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Kognition/ Sensorik und kognitive Psychologie (Fach) / Wahrnehmungspsychologie (Lektion)

Klausurvorbereitung/ Prof.Krams

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  • Wer gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Kognitivsmus? Herbert Simon
  • Definition der Wahrnehmung nach Müssler „Die Wissenschaft von der Wahrnehmung versucht zu ergründen, wie die Information unserer distalen Umwelt aufgenommen und verarbeitet wird, wie aus ihr die Wahrnehmung entsteht, die unser Erleben und Verhalten maßgeblich begründet“
  • Was ist Wahrnehmung? - umfasst alle Prozesse, die der Orientierung in der Umwelt dienen - ermöglicht die mentale Repräsentation der Umwelt (inklusive der Person) - ermöglicht Anpassung an sich verändernde Bedingungen - erlaubt planvolle Eingriffe in der Umwelt - hängt von Signalverarbeitungsmechanismen der Sinnesorgane (und ihrer Grenzen) und des Gehirns ab
  • Zentrale Begriffe der Wahrnehmung -Wahrnehmung, Empfindung, Kognition, Handlung ,,physikalischer'' Reiz vs. ,,psychische'' Empfindung - Illusion vs. Halluzination (positiv und negativ) - Fernreiz vs. Nahreiz (distal vs. proximal) - Gesetz der spezifischen Sinnesenergie
  • Wahrnehmungsphänomene 1. Kontrastphänomene 2. Scheinkonturen 3. Mehrdeutigkeiten 4. Scheinbewegungen
  • Was sind Kontrastphänomene? -Helligkeitskontrast -Farbsimultankontrast
  • Beispiele: Scheinkonturen -Kanizsa-Dreieck -Würfel, der vor 8 Kreisen schwebt oder durch 8 Löcher gesehen wird. Im ersten Fall erscheinen die Kanten des Würfels als Scheinkonturen.
  • Was sind die Gestaltsprinzipien? -Prinzip der Prägnanz -Prinzip der Nähe -Prinzip des gemeinsamen Schicksals -Prinzip der Ähnlichkeit -Prinzip des guten Verlaufs -Prinzip des gemeinsamen Schicksals -Prinzip der Vertrautheit -Prinzip der gemeinsamen Region -Prinzip der Verbundenheit von Elementen -Prinzip der zeitliichen Synchronizität
  • Beispiele: Mehrdeutigkeiten -Necker-Würfel -Rubin-Becher  
  • Scheinbewegungen Stroboskopische Bewegung: aufeinanderfolgende Darbietung zweier stationärer Stimuli an leicht versetzten Positionen kann dieWahrnehmung einer Bewegung zwischen diesen Stimuli hervorrufen
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  • Prinzip der Ähnlichkeit Ähnliche Dinge erscheinen zu Gruppen geordnet. -Gruppierung kann aufgrund einer Ähnlichkeiz in Form, Größe oder Orientierung erfolgen -oder durch auditorische Stimuli
  • Prinzip des guten Verlaufs auch: Prinzip der Gestaltgerechten Linienfortsetzung, Prinzip der Fortsetzung oder Prinzip der fortzgesetzt durchgehenden Linie   Punkte, die las gerade oder sanft geschwungene Linien gesehen werden, wenn man sie verbindet, werden als zusammengehörig wahrgenommen, Linien werden tendenziell so gesehen, als folgen sie dem einfachsten Prinzip.
  • Prinzip der Nähe Dinge, die sich nahe beieinander befinden erscheinen als zusammengehörig.
  • Prinzip des gemeinsamen Schicksals Dinge, die sich in die gleiche Richtung bewegen, er scheinen als zusammengehörig.
  • Prinzip der Vertrautheit auch: Prinzip der Bedeutung   Dinge bilden mit größererWahrscheinlcihkeit Gruppen, wenn die Gruppen vertraunt erscheinen oder etwas bedeuten.
  • Prinzip der gemeinsamen Region Elemente, die innerhalb einer gemeinsamen Region liegen, werden zusammengruppiert.
  • Prinzip der Verbundenheit von Elementen Verbundene Elemente innerhalb einer Region mit gemeinsamen visuellen Charakteristiken wie Helligkeit, Farbe, Textur oder Bewegung werden als Einheit gesehen.
  • Prinzip der zeitlichen Synchronizität Visuelle Ereignisse, die zur selben Zeit auftreten, werden als zusammengehörig wahrgenommen.
  • Absolute Schwelle Grenze, ab der eine Person anfängt, einen Reiz überhaupt wahrzunehmen. Zur Messung der absoluten Schwelle schlug Gustav T. Fechner verschiedene Methoden vor: Die Grenz-, Herstellungs- und Konstanzmethode.
  • Unterschiedsschwelle Kleinster Unterschied zwischen Reizen, den eine Person gerade noch spuren kann; eben merklicher Reizunterschied. ( ΔS = Si - Sj) Vgl. Weber'sches Gesetz
  • Distaler Reiz Der physikalisch-chemische Gegenstand, der wahrgenommen wird (z.B. Größe oder Farbe eines Objekts).
  • Proximaler Reiz Das Abbild dieses Gegenstandes (des distalen Reizes) oder eines seiner Teile in oder auf einer oder mehreren Sinneszellen (Rezeptoren), zum Beispiel die zweidimensionale optische Projektion ("Retinabild") eines wahrgenommenen dreidimensionalen Hauses auf der Netzhaut des Auges.
  • Grenzmethodeeiz Darbietung dem Beobachter: -verschiedene Reize in aufsteigender oder in absteigender Reihenfolge dar, wobei der Ausgangsreiz entweder unterhalb oder oberhalb der Schwelle liegt -Person wird gefragt, ob sie den Reiz wahrnimmt oder nicht -Bei jedem Durchgang präsentiert der VL solange Reize, bis die Vp entweder sagt, dass sie das Licht jetzt sieht oder, dass sie es nicht mehr sieht.
  • Herstellungsmethodee Der Beobachter oder der Versuchsleiter variiert die Intensität des Reizes aufsteigend oder absteigend, solange, bis der Beobachter sagt, dass er den Reiz gerade noch beziehungsweise nicht mehr wahrnehmen kann. -ungenauste aber schnellste Methoder der Schwellenmessung Vorteil: wenn Beobachter den Reiz selber verändert, ist die Wahrscheilichkeit groß, dass er während des gesamten Experiments hoch aufmerksam war.
  • Weber'sches Gesetz Δ S/ S = K Δ S= eben merklicher Reizunterschied S= Standardreiz K= Weber'scher Quotient Beispiel: fur das 100g Standardgewicht ist K= 5/100= 0,05, fur das 200g Standardgewicht ist K= 10/200= 0,05, also ist K in beiden Fallen 0,05, also konstant. 
  • Transduktion -in den Rezeptoren werden die Reizmuster, die in den physikalischen Tragerprozessen enthalten sind, aufgenommen und in bioelektrische Signale umgewandelt -Transduktion der chemischen oder physikalische Reize ist Signalwandlung, Selektion und Verarbeitung in einem
  • Klassische Schwellentheorie an der absoluten Schwelle entsteht ein plötzliches Umschlagen von einem Zustand, in dem ein Beobachter den Reiz noch nicht entdecken kann (also dessen Intensität unterhalb der Schwelle liegt), in einen Zustand, in dem dies dem Beobachter gelingt (also die Intensität die Schwelle berschreitet).  
  • Grenzmethode Methode der eben merklichen Unterschiede
  • Herstellungsmethode Methode der mittleren Fehler
  • Konstanzmethode Methode der richtigen und falschen Fälle
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  • Was stellte Weber fest? ... dass die Größe des eben merklichen Reizunterschiedes von der Größe des Standardgewichtes abhing
  • Methoden des Erkennens und Wiedererkennens -Gleich-Verschieden-Urteile -Zuordnung zu einer Klasse -Alt-Neu-Urteil -Objektbenennung -Beurteilung der Natürlichkeit der Objekte -Bekannt-Nichtbekannt-Urteil
  • Welche Einheiten gehören zu den sensorischen Systemen -Ein Sinnesorgan, welches Umweltreize aufnehmen kann -Rezeptoren, die Reizinformation in neuronale Signale umsetzen -Neurone, welche die Signale verarbeiten und ins Gehirn weiterleiten -Zentrale Neurone im Gehirn, die diese vorverarbeiteten Signale empfangen, sie weiterverarbeiten. Mit der zentralen Verarbeitung ist unser perzeptuelles Erleben verbunden
  • Die Empfindlichkeit des Auges für Licht -Sehen benutzt als Trägerprozess Licht = elektromagnetische Wellen = Schwingungen von Elektronen - Sichtbares Licht, das wir wahrnehmen können, umfasst Wellenlängen von ca. 400 - 700 nm nur kl. Ausschnitt d. gesamten Spektrums; Gamma< Röntgen< ultraviolett < 400 nm;b 700 nm < infrarot, Radar, FM, TV, AM, - Licht kann physikalisch sowohl durch elektromagnetische Wellen als auch durch Teilchen (= Photonen) beschrieben werden
  • Die Struktur des visuellen Systems vier Hauptkomponenten: - Das Auge - Das Corpus Geniculatum Laterale (CGL, seitlicher Kniehöcker) im Thalamus -primärer visueller/ striärer Cortex, ( weil Verlauf der Nervenfasern helle Streifen erzeugt) -extrastriärer visueller Cortex: höhere Verarbeitungsebenen außerhalb des striären Cortex; Areale im temporalen, parietalen und frontalen Cortex
  • Sehvorgang (1) - Zusammenfassung: Auge nimmt Licht auf, fokussiert es zu Netzhautbild u wandelt es in bioelektr. Aktivitat um -beim Hinblicken auf einen Ort der Umgebung fallt Licht ins Auge. -einfallendes Licht passiert Hornhaut, Pupille (Offnung) und Linse --> Fokussierung des Lichts -Lenkung auf die Netzhaut (Retina) = komplexes Netzwerk aus diversen Arten von Neuronen, die den hinteren Teil des Augapfels auskleiden, bestehend aus   -Stabchen und Zapfen = Photorezeptoren, reagieren auf Licht mit elektrischen Signalen   - Neuronennetzwerk ( Bipolarzellen, Horizontalzellen, Amakrinzellen und Ganglienzellen), Verarbeitung und Weiterleitung der elektrischen Signale.
  • Sehvorgang (2) -Nervus Opticus = Sehnerv, Bündelung und Weiterleitung der Informationen aus den Ganglienzellen  -Die meisten dieser Impulse erreichen einen Kern im Thalamus: Das Corpus Geniculatum lateralis (CGL) -Von dort gelangen sie über die Sehbahn = Tractus Opticus zum primären visuellen Cortex -Von dort weiter zum extrastriären Cortex
  • Akkomodation Automatische Scharfeinstellung durch Brechkraftanderung der Linse -Von fern zu nah: Linse krummt sich starker durch Anspannung des Ziliarmuskels --> Erhöhung der Brechkraft--> Brennpunkt nach vorne verlagert --> scharfes Sehen -Nahpunkt: nahste Stelle scharfen Sehens, noch naher wird unscharf.    -Presbyopie/Altersweitsichtigkeit: im Alter verschiebt sich Abstand des Nahpunkts weiter nach hinten wegen nachlassender Akkomodationsfahigkeit
  • Aufbau der Netzhaut -Fovea Centralis -Blinder Fleck -Inverser Bau der Retina
  • Fovea Centralis - Gelber Fleck, Sehgrube - Nur Zapfen vorhanden - Ort direkter Fokussierung --> Scharfstes Sehen moglich
  • Blinder Fleck - Informationen der Ganglienzellen laufen zusammen und bündeln sich zum Sehnerv (nervus opticus) - Im blinden Fleck keine Rezeptoren vorhanden o Fehlende Bildteile werden durch das Gehirn ergänzt, auch mit Hilfe des anderen Auges  
  • Inverser Bau der Retina - Photorezeptoren am äußeren Rand des Augapfels liegend -Grund: Kontakt zu Pigmentepithel, einer Zellschicht, die den Rezeptoren Nährstoffe und Enzyme zur Verfügung stellt
  • Stäbchen - lang, stabförmig - in Netzhautperipherie, nach lateral weniger - 20mal so viele ( 120 Mill.) - Hell- Dunkel (skotopisches) - adaptieren langsamer, aber hochempfindlich - empfindl. für kurzwelliges Licht (500nm) - 99 % des Sehpigments sind Stäbchen
  • Zapfen - kürzer, kegelförmig - in Fovea nur Zapfen, schärfstes Sehen, - ca. 6 Mill.; meiste in Fovea, Rest in Peripherie - Farbsehen (photopisches) - für Sehen bei starken Lichtintensitäten - Geringere Empfindlichkeit
  • Duplizitätstheorie des Sehens Netzhaut besitzt zwei Rezeptortypen, die nicht nur verschieden aussehen, sondern auch nach unterschiedlichen Bedingungen arbeiten u unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Wahrnehmung hängt von diesen Rezeptortypen ab.
  • Wer war der Vertreter der Würzburgerschule? Karl Bühler
  • Dunkeladaption - Erhöhung der Lichtempfindlichkeit, wenn die Beleuchtung von hell zu dunkel wechselt - Wenn es plötzlich dunkel wird, ist es anfangs schwierig überhaupt zu sehen, je länger die Dunkelheit anhält, desto mehr erhöht sich die Empfindlichkeit. - Vorgang verläuft in zwei getrennten Stufen: ein schnellen Anfangsstadium (Zapfen adaptieren, hohe Empfindlichkeit, beginnt sofort) und ein späteres, langsameres Stadium (Stäbchen adaptieren, höhere Empfindlichkeit) - Die Empfindlichkeit des dunkeladaptierten Auges ist etwa 100 000 mal höher als die Empfindlichkeit des helladaptierten Auges vor der Dunkeladaption - Bei normalem Beobachter tritt die Stäbchenanpassung hervor, wenn die Stäbchen empfindlicher geworden sind als die Zapfen, im sog. Kohlrausch-Knick - Stäbchen adaptieren aber viel langsamer als Zapfen --> 20 – 30 min bis zum Empfindlichkeitsmaximum; Zapfen dagegen 3 – 4 min, aufgrund unterschiedlicher (--> )Eigenschaften des Sehpigments
  • Drei Farbarten (Richter, 1981) 1) Körperfarben 2) Durchsichtfarben 3) selbstleuchtende Farben
  • Körperfarben (Refelexionseigenschaften)   - Reflexionseingenschaften von Körpern bestimmen die Farbe, die wir wahrnehmen -Welches Lichtmuster von den Augen aufgenommen wird, hängt von der Spektralverteilung der Beleuchtungsquelle und der Reflektanz der Gegenstände ab    
  • Körperfarben (Reflektanz) - Reflektanz    -jener Anteil des einfallenden Lichtes, den ein Gegenstand reflektiert    -Der andere Anteil wird absorbiert oder durchgelassen