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Psychologie (Fach) / Allgemeine II (Lektion)
Emotionen - Motivation - Lernen u. Gedächtnis
Diese Lektion wurde von derloda erstellt.
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- Abgrenzung Emotionen (zu zwei anderen Konstrukten) •Gefühle: innere, subjektive Zustände; von außen oder von innen angeregt; bewußt/erlebt; zeigen Wertungen an und Grad der Zielerreichung bzw. determinieren motivationale Richtung •Stimmungen: Hintergrundgrund des Bewusstseinserlebens, färben alles Erleben. Qualitativ verschiedene Gefühle, auch entgegengesetzte, sind auf dem Hintergrund von positiven und negativen Stimmungen durchaus möglich, werden aber von den Stimmungen eingefärbt. •Emotionen: handlungssteuernde Zustände; Reaktionen auf Ereignisse, nur teilweise bewusst - subjektive / erlebte Komponente → - Verhaltenskomponente / Ausdruck → nur mäßig korreliert - physiologische Komponente →
- Was sind Emotionen? •Gesamt von drei (wechselseitig verbundenen) Reaktionsarten: - Physiologische Reaktion- Manifestes Verhalten (inkl. Ausdruck)- Erlebensaspekt •Funktion von Emotionen: Ressourcen des Körpers so ordnen, dass er auf Veränderungen in der Umwelt in angepasster Weise reagieren kann
- Affective Style (approach-withdrawal) Richard Davidson •Right brain activation – Withdrawal •Left brain activation – Approach
- J. Gray‘s Reinforcement Theory Behavioural Inhibition System (BIS) is thought to be related to sensitivity to punishment and avoidance motivation (and neuroticism) and activation of hippocampus-septum, The Behavioural Activation System (BAS) BAS is thought to be related to sensitivity to reward as well as approach motivation (Striatum and frontal cortex).
- 3 Komponenten von Emotionen: physiologische Erregung Ausdrucksverhalten bewusste Erfahrung
- Emotionstheorie von James Lange: physiologische Erregung Wahrnehmung der Erregung Emotion
- Emotionstheorie von Cannon und Bard: emotionsauslösender Stimulus gleichzeitig: physiologische Reaktion + Emotion
- Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion von Schachter und Singer: Zusammenspiel von Denken und Fühlen, nicht zeitliche Abfolge 2 Komponenten: physiologische Erregung + kognitive Interpretation
- Rolle des autonomen Nervensystems bei emotionaler Erregung: Sympathikus: - Nebennierenrinde: Adrenalin und andere Stresshormone - Herzfrequenz - Blutdruck - Blutzuckerspiegel Parasympathikus: - rest an digest
- Erörtere die Beziehung zwischen Erregung und Leistung: Umgekehrt u-förmiges Verhältnis von Erregung zu Leistung Aufgabenschwierigkeit ist ein weitere Faktor (einfach → negativ, schwierig → positiv) Leistung = - a (Erregung + Schwierigkeit)x + b, x muss gerade sein
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- 3 Emotionen mit ähnlicher physiologischer Erregung: Angst – Wut – sexuelle Erregung emotionale Wahrnehmung + Mimik aber unterschiedlich
- physiologische und neuronale Aktivitätsmuster von Emotionen (Beispiele): Angst: Braue, Amygdala Freude: Wangen, unter den Augen negativ (z.B.: Ekel): rechter Präfrontalkortex positiv (z. B.: Begeisterung): linker Präfrontalkortex (viele Dopaminrezeptoren (Nucleus accumbens)
- Wie beeinflusst der Übertragungseffekt Emotionen: Erregung bei einem Ereignis überträgt sich auf das nächste (erst Sport, dann Aggression am Steuer) kognitive Deutung verringert unangemessene Übertragung (Adrenalin-Experiment Schachter und Singer, 1962)
- 2 Bahnen der Emotionsweiterleitung: Bahn 1: „schneller untere Weg“: Thalamus → Amygdala → Hippocampus, motorische Areale, Sympathikus Bahn 2: „langsamer hoher Weg“: Thalamus → Kortex → Hippocampus, Amygdala
- Grundemotionen: Freude, Überraschung, Trauer, Aggression/Wut, Ekel, Angst/Furcht, (Scham), (Schuld), (Interesse/Begeisterung), (Verachtung)
- Dimensionales Emotionsmodell: Erregung Valenz
- 2 Arten, Angst zu lernen: Erfahrung: Konditionierung und Konditionierung genetische Disposition (ht2a-Rezeptor-Gen)
- Biologische Komponenten der Angst: „natürliche“ Ängste sind leichter zu lernen (Schlangen, Spinnen, Höhen) als künstliche (schnelles Fahren, Bomben, Elektrizität) Amygdala hat eine Schlüsselrolle bei der klassischen Konditionierung (Assoziationen Stimulus, Kontext) Interindividuelle Unterschiede in der Furchtsamkeit (50% genetisch)
- Verbreitete Auslöser und Folgen von Wut: Auslöser: - Ärger Folgen chronischer Wut: negativer Affekt, Herzinfarktrisiko
- Bewerte die Katharsishypothese in Bezug auf Wut: Katharsishypothese: Vorstellung, aggressive Tendenzen können abreagiert werden durch aggressive Handlungen Bewertung: trifft nur bei unmittelbarer Reaktion auf aggressions-auslösenden Stimulus zu. Ansonsten keine Abreaktion, im Gegenteil: Verstärkung aggressiver Tendenzen Alternativen: Abwarten und/oder Vergeben
- feel-good, do-good phenomenon: gute Stimmung führt zu: - größerer Bereitschaft anderen zu helfen → Positive Psychologie
- Wie langfristig sind Emotionen: Negative Emotionen sind nach dem Aufwachen und vor dem Schlafengehen am intensivsten. Die negative Stimmung eines Tages hält selten länger als einen Tag an (Ausnahme: ptsd, Depression) Es gibt eine individuelle Glückshomeostase, die sich auch nach Lottogewinn und Querschnittslähmung wieder einstellt.
- Befunde zu Reichtum und Glück: negative Stimmung kann durch Befriedigung der Grundbedürfnisse vermieden werden Befriedigung der Grundbedürfnisse allein macht aber nicht glücklich relative Deprivation macht bei Vergleich mit besser gestellten unglücklich auf Staatsebene gelten die gleichen Regeln
- 2 Aspekte der relativen Deprivation: Anpassungsniveau: Glück ist relativ zu: - früheren Erfahrungen Vergleich mit anderen
- Beispiele für Methoden, Glücksniveau zu beeinflussen: genetische Faktoren anhaltendes Glück hängt nicht von finanziellem Erfolg ab Entscheidungsfreiheit über Zeiteinteilung Handeln als wäre man Glücklich (auch Mimikry) Arbeit und Hobbys suchen, bei denen man seine Fähigkeiten einsetzen kann regelm. Sport treiben so viel Schlafen wie notwendig enge Beziehungen über sich hinausblicken (Vergleich mit Unglücklicherne) Dankbar sein für das, was man hat spirituelle Praxis