14

Konserivierung, Restauierung (Fach) / 1. Konsolidierung Grundbegriffe (Lektion)

Klebemittel / Klebemittel<-> Klebefläche(n)

Diese Lektion wurde von MartinaBeyer erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Viskosität Maß für die Zähflüssigkeit Einheit: mPa·s
  • Thixotropie/ Strukturviskosität Abhängigkeit der Viskosität eines Stoffes von mechanischer Krafteinwirkung (Scherkräften) und ihrer Dauer/ Abhängigkeit der Viskosität von den einwirkenden Scherkräften. (Je stärker die Scherung, die auf das Fluid wirkt, je gelöster die Verhakungen z.B. der Polymerketten, desto niedrigviskoser ist es.)   Methylcellulose
  • Kolloidsysteme Dispersionen/ Suspensionen/ Emulsionen: In ihnen sind Teilchen oder Tröpfchen in einem anderen Medium (fest, gasförmig oder flüssig), dem Dispersionsmedium, fein verteilt. Meist handelt es sich um Emulsionen oder Suspensionen von Tröpfchen oder Teilchen in einer Flüssigkeit. Möglich sind aber auch Feststoffe in Dispersionsmedien, die fest, flüssig oder gasförmig sind.    Milch, Blut (Emulsionen – Tröpfchen in Flüssigkeit) Schlagsahne (Gas in Flüssigkeit) Schaumstoff, Milchquarz (Gas in Feststoff) Spezielle Verbundwerkstoffe, Opalglas (feste Teilchen in Feststoff) Rauch (Teilchen im Gas) Nebel (Tröpfchen im Gas)  
  • Dispersion/ Suspension/ Emulsion Dispersion ist ein Oberbegriff für heterogene Gemische (nicht Lösungen oder Verbindungen). Eine Suspension beschreibt dies etwas genauer (fest-flüssig). Teilchen bewegen sich in einem Fluid. Häufig wird der Begriff Dispersion für Suspension eingesetzt.  Dagegen ist der Begriff Emulsion (auch eine Dispersion) für heterogene flüssig-flüssig Systeme geläufig wie Milch oder Mayonnaise.   
  • Tg - Glasübergangstemperatur auch Glastemperatur, Glasumwandlungstemperatur oder Einfriertemperatur.    Definition: Unterhalb dieser Temperatur keine molekularen Bewegungen der Polymere. Bei Tg wandelt sich ein hartes (glasartiges oder teilkristallines) Polymer in eine gummiartige bis zähflüssige "Schmelze" um -> "Erweichungstemperatur" Bei Tg ändern sich die physikalischen Eigenschaften: Viskosität -> zähflüssiger, Oberfläche wird klebrig Härte -> geringer Elastizität -> steigt Voumen -> größer   Der Glasübergang trennt den unterhalb liegenden "spröden" Bereich (=Glasbereich) vom oberhalb liegenden "weichen" Bereich (=gummielastischer Bereich).   Zur Beurteilung der Elastizität eines Stoffes. Je kleiner Tg, desto elastischer der Stoff.    
  • Kapillarität   Kapillarität ist das Verhalten von Flüssigkeiten, wenn sie in Kontakt mit Kapillaren (engen Röhren, Spalten oder Hohlräumen) in Feststoffen kommen. Diese Effekte werden durch die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten selbst und der Grenzflächenspannung zwischen Flüssigkeiten und der festen Oberfläche hervorgerufen.   Transport von Flüssigkeiten in Poren und Mikrorisse, kann z.B. durch das Einbinden eines LM in Gele beeinflusst werden.   
  • Porosität Verhältnis von Hohlraumvolumen zu Gesamtvolumen eines Stoffes oder Stoffgemisches. Die Porosität hat großen Einfluss auf die Dichte eines Materials.
  • Absorption - Adsorption Aufnahme oder „Lösen“ eines Stoffes in einer anderen Phase ( keine chemische Reaktion). Aufnahme durch Affinität in das freie Volumen der absorbierenden Phase -     Anlagerung an der Oberfläche (Adsorption).
  • Diffusion   Physikalische Durchmischung, Verteilung von Stoffen durch die gleichmäßige Verteilung von Teilchen (Atome, Moleküle, Ladungen auch als Gas) in Stoffen ( Gase, Flüssigkeiten, Feststoffe).   Temperaturabhängig wie der Dampfdruck  
  • Oberflächenspannung/ Oberflächenenergie   Die Oberflächenspannung wird erzeugt durch Molekularkräfte, die versuchen, die Oberfläche klein zu halten /  Die Oberflächenenergie ist notwendig, um eine chemische Bindung aufzubrechen. Da der thermodynamisch stabile Zustand eines Systems derjenige mit der geringsten (freien) Energie ist, hat jedes System ein Bestreben, Oberflächen hoher Oberflächenenergie zu vermeiden oder zu minimieren. Daraus folgt beispielsweise, dass Materialien hoher Oberflächenenergie leicht durch Materialien geringer Oberflächenenergie bedeckt werden (Benetzung), aber nicht umgekehrt. Als grobe Regel kann gelten, dass Materialien mit starken Bindungen (diese haben meist einen hohen Schmelz- und Siedepunkt) höhere Oberflächenenergien als schwächer gebundene Materialien haben.  Bei Flüssigkeiten ist die Oberflächenenergie gleich der Oberflächenspannung.  
  • Anzeige
  • Benetzbarkeit   Benetzung fester Oberflächen mit Flüssigkeiten.  Abhängig von den beteiligten Oberflächenspannungen und dem Kontaktwinkel (Young´sche Gleichung). Je kleiner der Kontaktwinkel, desto größer die Benetzbarkeit. Um zu beurteilen, ob ein Tropfen sich auf einer Oberfläche ausbreitet, vergleicht man die Kohäsionskräfte innerhalb des Tropfens mit den Adhäsionskräften gegenüber der Oberfläche. Überwiegen die Adhäsionskräfte die Kohäsionskräfte bei weitem, wird der Tropfen sich auf der Oberfläche vollständig ausbreiten, er wird sie vollständig benetzen.  
  • Hydrophobie/ Hydrophilie   Beschreiben Wechselwirkungen mit Wasser bzw. polaren Stoffen (nicht Beschrieben werden die Löslichkeit oder Wasseranziehung, -bindung). hydrophobe Stoffe mischen sich nicht mit Wasser. Es perlt an ihnen ab. Es handelt sich um unpolare Stoffe wie Fette, Wachse und Alkohole mit langen Alkylresten. Meist lösen sie sich gut in Fett und Öl (lipophil).  Hydrophile Stoffe (wasserliebend) in der Regel Salze (Ionenverbindungen) oder polare Substanzen, die sich im ebenfalls polaren Wasser entsprechend gut lösen. Häufig lipophobe Stoffe.   
  • Adhäsionskräfte hauptsächlich an Grenzflächen wirksam und vorwiegend nach außen gerichtet
  • Kohäsionskräfte Kohäsionskräfte sind im Inneren der Stoffe wirksam