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Biologie (Fach) / ÖEB - Tiere - VL (Lektion)

ÖEB - Tiere - VL

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  • Erklären Sie kurz, was man unter (1.) einer monophyletischen, (2.) einer polyphyletischen und (3.) einer paraphyletischen Gruppe versteht. Stellen Sie die jeweiligen Gruppen in einer Stammbaum-Skizze dar und erklären Sie, inwieweit (Syn-)Apomorphi Monophyletische Gruppe: Stammart und alle davon abstammenden Folgearten (1 Punkt). Wird begründet durch (Syn-) Apomorphien (0.5 P.), d.h. gemeinsame, abgeleitete (homologe) Merkmale (0.5 P.). Zum Beispiel Säugetiere (0.5 P.). Begründung durch Synapomorphien, u.a. sekundäres Kiefergelenk, Milchdrüsen (0.5 P.).   Polyphyletische Gruppe: Abkömmlinge verschiedener Linien, aber nicht die Stammart selbst (1 P.).Wurde begründet durch Konvergenzen (auch: Analogien; 0.5 P.), d.h. Merkmale, die sich ähneln, jedoch nicht aufgrund von gemeinsamer Abstammung (0.5 P.). Zum Beispiel „Protozoa“ (0.5 P.). Begründung: Protozoa fasst einzellige, heterotrophe Organismen aus verschiedensten Linien zusammen (0.5 P.).   Paraphyletische Gruppe: Stammart und einige, jedoch nicht alle davon abstammenden Arten (1 P.).Wurde begründet durch Plesiomorphien (0.5 P.), d.h. ursprüngliche Merkmale (0.5 P.). Zum Beispiel Reptilien (0.5 P.). Begründung: sind paraphyletisch, da sie die Vögel nicht mit einschließen (0.5 P.)
  • Beschreiben Sie die Evolution des Kiefers und der Gehörknöchelchen der Landwirbeltiere, ausgehend von der Situation bei den "Fischen". Fische besitzen ein primäres Kiefergelenk, welches aus dem 1. Kiemenbogen (Mandibularbogen oder Kieferbogen, besteht aus Quadratum und Articulare) hervorging.Aus dem Hyomandibulare des 2. Kiemenbogens (Hyoidbogen oder Zungenbeinbogen) geht die Columella (Stapes, Steigbügel) als einziges Gehörknöchelchen der Amphibien, "Reptilien" und Vögel hervor. Säugetiere beziehen den Kieferbogen mit ins Gehör ein, undbesitzen daher 2 weitere Gehörknöchelchen: Amboss (evolvierte aus Quadratum) und Hammer (evolvierte aus Articulare). Ein sekundäres Kiefergelenk entsteht neu aus Squamosum und Dentale.
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