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PFI I (Fach) / Persönlichkeit (Lektion)

VL 14

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  • Über welche Konzepte wird Persönlichkeit definiert? Einzigartigkeit einer Person (psychologisch) charakteristische Verhaltensmuster als Folge der Einzigartigkeit
  • Was sind Persönlichkeitstheorien? hypothetische Aussagen über Struktur, Funktionsweise v. Persönlichkeiten
  • Worin unterscheiden sich Persönlichkeitstheorien untereinander? theoretischer Ausgangspunkt Datenquellen Zielsetzung Geltungsbereich
  • Welche Perönlichkeitstheorien gibt es? Typenansätze Traitansätze Psychodynamische Ansätze Humanistische Ansätze Sozial/Kognitive Lerntheorien
  • Welche Typenansätze gibt es & wie sind diese generell definiert? Generelle Definition Klassifikation in klar abgegrenzte Typen man kann nur einem Typen angehören, Nähe zu Alltagstheorien   Basen der Typeneinteilung Körpersäfte nach Hippokrates (Gemüt) Körperbau (endomorph, mesomorph, ectomorph) Geburtsposition (Erst- & Nachgeborene)
  • Was sind Traitansätze?Welche Fragen werden gestellt? Traits kontinuierliche Dimensionen überdauernde persönliche Eigenschaften   Fragen Durch welche traits können Menschen beschriben werden? Wie sind Eigenschaften skaliert?
  • Welche 3 Dimensionen definierte Eyseneck für Traits? Extraversion (anderes Aktivierungsniveau) Neurotizismus (emotional stabil oder instabil) Psychotizismus (freundlich rückichtsvoll o. aggressiv asozial)   alle 3 Dimensionen haben biologische Grundlagen Kombination mit Hippokrates Typen
  • Erläutern Sie das Fünf-Faktoren Modell der Traitansätze Extraversion Verlässlichkeit Gewissenhaftigkeit Emotionale Stabilität Offenheit für neue Erfahrungen Dienen nur der Beschreibung, nicht der Erklärung!
  • Situationsübergreifende Konsistenz: Wie gut sagen traits das Verhalten vorher? - geringe Konsistenz im Verhalten - Konsistenz aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten & Beobachtern → Konsistenzparadox Grund falsche Kategorisierung von Situationen traits anhand psychologischer Merkmale kategorisiert, Paradox verschwindet gute Definition
  • Würdigung Typen- & Traitansätze ermöglichen genaue Beschreibung der Personen Kritik Beschreiben nur Struktur und nicht Entstehung oder Weiterentwicklung
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  • Welche Grundlagen gelten bei der Pychodynamischen Theorie? innere Kräfte formen Persönlichkeit Verhalten durch innere Quelle bestimmt Quelle der Motive: psychische Energie (Triebe) Ziel menschlichen Verhaltens: Reduktion der Triebspannung Vielzahl von trieben (Selbsterhaltungstrieb, Sexualtrieb)
  • Welche 5 Phasen der psychosexuellen Entwicklung zur Triebreduktion definierte Freud? Orale Phase (0-1): Mund Lippe Zunge Anale Phase (2-3): Anusbereich Phallische Phase (4-5): Genitalien Latenz (6-12): keine spezifische Zone Genitale Phase (13-18): primäre & sekundäre Geschlechtsteile Übermäßige Befriedigung/Frustration in einer der Phasen kann zur Fixierung (Unfähigkeit zur Weiterentwicklung) führen dies bedingt charakteristische Verhaltensweisen im Erwachenenalter psychologischer Determinismus: Reaktionen durch frühkindliche Erfahrungen geprägt (nicht unbedingt bewusst)
  • Welche 3 Ebenen des Bewusstseins unterscheidet Freud? Das Bewusste Empfindungen etc, denen sich Person augenblicklich bewusst ist Das Vorbewusste zugängliche Erinnerungen; nicht bewusst aber jederzeit abrufbar Das Unbewusste Primitive Emotionen/Triebe bedrohliche Erinnerungen im Bewusstsein, dass ins Unbewusste verdrängt
  • Welche Struktur hat Persönlichkeit nach Freud? ES Quelle der Triebenergien verlangt nach sofortiger Entladung der Triebenergie ohne Rücksicht auf Konsequenzen ÜBER-ICH internalisierte, moralische Werte & Normen setzt geboten/verboten durch: Gegenspieler des ES ICH realitätsgebundener Aspekt des Selbst versucht ÜBER-ICH und ES zu verbinden nach Realitätsprinzip: Trieb solange aufgeschoben bis gefahrlos
  • Was sind Abwehrmechanismen nach Freud? Mechanismen mit denen sich ICH gegen Konflikte zw. ES UND ÜBER_ICH verteidigt → Verdrängung ins Unterbewusstsein günstiges Selbstbild aufrecht erhalten Verdrängung einer der grundlegensten Abwehrmechanismen (Konflikte ins Unterbewusstsein)
  • Würdigung der Psychodynamischen Theorien nach Freud Positiv Bedeutung des Unbewussten Abwehrechanismen immer noch relevant Negativ Konzepte vage, nicht operationalisierbar einige Annahmen nicht falsifizierbar aktuelle Reize zur Vorhersage d. verhaltens vernachlässigt, vergangenes dafür betont Entwicklungstheorie basiert nicht auf Kinderbeobachtung Weiterentwicklung sexuelle Triebbefriedigung in den Hintergrund soziale Variablen betont Entwicklung über gesamte Lebensspanne
  • was sind die Grundannahmen der humanistischen Theorie? Übereinstimmung zwischen idealistischen Werten, Lebenspraxis & Wachstumspotential Streben nach Selbstverwirklichung grundlegend (kann mit Bedürfnis nach Akzeptanz in Konflikt geraten)  
  • Was zeichnet humanistische Theorien aus? holistisch  (Handlungen auf Basis der gesamten Persönlichkeit) dispositional (angeboren; Situation als Befrenzung; dispositionen verändern Person, wenn im Einsatz; Weiterentwicklung) phänomenologisch (betonen Erleben und Gegenwart)
  • Würdigung der humanistische Theorien Positive Würdigung betonen gesunde Persönlichkeit betonen Streben nach Glück & Selbstverwirklichung Kritik Unscharfe Definition der Konzepte keine Berührungspunkte mit individueller Persönlichkeit oder Unterschiede zwischen Menschen
  • Was sind die Grundannahmen der sozialen Lerntheorie & Kognitive Theorie? lerntheoretische Modelle: Persönlichkeit als Summer der offenen& verdeckten Reaktionen aufgrund v. Verstärkergeschichte HIER ABER Mensch ist aktives Wesen, das kognitive Prozesse nutzt individuelle Unterschiede ergeben sich aus unterschiedlichen Wahrnehmungen & Interpretationen der Umwelt reziproker Determinismus: psychologisches Funktionieren beruht auf ständiger wechselseitiger Interaktion zwischen Determinanten d. Person (Erwartungen/Verhalten) und Umwelt
  • Würdigung der Lern- & Kognitiven Theorien Positiv: reziproker Determinismus (Interaktionen mit Umwelt) Impulse für Interventionsmethoden Kritik Emotionen nicht ausreichend berücksichtigt unbewusste Motivation vernachlässigt Wie entstehen Kompetenzen? Entwicklungsursprünge vernachlässigt  
  • Welche Persönlichkeitsdiagnostik existiert? Objektive Tests: Erfassen einzelen Bereiche der Persönlichkeit (Typik-Angaben) jedem item ist Skala zugeordnet Reaktionsmgl durch vorgegebene Antworten Projektive Tests: keine Reaktionsmöglichkeiten besteht aus mehrdeutigen Stimuli thematischer Apperzeptionstest
  • Fazit Theorien lassen sich nach Grundannahmen unterscheiden Typenansätze: Perönlichkeitstypen Traitansätze: Eigenschaftsdimensionen Psychodynamische Theorien: biologische Quellen als Motive Humanistische Theorien: Selbstverwirklichung Soziale Lerntheorien: Interaktion zw. Persoj & Umwelt