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BioPsychologie UNI ERLANGEN (Fach) / Mechanorezeption und Thermorezeption (Lektion)
Sensoren der Haut, Berührungssensoren, Vibrationssensoren, Tastpunkte, Kaltsensoren, Warmsensoren
Diese Lektion wurde von aicee erstellt.
- Was für Drucksensoren in der Haut gibt es? - allgemein: reagieren auf Ausmaß der Hautverformung und größe der betroffenen Fläche, langsames Adaptationsvermögen (Slowly Adapting), Dauer hängt von Dauer des Reizes ab - Merkelzellen: Tastscheiben in Epidermis der behaarten Haut, reagieren auf Druck senkrecht zu Hautoberfläche (SA-I-Rezeptoren), PD Fühler weil AP sowohl von Stärke als auch der Geschwindigkeit der Änderung bestimmt wird - Ruffini Endkörperchen: in tieferen Schichten wie Bindegewebe, Gelenkkapselns, reagieren auf Dehnung (Sa-II-Rezeptoren), P-Fühler
- Welche Berührungssensoren und Vibrationsensoren gibt es? Berührung: Meißner-Körperchen: unbehaarte Haut, unmittelbar unter der Epidermis in den Papillen der Lederhaut (Korium, Dermis), D-Fühler, Rapidly-Adapting (RA) Haarfolikelsensoren: in behaarter Haut, D-Fühler, auch RA Vibration: Vater-Paccini-Körperchen: im subkutanen Fettgewebe und an Gelenken, Sehnen, Bändern, Blutgefäßen,Bauch, reagiert auf Beschleunigung der Hautdeformation, PC Rezeptor: Adaptiert am schnellsten, dadurch sehr gut für vibration geeignet, D-Fühler
- Warum gibt es Tastpunkte? Woran kann man erkennen, wo es mehr Tastpunkte gibt? - Mechanorezeptoren in der Haut sind unregelmäßig verteilt, Berührungsempfindliche Hautregionen sind: Fingerkuppern, Lippen, dort gibt es um ein vielfaches mehr Tastpunkte als z.B. am Rücken, Arm - Auflösevermögen differiert -> durch räumliche Unterschiedschwelle messbar - gleichzeitige Berührung mit Sternzirkel (simultan) oder nacheinander (sukzessiv) - an der Zunge gibt es die kleinste simultane Raumschwelle (1-2 mm), vergleich Rücken: 55-7,5 mm - sukzessive ist deutlich kleiner als simultane: Tastbewegung vs simultane Berührung der Gesamtoberfläche
- Durch welche Systeme nehmen wir Temperatur wahr? - Kaltsinn und Warmsinn, wobei Kaltpunkte meistens überwiegen, mit Ausnahme der Gesichtsöffnungen - Kalt- und Warmsensoren: PD Fühler: geben konstante Impulse bei unveränderter Temperatur, Proportionale Beziehung Impulsrate und Temperatur - bei Änderung: Anstieg oder Abfall (unproportional wenn schnell) - je kleiner Hautfläche desto höher Schwelle - Indifferenztemperatur: Impulsrate zu niedrig um AP auszulösen - bei Kalt oder Warm. ständige Empfindung
- Was kennzeichnet Kaltsensoren? - liegen in oder unmittelbar unter Epidermis - adäquater Reiz: Absinken der Hauttemperatur (32°-16°) - bei über 45°: paradoxe Kaltempfindung - weniger als 32°: Kälte, weniger als 5°: Schmerz durch Reizung der Nozizeptoren - inadäquate Reizung: Mentholapplikation
- Was kennzeichnet Warmsensoren? - liegen in der Lederhaut, Impulsrate steigt mit Temperatur - ab 30° wirksam, MAximum bei 40-45° - wenn Temperatur höher: Hitzeschmerz - inadäquate Reizung: intravenöse Calcium-Gabe
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