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PFI I (Fach) / Denken & Problemlösen (Lektion)

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  • Was ist Denken? -Reihe von internen Prozessen, mit denen Modelle bearbeitet werden. -Modelle repräsentieren: Realität (Wissenschaft) denkbare Realität (Fiktion) abstrakte Gegebenheiten -Exploration eines symbolischen Modells einer Aufgabe wahrgenommene Informationen erlauben Alternativ- & Konsequenzhandeln ohne Trial & Error inneres Durchspielen: Handlung ermittelt, die zum Ziel führt
  • Was charakterisiert Denkprozesse? nicht direkt beobachtbar, nur aus Verhalten erschließbar Klassifizierbar anhand verschiedener Faktoren:  Zielgerichtetheit (Problemlösen vs. Tagträumen) Modalität: Innere Sprache vs. Visuelle Vostellungen
  • Welche Forschungsbereiche der Denkpsychologie existieren? Begriffsbildung Problemlösen Schlussfolgerndes Denken Urteilen & Entscheiden
  • Was ist ein Problem? Organismus hat Ziel, weiß aber nicht wie er es erreicht Wovon ist das Vorliegen eines Problems abhängig? individuelles Wissen Zieländerung umschifft Problem Diskrepanz über Ausgangsposition und Ziel muss beewusst sein
  • In welche drei Komponenten lässt sich ein Problem zerlegen? Ausgangszustand Reihe von Prozessen Zielzustand
  • Hinsichtlicher welcher Faktoren lassen sich Probleme klassifizieren? Gut- bzw. Schlecht definierte Probleme (Definition Ausgangs-/Zielzustand Probleme mit/ohne Gegner (Schach) semantisch reiche/arme Probleme (Vorwissen)
  • Was besagt der Ansatz der klassischen Introspektion? Bewusstsein wird in elementare Eindrücke zerlegt →Bedeutung wird abstrahiert (etwas rotes rautenförmiges für rotes Buch) Kritik: funktioniert nur bei bewussten Inhalten  & ausgebildeten Erwachsenen nicht reliabel in Praxis keine Anwendung
  • Wie ist lautes Denken charakterisiert? Introspektion ohne Abstraktion von der Bedeutung→mentale Strategien & Prozesse Ziel: Eindruck, welche Kognitiven Prozesse bei Aufgabenbearbeitung ablaufen→Lösungsweg!
  • Wie ist die Theorie des lauten Denkens? 3 Beziehungen zwischen Verbalisierung & aufgabenbegleitenden kognitiven Prozessen Typ: Direkte Verbalisierung Stimme hörbar, Proband spricht alles aus Problemlöseverhalten nicht beeinflusst Prozesse und deren Verbalisierung sind verschieden Typ 2 Aufgabe in Symbolform (Bilder) → Lösungszeit verlängert Verbalisierung von den aufgabengeleiteten Prozessen hervorgebracht Typ 3 Probanden erläutern warum sie tun was sie tun mehr richtige Lösungen, verlängerte Lösungszeit, andere Reihenfolge der Teilschritte Anforderungen für Lautes Denken verändern die aufgabengeleiteten Prozesse
  • Erläutern Sie den Untersuchungsansatz der Gestaltpychologie. -entscheidende Faktor: Wie wird das Problem wahrgenommen -Lösung des Problems durch perzeptuelle Restrukturierung: geänderte Wahrnehmung macht Lösung offensichtlich
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  • Was ist die funktionale Fixierung? Unfähigkeit eine neuartige Verwendungweise eines Objekts zu erkennen, das zuvor mit anderem Zweck assoziiert war, wirkt sich negativ auf Kreativität beim Problemlösen aus
  • Erläutern Sie den Untersuchungsansatz der Informationsverarbeitung Bsp: Infoverarbeitung in der IT Mensch ist computerähnliches System: Info aufgenommen, gespeichert, abgerufen, & transformiert interne Programme abgearbeitet Grundannahmen bzgl der Speichermedien: LZG mit prinzipiell unbegrenzter Speicherkapazität, Arbeitsspeicher mit begrenzter Kapazität
  • Erläutern Sie den Problemraum des Infoverarbeitungsansatzes beinhaltet Elemente/Zustände aus denen ein Problem besteht: Anfangszustand & Endzustand & Menge aller mgl Prozesse zur Zielerreichung Problemraum ist Möglichkeitsraum PR kann durch eine Aufgaben- bzw. Problemanalyse festgestellt werden Problemlösen=Pfad im Problemraum
  • Wie ist das Verhalten im Problemraum? (2n -1) Mensch löst Problem oft durch Heuristiken (Daumenregel, die Anzahl der Lösungspfade einschränkt Algorithmen(Methoden/Prozeduren, dieimmer zur Lösung führen z.B. schrittweises Ausprobieren)werden schnell problematisch, da die Größe des Problemraums schnell Anwachsen kann
  • Welche Heuristiken beim Problemlösen existieren? Schleifenvermeidungsheuristik Vermeidung von Zuständen, die man bereits druchlaufen hat Methode der Unterschiedsreduktion Zustände nur gewechselt, wenn Sie dem Zielzustand näher sind als der vorherige Zustand Mittel-Ziel-Analyse Differenz zwischen Aussage und Zielzustand → Bestimmung von Teilziel, das die Differenz verringert Prozessanwendung um Teilziel zu erreichen
  • Was sind die Vor- und Nachteile des Problemraums? Vorteile: Problemstruktur genau spezifiziert & beste Lösung festgehalten tatsächliches Verhalten kann in Bezug zur optimalen Strategie untersucht werden dadurch Beschreibung allgemeiner Heuristiken und deren Bewertung Nachteile Geltungsbereich eingeschränkt (nur für gut definierte Probleme)
  • Wie funktioniert Analoges Problemlösen? analoger Transfer=andere Lösung eines Problems wird für aktuelle Problemstellung verwendet Ziekproblem & Quellproblem (muss nicht gleiche Wissensdomäne sein) 2 Teilprozesse: retrieval: Abruf eines Quellproblems aus dem Gedächtnis mapping: Herstellen einer Abbildung zwischen Ziel- & Quellstruktur (Abbilden der Elemente/Konzepte von Quellproblem auf Zielproblem
  • Was sind die empirischen Ergebnisse der analogen Problemlösung? Problemlöser können tatsächlich Analogien nutzen um neue Probleme zu lösen Abbilden Zielproblem auf Quellproblem leichter, wenn bekannt, dass Quellproblem relevant ist dem analogen Transfer zuträglich: Oberflächenähnlichkeiten, strukturelle Ähnlichkeiten
  • Was ist Expertiseforschung? -stellt Rolle von problemrelevantem Wissen beim Problemlöseprozess in den Vordergrund -Problemlösung von Experten und Novizen für dasselbe Problem werden miteinander verglichen
  • Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Experten und Novizen? Experten enkodieren Probleme effizienter, da Problemrepräsentationen ausgearbeiteter problemrelevante Infos werden v. Experten besser erinnert, da breiteres und besser organisiertes Wissen Experten verwenden andere Problemlösestrategien Experte kann man durch Übung werden
  • Was ist deduktives Schließen? aus Prämissen (Aussagen) werden Konklusionen (neue Aussage) abgeleitet Syllogismus: von Prämisse und Konklusion gemeinsam gebildet
  • Welche Arten von Syllogismen gibt es? Valider Syllogismus Konklusion erfolgt aus den Prämissen (Wahrheit beider Prämissen lässt auf Wahrheit der Konklusion schließen) Invalider Syllogismus Konklusion folgt nicht aus den Prämissen (beide Prämissen wahr, aber Konklusion falsch)
  • Syllogismen und Logik menschliches Denken ist mit normativen Gesetzen der Logik vergleichbar (Abweichungen lassen Rückschlüsse auf kognitive Prozesse zu, die am deduktiven Schließen beteiligt sind
  • Was ist Aussagenlogik? definiert allgemeine Gesetze für die Anwendung von logischen Operatoren auf eine oder mehrere aussagen (und/oder/nicht) Betrachtungsobjekt: Wahrheitswerte der einzelnen Aussagen & resultierende kombinierte Wahrheitswerte Konklusion gültig, wenn Prämissen gelten
  • Welche Faaktoren beeinflussen die chwirigkeit von Syllogismen? Unterschiedliche Aufgaben Kompletter Syllogismus & Schluss ob valide oder nicht leichter als Konklusionsselektion leichter als selbstständige Konklusionsbildung aus Prämissen Konkretheit Konkrete Syllogismen sind leichter nachzuvollziehen als abstrakte Syllogismen konkrete Syllogismen: nicht immer bessere Leistungen, auch systematische Urteilsverzerrungen
  • Welche Rolle spielen Überzeugungen bei Syllogismen? Vpn akzeptieren oft Konklusionen, die mit ihren Überzeugungen übereinstimmen → unabhängig von Prämissen Konklusionen die mit vernünftigen Modellen unserer Erfahrungswelt  übereinstimmen werden häufiger als wahr bezeichnet Konklusionen für die es kein Modell aus der Erfahrungswelt gibt, werden eher zurückgewiesen Rolle des Weltwissens ist uneindeutig (kann helfen oder stören)    
  • Erläutern Sie Wasons Auswahlaufgaben Aufgaben nicht durch Alltagserfahrung erleichtert, sondern  durch Einbetten in ein allgemeines Erlebnisschema Bsp: Karten- & Brieumschlag umdrehen
  • Was ist induktives Schließen? auf der Basis von Einzelbeobachtungen wird auf Gesetzmäßigkeiten geschlossen. nicht sicher, eher Vermutungen je mehr Beobachtungen einem induktiven Schluss zugrunde liegen, desto sicherer ist der Schluss (aber nie ganz sicher - immer Gegenbsp.) Bsp für Induktion: Anwendung von Schemata und Skripten, Ziehen von elaborativen Inferenzen, Auflösen von Anaphern
  • Wie hängt empirische Forschung mit Induktion zusammen? Wie können aufgrund von Einzelbeobachtungen Hypothesen gebildet & überprüft werden?  
  • Wie ist das Verhalten bei Hypothesentests? es wird eher nach verifizierender als nach falsifizierender Info gesucht Theorien werden auch bei Falsifikation selten verworden sondern abgewandelt/erklärt