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Sozialpsychologie (Fach) / Interpersonal Attraction (Lektion)
Definition: interpersonal attraction, Bedingungen für Attraktion (Nähe, Ähnlichkeit, reziproke Zuneigung, Attraktivität, Emotion, sozialer Austausch)
Diese Lektion wurde von Yanfei erstellt.
- Nenne die 6 Bedingungen für Attraktion. Nähe, Ähnlichkeit, reziproke Zuneigung, Attraktivität, Emotion und sozialer Austausch.
- Erkläre den Effekt der Nähe und warum dieser wirkt. Nenne 2 passende Studien. Je häufiger wir einen Menschen sehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie unsere Freunde werden. Nach einer Studie hatten Menschen 65% aller Freunde im Wohnkomplex im gleichen Haus, 41% waren sogar Tür-an-Tür-Nachbarn, 22% wohnten 2 Türen weiter, aber nur 10% im gegenüberliegenden Flur. Noch wichtiger als die physiologische ist allerdings die psychologische funktionale Distanz, denn Menschen, die am Briefkasten wohnten, hatten mehr Freunde im ganzen Haus. Der Effekt von Nähe wirkt aufgrund von Vertrautheit und mere exposure. Wir neigen umso eher dazu, einen Reiz zu mögen, je mehr wir diesem Reiz ausgesetzt sind. Bei einer Studie wurden Frauen attraktiver empfunden und eine höhere Zuneigung wurde berichtet, je öfter sie im Vorlesungssaal anwesend waren.
- Erkläre den Effekt der Ähnlichkeit und wie die Effekte der Nähe und der Ähnlichkeit zusammenhängen. Was steckt hinter dem Effekt der Ähnlichkeit? Bei Ähnlichkeit von Interessen, Einstellungen, Werten, Persönlichkeit, etc. ist eine Person für uns anziehender. Ähnlichkeit und Nähe bedingen sich wechselseitig und verstärken sich, da man bestimmte Situationen den Neigungen entsprechend aussucht und so häufig auf Menschen mit ähnlichen Neigungen trifft. Gemeinsame Erfahrungen schaffen zudem weitere Ähnlichkeiten. Wir nehmen an, dass Menschen, die uns ähnlich sind, uns mögen. Außerdem erfahren wir soziale Bestätigung für unsere Charakteristiken und Annahmen. Nichtübereinstimmung führt hingegen zu Ablehnung und man zieht negative Rückschlüsse über den Charakter des Anderen.
- Was ist reziproke Zuneigung und bei welchen Personen funktioniert Anziehung auf dieser Basis? Zu wissen, dass uns jemand mag, kann sogar für die Abwesenheit von Ähnlichkeit entschädigen. Entscheidene Determinante für unsere Zuneigung zu A, ist das Ausmaß, von dem wir annehmen, dass A uns mag. Zuneigung kann durch selbsterfüllende Prophezeiung Realität werden. Dies funktioniert allerdings nur bei Personen mit positivem Selbstwert.
- Welche Rolle spielt Attraktivität und was ist attraktiv? Attraktivität ist eine maßgebliche Determinante dafür, ob man eine Person wiedersehen möchte. Was attraktiv ist, wird durch Sozialisation (Kinderbücher, Medien,...) bestimmt und Schönheit wird mit bestimmten Merkmalen verbunden. Bei Frauen gelten große Augen, eine kleine Nase, hohe Wangenknochen, schmale Wangen, hohe Augenbrauen, große Pupillen und ein starkes Lächeln als attraktiv. Beim Mann sind es große Augen, hohe Wangenknochen, ein großes Kinn und ein starkes Lächeln. Es sind somit sowohl Aspekte des Kindchenschemas als auch der Reife attraktiv, bei der Frau überwiegen jedoch die Aspekte des Kindchenschemas. Außerdem stimmen Menschen verschiedener Kulturen darin überein, was attraktiv ist. Das Mittelmaß ist attraktiver als Extreme. Ein Morph aus 2 Gesichtern ist attraktiver als die ursprünglichen Gesichter. Je mehr Gesichter man morpht, desto typischer, vertrauter und somit attraktiver wird das Gesicht.
- Was haben Gefühle für einen Einfluss auf Anziehung? Wenn man jemanden nach einem Misserfolg kennenlernt, mag man ihn weniger, als nach einem Erfolg. Zudem wirkt Lachen als "soziales Schmiermittel". Positive Emotionen wirken sich also positiv auf Anziehung aus.
- Wie wirkt sich sozialer Austausch auf Attraktion aus und was ist die Equity-Theorie? Je mehr ein Mensch uns mit Belohnungsreizen versorgt, desto mehr werden wir ihn mögen. Die Bewertung einer Beziehung hängt vom empfundenen Kosten und Nutzen ab. Außerdem ist sie abhängig vom Vergleichsniveau für Alternativen. Die Equity-Theorie sagt aus, dass Menschen in den Beziehungen am glücklichsten sind, in denen Kosten und Nutzen der einen Person den Kosten und Nutzen der anderen Person entsprechen. Ausgewogene Beziehungen machen also glücklicher.
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