaben das geeignete Gruppenpotential? GP 16. Wo liegen die Ergebnisse der Gruppen in der Studie von Laughlin (2003) Die Leistung des besten Gruppenmitglieds in einer randomisierten Nominalgruppe, da es sich um eine disj. Aufgabe handelt.    GP. Gruppenleistung auf dem Niveau des besten Mitglieds!
  • 38. Wie erklären Laughlin et al. (2003), dass in ihrer Studie Gruppen Prozessgewinne bei intellektiven Aufgaben erzielen? hohe Demonstrierbarkeit sodass die beste Lösung sofort als solche erkannt wird. Darüberhinaus können dann noch bessere Strategien entwickelt werden (weil man dann das Grundprinzip des Letters-to-Numbers-Tasks erkennen kann). 
  • 39. Welchen Zusammenhang finden Laughin et al. (2006) zw. der Gruppengröße und der Gruppenleistung bei intellektiven Aufgaben? Bei steigender Gruppengröße steigt auch die Leistung.  ABER: mit abnehmendem Nutzenzuwachs bzw. Grenznutzen (Grenze ist hier LösungsWSK von 100% der sich angenähert wird).  Befund: Kein signitikanter Zuwachs nach mehr als drei Mitgliedern! 
  • 40. Welche Erklärung liefern sie für diesen Zusammenhang? GP 17. Laughlin (2006): Welche Art von Prozessverlusten? Durch mehr Gruppenmitglieder entstehen Prozessverluste. Diese wachsen überproportional zum Nutzenzuwachs.  --> Anteil redundanten Wissens wächst, weshalb zusätzliche GM keinen kontinuierlichen Nutzenzuwachs bedeuten.    GP. Koordinationsverlust + redundantes Wissen 
  • 41. Wovon hängt die optimale Gruppengröße bei intellektiven Aufgaben ab? Von der Fähigkeit der einzelnen Gruppenmitglieder in Bezug auf die Aufgabe Bei 50% LösungsWSK hat man den größsten Nutzenzuwachs nach dem ersten Mitglied    Frage bleibt offen, wie das abei anderen Aufgabentypen ist! 
  • 42. Block Gruppenentscheidungen Was ist ein Hidden Profile? Assymetrische Informationsverteilung  --> niemand kann richtige Entscheidung alleine treffen!  Dies ist nur durch den Austausch nicht-geteilter Information möglich!  
  • 43. Warum sind HP für die Gruppenforschung besonders interessant? GP. 18. Was ist interessant an HP? Weil Gruppen (nur) in HP die Möglichkeit haben eindeutig besser zu sein als Individuen (nur Gruppe kann richtige Entscheidung treffen)   GP. Gruppen theoretisch besser als Individuen    
  • 44. Wie erklären Stasser & Titus das schlechte Abschneiden von Gruppen bei HP? Welche Teilprozesse führen sie auf? Ungeteilte Infos werden nur selten ausgetauscht; zwei Formen von Biases:  1. Diskussionsvorteil präferenzkonsistenter Info: Advokatennorm (man will seine eigene Meinung auf Basis geteilter Information offerieren um sie besser durchzusetzen!) Präferenzkonsistenter Info-Austausch (eher Infos nennen, die der eigenen Meinung entsprechen, diese werden auch besser erinnert!)   2. statistischer Nennungsvorteil geteilter Informaton:  da Info geteilt, wird sie auch öfter genannt 
  • 45. Was verstehen Gigone und Hastie (1997) unter dem "Common Knowledge Effect"? Geteilte Informationen haben einen größeren Einfluss als ungeteilte Informationen, unabhängig von ihrem Wert für die Entscheidungsfindung (egal ob sie die richtige Lösung fördern oder nicht) 
  • 46. Was zeigen sie bzgl. des Einflusses von geteilten und ungeteilten Informationen, wenn anfängliche Präferenzen statistisch kontrolliert werden? GP. 19. Common Knowledge Effect wenn er stat. kontrolliert wird? Der CK-Effect verschwindet, wenn anfängliche Präferenzen kontrolliert werden!  Geteilte Informationen wirken sich also schon vorher auf Präferenz aus!  D.h. es ist nicht so, dass kritische Informaton nicht diskutiert werden, sondern dass diese als unwichtig gewichtet werden!    GP.: Gleicher Einfluss von geteilter und ungeteilter Informaton
  • 47. Worin unterscheidet sich der Erklärungsansatz von Gigone und Hastie (1997) von dem von Stasser und Titus (1985)? zeigen, dass es keinen statistischen Nennungsvorteil bzgl. geteilter Infos gibt! Effekt kann durch Anfangspräferenzen aufgeklärt werden!  Präferenz wird durch Sichtung der individ. Informatonen bereits bestimmt. Und diese entspricht der Richtung der geteilten Info.    Also nennt man diese in Diskussion deshalb öfter, weil sie präferenzkonsistent ist und nicht weil die stat. WSK eine häufigere Nennung impliziert!  Es findet also kein Informations- sondern ein Präferenzaustausch statt! 
  • 48. Was versteht man unter sozialer Validierung? Wie hängen soziale Validierung und Geteiltheit von Informationen zusammen? Man wird für das Einbringen/ Nennen von Informationen von Anderen belohnt, die diese Information mit einem teilen!  Geiteilte Info wird verifiziert und man selbst verstärkt!  Ungeteilte Infos können nicht sozial validiert werden! 
  • 49. Wie funktioniert der Prozess es "Mutual Enhancement" nach Wittenbaum & Bowman (2004)? GP. Mutual Enhancement Definition? GM werten sich gegenseitig auf, indem sie ihre geteilten Informationen gegenseitig sozial validieren --> motivationaler Prozess (Bedürfnis der Bestätigung)  Dadurch Anreiz, geteilte Infos einzubringen, da nur sie soz. validiert werden können  Gesamte Gruppe nimmt sich kompetent wahr (man sich selbst und auch die anderen). Illusion der Produktivität Ist wie operante Konditionierung!  GP.: Selbst und andere bessere Bewertung - Kompetenz bei geteilten Informationen 
  • 50. Wie kann man das schlechte Abschneiden von Gruppen in HP durch ME erklären? GM, die keine geiteilten Infos einbringen, können nicht sozial validiert werden und werden daher als weniger kompetenz wahrgenommen (ihr Entscheidungsgewicht sinkt).  Daher werden ungeteilte Infos eher zurückgehalten - das HP nicht gelöst!
  • 51. Wie wirkt laut Schulz-Hardt et al. (2006) Dissens auf die Entscheidungsqualität bei HPs? Bei Dissens steigt die Lösungs-WSK von HPs
  • 52. Durch welche Mechanismen wird die Wirkung von Dissens auf die Gruppenleistung vermittelt? Längeres Sprechen über richtige Lösung (noch länger mit Proponent) Mehr Wdhn und längere Diskussiosn (Intensität)  Es werden mehr Infos besprochen (eingebracht) Anteil ungeteilter Infos in Diskussion steigt (Bias sinkt) --> Dissens führt zu weniger Nonsens ;)
  • 53. Wie verändert sich die Gruppenleistung, wenn der Dissens innerhalb der Gruppe Größer wird? Wie wird die Wirkung von Dissens durch Proponenten der richtigen Alternative verändert? GP. 21. Hat mehr Dissens Einfluss auf Entscheidungsqualität? Pr ursprl. Hypothese:  Full-Diversity-Dissens-Effekt Proponent-Dissens-Effekt Pure-Dissens-Effekt Ausmaß des Dissens hat keinen Einfluss auf Lösungs-WSK!  Alles-oder-nichts-Prinzip Dissens erhöt Qualität durch Reduzierung des Bias und Erhöhung der Diskussionsintensität Dissens mit Proponent erhöt Diskussion über korrekte Alternative
  • 54. Wie wirkt sich laut Mojzisch und Schulz-Hardt der Präferenzaustausch zu Beginn von Gruppendiskussionen auf die LösungsWSK von HPs aus? GP. 22. Welchen Einfluss hat Präferenzaustausch auf LösungsWSK? Anfänglicher Präferenzaustausch senkt LösungsWSK für HPs! 
  • 55. Welchen kognitiven Erklärungsmechanismus liefern sie für diesen Befund? Wie wurde der Mechanismus operationalisiert? Umverteilung von Aufmerksamkeit (attention allocation); Präferenzen wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt als neuen Informationen (die zur Lösung aber wichtig wären).  Test: Recall-Test  Befund: Bei Präferenzaustausch werden ungeteilte Informationen weniger tief verarbeitet (schlechter erinnert)
  • 56. Wie müsste man nach den Ergebnissen von Mojzisch und SH Gruppen instruieren, um die Entscheidungsqualität zu optimieren? Präferenzaustausch unterdrücken! Keine Raum für Ablenkungen zw. Informationsaustausch und Entscheidungsfindung lassen (z.B. keine Kaffeepause und somit keine Ablenkung).    Wichtig: Jegliche Ablenkung (nicht nur durch Präferenzaustausch) mindert Lösungs-WSK!