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Sozialpsychologie (Fach) / Sozialpsychologie-Klausur (Lektion)
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- Definieren Sie das Konzept der Einstellungen Einstellungen, die im Kern nichts anderes sind als positive oder negative Bewertungen eines Einstellungsgegenstandes (wobei dieser Einstellungsgegenstand Personen, Gruppen, Ideen, Organisationen, Verhaltensweisen etc., d.h. Sämtliche sozialen Sachverhalte, darunter auch Studienfächer, Urlaubsziele, Konsumartikel ), sind diejenigen Bewusstseinsinhalte, die für jedes Individuum, aber auch innerhalb von Wissenschaft und Forschung und auch für gesamt-gesellschaftliche Systeme und Teilsysteme (Organisationen, Parteien, staatliche und halbstaatliche Administrationen) von Bedeutung sind. Einstellungen werden unterschiedliche Funktionen zugesprochen: Sie haben eine Anpassungsfunktion, Selbstbehauptungsfunktion, Selbstdarstellungsfunktion und eine Wissensfunktion,
- Nennen Sie drei psychometrische Verfahren zur Erfassung von Einstellungen (a) Psychometrische Messverfahren, die meist in Form von Einstellungsskalen standardisierte Testverfahren darstellen (Bsp. Paarvergleichsverfahren L.L. Thurston, Eigenschaftslistenverfahren, Skala der sozialen Distanz, Likert-Skala, semantisches Differential) (b) sog. Nicht-reaktive Messverfahren, die versuchen, auf indirektem Wege Einstellungen in der Weise zu erfassen, dass die Befragten nicht wissen, dass ihre Einstellungen erfasst werden (Bsp. Beobachtungsverfahren, archivarische Verfahren (Analyse von Dokumenten), physiologische Messungen) (c) Implizite Einstellungs-Tests, die Einstellungen über Reaktionszeiten erfassen wollen, wobei die generelle Regel gilt, dass die Reaktionen auf dargebotene Stimuli schneller sind je zugänglicher, abrufbereiter oder bekannter eine Reaktion im Gedächtnis abgespeichert ist (Bsp. Der implizite Assoziationstest (Greenwald, 1998))
- Nennen Sie positive und negative Formen der Selbstdarstellung Positive Formen: - Self-promotion (auf eigene Vorzüge hinweisen) - Self-enhancement (sich selbst als wertvoll darstellen/ seinen eigenen Selbstwert erhöhen) - Basking in reflected glory (sich über Kontakte zu anderen Personen/Gruppen aufwerten) - Self-disclosure (sich offen geben) Negative Formen: - Ingratiation (sich einschmeicheln) - Self-handicapping (man stellt sich als beeinträchtigt dar, sodass spätere Misserfolge einem nicht angelastet werden können) - Intimidation (man bedroht andere) - Justification (man rechtfertigt sich) - Refusal (spricht anderen das Recht ab, negativ zu urteilen) - Disclaimers (sich vor dem Eintreten in eine peinliche Situation sich durch leugnen, abschwächen der Verantwortung entledigen)
- Was ist Attribution? - subjektive Ursachenzuschreibung - Interpetationsprozess unserer Erfahrungswelt, durch den man sozialen Ereignissen und Handlungen Gründe und Ursachen zuschreibt.
- Nennen Sie mindestens zwei Kernmotive nach S.T. Fiske (a) Understanding (Bedürfnis zu verstehen und vorhersagen was in der Welt passiert) (b) Controlling (Bedürfnis nach effektiver Kontrolle des Handelns und der Ergebnisse) (c) Trusting (Bedürfnis anderen Vertrauen zu können, sich auf andere Verlassen können) (d) Self-Enhancing (Bedürfnis einen positiven Selbstwert zu haben/ zu bekommen) (e) Belonging (das Motiv, dauerhafte und stabile Beziehungen mit anderen einzugehen)
- Nennen Sie frühe Untersuchungen zum Erwerb von Vorurteilen - Clark & Clark (1958): 253 Kinder im Alter von 3-7 Jahren, insgesamt vier Puppen vorgelegt (zwei weiße zwei schwarze), Kinder sollten als Antwort auf die 8 Fragen auf Puppen zeigen (Bsp. Gib nir die Puppe, die böse aussieht/schön aussieht/mit der du spielen willst etc.) è Ergebnisbsp: gib mir die Puppe, die böse aussieht: 149 Kinder gaben die farbige Puppe, 42 die Weiße.
- Welche Formen von Rassismus gibt es? Traditioneller (blatant) Rassismus (individueller, konstitutioneller, kultureller Rassismus), moderner Rassismus (symbolischer, aversiver, ambivalenter Rassismus)
- Wie ist das Modell des überlegten Handelns von Fishbein & Ajzen aufgebaut? - 1966 Entwicklung des Modells durch Fishbein & Ajzen, 1980 Erweiterung zu einem Verhaltensvorhersagemodell durch Ajzen Urversion Fishbein-Modell: Erweiterte Version durch Ajzen
- Welches sind die zentralen Ergebnisse der Untersuchung von S. Asch zur Eindrucksbildung? Mit Hilfe einer Adjektivliste sollen „fiktive“ Personen beurteilt werden. Bei diesem Versuch wurde die Zentralität von Eigenschaften bewiesen. Personen aus der Adjektivliste mit dem Adjektiv warm wurden gutmütiger als mit dem Adjektiv kalt beurteilt.
- Was ist der Versuchsleitererwartungseffekt und von wem stammt er? Von Rosenthal & Fode, 1963 Versuchsleiter denen man vor ihrem Experiment Informationen über die Versuchspersonen etc. zugespielt hat, wiesen in ihren Experimenten gerade solche Effekte nach
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- Was ist eine implizite Theorie? - Laientheorie/ Alltagstheorie - Merkmalen zur Beschreibung und Klassifikation anderer Personen oder Ereignisse; aus dem Vorliegen bestimmter Merkmale wird dann auf andere Merkmale geschlossen.
- Was sind Heuristiken? - Schnellschlüsse des Gehirns (Urteile unter Unsicherheit), Daumenregeln à kein theoretischer Status - Bsp. Repräsentativitätsheuristik: Wir treffen Person, die klein und dünn ist und gerne Gedichte liest. Ist die Person Professor für Altphilologie oder Lastwagenfahrer? Repräsentationsheuristik -> Altphilologe
- Welche Attributionsfehler kennen Sie? - Fundamentaler Attributionsfehler (correspondense bias) - Falscher Konsensus Effekt = alle anderen denken genauso - Self-serving bias (schlechte Leistungen werden bevorzugt über ungünstige Bedingungen in der Umwelt erklärt) - Actor-observer difference
- Was ist ein Prototyp? Der ideale Repräsentant einer Kategorie. Eine Kategorie besteht aus verschiedenen „Mitgliedern“ die sich auf einem Kontinuum anordnen lassen und der ideale Repräsentant einer Kategorie nennt sie Prototyp (Rose Prototyp der Kategorie Blume)
- Was sind Skripts? - Schemata von Ereignissen und Verhaltensabläufen in Situationen, wie z.B. ein Restaurant-Besuch
- Nennen Sie mindestens drei Theorien des Selbst - Impression-Management (Selbstdarstellung) - Selbst-Aufmerksamkeit (man nimmt Diskrepanz zwischen ideal und real Selbst wahr à Motivation zum Ideal hin) - Selbstkategorisierung personale bzw. soziale Identität als Ergebnis eines Selbstkategorisierungsprozesses. Will Erklärungen für Verhaltensweisen finden, die eher von der persönlichen bzw. der sozialen Identität bestimmt sind.
- Welche Formen von Sexismus kennen Sie? - Traditioneller Sexismus (a) die generelle Betonung von Geschlechterunterschieden, b) der Glaube an die Minderwertigkeit von Frauen, c) die Unterstützung traditioneller Geschlechterrollen. - Moderner Sexismus - ambivalenter Sexismus: hostiler Sexismus (konsistente negative Bewertung von Frauen), benevolenter Sexismus (positiviere Bewertung von Frauen: Frauen müssen beschützt, umsorgt werden, sind sanft, einfühlsam, warmherzig)
- Welche Theorien zur Erklärung von Stereotypen und Vorurteilen kennen Sie? - Theorie der autoritären Persönlichkeit - Dogmatismus-Konzeption - Die Theorie der sozialen Identität und der soziale Kategorisierungsansatz Weitere Theorien: - Ferienlager-Experiment von M. Sherif et al.(1966) Konflikttheorie des Intergruppenverhaltens, die ungleiche Machtverhältnisse, Konkurrenz und knappe Ressourcen der Ursprung von Vorurteilen und Diskriminierungen sind. Demgegenüber reduzieren gemeinsame Ziele ehemals konkurrierender Gruppen Konflikte und damit auch das Ausmaß an Vorurteilen, Ethnozentrismus etc. 1. Phase Gruppenbildung: gemeinsame Aktivitäten = hohes Commitment 2. Phase Konfliktphase: zweite Gruppe wird als Rivale angesehen à Kämpfe 3. Phase Kooperationsphase: ein best. Ziel kann nur gemeinsam erreicht werden à Rivalitäten legten sich - Konzepte der automatischen und kontrollierten Prozesse (Devone, 1989) grundsätzlich kann man zwei Prozesse der Informationsverarbeitung unterscheiden: ein automatischer Prozess, bei dem ein Stereotyp aktiviert wird ohne dass wir uns dessen bewusst sind, allein dadurch, dass ein Vertreter einer Gruppe in unser Blickfeld gerät, zu dem ein kulturell geprägtes Stereotyp existiert. Allerdings: derartige Stereotyp-Aktivierungen müssen nicht unbedingt zu Diskriminierungen führen, da es einen zweiten Verarbeitungsmechanismus gibt, der als kontrollierte Verarbeitung beschrieben wird und der automatischen nachgeschaltet ist und die automatisch aktivierten Stereotype modifizieren oder unterdrücken kann.
- Nenne Sie mindestens drei Theorien aus dem Themenbereich „Selbst und Identität“ - Die Selbstwahrnehmungstheorie (Bem, 1972) Eigene Gefühle und Einstellungen können, wenn man sich über sie unsicher ist, durch Analyse des vergangenen eigenen Verhaltens erschlossen werden. Demnach kann die Selbstwahrnehmungstheorie von Daryl Bem als ein auf sich selbst bezogener Attributionsprozess angesehen werden. - Die Theorie der sozialen Identität (Tajfel, 1978) SIT, Die Kategoriesierung von Personen in eine Eigen- und eine Fremdgruppe sind Grundlage der Bildung sozialer Identität à ingroup-favorisierung und outgroup-diskriminierung - Terror-Management-Theorie (Pyszcynski, Greenberg & Solomon ,1997)die von der Tatsache ausgeht, dass wir nun einmal sterblich sind und die Vorstellungen von eben diesem Ende mit Angst und Schrecken (terror) verbunden sind. Gedanken an den Tod werden vielfach verdrängt, vermieden oder unterdrückt. Eine Reaktion auf diese Bedrohung besteht nun aber darin, dem eigenen Leben einen Sinn zu geben, der über die eigene Lebenszeit hinausgeht. Ein positives Selbstbild wie ein kulturell stabilisierender Puffer, weil damit klar wird, dass man sich als Teil einer sinnhaften und dauerhaften Existenz fühlen kann.
- Nennen Sie mindestens drei Theorien der Einstellungsänderung - Theorie der kognitiven Dissonanz (Festinger, 1957) Inkonsistenzen zwischen kognitiven Elementen erzeugen einen motivationalen Druck in Richtung Konsistenz. Allerdings entsteht diese Dissonanz nur dann, wenn die Kognitionen individuell relevant oder bedeutsam sind. - Persusasionstheorie - Balance-Theorie - Soziale Urteilstheorie
- Was ist der „mere exposure effect“? (Zajonc, 1968) - Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Darbietung von Reizen und der positiven Beurteilung der Reize (dies gilt z.B. auch für chinesische Schriftzeichen, sinnlose Silben, Poster, fremdartige Musikstücke etc.).
- Geben Sie einige Beispiele für die Ergebnisse massenkommunikativer Forschung - Experten sind überzeugender als Laien - Populäre und attraktive Kommunikatoren sind effektiver als unattraktive - Menschen, die schnell sprechen, sind überzeugender als diejenigen, die langsamer sprechen - Persuasion ist erfolgreicher, wenn sie mit leichten Furchtappellen verbunden ist - Menschen werden eher überzeugt, wenn sie abgelenkt sind - Ist das Publikum eher kritisch, ist es besser, zweiseitig zu argumentieren - Eine Kommunikation ist weniger wirkungsvoll, wenn sie zögernd, mit vielen Fragen, Füllwörtern etc., vollgestopft ist. - Frauen lassen sicher mehr beeinflussen als Männer (aber die Themen sind sex-biased und die Untersucher meist männlich!) - das kalendarische Alter hat keine Bedeutung für die Einstellungsänderung - Andere Untersuchungen zeigen, dass es eine U-förmige Beeinflussungskurve gibt (Maximum in der frühen Kindheit und im höheren Erwachsenenalter) - Argumente, die mit dem eigenen Standpunkt unvereinbar sind, werden kritischer beurteilt und auch in ihrer Bedeutung weniger wichtig eingeschätzt (disconfirmation bias) - Es gibt einen sog. „third-person effect“, (ein „cognitive bias“) wonach man sich selbst für weniger beeinflussbar hält als (z.B. bei Werbung) als die anderen. - Es gibt eine Reihe von Persönlichkeitsvariablen, wie z.B. „need for cognition“, „need to evaluate“, „need for closure“, „preference for consistency“ etc., bei denen Untersuchungen immer dann eine geringe Beeinflussbarkeit festgestellt haben, wenn der Ausprägungsgrad auf diesen Variablen hoch war.
- Welche Ergebnisse zeigen die neueren Metaanalysen zur Relation von Einstellung und Verhalten. - Zum einen in der klassischen Variante der Auswertung sämtlicher vorliegenden empirischen Untersuchungen, bei denen sich wie üblich zeigt, dass die Korrelationen zwischen Einstellungen und Verhaltensintentionen fast immer größer sind als die Korrelationen zwischen Intentionen und Verhalten. - Zum zweiten aber konnten wir deutlich machen, dass die Einstellungs-Verhaltenskorrelationen durchschnittlich davon abhängig waren, welcher Verhaltensbereich untersucht wurde.
- Nennen Sie Merkmale und Komponenten von Einstellungen! : Sie sind immer auf ein Objekt bezogen, sind messbar, sie beeinflussen Verhalten, sind Defizit oder explizit (diejenige die wir äußern), dauerhaft, veränderbar, können unipolar bipolar oder eindimensional sein, Steuer und Kontrollinstrumente, erlernt, affektive(ich liebe diese Stadt), kognitive und Verhaltenskomponenten(ich bin auch bereit für meine Ideen demonstrieren zu gehen)
- Nennen Sie bitte 3 psychometrische Verfahren zur Erfassung von Einstellungen. Skala der kognitiven Dissonanz Likert Skala Eigenschafts-Listen-Verfahren Paarvergleichsverfahren Semantisches Differential/Polaritätenprofil
- Nennen Sie bitte mind. drei Theorien der Einstellungsänderung! Theorie der kognitiven Dissonanz, die Selbstwahrnehmungstheorie, soziale Urteilstheorie, Elaboration like…modell, Balancetheorie, Wahrscheinlichkeitsmodell
- Was ist eine Cross-lagged Panel? Aufmalen!!!!! TV-Gewalt führt zu erhöhter Aggressivität A: Verhalten 1 und Verhalten 2 werden zu unterschiedlichen Zeiten untersucht
- Definieren Sie bitte das Konzept der Gruppe! Mind 2 Personen oder mehr haben sich zusammengefunden weil sie ein best. Ziel erreichen wollen, gemeinsames Schicksal haben, gemeinsame Interessen, interdependent, Austausch von affektiven Erfahrungen
- Was versteht man unter sozialer Leistungsaktivierung(social facivication)(v. Tripple/Seins)? Soziale Erleichterung, Soziale Hemmung, der Leistungsvorteil von Gruppen bei einfachen Aufgaben, bei einfachen Aufgaben werden Leistungen durch die Anwesenheit anderer vermehrt/gesteigert, bei leichten Aufgaben und guten Fähigkeiten steigert die Anwesenheit Anderer das Leistungspotenzial, bei schlechten Fähigkeiten und schwierigen Aufgaben wird die Leistung durch Anwesenheit Anderer gesenkt Wichtig: Die Aufgaben müssen einfach sein
- Definieren Sie das Konzept Führung Eine Gruppe wird in Richtung eines bestimmten Ziels gelenkt durch eine Person, die die Gruppe lenkt.
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- Welche Arten von Gruppen kennen Sie? Ingroups/Outgroups, Referenzgruppe/Bezugsgruppe, Primäre Gruppen: Familie, Freizeitgruppen, Arbeitsgruppen, sekundäre Gruppen
- Was versteht man unter Aggression? Jede Form von Verhalten, das ein Lebewesen verletzt und ihm Schaden zufügt, gilt als vermeidend, Aggression ist ein Verhalten!!! (Die Einstellung dazu wäre Aggressivität)
- Welche Bedingungen führen zu erhöhter Aggression? Situative Einflüsse wie Temperatur, Alkoholkonsum, Soziale Enge, Biologische Faktoren(Testosteron↑), soziale äußere Einflüsse, Stress zuhause, erhöhte Frustration, Musik, TV-Gewalt, soziale Hinweisreize, Gruppensituationen(Fußballstadion)
- Definieren Sie bitte Hilfreiches Verhalten! ohne persönlicher Nutzen, Hilfreiches Verhalten liegt vor, wenn man jemanden aus einer Notlage hilft ohne dass wir professionell dazu verpflichtet sind, (ich wollte jemanden aus einer Schlammgrube retten) ohne persönlichen Nutzen, Altruismus, aus eigener Initiative