Funktion von Muskeln, Hirnebene, Handlungsregulation, Planen von Handlungen

Diese Lektion wurde von Yanfei erstellt.

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  • Welche Aufgabe haben Alpha-Motor-Neuron, Muskelspindel und das Golgi-Sehnen-Organ?   Alpha-Motor-Neuron: befiehlt Kontraktion Muskelspindel: Wie stark ist die Kontraktion? Golgi-Sehnen-Organ: spürt Dehnung des Muskels auf  
  • Wie funktioniert Kontraktion und Streckung von Muskeln? in Extremitäten sind Muskeln paarweise als Gegenspieler angelegt    --> sobald der eine Muskel kontrahiert ist, ist der andere gestreckt Sicherheitssystem verhindert, dass beide Muskeln gleichzeitig kontrahiert sind --> Muskel bekommt die Information über den Zustand des anderen  Muskels und wird gehemmt
  • Was sind die Hauptaufgaben des Cortex im Zusammenhang mit Motorik?     parietale Assoziationsareale legen Raumkoordinaten, in denen eine Bewegung stattfinden kann, fest (durch Integration sensorischer, visueller und auditiver Informationen) supplementär-motorisches Areal entwirft Bewegungsplan auf den möglichen Handlungsraum abgestimmt prämotorischer Cortex ist an der Erstellung des Bewegungsplans beteiligt, auf das Zielobjekt abgestimmt somatosensorischer Cortex gibt Informationen über die Lage des Körpers und die Stellung seiner Glieder zueinander primärer motorischer Cortex bekommt Informationen aus allen 4 Arealen und zerlegt den Bewegungsplan in einzelne Befehle, die durchs Rückenmark zu den einzelnen Muskeln geleitet werden Broca-Region = Gesichtsbewegung für Sprache frontales Augenfeld = Augenbewegung Cerebellum = Gleichgewicht    
  • Was sind die Aufgaben der Basalganglien im Zusammenhang mit Motorik?   Basalganglien: Putamen + Nucleus caudatus (Neostriatum), Globus pallidus, Nucleus subthalamicus und Substantia nigra (Dopamin) motorisch relevant Dopamin ist mit dem mesolimbischen Belohnungssystem verbunden  -> Verhalten wird länger als beabsichtigt ausgeführt komplexes Zusammenspiel von erregenden und hemmenden Rezeptoren -> optimale Erregung des Thalamus, sonst sind z.B. ausschweifende Bewegungen möglich  
  • Was ist die TOTE-Theorie? 3 Annahmen: Menschliches Verhalten ist zielgerichtet Verhaltenssteuerung = hierarchisch sequentieller Prozess Handlungspläne werden durch Regelkreise (Rückkopplungsschleifen) in Verhalten umgesetzt TOTE = Test - Operation - Test - Exit Verhalten ist eine koordinierte Folge von Handlungen und Prüfungen, die durch eine hierarchische, nicht sequentielle Struktur koordiniert wird Erweiterung: Bedeutung informationstragender Hinweise ergeben sich aus Kontext und beeinflussen Verhalten, "flexible noticing orders" ermöglichen, sich kontextabhängig und -ädaquat zu verhalten, inädaquate Handlungen zu unterlassen Frontalhirn für Planung und Strukturierung von Verhalten zuständig Stufenmodell der Informationsverarbeitung: Stimulus -> Reizidentifikation -> Reaktionsauswahl -> Reaktionsinitiierung -> Reaktionsausführung -> Reaktion
  • Nenne die 3 Ebenen der psychischen Regulation von Arbeitstätigkeiten. Intellektuelle Ebene (bewusstseinspflichtig) -> Intellektuelle Analyse der Situation -> Strategien und Pläne Wissensbasierte Ebene (bewusstseinsfähig) -> Wahrnehmung externer Reize und Abruf expliziten Wissens -> Handlungsschemata Sensomotorische Ebene (nicht bewusstseinspflichtig) -> Wahrnehmung externer und interner Reize -> Motorische Programme und Schemata
  • Was sind exekutive Funktionen? Nenne die 5 Komponenten exekutiver Funktionen.   Kontroll- und Steuerprozesse, die uns dazu befähigen, planmäßig, aber flexibel, zielgerichtet und effektiv zu handeln Aufmerksamkeit und Inhibition: Fokussierung der Aufmerksamkeit auf handlungsrelevante Infos/Prozesse, Hemmung von irrelevanten Infos/Prozessen Ablauforganisation "Task Management": Erstellen eines Ablaufprotokolls für eine komplexe Handlung, die rasche Wechsel zwischen beteiligten Komponenten erfordert Planen: Planung der Abfolge von Handlungsschritten zur Zielerreichung Überwachen "Monitoring": Fortlaufende Prüfung und Aktualisierung der Inhalte im Arbeitsgedächtnis zur Bestimmung des jeweils nächsten Schritts einer Handlungsfolge Kodierung: Kodierung von Repräsentationen im Arbeitsgedächtnis nach der Zeit und dem Ort ihres Auftretens  
  • Was ist Contention Scheduling (CS) und das Supervisory Attentional System (SAS)? Contention Scheduling (CS): Automatisierte Routinehandlungen, z.B. Weg nach Hause Supervisory Attentional System (SAS): Neue, nicht routinierte Handlungen, z.B. Umwege, Hindernisse Handelnde Person hat Wissen über Handlungen (Denk- und Handlungsschemata), bestimmte Merkmale einer Situation führen zu festgelegten Prozeduren, die das Verhalten steuern Aktivierung eines Handlungsschemas -> CS - Modus bewirkt Hemmung alternativer Schemata, Verhaltensprogramme können ohne geistige Anstrengung ablaufen -> in neuen, unerwarteten Situationen: CS - Modus unbrauchbar also: Umschaltung auf den bewusst kontrollierbaren, aber auch sehr viel langsamer arbeitenden SAS - Modus (mehr mental effort) Das SAS ist immer dann gefordert, wenn für eine bestimmte Situation keine Handlungsschemata zur Verfügung stehen
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