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Entwicklung und Funktionen menschlichen Denkens und Wissens (Fach) / 11 - Moral (Lektion)
Entwicklung und Funktionen menschlichen Denkens und Wissens
Diese Lektion wurde von hannemac erstellt.
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- ab 2 Jahren... ...reagieren Kinder mit Stress auf Verhaltensweisen, die anderen Schaden zufügen
- Verhaltensweisen werden kategorisiert in: - gut und schlecht
- Was können Kinder mit etwa 4 Jahren? - zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden
- Mit 5/6 Jahren: - wird Intention der Lüge berücksichtigt
- Vorschulkinder unterscheiden bereits zwischen: (3) - Moralischem Imperativ - Sozialen Konventionen - Fragen des persönlichen Geschmacks
- Psychoanalyse (Freud): (4) - emotionale Seite der Gewissensentwicklung - Internalisierung über die Identifikation mit gleichgeschlechtlichen Elternteil - Vermeidung von Schuldgefühlen (Angst vor Strafe und Verlust elterlicher Zuneigung) - Moralische Entwicklung mit 6 Jahren abgeschlossen
- Psychoanalyse (Freud) enthält: - ÜBER ICH: Wert- und Normvorstellungen -> handelt nach Moralitätsprinzip - ICH: rationale Lösungen, Kontrolle -> handelt nach Realitätsprinzip -> vermittelt zwischen Über-Ich und Es - ES: (unbewusste) Triebe und Bedürfnisse -> handelt nach Lustprinzip
- Lerntheorie - Moralisches Verhalten wird über Modellbeobachtung und Verstärkung gelernt - Verstärkung verändert v.a. Auftretenswahrscheinlichkeit moralischen Verhaltens - Bedeutung widerspruchsfreier Aussagen und Verhaltensmuster von Bezugspersonen
- Bestrafung von Kindern: (4) - kurzfristig wirksam (momentane Einwilligung) - führt nicht zu bleibenden Veränderung des Verhaltens des Kindes - führt zu Belohnung der Eltern --> Verstärkung - dient als Rollenmodell für Kinder
- Kognitive Entwicklungstheorien: - betonen Fähigkeit des Kindes vernünftig über Gerechtigkeit und Fairness nachzudenken - Aktive Auseinandersetzung mit sozialen Regeln
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- Moralentwicklung nach Jean Piaget (2 Stufen): 1. Stufe: Heteronome Moral (ca. 5-10 Jahre) 2. Stufe: Autonome Moral (ab 10 Jahren)
- 1. Stufe: Heteronome Moral (ca. 5-10 Jahre) - Regeln werden durch Autorität vorgegeben (Gott, Eltern, Lehrer) - Regeln sind permanent, unveränderlich - Regeln erfordern strikten Gehorsam
- 2. Stufe: Autonome Moral (ab 10 Jahren): - Regeln als Prinzipien, die im sozialen Umgang miteinander festgelegt werden - können bei Bedarf verändert werden --> „ideale Reziprozität“ (Gegenseitigkeit)
- Moralentwicklung g nach Lawrence Kohlberg - Stufenmodell mit 3 Hauptstadien und 6 Stufen - Entwickelt über Beurteilung von Konfliktsituationen; Konflikt zwischen unterschiedlichen moralischen Werten (moralische Dilemmata) - Aussagen über moralische Urteile (moralische Reife) - Wichtig ist nicht Inhalt der Reaktion sondern Art und Weise über Problem zu denken - Große Unterschiede im Entwicklungsverlauf von Kindern - Je nach Situation und Problemstellung werden Urteile im Sinne verschiedener Stadien abgegeben
- Moralentwicklung g nach Lawrence Kohlberg (3 Stadien) - Präkonventionelles Stadium (Kindheit) - Konventionelles Stadium (Jugend- und Erwachsenenalter) - Postkonventionelles Stadium (Minderheit der Erwachsenen)
- Präkonventionelles Stadium (Kindheit) Stufe1: Bestrafungsorientierung (Gehorsam) Gründe für moralisches Verhalten: Negative Folgen vermeiden (z.B.: Schmerz, Strafe) - Gut ist Gehorsam gegenüber Autorität um Strafe zu vermeiden
- Präkonventionelles Stadium (Kindheit) Stufe 2: Kosten-Nutzen Orientierung Gründe für moralisches Verhalten: eigene Bedürfnisse befriedigen, Belohnung bekommen - Gut ist wodurch eigenen Bedürfnisse befriedigt werden. - Gerecht ist was gleichwertiger Austausch ist (gegenseitiges Gefallenerweisen)
- Konventionelles Stadium (Jugend- und Erwachsenenalter) Stufe 3: Braves-Kind Orientierung Gründe für moralisches Verhalten: Akzeptanz erhalten, Ablehnung vermeiden - Gut ist was Freunden und Verwandten gefällt und von ihnen gelobt wird - Gut ist es sich Partnern ggü. loyal zu verhalten
- Konventionelles Stadium (Jugend- und Erwachsenenalter) Stufe 4: Autoritäts-Orientierung Gründe für moralisches Verhalten: Regeln befolgen - Bedeutung von sozialen Normen für Funktionieren einer Gesellschaft wird erkannt - Gut ist es seine Pflicht zu tun und Regeln und Gesetze um ihrer Selbst willen zu erhalten
- Postkonventionelles Stadium (Minderheit der Erwachsenen) Stufe 5: Orientierung am sozialen Vertrag Gründe für moralisches Verhalten: Etwas für Wohlergehen der Gesellschaft tun - Gut ist Grundrechte zu unterstützen - Normen und Gesetze werden nicht als absolut gesehen und nur noch als verbindlich angesehen, wenn sie für den Menschen mehr Gutes bewirken, als wenn sie nicht da wären
- Postkonventionelles Stadium (Minderheit der Erwachsenen) Stufe 6: Orientierung an ethischen Prinzipien Gründe für moralisches Verhalten: Gerechtigkeit herstellen, zwischenmenschliche Achtung - Gut ist, ethische Prinzipien als maßgebend zu betrachten, denen die ganze Menschheit folgen sollte - Gut ist, was mit selbstgewählten ethischen Prinzipien (mit Anspruch auf Universalität) in Einklang steht
- Zusammenhänge zwischen Entwicklungstheorien von Piaget und Kohlberg Bestrafungsorientierung --> Präoperational, früh konkret-operational;heteronome Moral Kosten-Nutzen Orientierung --> konkret-operational; heteronome Moral heteronome Moral Braves-Kind Orientierung --> früh formal-operational Autoritäts-Orientierung Orientierung am sozialen Vertrag --> formal--operational Orientierung an ethischen Prinzipien
- Kritik an Kohlbergs Theorie der Moralentwicklung - Möglicher Geschlechter“bias“ - Stark kulturabhängig (gültig v.a. für westliche Kulturen) - Geringe Korrelation zwischen moralischem Urteil und moralischem Handeln
- Grundlage (fast) aller Theorien: Externale Kontrolle --> Internale Standards