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Migration und Integration (Fach) / Einwanderungsland Schweiz: Historischer Rückblick und neuere Trends (Lektion)

Einführung Die Flüchtlings- und Ausländerpolitik der Schweiz von 1950 bis heute Einwanderungsland Schweiz: 50 Jahre halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Chancen und Risiken der Einwanderung heute (zwei Beispiele) Schlussfolgerungen / Ausblick

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  • Globale Trends zur Migration Migration ist ein Teil der Globalisierung Mobiliät ist gestiegen Feminisierung der Migration nimmt zu 50% der migrirenden sind Frauen Migration ist ein transnationales Phänomen Permanente Wanderung nimmt ab, kurzfristige Aufentahlte nehmen zu Die Lage im Land verbessert sich oder wegen den Rechtlichen Aspekten. Netzwergentscheide --> Familie schickt stärkstes Kind Nationalstaatliche Interessen divergieren mit dem Schutz der Menschenrechte Jeder Mensch sollte das Recht haben, zu flüchtenund Schutz zu suchen.Dabei sollten keine keine Menschen selektioniert werden Irreguläre Migration nimmt zu, proportional zu den weltweiten Wanderungsbewegungnen (1:10) sans Papier, MigrantInnen mit Präkärensituationen.
  • Die Flüchtlings- und Ausländerpolitik der Schweiz von 1950 bis heute: (4 Etappen der Flüchtlingspolitik) Grosszügige Flüchtlingspolitik in der Nachkriegszeit (1950-1970) Selbstkritik an der CH-Flüchtlingspolitik während 2. Wltkrieg (Bericht Ludwig) Effekt Kalter Krieg: Grosszügige Aufnahme von Flüchtlingen aus Ungarn un der ehemaligen Tschechoslowakei Optimistische Konjuktren mit starkem Wachstum und niedriger ARbeitslosigkeit.
  • Die Flüchtlings- und Ausländerpolitik der Schweiz von 1950 bis heute: (4 Etappen der Flüchtlingspolitik) Trendwende und Verabschiedung des Asylgesetzes (1970-1980) Erdölkriese, mehr Vorbehalte, Kulturelle Distanz, "Flüchtling" bekam einen negativen Touch. Ab 1970 wird Stabilisierung des Ausländerbestandes angestrebt (Initiative gegen die Überfremdung) Neue Vorbehalte gegenüber Flüchtlingsgruppen: Flüchtlinge kommen nun aus entlegeneren Gebieten (Chile, Uganda, Tibet, Vietnam..) 1979 wird das Asylgesetz verabschiedet: Zunächst kaum Änderungen in der Praxis, dafür flexiblere Handhabe des Flüchtlingswesens durch das neue Gesetz.
  • Die Flüchtlings- und Ausländerpolitik der Schweiz von 1950 bis heute: (4 Etappen der Flüchtlingspolitik) Von der Flüchtlingspolitik zum Asylproblem (1980- 1990) Massive Zunahme von Asylgesuchen ab 1980 (10'000 Gesuche 1980; ca. 10'000 Mitte 80er Jahre; bis zu 40'000 während Kriegen im ehemaligen Jugoslavien) Anderes Profil: weniger hoch qualifiziert, eher aus südlicher Hemisphäre kommende Flüchtlinge Ölkrise: Schwierigkeiten der Integration von Flüchtlingen aus Südostasien Abwertende Bezeichung des "Asylanten" bis in die 90er Jahre keine eigene Migrationspolitik
  • Die Flüchtlings- und Ausländerpolitik der Schweiz von 1950 bis heute: (4 Etappen der Flüchtlingspolitik) Entwicklungen seit 1990 in der Schweiz und in Europa   Einführung des 3 Kreis-Modells der kulturellen Distanz, seit 1998 das 2 Kreis-Modell 1. Kries EU/EFTA Länder, 2. Kreis kulturelle "gleiche" USA Australien, 3. Kreis 3. Staatländer (alle übrigen) AUG und Verträge mit Europa (angenommen 2000) Politk des Autonomen Nachvollzugs, abgestimmt auf Europäische Politiken im Asyl- und Flüchtlingswesen Schweiz ist in internationalen Gremien vertreten (Bsp. Berne Intiative) Migrationspartnerschaften, Kooperationen machen Verstärkung interner und externer Kontrollen Bsp. Wenn jemand bereits in einem EU/EFTA Land Asyl ersucht hat und abgewiesen wurde, darf er sich nicht mehr in einem anderen Land melden. Triage beim Zugang zum Asylverfahren Ab 1. Januar 2008 (AuG): "Kurzaufenthalts- und aufenthaltsbewilligungen zur Ausübung einer Erwerbsttätigkeit können nur Führungskräfte, Spezialisten und andere qualifizierte Arbeitskräfte erteilt werden.  Bei der Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen müssen zusätzlich die beruflichen Qualifikation, die berufliche und soziale Anpassungsfähigkeit, die Sprachkenntnisse und das Alter eine nachhaltige Integration in den schweizerischen Arbeitsmarkt un in das gesellschaftliche Umfald erwaten lassen." Lässt viel Raum für Willkür  
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Gastarbeiter Keine Möglichkeit des Familiennachzugs (Bis 1968) Keine Transformationsmöglichkeiten des Aufentahlts (Bis 1968) Wurden Angeworben im eigenen Land. Vorallem Italien und ex. Jugoslavien 2001 wurde dieser Status abgeschafft
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Plafonierung (Siehe auch Text Kapitel 10) Eine Obergrenze Setzen Seit 1963 (zuerst ohne Wirkung) Seit 1970 "Politik der Gesamtplafoniertung" mit jährlichen Zulassungsquoten Noch heute in Kraft für die Immigraion von ausserhalb der EU Höchstzahlen pro Jahr (nicht aktuelle Zahlen) Jahresbewilligung 4000 Kurzaufenthalter 7000
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Xenophobie Fremdenfeindlichkeit Volksinitiative "Überfremdung" zurückgezogen am 20.03.68 Volksinitiative "Gegen die Überfremdung" (Schwarzenbach-Initiative) mit 54% Nein-Stimmen abgelehnt am 7.7.70 Volksinitiative "Gegen die Überfremdung und Überbevölkerung der CH" mit 65.8% Nein-Stimmen abgelehnt am 20.10.74 Volksinitiative "Für den Schutz der Schweiz" mit 70.5% Nein-Stimmen abgelehnt am 13.03.77 Volksintitiative "Für die Begrenzung der Einwanderung" mit 67.3% Nein-Stimmen abgelehtn am 4.12.88 Volksinitiative "Für eine Begrenzung der Einwanderung" (18% Initative) mit 63.8% Nein-Stimmen abgelhent am 24.09.00
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Beschränkte Rechte für MigrantInnen ???
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Selektivität (Drei-Kreis-Modell) Das Drei-Kreis-Modell von 1991 - 1998 Länder der EU und der EFTA (Freizügigkeit am 2002) Länder aus denen "wir aber im RAhmen einer Bgrenzungspolitik ebenfalls Arbeitskräfte rekrutieren wollen" (Kanada und die USA) Von einem "äusseren Kreis" (Länder mit "ausser europäisch geprägtem Kulturkreis") soll keine Immigration zugelassen werden, ausser in Ausnäahmefällen hoch qualifizierte Fachkräfte.
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  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Veränderung der ökonomischen Pull Faktoren Zu den ökonomischen Pull Faktoren gehört das Bildungsniveau.  Das Bildungsniveau von Zuwanderern hat sich von 1960 bis 2008 fast gekehrt. Früher kamen Menschen mit einem tieferen Bildungsniveau in die CH. Heute kommen vermehrt solche mit einem höheren Niveau.  Personen mit einem tiefen Niveau haben fast keine Chance mehr in die CH zu kommen, ausser sie sind aus den EU/EFTA Staaten. Diese werden sogar von der CH angeworben.  Frage: Braucht nicht die Postindustrielle Gesellschaft auch unqualifizierte ARbeit? Was bedeutet "Hoch qualifiziert"? Dequalifiziert? "Sans Papiers" (ca. 100'000?) "Innerhalb einer Dekade hat sich eine ehemals unterschitende Zuwanderung in eine überschichtende Zuwanderung gehkehrt."
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Neuere Entwicklungen / Fazit Die Immigration hat sich seit 20 Jahren stark verändert (E. Piguet) Diversifizierung der Herkunftsländer Diversifizierung der Migrationsgründe Warum? Familiennachzug als Echo der Vergangenheit und Mobilität der Schweizer Asyl- und Fluchtmigration (humanitäre Migration) Die Immigration hat sich in den letzen 20 Jahren stark verändert. Es hat eine Diversifizierung der Herkunftslän­der sowie der Migrationsgründe stattgefunden. Aufgrund einfacherer Mobilität, Familiennachzug und humani­tärer Migration. Italien, Deutschland und Portugal machen den grössten Ausländeranteil in der Schweiz aus (Stand April 2012). Herausforderungen im Migrationsbereich liegen in der Integration, der Verteilung von Aus­länderInnen in der Arbeitswelt, Kriminalität, des Ausländerstimmrecht und der Einbürgerung. Zudem bringt Migration nicht nur Risiken sondern auch Chancen mit sich.
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Neuere Entwicklungen / Fazit Facts and Figures aus dem Ausländerbereich Diversifizierung der Herkunftsländer Top-Ten nach Staatsangehörigkeit (April 2012) Italien 16.3% Deutschland 15.6% Portugal 12.8% Frankreich 5.6% Serbien 5.6% Kosovo 4.2% Türkei 3.9% Spanien 3.7% Mazedonien 3.4% Grossbritannien 2.2% übrige 26.7%
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Neuere Entwicklungen / Fazit Diversifizierung der Migrationsgründe Einreise nach Einwanderungsgrund, Mai 2011 bis April 2012 Familiennachzug 31.1% Ausländer mit kontigenter Erwerbstätigkeit 8.9% Ausländer mit Erwerbstätigkeit ohne Kontingentierung 39.8% Aus- und Weiterbildung 11% Andere sehr kleine Prozentsätze (Ausländer ohne Erwerbstätigkeit, Wiedereinreisen, Anerkannte Flüchtlinge, Härtefälle, Übrige Einwanderung)
  • Einwanderungsland Schweiz. Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen (Etienne Piguet) Neuere Entwicklungen / Fazit Die aktuelle Situation und die Herausforderungen im Migrationsbereich (Lektüre: Piguet evd. Kapitel 12) Integration Ausgeglichene Verteilung von AusländerInnen in der Arbeitswelt Kriminalität Positive Gesamtbilanz, mit Vorbehalten Ausländerstimmrecht und Einbürgerung "Die Anderen sind Wir" (Lektüre: Kamm)
  • Die Chancen der Migration heute Am Beispiel: Ressourcen von MigrantInnen im Gesundheitswesen (Pflegenotstand) Die demografische Entwicklung fürhrt zu einer hohen Nachfrage an Arbeitskräften mit Migrationshintergrund im Gesundheitswesen Eine Öffnung der Institutionen (Prozess der Transkulturalisierung) bietet die Chance, dieser Nachfrage zu Wohle a) der Patienten, b) der Institutionen und c) der Herkunfts- und Aufnaheländer sinnvoll zu begegnen. Vermehrt Verwendung von informellen Ressourcen: Sprachliche Ressourcen Kulturelle Ressourcen Migrationserfahrungen Transkulturelle Kompetenzen
  • Die Chancen der Migration heute Die Risiken der Migration heute Am Beispiel: Prekäre Aufenthaltssituation von Asyl Suchenden in der Schweiz Wie kann es zu einer prekären Aufenthaltssituation kommen? Wer ist betroffen? (Sans papiers, ausgeschlossene Rechtliche und gesellschaftliche Probleme der Prekärität: Ungereglete Lebens- und Aufenthaltssituation Gesundheitliche Folgen für die Betroffenen (Depressionen, Alkohol Missbrauch) Soziale und wirtschaftliche Prekarität (durch Ausschluss von der Sozialhilfe, Arbeitsverbot etc.) Frage: Wird nicht die Menschenwürde verletzt? (Art. 7 BV)
  • Die Risiken der Migration heute Prekaritätsbilanz F mit Arbeit F o.A SP m.A.  SPo.A. Aufenthaltssituation + + - - Erwerbstätigkeit + - + - Handlungsmöglichkeiten + - + - Kontextuelle Angebote + + +/- +/-   "Bilanz" 4+ 2+/2- 3+/2- 1+/4-
  • Schlussfolgerungen / Ausblick Wo steht die CH heute? Innenpolitisch: Restriktive Zulassung von Asylsuchenden und Ausländern von ausserhalb der EU / EFTA; Kampagnen der SVP; Integration gesetzlich verankern; veränderte Einbürgerungspraxis; erneute Diskussion über Grenzen der Aufenahmekapazität der CH Aussenpolitisch: Stärkung des Flüchtlingsschutzes, Humanitäre Hilfe, Rückführungspolitik und Migrationspartnerscahften Diskussion um Kontingentsflüchtlinge Nationale Gesetzgebung vs. universelle Rechte divergieren  Entwertung des Asyls in Europa Bedarf an subsidiärem Schutz nimmt zu Umgang mit Prekarität pragmatisch ausrichten Ressourcen von MigrantInnen können noch vielfältiger genutzt werden.