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BioPsychologie UNI ERLANGEN (Fach) / Reproduktion (Lektion)
Meiose, Ovatogenese, Spermatogenese, Embryonalentwicklung
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- Was ist Meiose? Wie läuft sie ab? = Teilung von Keimzellen zur Übertragung von genetischer Information von einem Organismus auf seine Nachkommen Davor: Verdopplung der Chromosomen,4 Chromatiden mit (Wie Mitose) Paarung der chromatiden, crossing over (Austausch DNA- Abschnitte) Reduktionsteilung, auch 1. meiotische Teilung: Hier wird der Chromosomensatz der diploiden Zelle reduziert, wobei die Chromosomen auf verschiedene Arten miteinander rekombiniert werden können (crossing over) die Äquationsteilung: wie bei Mitose nur mit haploider Chromosomensatz -> vier haploide Tochterzellen vor.
- Wie reift der Follikel heran? Primordialfollikel -> Primärfollikel -> Sekundärfollikel -> Tertiärfollikel -> Graaf-Follikel) Die Follikelreifung vom Primodialfollikel zum Tertiärfollikel erfolgt kontinuierlich und hormonunabhängig, so dass im Ovar der fertilen Frau Follikel aller Reifestadien zu finden sind. Die Weiterentwicklung des Tertiär- zum Graaf-Follikel als Voraussetzung der Ovulation steht unter dem Einfluss des follikelstimulierenden Hormons (FSH). Hierbei reift ein dominanter Follikel aus, während die übrigen Tertiärfollikel apoptotisch degenerieren (Follikelatresie). Beim Eisprung reißt die Hülle aus Follikelzellen und die Eizelle wird abgestoßen. Aus den Granulosazellen und dem Thecaorgan entsteht der Gelbkörper (Corpus luteum)
- Was ist Spermatogenese und welche Funktionen erfüllen Sertoli-Zellen? Die Spermatogenese dient der Enstehung von Spermatiden und läuft von der Pubertät an in den Samenkanälchen (Tubuli seminiferi) des Hodens ab. Die weitere Differenzierung der Spermatiden zum begeißelten Spermium wird als Spermiogenese bezeichnet. Die Sertoli-Zellen bilden das Epithel der Samenkanälchen. In den Einstülpungen der Plasmamembran liegen die männlichen Keimzellen unterschiedlichen Reifegrads Die wichtigsten Funktionen der Sertoli-Zellen sind: Bildung der Blut-Hoden-Schranke durch tight junctions, Ernährung der Spermatogonien, Bildung von androgenbindendem Protein (ABP), Phagozytose von Keimzellresten . Die Sertoli-Zellen werden durch FSH stimuliert. Das von ihnen gebildete Inhibin hemmt die FSH-Freisetzung im Hypophysenvorderlappen.
- Beschreibe die Blastogenese. - Zeitraum von der Befruchtung bis zur Implantation in die Gebärmutter - Verschmelzung zwischen Eizellmembran und innerer Membran des Spermiums: durch Phagozytose wird Spermium in Eizelle aufgenommen - Nach Eindringen vollendet Eizelle die 2. Reifeteilung,Annäherung Vorkern der Samenzelle und Vorkern der Eizelle, verdopplung vorhandener DNA: zwei haploide -> diploider CS, Kernhüllen lösen sich auf, die Vorkerne verschmelzen miteinander -> Zygote: wandert vom Ort der Befruchtung durch Eileiter in Richtung Uterus. Teilungsprozesse ohne Zellwachstum auf dem Weg: Aufteilung in viele BlastomereZygote-> Zwei-Zell-Stadium (Furchung) -> Vier-Zell-Stadium-> Acht-Zell-Stadium -> 16-Zell Stadium (Morula) (ungefähr 96 Stunden nach Insemination)-> Blastozyste -> Implantation bzw. Nidation, äußere Zellschicht = Trophoblast, inneren Zellhaufen = Embryoblast, von Resten der Zona pellucida umgeben.
- Wie entwickeln sich der Embryoblast in der 2.SSW? Der Epiblast bildet sich zu Beginn der zweiten Entwicklungswoche aus dem äußeren Teil des Embryoblasten, der dem Trophoblasten anliegt. Durch Ansammlung von Flüssigkeit bildet sich zwischen dem Epiblasten und dem Trophoblasten die primäre Amnionhöhle. Sie wird im weiteren Verlauf durch eine weitere Zellschicht, den Amnioblasten vom Trophoblasten getrennt, was zu Bildung der sekundären Amnionhöhle führt. Der Hypoblast bildet sich zu Beginn der zweiten Entwicklungswoche aus dem inneren Teil des Embryoblasten, der zur Blastozystenhöhle hin liegt. Histologisch besteht er aus kubischen Zellen, die gemeinsam ein isoprismatisches Epithel formen. Sie wandern im Verlauf der weiteren Entwicklung zu den Seiten hin aus, flachen dabei ab und kleiden die Innenseite der Blastozystenhöhle aus. Vom 9. Tag an wird zwischen ihnen und dem extraembryonales Mesoderm eine basalmembranähnliche Schicht sichtbar, die Heuser-Membran. Hypoblast und Heuser-Membran bilden zusammen das primäre Nabelbläschen (Dottersack).
- Wie entwicklen sich die drei Keimblätter? Aus der Blastozyste entwickelt sich zunächst eine zweischichtige Struktur, die ein inneres Keimblatt (Entoderm) und ein äußeres Keimblatt (Ektoderm) umfasst. Durch Wanderung und Verlagerung von Zellen schiebt sich das Mesoderm zwischen Entoderm und Ektoderm. Dabei entsteht der für den Embryo typische Aufbau aus drei Keimblättern. Epiblast und Hypoblast bilden zusammen die Embryonalscheibe im Rahmen der Gastrulation.
- Zu was entwickelt sich der Trophoblast? Im Verlauf differenziert sich der Trophoblast in zwei Schichten: • eine innere Zellschicht, den Zytotrophoblasten • eine äußere Zellschicht, den Synzytiotrophoblasten Aus diesen beiden Schichten entwickeln sich im Laufe der Schwangerschaft Teile der Fruchthüllen und der embryonale Teil der Plazenta.
- Was ist die Chorda dorsalis und warum ist sie wichtig? Die Chorda dorsalis ist eine temporäre embryonale Struktur, die vom Entoderm abgeschnürt wird und eine Rolle bei der Induktion des Neuroektoblasten, sowie der Entstehung der Wirbelkörper und der Bandscheibenkerne (Nucleus pulposus) spielt. Die Chorda dorsalis bildet sich aus der Chordaplatte. Sie befindet sich im Mesoderm - zwischen Ektoderm und Entoderm und ventral des Neuralrohrs.
- Was ist Gastrulation? Unter Gastrulation (v. lat. gastrum „bauchiges Tongefäß“) wird der Übergang von dem zweiblättrigen Embryoblasten zur Dreiblättrigkeit verstanden. Die Epiblastenzellen der Medianebene falten sich ventral ab und wandern dann zwischen Hypoblast und Epiblast nach lateral. So entsteht der embryonale Mesoblast. Dessen Zellen dringen in den Hypoblasten ein und verdrängen diesen nach lateral. Nach dieser Einwanderung differenziert man Ektoderm (ehemaliger Epiblast), Mesoderm (ehemaliger Mesoblast) und Endoderm (an Stelle des Hypoblasten; ehemaliger Hypoblast).
- Was für Systeme entstehen aus Mesoderm, Ektoderm und Endoderm? Ektoderm: peripheres und zentrales Nervensystem, Anteile von Sinnesorganen (z.B. Auge, Ohr), Haut. Mesoderm: Stützgewebe (BG, Knorpel, Knochen, Sehnen), Muskelgewebe, Lymph- und Blutgefäßsystem, Urogenitalsystem, Nebennierenrinde. Entoderm: Magen-Darm-Kanal einschließlich zugehöriger Drüsen, branchiogene Organe, Respirationsorgan.
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- Wie verläuft die vasculogenese (Blutgefäßentwicklung)? Sie beginnt mit der Differenzierung und Zusammenlagerung mesodermaler Zellen im Bereich des Dottersackes zu gemeinsamen Vorläuferzellen des Gefäß- und blutbildenden Systems (Hämangioblasten). Die als „Blutinseln“ bezeichneten Zellkonglomerate differenzieren unter dem Einfluss von Wachstumsfaktoren (u.a. VEGF) zu randständigen Angioblasten und zentral gelegenen hämatopoetische Stammzellen. Durch Zusammenlagerung der primitiven Endothelzellen und Ausbildung von Interzellularkontakten bilden sich unter weiteren Differenzierungs- und Wachstumsschritten die Gefäßkompartimente des Intravasalraumes.
- Wie entwickelt sich das Herz? Das Herz beginnt sich beim Menschen schon in der 3. Woche der Embryonalentwicklung zu bilden. Dazu lagern sich Angioblasten (Blutgefäßbildungszellen) vor und seitlich der Prächordalplatte an. Sie bilden zunächst mehrere kleinere Hohlräume (Sinus), die schließlich zum hufeisenförmigen Herzschlauch verschmelzen. Die Anlage wandert dann nach kaudoventral (nach unten und in Richtung Bauch). Der primitive Herzschlauch besteht aus (von oben nach unten) Truncus arteriosus (Arterien), Bulbus cordis primitivus, Ventriculus primitivus (Ventrikel), Atrium primitivum (Vorhof), Sinus venosus (Venen). Am 23. bzw. 24. Tag beginnt das Herz mit Pumpbewegungen. Wichtige Prozesse im Rahmen der Entwicklung sind die Bildung des Cor sigmoideum (vom Schlauch zur Schleife) und die Trennung in zwei getrennte Kreisläufe (Körper- und Lungenkreislauf). Weiter werden das Atrium primitivum in einen rechten und linken Vorhof und der Ventriculus primitivus in eine rechte und linke Herzkammer unterteilt. Die Segelklappenbilden und Taschenklappen bilden sich.
- Beschreibe grob den fetalen Kreislauf. Die Lunge ist noch nicht entfaltet und der Lungenkreislauf noch nicht eröffnet. Das sauerstoffgesättigte Blut erhält der Fetus über die Vena umbilicalis, die mit der Plazenta in Verbindung steht. Diese gibt einen Gefäßast an die Vena portae ab und setzt sich in den Ductus venosus fort. Der Ductus venosus umgeht das Portalsystem unter direkter Einmündung in die Vena cava inferior. Das dem rechten Herzen zugeführte sauerstoffreiche Blut wird unter Umgehung des Lungenkreislauf über physiologische Rechts-Links-Shunts (Foramen ovale, Ductus arteriosus) dem linken Herzen zugeführt, von dem es über die Aorta in den Körperkreislauf gelangt. Das arterielle Blut des Feten wird durch die Arteriae umbilicales der Plazenta zugeführt.
- Wie entwickelt sich grob das Gehirn? Nur 18 Tage nach der Empfängnis, der Embryo misst gerade zwei Millimeter, beginnt sich die Neuralrinne zu entwickeln. Diese bringt Milliarden von neuen Hirnzellen hervor. Sie schließt sich in der weiteren Entwicklung und bildet dann das Neuralrohr, an dessen vorderem Ende sich aus bläschenförmigen Erweiterungen, den sog. Gehirnbläschen, das Gehirn entwickelt. Im Laufe der weiteren Embryonalentwicklung differenzieren sich hieraus die einzelnen Gehirnabschnitte - verlängertes Rückenmark, Hirnstamm, Mittelhirn und Zwischenhirn (mit Thalamus, Hypothalamus und Basalganglien), Kleinhirn und Großhirn. Die Verbindungen der Nervenzellen untereinander werden mit dem Heranreifen des Gehirns immer komplexer.
- Wie entwickelt sich das Rückenmark und das PNS? Neurallrinne -> Neuralrohr (ZNS), Neuralleiste an Seite -> PNS (spinalganglion, auswachsende Hinterwurzeln) drei Zelllagen (von innen nach außen) Ventrikulärzone, Intermediärzone oder Mantelzone (wird zu graue Substanz), Marginalzone (wird zu weisse Substanz) kontinuierlichen Ansammlung von Neuroblasten in Intermediärzone: -> ventralen Verdickungen oder Grundplatten (Motoneuronen), dorsalen Verdickungen oder Flügelplatten (Interneuronen bzw Assoziationszellen, Verbindung zwischen den zentralen Fortsätzen der Spinalganglienzellen, die den Neuralleisten entstammen), Sulcus limitans : im Thorakolumbalmark (Sympathicus) sowie im Sakralmark (Parasympathicus) entwicklen sich Seitenhörner