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Psychologie (Fach) / lück - geschichte 1. (Lektion)
1.abschnitt lück
Diese Lektion wurde von annneuendorf erstellt.
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- Historiographie Geschichtsschreibung
- kontemplativ beschaulich, besinnlich, betrachtend, erbaulich, gedankenversunken, gedankenvoll, nachdenklich, philosophisch, tiefsinnig, verinnerlicht, versonnen, versunken; (gehoben) innerlich, in sich gekehrt Gegenteil: aktiv
- Experimentalpsychologie "Experimentelle Psychologie" oder auch "Experimentalpsychologie" bezeichnet die Form des Erkenntniszugangs in der Psychologie durch das Experiment, also nicht eine psychologische Teildisziplin. Zwar ist die experimentelle Forschungsmethode klassisch für Themen aus der Allgemeinen Psychologie: Wahrnehmung mit Psychophysik, Denken und Gedächtnis, Lernen, Motivation und Emotion gehören zu den klassischen experimentalpsychologischen Untersuchungsfeldern. Aber in den letzten Jahrzehnten haben Experimente in nahezu alle psychologischen Teildisziplinen Einzug gehalten.
- Entfaltungskonzept eine im wesentlichen selbständige, auf eine Wahrheit zustrebende Abfolge von Ideen
- Sozialgeschichte Kann sein: Geschichte ohne Politik Geschichte der unteren Schichten Wirtschaftsgeschichte
- Diskontinuität unterbrochener Zusammenhang unterbrochene Fortdauer
- "Ahnenforschung" herausfinden, auf wen eine wissenschaftliche Arbeit letztendlich zurückzuführen ist über die Doktorväter die Linie auf den Begründer einer Theorie zurückführen
- Hermeneutik Das Auslegen und Verstehen von Texten
- Hermeneutischer Zirkel Der Ausdruck Hermeneutischer Zirkel (von griech. ἑρμηνεύω [hermēneúō]: „auslegen, erklären, übersetzen“) ist eine zunächst visuelle Vergegenständlichung der zwischen Autor und Rezipient widersprüchlichen Interpretationssituation und der Bemühungen zu ihrer Überbrückung in Bezug auf Texte oder Kunstwerke. Der eigentliche Verstehensprozess besteht dementsprechend aus der Bildung von Vorurteilen (Vorwegnahmen), in denen Vermutungen über den Sinn eines Textes (oder eines Textabschnittes) vorausgeworfen werden der anschließenden Erarbeitung des Textes (oder Textabschnittes). Dieser Prozess führt zur Änderung und Weiterentwicklung des ursprünglichen Vorwissens – die Bereitschaft zur Revidierung der eigenen Vorurteile vorausgesetzt (vgl. Offenheit, Empfänglichkeit bei Hans-Georg Gadamer). [2] VorstadiumVorverständnis erforderlich; Beherrschen der Sprache; Vorstellung über damalige Verhältnisse1. Stadium − Der hermeneutische EntwurfHorizontverschmelzung zwischen Verstehenshorizont und Bedeutungshorizont2. Stadium − Die hermeneutische ErfahrungVorverständnis wird erweitert und korrigiert3. Stadium − Der letzte verbesserte Entwurftieferes Verständnis, Reifung des Vorverständnisses Mit diesem überarbeiteten Vorwissen kann der Verstehensprozess erneut angestoßen werden. Im Prinzip kann dieser Kreis endlos wiederholt werden. In der Erkenntnistheorie ist vor allem der von Martin Heidegger in Sein und Zeit dargestellte Ansatz bedeutsam geworden, der den hermeneutischen Zirkel „ontologisch“ begründen will.[3] Danach liegt der Anfang des hermeneutischen Zirkels in einer ursprünglichen Grundevidenz der Wahrheit. Nur weil der Mensch „immer schon“ in der Wahrheit seines Seins stehe, könne er die Wahrheitsfrage über den Sinn seines Menschseins stellen und diese weiter ausbauen. Demzufolge ist jede Aussage, die von einem Individuum getroffen wird, für dasselbige ein hermeneutischer Zirkel, da dieses sowohl die Wahrheit als auch die „Erkenntnis“ der Wahrheit schon innehat, oder anders formuliert, sich die Frage nach der Wahrheit nicht stellen kann, da es diese ja schon ist. Diese Auffassung hat Gadamer in seiner Hermeneutik weiterentwickelt.[2] Grundlage der Interpretation ist die Ergriffenheit des Lesers. Dementsprechend sind Gebrauchstexte von der hermeneutischen Methode ausgeschlossen. Emil Staiger umschrieb dies folgendermaßen: „Dass wir begreifen, was uns ergreift.“ (Emotionales muss rational erklärt werden, Faszination führt zu Analyse.) Der Hermeneutische Zirkel wird oft als Methode sui generis in den Geisteswissenschaften verstanden, durch die sich die Geisteswissenschaften von den Naturwissenschaften unterscheiden. Der analytische Wissenschaftsphilosoph Wolfgang Stegmüller hat allerdings eingewendet, dass das Bild des Hermeneutischen Zirkels erstens keinen Zirkel beschreibt (sondern eine „hermeneutische Spirale“), zweitens keine Methode ist und drittens kein Unterscheidungsmerkmal zwischen geisteswissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Erkenntnis darstellt.
- bibliometrische Analysen Bibliometrie (griechisch: biblion „Buch“ und métron „Maß“), die statistische Bibliografie, ist die quantitative Untersuchung von Publikationen, Autoren und Institutionen wie Bibliotheken mittels statistischer Verfahren. So lassen sich beispielsweise empirische Gesetzmäßigkeiten beim Wachstum der Publikationszahl von Büchern, der Verteilung von Themen über Fachzeitschriften und der Anzahl von Zitierungen eines Zeitschriftenartikels feststellen (Zitationsanalyse). Ein Anwendungsgebiet der Bibliometrie ist die quantitative Evaluation von Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Einrichtungen anhand ihrer Publikationen
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- Zitation Eine Zitation ist ein expliziter Verweis auf eine Publikation oder andere Informationsquelle. Dieser Verweis besteht in der Regel aus einer Literaturangabe. Im Gegensatz zum Zitat, bei dem der Schwerpunkt auf einem zitierten Wortlaut oder Sachverhalt besteht, und der „Zitierung“, die den Vorgang oder die Art und Weise des Zitierens bezeichnet, steht bei der Zitation primär das Vorhandensein eines Verweises im Mittelpunkt. Im engeren Wortsinn erhält beim Verweisen die Publikation, auf die verwiesen wird, eine Zitation, und die verweisende Publikation einen Verweis.
- Zeitreihenanalyse Eine Zeitreihe ist eine zeitabhängige Folge von Datenpunkten (meist aber keine Reihe im mathematischen Sinne). Typische Beispiele für Zeitreihen sind Börsenkurse, Wahlabsichtsbefragungen oder Wetterbeobachtungen. Die Zeitreihenanalyse ist die Disziplin, die sich mit der mathematisch-statistischen Analyse von Zeitreihen und der Vorhersage (Trends) ihrer künftigen Entwicklung beschäftigt. Sie ist eine Spezialform der Regressionsanalyse.
- Inhaltsanalyse Die Inhaltsanalyse (engl. content analysis) ist ein Methodenbündel der empirischen Sozialwissenschaften. Gegenstand ist die Analyse der Inhalte von Kommunikation, die in Form von Texten, etwa als verschriftlichte Interviews oder Zeitungsartikel vorliegen. In der Planungsphase wird zunächst die Forschungsfrage formuliert und geeignete Hypothesen werden aufgestellt, die oft von umfassenderen sozialwissenschaftlichen Theorien (etwa: Theorien zur Organisation, Theorien der politischen Willensbildung etc.) abgeleitet werden. Dann wird auf der Grundlage der Forschungsfrage und der Hypothesen das Untersuchungsmaterial ausgewählt (Untersuchungseinheiten, z.B. Ausgaben bestimmter Zeitungen in einem bestimmten Zeitraum, Fernsehsendungen bestimmter Sender, die untersucht werden sollen). Ist eine Vollerhebung nicht möglich, nicht sinnvoll oder zu teuer, wird eine Stichprobe aus dem erhobenen Material gezogen. In der Entwicklungsphase wird mit theoriegeleiteter und empiriegeleiteter Kategorienbildung ein Kategoriensystem erstellt (Wörterbuch-basierter Ansatz), anhand dessen eine Untersuchung durchgeführt wird. Das Kategoriensystem soll umfassend sein, also alle Aspekte des Untersuchungsmaterials abdecken, die zur Beantwortung der Forschungsfrage berücksichtigt werden müssen. Außerdem muss es disjunkt und eindeutig sein, das heißt, jedes Merkmal des untersuchten Inhalts soll nur einer Kategorie zweifelsfrei zugeordnet werden können. Ein zu detailliertes Kategoriensystem sollte vermieden werden, weil die Eindeutigkeit des Systems unter zu stark differenzierten Kategorien leidet und die praktische Handhabung erschwert wird. Anschließend werden Codierregeln formuliert. Das sind konkrete Anweisungen an menschliche Codierer, wie die untersuchten Inhalte verschlüsselt, also in Zahlen codiert werden, bzw. die konkreten Kriterien, nach denen eine computergestützte Inhaltsanalyse abläuft. Kategorienschema, Codieranweisungen und Codierbogen (das ist eine Datenerfassungsmaske in gedruckter oder elektronischer Form, in der die Codes für die analysierten Inhalte eingetragen werden) werden später im Codebuch zusammengefasst. In der Testphase wird eine Probecodierung (Pre-test) durchgeführt und bei Bedarf das Kategoriensystem überarbeitet, um eine höchstmögliche Reliabilität sicherzustellen. Dabei werden die Intracoder-Reliabilität (gleiches Codierergebnis bei identischem Codierer in verschiedenen Codiervorgängen) und die Intercoder-Reliabilität (gleiches Codierergebnis von verschiedenen Codierern bei identischem Material) empirisch überprüft. Wenn die Tests abgeschlossen sind, erfolgt die eigentliche Codierung. Zur Vorbereitung der Codierphase müssen menschliche Codierer umfassend geschult bzw. die Maschinen für die computerunterstützte Inhaltsanalyse programmiert werden. Das Untersuchungsmaterial soll möglichst zufällig auf die Codierer verteilt werden, damit unvermeidliche Fehler und eventuelle Eigenarten der Codierer bei der Anwendung des Codebuches zufällig auf die Codierungen verteilt werden. In der Auswertungsphase werden die aus den Texten gewonnenen Daten aufbereitet, kontrolliert und mittels statistischer Verfahren ausgewertet, etwa durch Verfahren der Multidimensionalen Skalierung (MDS), Varianzanalyse (ANOVA, MANOVA), der Korrespondenzanalyse oder Netzwerkanalysen. Entsprechend dem Skalierungsniveau bei Texten haben in jüngster Zeit diese Verfahren an Bedeutung zugenommen, während Faktorenanalysen und Clusteranalysen an Zahl und Bedeutung eher abgenommen haben.
- Hypothese Eine Hypothese (altgriechisch ὑπόθεσις, hypóthesis = ‚Unterstellung‘, ‚Voraussetzung‘, ‚Grundlage‘) ist eine Aussage, deren Gültigkeit man für möglich hält, die aber nicht bewiesen oder verifiziert ist. Für Hypothesen ist es üblich, dass die Bedingungen angegeben werden, unter denen sie gültig sein sollen.
- nichtreaktive Messverfahren Datenerhebungsverfahren, das verdeckend Beobachtungsdaten oder Verhaltensspuren erfaßt, ohne selbst mit dem Untersuchungsobjekt in Berührung zu kommen (Forschungsmethoden). Untersuchungsphänomene werden nicht durch die Forschungsprozesse beeinflußt. Allerdings wird dadurch die Interpretation der Daten erschwert, was die Gültigkeit (Validität) der Ergebnisse beeinträchtigen kann
- Persönlichkeitspsychologie Warum verhalten sich Menschen so, wie sie sich verhalten? In welchen psychischen Eigenschaften unterscheiden sie sich von anderen Menschen und warum? Sind diese Eigenschaften oder Persönlichkeitsmerkmale angeboren oder im Laufe der Sozialisation erlernt worden? Verändern sie sich im Laufe des Lebens oder sind sie stabil? Welche Bedeutung haben Persönlichkeitsmerkmale für die Entstehung psychischer Störungen und deren Behandlung? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sie die Persönlichkeitspsychologie.
- projektiver Test Projektive Tests (auch: Persönlichkeits-Entfaltungsverfahren oder Deutungstests) sind eine Gruppe psychologischer Untersuchungsmethoden, die meist anhand von auslegungsfähigem Bildmaterial (z. B. standardisierten Tintenklecksen beim Rorschachtest mit der Frage: „Was könnte das sein?“) Projektionen des Probanden abrufen, die dann Rückschlüsse über seine Persönlichkeit erlauben. Dahinter steht der Gedanke, dass diese Projektionen von Einstellungen, Motiven und innersten Wünschen des Probanden beeinflusst sind, und daher eine diagnostische Aussage zulassen. Diese Form der Interpretation nennt man Deutung.
- Charlotte bühler: Psychologie des menschlichen Lebenslaufs 1933 erschien Der menschliche Lebenslauf als psychologisches Problem, in dem erstmals im deutschsprachigen Raum das höhere Lebensalter in eine Psychologie der Lebensspanne einbezogen und die Gerontopsychologie der Psychologie zugeordnet wird. Sie gilt daher als frühe Wegbereiterin der Gerontopsychologie. Nach Charlotte Bühler vollzieht jeder Mensch bis zum Erreichen des Erwachsenenalters fünf Phasen der Entwicklung: Im ersten Lebensjahr wird das Bewußtsein für Dinglichkeit und Bewegung ausgebildet. Vom zweiten bis zum vierten Lebensjahr beginnt eine erste subjektive Auseinandersetzung mit Wertvorstellungen und Sinnfragen. Diesen Phasen folgen vom fünften bis zum achten Lebensjahr das Hineinwachsen in zwischenmenschliche Beziehungen und der Aufbau leistungs- und pflichtorientierten Lernens. Vom neunten bis zum dreizehnten Lebensjahr gelingt dem Kind die bewußte Erfahrung seiner autonomen Subjektivität. Bis zum neunzehnten Lebensjahr schließlich kann der Jugendliche seine Entwicklung als handelndes und reflektierendes Subjekt abschließen. Charlotte Bühler geht auf den Begriff der “seelischen Gesundheit“ ein und zitiert Marie Jahoda, die sieben Merkmale einer gesunden Persönlichkeit namhaft macht: 1. Der Gesunde hat eine adäquate Einstellung zu sich selbst. Diese macht sich darin bemerkbar, dass er sich selbst realistisch einschätzen kann. Er ist sich selbst gegenüber kritisch, ohne jedoch an Selbstachtung einzubüßen. 2. Der Gesunde ist an seiner inneren Entwicklung und Selbstverwirklichung interessiert. Er will die besten Potentialitäten aus sich hervorbringen. 3. Der Gesunde bemüht sich um innere Einheit und Integration seiner Strebungen. Er lässt sich von Strebungen, die miteinander unvereinbar sind, nicht zerreißen, sondern versucht, seine Konflikte zu lösen. 4. Der Gesunde ist ein autonomer Mensch, das heißt einer, der sich aus sich selbst bestimmt und sich nicht von anderen abhängig macht. 5. Der Gesunde hat eine adäquate Wahrnehmung der Realität, wie sie ist. Das heißt er lässt sich nicht durch Wünsche und Befürchtungen in seiner Verfassung der Außenwelt beeinflussen. 6. Der Gesunde ist fähig, seine Lebensumstände zu bemeistern. Er geht die Bereiche Liebe, Arbeit und Freundschaft an und versucht, diese Lebensaufgaben realitätsgerecht zu lösen. 7. Der Gesunde hat die Fähigkeit, sein Leben in seiner Kontinuität zu überschauen, während der Neurotiker oft ganze Lebensabschnitte mehr oder weniger völlig vergisst. Bühler aktualisiert die Gedankengänge von William Menninger, ein amerikanischer Psychiater, der eine gesunde Lebenseinstellung folgendermaßen beschreibt: Jeder Mensch sollte gelegentlich, vielleicht einmal im Jahr, sich ernstlich fragen, wohin man geht, was einem wichtig ist, was die eigenen Absichten und Ziele sind. Ferner soll man an irgend etwas glauben, das man als die eigene Berufung ansieht, und für das man sich einsetzt. Weiterhin wichtig ist die Frage nach den persönlichen Beziehungen: Welcher Art sind sie, wie konstant sind sie und wen hat man gern und warum. Ferner ob man in der Lage ist, sich konstruktiv und schöpferisch an Menschen, Ideen und Dingen hinzugeben. Ein weiterer Punkt ist, wie gut man Frustrationen zu akzeptieren vermag und wie man sich in einer schwierigen Situation verhält: Mit Angst, Wut, oder mit der Bemeisterung der Realität. Es ist auch interessant zu wissen, ob man frei von Angst und Spannung ist. Jeder hat natürlich gewisse Perioden der Angst und Spannung. Aber wer nie aus diesen Zuständen herauskommt, der ist krank. Entscheidend ist schließlich, ob der Mensch mutig genug ist, sich selbst zu sehen, wie er ist, und das ist gewiss das Schwierigste.
- inhaltsanalytische Verfahren Die Inhaltsanalyse (engl. content analysis) ist ein Methodenbündel der empirischen Sozialwissenschaften. Gegenstand ist die Analyse der Inhalte von Kommunikation, die in Form von Texten, etwa als verschriftlichte Interviews oder Zeitungsartikel vorliegen. Unter inhaltsanalytischen Techniken versteht man im Allgemeinen die quantitative Auswertung von Texten, die alleine oder in Verbindung mit qualitativen Methoden wie qualitative Inhaltsanalysen oder Diskursanalysen gebraucht werden können.
- Persönlichkeitsdimension Bei den Big Five bzw. dem Fünf-Faktoren-Modell (FFM) handelt es sich um ein Modell der Persönlichkeitspsychologie, das fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit postuliert. Demnach lässt sich jeder Mensch auf den folgenden Skalen einordnen: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit
- projektiver Test Projektive Tests (auch: Persönlichkeits-Entfaltungsverfahren oder Deutungstests) sind eine Gruppe psychologischer Untersuchungsmethoden, die meist anhand von auslegungsfähigem Bildmaterial (z. B. standardisierten Tintenklecksen beim Rorschachtest mit der Frage: „Was könnte das sein?“) Projektionen des Probanden abrufen, die dann Rückschlüsse über seine Persönlichkeit erlauben. Dahinter steht der Gedanke, dass diese Projektionen von Einstellungen, Motiven und innersten Wünschen des Probanden beeinflusst sind, und daher eine diagnostische Aussage zulassen. Diese Form der Interpretation nennt man Deutung.
- dogmatische Denk- und Argumentationsstile
- Sozialpsychologie Die Sozialpsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie und Soziologie, das die Auswirkungen der tatsächlichen oder vorgestellten Gegenwart anderer Menschen auf das Erleben und Verhalten des Individuums erforscht (Gordon Allport 1968). Zwei fundamentale Axiome der Sozialpsychologie lauten:[1] Menschen konstruieren ihre eigene Realität. Das gesamte Erleben und Verhalten wird von sozialen Beziehungen beeinflusst.
- Sozialisationsprozess Sozialisation ist ein Prozess, der nie abgeschlossen ist. Im Zentrum steht die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit sowie der sozialen Beziehungen einer Person. Zur Persönlichkeit gehört einerseits die Individualität, die den Einzelnen von allen Anderen unterscheidet, andererseits die Intersubjektivität, die die Mitglieder einer Gesellschaft oder Gemeinschaft miteinander teilen (z. B. Werte, Normen, soziale Rollen). Über sein soziales Umfeld wird der unfertige Mensch in eine Welt eingepasst, in der und aus der heraus er leben kann. Es ist ein aus natürlichen Gegebenheiten jeweiliger Umgebungen von Menschen bereits herausgearbeitetes Gebilde aus Anschauungen, Einrichtungen Lebensformen. Sie bilden die Werkzeuge, mit denen sie ihre jeweilige Umgebung gedeutet und für sich passend gemacht haben. Um selbst lebensfähig zu werden, muss der neugeborene Mensch lernen, mit diesen Werkzeugen umzugehen, sie zu gebrauchen. Die Einpassung des unfertigen Menschen in diese Welt vollzieht sich in einem Prozess des Verinnerlichens von Anschauungsweisen und Formen der Lebensbewältigung, die ihm durch die Menschen geboten werden, welche ihn – das zunächst noch ganz hilflose Geschöpf – unmittelbar umgeben. Verinnerlichen bedeutet, seine Umgebung Schritt für Schritt so zu erfassen, zu deuten und zunehmend auch zu handhaben, wie sie von den Menschen seiner unmittelbaren Umgebung aufgefasst, gedeutet und gehandhabt wird. Der junge Mensch lernt, die Welt mit Augen seiner Mitmenschen zu sehen, mit ihren Begriffen zu ordnen und zu gliedern, mit ihren Emotionen und Bewertungen auf ihre Erscheinungen zu reagieren und sich ihre Techniken des Umganges mit den Gegebenheiten dieser Welt anzueignen. Mit einem Wort, er übernimmt sukzessive eine Welt, in der die ihn unmittelbar umgebenden anderen Menschen schon leben.[13] Dass diese Welt nur eine von unzähligen anderen menschlichen Lebenswelten ist, bleibt ihm zunächst verborgen. In ein bestimmtes soziales Umfeld hineingeboren, gibt es für ihn vorerst nur dieses. Es ist der Ort, um den herum sich für ihn die übrige Welt entfaltet und von dem aus sie ihm erschlossen wird. Es ist für ihn die Welt schlechthin.[14] Erst in einer späteren Lebensphase wird für ihn erkennbar, dass es auch ganz andere Lebenswelten gibt, dass die eigene nur das Ergebnis eines Bündels von Zufälligkeiten ist und dass es sogar – wenn auch immer von einer nicht mehr reversiblen, schicksalhaften Ausgangsbasis aus – unterschiedliche Optionen für die Gestaltung der eigenen Lebenswelt gibt.[15] Es wird vor allem die primäre und die sekundäre Sozialisation unterschieden.[
- Kohäsion Kohäsion (lat. cohaerere „zusammenhängen“), auch Zusammenhangskraft genannt, bezeichnet Kohäsion (Psychologie) in der Sozialpsychologie ein Phänomen des Zusammenhalts von Gruppen, siehe auch Gruppenkohäsion
- scientific community Die Wissenschaftsgemeinde (engl. scientific community, oft eingedeutscht verwendet) ist die Gesamtheit aller am internationalen Wissenschaftsbetrieb teilnehmenden Wissenschaftler. Als Vorläufer in der Sache anzusehen ist der lateinische Begriff der res publica literaria, der bis in das 18. Jahrhundert alle in den Wissenschaften Arbeitenden umfasste und Standesunterschiede oder Nationalitäten als unwesentlich ansah. Das Wort trägt nach wie vor dem Umstand Rechnung, dass in den Wissenschaften eigene Kommunikationsformen bestehen, eigene Medien - hier sind vor allem die Fachzeitschriften, neuerdings auch die wissenschaftlichen Mailinglisten wichtig. Man trifft sich auf internationalen Fachkonferenzen und kooperiert interdisziplinär, speziell in großen Forschungsprojekten. Die Community bildet ein eigenes Netzwerk aus, in dem die Weichen für Karrieren gestellt werden, hängt von eigener Protektion innerhalb der Wissenschaften ab, kennt sich, bespricht sich gegenseitig in den Medien des Wissenschaftsbetriebs und spricht dabei eine eigene Sprache. Der Begriff „scientific community“ verspricht wie sein Vorgänger „res publica literaria“ bei alledem ein innerhalb der Wissenschaften bestehendes übergreifendes Ethos. Das republikanische, einen eigenen Staat bildende Moment, das der herausgehobenen rechtlichen Stellung von Akademikern in der frühen Neuzeit Rechnung trug, wich dabei dem loseren freundschaftlichen, das in „Gemeinschaft“ mitschwingt. Das gängigste deutschsprachige Äquivalent ist das Wort Wissenschaftsbetrieb, das den Akzent allerdings weit mehr auf die institutionalisierte Seite der Wissenschaften legt.
- Interaktionsstrukturen
- Kontroverse Eine Kontroverse (v. lat: contra entgegen; versus gerichtet) ist ein länger anhaltender Streit oder eine Debatte. Als Kontroverse lassen sich sowohl eine private Debatte zweier Einzelpersonen als auch mächtige soziale Unruhen bezeichnen (z. B. Streit zweier Parteien).
- Literaturpsychologie verschiedene theoretische und empirische Ansätze, die sich aus psychologischer Perspektive mit literarischen Texten, ihren Autoren und mit der Literaturrezeption befassen. Der ältere Ansatz, literarische Texte primär aus der Biographie und der Persönlichkeit des Autors heraus verstehen zu wollen, wird heute allerdings als verkürzender Biographismus abgelehnt. Vielmehr ist bei der Literaturinterpretation - wie bei jeder Textinterpretation - die von Umberto Eco eingeführte Unterscheidung zwischen der "intentio autoris" (der vom Autor subjektiv gemeinte Sinn), der "intentio operis" (der von den Intentionen des Autors unabhängige Sinngehalt) und der "intentio lectoris" (der Sinngehalt, der bei der Text-Leser-Interaktion entsteht) zu berücksichtigen. Für kulturpsychologische Untersuchungen von besonderer Bedeutung ist die Annahme, daß in literarischen Werken kollektive Erfahrungen und deren reflexive Deutungen über kulturell tradierte Symbolsysteme, Metaphern und Erzählmuster "verdichtet" dargestellt werden. Tiefenhermeneutische Literaturanalysen zielen darauf ab, über das "szenische Verstehen" entsprechende kulturelle Bedeutungsgehalte herauszuarbeiten (Kulturpsychologie).Weitere Fragestellungen der Literaturpsychologie beziehen sich z.B. auf die Analyse des kreativen Schaffensprozesses und auf alters- und geschlechtsspezifische Lesegewohnheiten und -präferenzen.
- Psychohistorie Die Psychohistorie untersucht historische Vorgänge der ferneren und unmittelbaren Vergangenheit mit Mitteln der Psychologie und der Psychoanalyse. Ihre Position in der Systematik der Gesellschaftswissenschaften ist umstritten. Während die herkömmliche Geschichtswissenschaft stark deskriptiv orientiert ist, befasst sich die Psychohistorie vor allem mit den motivationalen Aspekten historischer (und zeitgenössischer) Abläufe. Wichtig wird daher die Rekonstruktion bewußter und unbewußter Motive historischer Subjekte. Psychohistorie hat nichts zu tun mit mit der in einigen Romanen von Isaac Asimov beschriebenen fiktiven Psychohistorik.
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- kritische Psychologie Die Selbstbezeichnungen „kritische Psychologie“ und – international – „critical psychology“ werden von recht unterschiedlichen akademischen Richtungen verwendet. Die einzige Gemeinsamkeit dieser Ansätze, zu denen z. B. der soziale Konstruktionismus in der Psychologie, die phänomenologische Psychologie oder die psychoanalytische Sozialpsychologie zählen, liegt in einer Abgrenzung vom naturwissenschaftlich orientierten Mainstream der Disziplin, der methodisch ein experimentell-statistisches Vorgehen zum Ideal erhebt. Mit der Bezeichnung „Kritische Psychologie“ (die Großschreibung dient – seit den frühen 1970er Jahren – der Unterscheidung) ist hingegen ein bestimmter wissenschaftlicher Arbeitszusammenhang gemeint. Ausgehend von marxistischen Positionen in Philosophie und Gesellschaftstheorie wurden hier Grundbegriffe („Kategorien“) erarbeitet, um ein „historisches Paradigma“ für die Psychologie zu entwickeln und deren „vorparadigmatischen“ Zustand zu überwinden.[1] Diese Grundbegriffe sollen „subjektwissenschaftlicher“ Forschung dienen, d. h. einer Analyse von subjektiven Problemen, die vom Standpunkt der Betroffenen ausgeht und den konkreten Zusammenhang psychischer, sozialer und gesellschaftlicher Momente erfasst. Eine solche Analyse ist im Gegensatz zu einer „kontrollwissenschaftlichen“ nicht darauf aus sicherzustellen, dass Menschen sich den Anforderungen und Zumutungen fügen, die mit der Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft und ihrer spezifischen Macht- und Herrschaftsverhältnisse einhergehen. Vielmehr soll sie eine „soziale Selbstverständigung über Handlungsbegründungen“ ermöglichen, die im Blick behält, dass gesellschaftliche Verhältnisse von Menschen geschaffen und daher veränderbar sind – und entsprechende Handlungsmöglichkeiten eröffnen.[2] Mit der Entwicklung der Kritischen Psychologie ist die Absicht verbunden, eine völlige Neuorientierung der Psychologie anzustoßen („paradigmatisch-kategoriale Stoßrichtung“), ihr Anspruch geht also über den einer wissenschaftlichen Schule hinaus. Die Bezeichnung „Berlin school of critical psychology“ ist daher im Grunde irreführend, international aber dennoch gebräuchlich.
- Emanzipation Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipare: einen „Sklaven oder erwachsenen Sohn“ aus der mancipatio, der „feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen“, in die Eigenständigkeit zu entlassen. Im 17./18. Jahrhundert erfolgte eine Bedeutungsverschiebung: Aus dem Akt des Gewährens von Selbstständigkeit wurde eine Aktion gesellschaftlicher und insbesondere politischer Selbstbefreiung (siehe auch Mündigkeit (Philosophie)); Ziel emanzipatorischen Bestrebens ist ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit, meist durch Kritik an Diskriminierung oder hegemonialen z. B. paternalistischen Strukturen, oder auch die Verringerung von z. B. seelischer, ökonomischer Abhängigkeit, etwa von den Eltern. Heutzutage steht der Begriff häufig synonym für die Frauenemanzipation. Oft bezeichnet Emanzipation die Befreiung von Gruppen, die aufgrund ihrer Rasse, Ethnizität, Geschlecht, Klassenzugehörigkeit usw. diskriminiert und von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen waren (z. B. Judenemanzipation – siehe unten – oder Katholikenemanzipation). Für diesen weiteren Begriff politischer Emanzipation hat sich im US-amerikanischen Sprachgebrauch auch die Bezeichnung empowerment (wörtl. „Ermächtigung“) durchgesetzt.