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Entwicklungspsychologie (Fach) / M5 Klausurfragen (Lektion)

M5 Psychologie Klausurfragen

Diese Lektion wurde von Simon_B erstellt.

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  • Teil 2: 03. Bindung ist ein zentrales entwicklungspsychologisches Konzept. (09/2011) A. Sicher gebundene Kinder reagieren in den Trennungsphasen des „Fremde-Situation“- Tests nur in Ausnahmefällen mit Stress.B. Im Rahmen des „Fremde-Situation“ Tests wird kindliches Bindungsverhalten in Situationen kategorisiert, die für das Kind entspannend sind.C. Die Ausformung einer spezifischen Bindungsqualität ist umweltstabil.D. Im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse betont die Bindungstheorie die zentrale Rolle von Beziehungen für die lebenslange Entwicklung.E. Für das Bindungs- und Fürsorgesystem wird eine lerntheoretische Basis angenommen.
  • Teil 2: 04. Mit dem AAI (09/2011) A. lässt sich der Erfolg beim „Speed-Dating“ vorhersagen.B. lässt sich die Aktivität von Spiegelneuronen visualisieren.C. wird das Bondingverhalten Neugeborener beobachtet.D. wird die Bindungsrepräsentation des Lebenspartners erfasst.E. werden insbesondere Formaspekte retrospektiver Erzählungen bei der Auswertung berücksichtigt (z.B. Auslassungen; Unfähigkeit, konkrete Beispiele zu geben etc.).
  • Teil 2: 05. Welche Aussagen über John Bowlby bzw. über Bowlbys Theorie trifft nicht zu? (09/2011) A. Ethologische Forschungsergebnisse hatten einen großen Einfluss auf Bowlby.B. Bowlby war an den Folgen langfristiger Trennungen zwischen Mutter und Kind interessiert.C. Bowlby hatte einen psychoanalytischen Hintergrund.D. Bowlby arbeitete mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen.E. Bowlbys Theorie weist viele Parallelen zu Piagets Konzeption der Genese des Selbsts auf.
  • Teil 2: 06. Bowlbys Arbeit wurde nicht beeinflusst durch: (09/2011) A. Sigmund FreudB. Inge BrethertonC. Anna FreudD. Konrad LorenzE. Nikolaas Tinbergen
  • Teil 2: 07. Welche Aussage ist richtig? (09/2011) A. eine „unsichere“ Bindungsqualität ist ein im Rahmen der Norm liegendes Adaptationsmuster.B. die Bindungsqualität „unsicher-vermeidend“ verweist auf ein psychopathologisches Bindungsmuster und damit auf eine Bindungsstörung.C. Die Bindung an die Mutter hat für ein Kind einen höheren Stellenwert als die Bindung an den Vater.D. Bindungsdefizite in der frühen Kindheit können später nicht mehr kompensiert werden.E. die Bindungsqualität „unsicher-ambivalent“ verweist auf ein psychopathologisches Bindungsmuster und damit auf eine Bindungsstörung.
  • Teil 2: 08. Innerhalb der Bindungstheorie versteht man unter einem internalen Arbeitsmodell (09/2011) A. die Ausprägung der kindlichen KooperationsfähigkeitB. die vom Kind erreichte Stufe des logischen DenkensC. unter anderem die Repräsentation des eigenen SelbstD. die Planungsschritte bei der Bearbeitung einer ProblemlöseaufgabeE. das kindliche moralische „Gewissen“
  • Teil 2: 09. Eine „sichere Bindung“ (09/2011) A. resultiert der Theorie zufolge in einem positiven Arbeitsmodell vom eigenen „Selbst“ und vom „Anderen“.B. wird in empirischen Studien im Vergleich zu anderen Bindungsqualitäten seltener diagnostiziert.C. lässt sich ausschließlich durch elternseitige „Feinfühligkeit“ erklären.D. ist bis ins Erwachsenenalter hinein stabil.E. zu einem Elternteil geht mit einer sicheren Bindung zum anderen Elternteil einher.
  • Teil 2: 10. Unter feinfühligem Pflegeverhalten versteht Ainsworth welche der folgenden Verhaltensweisen nicht: (09/2011) A. Die Reaktion muss prompt, also innerhalb einer für das Kind noch tolerablen Frustrationszeit erfolgen.B. Um das Kind lerntheoretisch gesehen nicht für unangemessene Stressreaktionen (z.B. schreien) zu verstärken, sollte die Mutter zwischendurch die Signale des Kindes immer mal wieder ignorieren.C. Sie muss die Signale aus der Perspektive des Säuglings richtig deuten, etwa das Weinen des Kindes in seiner Bedeutung entschlüsseln (Weinen wegen Hunger, Unwohlsein, Schmerzen, Langeweile).D. Sie muss angemessen auf die Signale reagieren, also etwa die richtige Dosierung der Nahrungsmenge herausfinden, eher beruhigen oder Spielanreize bieten, ohne durch Über- oder Unterstimulation die Mutter-Kind-Interaktion zu erschweren.E. Die Mutter muss in der Lage sein, die kindlichen Signale mit größter Aufmerksamkeit wahrzunehmen.
  • Teil 2: 11. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet im „Rahmenmodell der Gestaltung sozialer Beziehungen“ von Neyer & Lang einen evolutionären Mechanismus? (09/2011) A. DatingB. Mutter-Kind-BeziehungC. NäheregulationD. MatingE. Attraktivität
  • Teil 2: 12. Ultimate Ursachen von Verhalten beziehen sich auf (09/2011) A. aktuelle Ursachen von Verhaltensweisen.B. unmittelbare Vorstufen des Verhaltens.C. phylogenetischen Nutzen von Verhaltensweisen.D. situative Bedingungen des Verhaltens.E. individuelle Verhaltensentwicklungen.
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  • Teil 2: 13. Welches der folgenden Merkmale gehört nicht zur Freundschaftsdefinition von Auhagen (1991)? (09/2011) A. FreiwilligkeitB. Positiver CharakterC. Keine offene SexualitätD. Geringer AltersunterschiedE. Dyadische Sozialbeziehung
  • Teil 2: 14. Welches der folgenden Merkmale erhöht in der Untersuchung von Marbach (2007) die Wahrscheinlichkeit, dass eine Netzwerkperson Freund/Freundin des/der Befragten ist? (09/2011) A. Befragte(r) ist zwischen 30 und 40 Jahre alt.B. Netzwerkperson ist Adressat enger Gefühle.C. Netzwerkperson ist Gesprächspartner.D. Befragte(r) hat Kinder.E. Netzwerkperson empfängt Finanzhilfe.
  • Teil 2: 15. Welche der folgenden Aussagen bezeichnet keine der Stufen der Entwicklung des Freundschaftskonzepts nach Selman? (09/2011) A. Freundschaft als momentane physische Interaktion.B. Freundschaft als einseitige Hilfestellung.C. Freundschaft als Schönwetter-Kooperation.D. Freundschaft als intimer, gegenseitiger Austausch.E. Freundschaft als Heteronomie und Autodependenz.
  • Teil 2: 16. Nach Seiffge-Krenke verändern sich die Adressaten der „Selbstenthüllung“ im Jugendalter. Wer wird nach ihrer Untersuchung zwischen dem 15. und 17. Lebensjahr als Gesprächspartner zunehmend wichtiger? (09/2011) A. GeschwisterB. MutterC. FreundeD. romantische(r) Partner/PartnerinE. Verwandte
  • Teil 2: 17. Welches der folgenden Ergebnisse erbrachte die Freundschaftsuntersuchung von Lambertz (1999)? (09/2011) A. Die tatsächliche Ähnlichkeit ist für eine positive Freundschaftsbeziehung wichtiger als die wahrgenommene Ähnlichkeit.B. Die Freundinnen kritisierten sich häufig und es wurden viele Konflikte genannt.C. Die Einschätzung der Dominanz scheint einen von Zuwendung, Missempfindung und Bewertung abhängigen Aspekt einer Beziehung zu erfassen.D. Materielle Hilfeleistungen (z. B. Kinderbetreuung) wurden selten genannt.E. Positive Stimmungen der Freundin wurden deutlich besser wahrgenommen als die seltenen negativen Empfindungen der Freundin. Richtig ist D
  • Teil 2: 18. Welche der folgenden Aussagen stimmt nicht mit offiziellen statistischen Angaben überein? (09/2011) A. In den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg lag die Scheidungsquote zunächst niedriger als vor dem Krieg.B. Die höchste Scheidungsquote zwischen 1950 und 2007 weist das Jahr 2003 auf.C. Seit 1950 hat sich die Scheidungsquote bis 2007 auf über 50 % erhöht.D. Die Anzahl der Eheschließungen ist seit 1950 deutlich gesunken.E. Zwischen 2004 und 2007 ist eine leichte Abnahme der Scheidungsquoten zu verzeichnen.
  • Teil 2: 19. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet eine „Mischform“ (keinen Primärtypus) der Liebe nach J. A. Lee? (09/2011) A. ErosB. StorgeC. LudusD. AgapeE. Sexus
  • II: 20. Die Bindungsstile Erwachsener lassen sich den beiden Dimensionen „Vermeidung“ und „Angst“ zuordnen. Welche der folgenden Aussagen ist falsch? (09/2011) A. niedrige Angst kennzeichnet den sicheren BindungsstilB. hohe Vermeidung kennzeichnet den unsicheren, ängstlichen BindungsstilC. hohe Vermeidung kennzeichnet den abweisenden BindungsstilD. niedrige Vermeidung kennzeichnet den verstrickten BindungsstilE. hohe Angst kennzeichnet den abweisenden Bindungsstil Falsch ist E
  • Teil 2: 21. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet eine Phase der Entwicklung romantischer Liebe nach Brown/Seiffge-Krenke? (09/2011) A. Dating-PhaseB. Imitations-PhaseC. Mating-PhaseD. Affection-PhaseE. Reflection-Phase
  • Teil 2: 22. Welche der folgenden Aussagen zu Untersuchungen an nordamerikanischen Präriewühlmäusen ist falsch? (09/2011) A. Die Paarbildung wird durch Geruchsbotenstoffe (Pheromone) gesteuert.B. Während der Paarung wird beim Männchen vor allem Oxytozin wirksam.C. Wird die Ausschüttung von Oxytozin und Vasopressin verhindert, kommt es zu keiner Bindung zwischen den Partnern.D. Es gibt auch nicht-monogame Wühlmausarten.E. Auch ohne vorhergehende Paarungen führt die künstliche Verabreichung von entsprechenden Hormonen zu dauerhaften Bindungen.
  • Teil 2: 23. Welcher der folgenden Begriffe gehört zu den Dimensionen im Partnerschaftsmodell von Spanier und Lewis? (09/2011) A. AnpassungB. KostenC. VulnerabilitätD. StressE. dyadisches Coping
  • Teil 2: 24. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet einen der fünf „apokalyptischen Reiter“ von John M. Gottman? (09/2011) A. ArbeitslosigkeitB. UntreueC. NeurotizismusD. MachtdemonstrationE. Alltäglicher Stress
  • Teil 2: 25. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet keine der im Kurs aufgeführten „Liebesformeln“ (nach Kast) für gelingende Paarbeziehungen? (09/2011) A. ZuwendungB. Wir-GefühlC. SelbstverwirklichungD. Positive IllusionenE. Aufregung im Alltag
  • Teil 2: 26. Welche der folgenden Aussagen zum Moralbegriff ist zutreffend? (09/2011) A. Im Alltag wird meist ein deskriptiver Moralbegriff verwendet.B. In der Moralpsychologie wird überwiegend ein normativer Moralbegriff benutzt.C. Nützlichkeitserwägungen gehören zu den teleologischen Gründen.D. Deontologische Moralbegründungen gehören in den Bereich der Verantwortungsethik.E. Aus verantwortungsethischer Perspektive kann eine Handlung moralisch schlecht sein, selbst wenn ihre Folgen positiv sind.
  • Teil 2: 27. Welche der folgenden Aussagen zum Begriff „moralischer Realismus“ von Piaget ist zutreffend? (09/2011) A. Der moralische Realismus kennzeichnet die autonome Moral.B. Der moralische Realismus beruht auf Zusammenarbeit und Kooperation der Kinder untereinander.C. Eine Regel wird nicht einfach wörtlich genommen, sondern ihrem Sinn nach interpretiert.D. Das Kind berücksichtigt weniger die Absicht, sondern die tatsächlichen Konsequenzen des Handelns.E. Der moralische Realismus kennzeichnet die konventionelle Moral.
  • Teil 2: 28. Welches Merkmal gehört zu den Besonderheiten eines moralischen Dilemmas im Sinne Kohlbergs? (09/2011) A. In den Dilemmata von Kohlberg geht es häufig um den Bruch von Anstandsregeln.B. Auf jeder Urteilsstufe darf nur eine der beiden Handlungsalternativen begründbar sein.C. Ein moralisches Dilemma hat die Form eines Appetenz-Aversions-Konfliktes.D. Die Dilemmata von Kohlberg basieren auf alltäglichen Situationen.E. Zu einem moralischen Dilemma gibt es nur suboptimale Lösungen.
  • Teil 2: 29. Welche Aussage gehört zur Ebene der konventionellen Moral im Sinne Kohlbergs? (09/2011) A. Nichthinterfragte Macht und Vermeidung von Strafe gelten als Werte an sich.B. Grundzüge von Fairness, Gegenseitigkeit und Sinn für gerechte Verteilung sind zwar vorhanden, werden aber stets physisch oder pragmatisch interpretiert.C. Richtiges Verhalten bedeutet, seine Pflicht zu tun, Autorität zu respektieren und für die gegebene soziale Ordnung um ihrer selbst Willen einzutreten.D. Man ist sich der Relativität persönlicher Werthaltungen und Meinungen bewusst und legt Wert auf Verfahrensregelungen zur Konsensfindung.E. Orientierung an moralischen Prinzipien.
  • Teil 2: 30. Welche Aussage zur Längsschnittstudie von Kohlberg ist nicht zutreffend? (09/2011) A. Die Stufen folgen der von Kohlberg postulierten Reihenfolge.B. Die Anzahl der Befragten variierte zu den verschiedenen Befragungszeitpunkten.C. Die Stufenzuordnungen korrespondierten mit dem Alter.D. Die Stufenzuordnungen wurden mit dem Moral Judgment Test (MJT) erfasst.E. Die Studie umfasst unterschiedliche Kohorten.
  • Teil 2: 31. Welcher der folgenden Schlüsse lässt sich aus empirischen Untersuchungen mit dem „Moralisches-Urteils-Test“ (MUT) von Lind in Bezug auf die Theorie Kohlbergs ziehen? (09/2011) A. Personen ziehen moralische Argumente niedriger Stufen denen höherer Stufen vor.B. Die moralische Urteilspräferenz folgt anders als die moralischeDifferenzierungsfähigkeit nicht der Kohlbergschen Stufenfolge.C. Etwa 15 Prozent der Versuchspersonen weisen idiosynkratische (nichttheoriekonforme) Urteilspräferenzen auf.D. Frauen tendieren zu Urteilen auf Stufe 3, Männer überwiegend zu Urteilen auf Stufe 4.E. Moralische Urteile, die das eigene Urteilsniveau weit übersteigen, können nicht mehr sicher differenziert werden.
  • Teil 2: 32. Der Zusammenhang zwischen „logischem Denken“, „sozialer Perspektive“ und „moralischem Urteil“ kann mit dem Begriff der „asymmetrischen Voraussetzungsrelation“ beschrieben werden. Wenn man davon ausgeht, dass eine derartige Beziehung zwisc A. Das Denken auf einer entsprechenden Stufe des logischen Denkens ist eine hinreichende Voraussetzung für das Denken auf einer bestimmten moralischen Stufe.B. Das Denken auf einer entsprechenden Stufe des logischen Denkens ist eine notwendige Voraussetzung für das Denken auf einer bestimmten Stufe der sozialen Perspektive.C. Eine bestimmte Stufe der sozialen Perspektive ist keine notwendige Voraussetzung für die Erreichung einer entsprechenden Stufe des moralischen Urteils.D. Das Denken auf einer bestimmten Stufe der sozialen Perspektive ist eine notwendige Voraussetzung für das Denken auf der entsprechenden Stufe des logischen Denkens.E. Das Denken auf einer entsprechenden Stufe der sozialen Perspektive ist eine hinreichende Voraussetzung für das Denken auf einer bestimmten moralischen Stufe.
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  • Teil 2: 33. Untersuchungen mit sog. „Public-Goods-Spielen“ zeigten, dass (09/2011) A. altruistische Bestrafung sich negativ auf die Kooperationsbereitschaft auswirkt.B. die Kooperationsbereitschaft zunächst niedrig lag, dann aber kontinuierlich zunahm.C. nicht nur Trittbrettfahrer bestraft werden, sondern auch kooperative Mitspieler („antisoziale Bestrafung“).D. sich die Versuchspersonen gegenüber fremden kooperativer als gegenüber bekannten Mitspielern zeigten.E. die Bestrafung eigennützigen Verhaltens die Kooperationsbereitschaft nicht erhöht.
  • Teil 2: 34. Welche der folgenden Aussagen zum Fall „Elliot“ wird im Kurs getroffen? (09/2011) A. Aufgrund seiner Hirnschädigung konnte Elliot im Interviewverfahren von Kohlberg nur die Stufe 2 erreichen.B. Elliot zeigte in Leistungs- und Persönlichkeitstests auffällige Ergebnisse.C. Elliot ließ sich in der Arbeit immer wieder ablenken und verlor die ursprünglichen Ziele aus den Augen.D. Gegenüber seiner Familie blieb Elliot nach seiner Krankheit fürsorglich, gegenüber fremden Personen war er allerdings völlig gleichgültig.E. Der Gehirntumor hatte bei Elliot die Amygdala (Mandelkern), die für Gefühle zentral wichtig ist, zerstört.
  • Teil 2: 35. Welche der folgenden Aussagen zum IGT (Iowa Gambling Task) ist zutreffend? (09/2011) A. Mit dem IGT konnte die Überlegenheit der „Tit-for-Tat-Strategie“ nachgewiesen werden.B. Mit dem IGT konnte die positive Wirkung altruistischer Bestrafung auf die Kooperationsbereitschaft gezeigt werden.C. Bei Spielern mit Läsionen im orbitofrontalen Cortex zeigte sich bereits nach ca. 10 Versuchen ein Anstieg der Hautleitfähigkeit beim Ziehen von einem „schlechten“ Stapel.D. Spieler mit Läsionen im orbitofrontalen Cortex ziehen ungeachtet des erkannten Risikos weiterhin von den „schlechten“ Stapeln.E. Mit dem IGT konnte die negative Wirkung antisozialer Bestrafung auf die Kooperationsbereitschaft gezeigt werden.
  • Teil 2: 36. Welche der folgenden Aussagen zum „sozial-intuitiven Modell“ moralischen Urteilens von Haidt ist zutreffend? (09/2011) A. Es stellt eine deutliche Vereinfachung gegenüber dem „rationalistischen“ Modell dar.B. Es basiert auf der Annahme, dass Personen ihre moralischen Intuitionen vor allem durch Nachdenken ändern.C. Es stellt den Verlauf des moralischen Urteilens als eine Abfolge analytischer Entscheidungsschritte dar.D. Es geht im Gegensatz zum rationalistischen Modell davon aus, dass sich Personen in ihren moralischen Urteilen nicht gegenseitig beeinflussen.E. Es ist besser mit den philosophischen Annahmen von D. Hume als von I. Kant vereinbar.
  • Teil 2: 37. Welches der folgenden Merkmale gehört nicht zu denen, die nach Haidt für moralische Intuitionen bestimmend sind? Gefühle für ... (09/2011) A. HierarchieB. ReziprozitätC. IndividualitätD. BezugsgruppeE. Reinheit
  • Teil 2: 38. M. Blatt, ein Schüler Kohlbergs, führte mit Schülern Gruppendiskussionen durch, die deren moralische Urteilsfähigkeit stimulieren sollten. Die von ihm verwendete Methode bestand darin, (09/2011) A. die Schüler mit Argumenten zu konfrontieren, die ihrer Meinung entsprachen, aber genau eine Stufe über ihrer eigenen Urteilsstufe lagen.B. in Kleingruppen eine gemeinsame Lösung des Problems erarbeiten zu lassen.C. die Schüler mit Argumenten zu konfrontieren, die ihrer Meinung widersprachen und genau auf der Stufe ihrer eigenen Urteilsfähigkeit lagen.D. moralische Dilemmata in Rollenspielen möglichst intensiv einzuüben.E. die Schüler mit Argumenten zu konfrontieren, die ihrer Meinung widersprachen und genau eine Stufe über ihrer eigenen Urteilsstufe lagen.
  • Teil 2: 39. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet das fortgeschrittenste Stadium der kognitiven Entwicklung im Sinne Piagets? (09/2011) A. postoperationales DenkenB. formal-operationales DenkenC. konkret-operationales DenkenD. metaoperationales DenkenE. transoperationales Denken
  • Teil 2: 40. Das folgende moralische Dilemma ist dem Moralischen-Urteils-Test von G. Lind entnommen. In diesem Test sind die Argumente zu den Dilemmata jeweils einer der sechs moralischen Urteilsstufen (Kohlberg) zugeordnet. (09/2011) Man sagt, der Arzt habe richtig gehandelt, ...A. weil der Arzt der einzige war, der den Willen der Frau erfüllen konnte; die Hochachtung vor dem Willen der Frau gebot ihm, so zu handeln, wie er es tat.B. weil der Arzt nur getan hat, wozu die Frau ihn überredete. Er braucht sich deswegen um unangenehme Konsequenzen keine Sorgen zu machen.C. weil vermutlich die meisten seiner Kollegen in einer ähnlichen Situation genauso gehandelt hätten wie dieser Arzt.D. weil der Arzt eigentlich kein Gesetz verletzt hat, da die Frau nicht mehr hätte gerettet werden können und er nur ihre Schmerzen verkürzen wollte.E. weil der Arzt nach seinem Gewissen handeln muss. Der Zustand der Frau rechtfertigt eine Ausnahme von der moralischen Verpflichtung, Leben zu erhalten.
  • Teil 3: 01. Zu den Aufgaben der Entwicklungspsychologie gehört nicht: (09/2011) A. Beschreibung von EntwicklungsphänomenenB. Suche nach den Bedingungen für das Zustandekommen von EntwicklungC. Diagnostik des aktuellen EntwicklungsstandsD. Prognose des zukünftigen EntwicklungsstandsE. Erklärung kurzfristiger Befindlichkeitsänderungen Falsch ist E.
  • Teil 3: 02. Die Psychoanalyse hat sich u.a. auch mit der menschlichen Entwicklung befasst. Welche Aussage ist zutreffend? (09/2011) A. Von den drei postulierten Instanzen „Es“, „Ich“ und „Über-Ich“ ist das „Ich“ um unmittelbare Triebbefriedigung bemüht.B. Der Ödipus- bzw. Elektrakomplex führt zur Identifikation mit demgegengeschlechtlichen Elternteil.C. In der oralen Phase steht die Nahrungsaufnahme, in der analen Phase die Nahrungsausscheidung im Vordergrund.D. Nach der analen Phase folgt zuerst die genitale Phase, danach die Latenzphase.E. Zu Fixierungen kommt es nur, wenn in den einzelnen Entwicklungsphasen eine unzureichende Bedürfnisbefriedigung stattfindet, nicht aber durch eine übermäßigeBedürfnisbefriedigung. Richtig ist C.
  • Teil 3: 03. Innerhalb der kognitiven Theorie Jean Piagets ist folgende Aussage richtig: (09/2011) A. Wenn Sachverhalte mithilfe der vorhandenen Schemata eingeordnet werden, dann spricht man von einer Akkommodation.B. Piaget nimmt einen kontinuierlichen Entwicklungsverlauf an.C. Im Assimilations-Akkommodationsprozess kommt es zunächst zum Äquilibrium, wenn eine Assimilation misslingt.D. Ein zentraler Entwicklungsschritt in der sensumotorischen Entwicklungsphase ist die Entwicklung der Objektpermanenz.E. Die Tendenz zur Zentrierung auf einzelne Dimensionen gilt als Grundproblem der formal-operationalen Entwicklungsphase. Richtig ist D.
  • Teil 3: 04. Welche Aussage ist für den Bereich der Methoden der Entwicklungspsychologie zutreffend? (09/2011) A. Beim Vergleich von längs- und querschnittlichen Untersuchungen desselben Merkmals kann es zu systematisch verursachten Ergebnisdivergenzen wie beispielsweise folgender kommen: Bei der Messung der Intelligenz über die Lebensspanne hinweg zeigte sich in Längsschnittuntersuchungen typischerweise ein deutlicher Intelligenzabfall im späteren Erwachsenenalter, während die Intelligenzleistung in Querschnittuntersuchungen relativ konstant blieb.B. Im Idealfall lassen sich Teilstichproben im Konvergenzmodell so verbinden, dass ein zusammengesetzter Längsschnitt entsteht. Voraussetzung für die Verbindung der einzelnen Teilstichproben ist jedoch, dass die Mittelwerte an den Stichprobenübergängen keine deutlichen Abweichungen erkennen lassen.C. Bei der Längsschnittmethode ist es einfacher als bei der Querschnittmethode, repräsentative Stichproben zu gewinnen.D. Im Vergleich zur Längsschnittmethode ist die Querschnittmethode durch einen höheren Zeit- und Personalaufwand charakterisierbar.E. Längs- wie Querschnittmethode informieren über intraindividuelle Veränderungen.
  • Teil 3: 05. Als Datenerhebungsmethode im Säuglingsalter fungiert nicht: (09/2011) A. das PräferenzparadigmaB. das Habituations-Dishabituations-ParadigmaC. das Erwartungs-Enttäuschungs-ParadigmaD. das Erwartungs-Induktions-ParadigmaE. der Wiener Entwicklungstest
  • Teil 3: 06. Welche Aussage ist im Kontext der Anlage-Umwelt Fragestellung falsch? (09/2011) A. Vergleichsweise hohe Erblichkeitsschätzungen finden sich im Bereich der Intelligenz.B. Mit aktiven Anlagewirkungen ist gemeint, dass ein Individuum aktiv eine Umgebung sucht, die zu seinen Anlagen passt.C. Die Umwelten von eineiigen und zweieiigen Zwillingen sind in jeder Beziehung vergleichbar.D. Bei Adoptionsstudien ist die theoretisch geforderte Nullkorrelation zwischen den Umweltmerkmalen der Herkunfts- und der Adoptivfamilie de facto kaum realisierbar.E. Eineiige Zwillinge sind genetisch identisch, bei zweieiigen Zwillingen liegt die durchschnittliche genetische Übereinstimmung bei 50 %.
  • Teil 3: 07. Ein Entwicklungstest muss reliabel sein. Durch welches Verfahren lässt sich die Reliabilität nicht ermitteln? (09/2011) A. Pretest-ReliabilitätB. Retest-ReliabilitätC. Paralleltest-ReliabilitätD. Split-Half-ReliabilitätE. Konsistenzanalyse
  • Teil 3: 08. Welches Merkmal wird beim Apgar-Index nicht erfasst? (09/2011) A. HerzfrequenzB. AtmungsaktivitätC. ReflexauslösbarkeitD. HautfärbungE. zirkadianer Rhythmus
  • Teil 3: 09. Als sogenannter „Aktivierungszustand“ des Säuglings gilt nicht (09/2011) A. ruhiger SchlafB. aufmerksamer, aber quengeliger ZustandC. SchläfrigkeitD. SchreienE. Lächeln
  • Teil 3: 10. Welche Bedingung erhöht das Risiko des „plötzlichen Säuglingstods“ nicht? (09/2011) A. Drogenkonsum der MutterB. Rauchen in Gegenwart des SäuglingsC. Überwärmung des Kindes (hohe Raumtemperatur, zu viel Bekleidung)D. Schlafen in RückenlageE. Verzicht auf das Stillen des Kindes
  • Teil 3: 11. Welcher Reflex wird ausgelöst, wenn sich der Säugling erschrickt? (09/2011) A. Moro-ReflexB. SaugreflexC. Rooting-ReflexD. SchreitreflexE. Greifreflex
  • Teil 3: 12. Welche Aussage ist für die Sensorikentwicklung nicht zutreffend? (09/2011) A. Säuglinge präferieren einfache vor komplexen Mustern.B. Säuglinge präferieren Gesichter vor anderen Objekten.C. Schon in den ersten Tagen nach der Geburt zeigen Kinder eine Präferenz für die Stimme der eigenen Mutter.D. Säuglinge zeigen eine Präferenz für niedrig-frequente Töne.E. Schon bei Neugeborenen lassen sich Indikatoren für die Fähigkeit zur intermodalen Wahrnehmung nachweisen.