45
AFOD II TUC Päd (Fach) / Alle Vorlesungen (Lektion)
Anzeige
- 1. Welcher Leitgedanke wird im Aspektfeld verfolgt? Fasslichkeit (fassliche Umformung des Themas) = Anschlussfähigkeit des zu lernenden Wissens an das bereits vorhandene.
- Stellen Sie einen Zusammenhang zwischen der Reduktion und der kategorialen Betrachtung Poppers her. Popper mit Informationsgehalt einer Aussage beschäftigt Infogehalt steigt, wenn Menge der Anwendungsfälle steigt -> Reduktion durch Abbau von Allgemeinheit Infogehalt steigt, wenn Menge der festgelegten Kriterien steigt (Strenge der Prädikation) => Reduktion, wenn Bestimmtheit abgebaut wird
- Hering unterscheidet drei Vereinfachungsverfahren: (1) Tilgung untergeordneter Teilaussagen, (2) Indizierte Tilgung nebengeordneter Teilaussagen, (3) Indizierte Verallgemeinerung. Erklären Sie diese näher und stellen Sie Gemeinsamkeiten und Unter Die Aussagen drücken nicht das Differenzierte des Gegenstandes (+ das Allgemeine in jeder Teilaussage) aus, sondern eine Aussage drückt das Allgemeine aus und umschließt dabei zusätzlich das Differenzierte. Ursprüngliche Aussage drückt das Differenzierte des Gegenstandes aus, Teilaussagen enthelten keine übereinstimmenden Bestandteile. Sie wird in eine überführt, die Teilaussagen, die im Betrachtungszusammenhang besonders wichtig sind, beleuchtet, und und auf weiter vorhandene Teilaussagen hinweist. Eine das Differenzierte des Gegenstands ausdrückende Aussage geht in eien allgemeine Aussage über, die mit dem Hinweis auf das Vorhandensein einschränkender Merkmale auf den Umfang der Ausgangsaussage eingeengt wird.
- Erläuterten Sie die didaktische Reduktion nach Kirschner. Stellen Sie hierbei Bezüge zu den Heringschen Vereinfachungsverfahren her. - Abbau von Komplexität (Schwierigkeit der Relationen) oder Komplizirtheit (Merkmals- oder Elementenreichtum), Aber auch von Bestimmtheit ähnlich wie bei Hering: Abbau von Elementenreichtum (bei Tilgung der untergeordneten Teilaussagen auch Elemente - die. die sich nciht tilgen lassen - abgebaut)
- Welche Reduktionsarten unterscheidet Grüner in seinem Vereinfachungsverfahren? Inwiefern liegt hier eine terminologische Unschärfe vor? Grüner unterscheidet die vertikale Reduktion (abnehmender Umfang der Gültigkeit) und horizontale (gleichgleibender Gültigkeitsumfang) Bsp.: Reduktiion der Anwendungsfälle: (Summe M = 0 -> 5 Fälle - vertikal) Bsp. horizontal: Metaphern, Analogien => keine Reduktion, sondern Transformation oder Rekonstekstualisierung
- Erklären Sie, was unter Transformation zu verstehen ist und wie eine solche erfolgen kann. Nehmen Sie außerdem eine Abgrenzung der Transformation von der Rekontextualisierung vor. Transformation = Umformung oder Umformulierung der Infos durch Translation (Übersetzung) = Synonyme Transposition symbolische Darstellung (Formeln) schematischer Darstellung ikonische Darstellung (Bilder) quasirealistische Darstellung (Modelle) Rekontextualisierung = Substitution von Infos Versuch einer didaktischen Vorentlastung für den zu erlernenden Stoff in einem vertrauten thematischen Kontext Bsp.: Analogie, Metapher, Gleichnis, Fabel
- Welches Spannungsfeld besteht zwischen der Reduktion (sowie auch Transformation und Rekontextualisierung) und dem Lerntransfer? Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Negreduktion zu? Lerntransfer: ist die Begünstigung von Lernprozessen durch andere (vorgelagerte) Lernprozesse. Negreduktion: ist die didaktisch begleitete Verringerung des Transferabstandes durch den Rückbau von Reduktion. Spannungsfeld: je größer die Reduktion, desto schwieriger, die Transferlücke zu schließen => daher viele Theorien dazu
- Im Methodenfeld sind u. a. Entscheidungen über die Formen der Erarbeitung zu treffen. a) Differenzieren Sie die Begriffe Aktions- und Sozialformen. b) Welche Sozialformen haben Sie in der Vorlesung kenngelernt? Nennen Sie diese und stellen Sie in I a) Aktionsformen = Erscheinungsformen der Interaktion (verbal, nonverbal) zwischen Lernenden und Lehrenden oder Lernenden und Lernenden im Unterricht, bzw. allgemein in Erziehungssituationen => wie wird interagiert Sozialformen = Organisationsformen der Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden oder Lernenden und Lernenden im Unterricht, bzw. allgemein in Erziehungssituationen => wie viele sind beteiligt b) Sozialformen: Klassenunterricht (frontal) referierend fragend-entwickelnd Diskussion (moderiert) Konversation (zwischen Schülern) => eher "führen" als "wachsen lassen" (binnen-) differenzierter Unterricht Gruppen Partner Einzel => leistungsdifferenziert, arbeitsteilig, arbeitsgleich (z.B. um Wettbeserb zu erzeugen, um Leitung zu vergleichen) => nach Leistung oder Aufgabe Außendifferenzierung politisch vorgegeben c) Vortrag (Erzählung, rezitation, Bericht, Beschreibung, Sachverhaltsschilderung) Vorführung (Vormachen, szenische V., experimentelle V.) Impuls - nonverbal (Gestik, Mimik, Gebärde) verbal: - Denkanstoss - Frage echt didaktisch offen geschlossen - Aufforderung Arbeitsanweisung Verhaltensanweisung
- Erläutern Sie anhand von Beispielen die Formen der unmittelbaren Darstellung. Präsentation: - Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit: vor Ort (Klassenfahrt, Exkursion, Schulgarten, Betriebsbegehung) go out/ bring in "for show and tell" (Zeitzeugen im Unterricht) hands-on experiments (Schülerexperimente) Einsatz von Geräten und Materialien (Material im Werkunterricht, u.U. PC, Monztessori.Materialien, versch. Holzsorten) inverstigativ -> Forschungsaufgsbe z.B. Marketingunterricht
- Welche Rolle kommt dem »Medium« im Gesamt des Unterrichtsgeschehens zu? Repräsentation = Vermittlung unter Einsatz von Medien i.d.R. wenn Wirklichkeitszugang schwierig (didaktische Perspektive:) Medium = Form in der (bildungsrelevanter) Inhalt dem (Schüler) Menschen nahe gebrracht wird Entscheidung für oder gegen Medium kann nur situationsbedingt erfolgen
- Anzeige
- Sowohl in der allgemeinen Didaktik als auch in den fachbezogenen Didaktiken existieren eine Reihe von Ansätzen zur Klassifikation von Medien. Beschreiben und beurteilen Sie das Ebenenmodell von Adl-Amini. 1. Ebene: Hilfsmittel (Tafel, Papier, Polylux) = alles frei gestaltbar und veränderbar 2. Ebene: gestaltete Inhaltsträger (Filme, Präsentationen, Arbeitsblätter) 3. Ebene: materialisierte Form (Montessorimaterial, oder Holzsorten) (eher Präsentation als Repräsentation => Kritik am Modell) Beurteilung: didaktisch Begründet => auf das L + L bezogene, begründete Dimension der Gestaltbarkeit Referenzrahmen bei 3. Ebene gewechselt -> nciht Gestaltbarkeit, sondern eher Präsentation nur eine Dimension verwendet (Problem: Medien können nicht nur nach einem Kriterium geordnet werden) 2-dimensionales Modell: 2.-dim. Kathegorisierung nach Bank: (nach Gestaltbarkeit (vorgeformt <-> spontan gestaltbar) und realweltliche Konkretion vs. methodische Abstraktion)
- Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen dem Entscheidungsmodell und dem Implementationsmodell der Allgemeinen Fachoffenen Didaktik. 1. Analyse + Entscheidung (Ziele, Zielgruppe usw.) 2. Implementation = Durchführung Zielsystem: Grundwerturteile, zielgruppenspezifische Erziehungsziele, situationsspezifische Lehrintentionen Anthropospezifische Analyse: Person Umwelt Instrumentelle Abwägung: Thema: Lebenswelt vs. Theorie, Aspekt: Fasslichkeit vs. Anwendbarkeit, Methode: Anleitung und Entdeckung __________________________________________________________ Curriculum: zielgruppenspezifisch, situationsspezifisch, instrumentell ausgestaltet Implementationsmodell: Implementation (Durchführung) kommt dazu
- Was beinhaltet der Begriff der ‚Artikulation‘? Welche Artikulationsstufen differenziert Herbart? Artikulation = Ordnung und Gliederung des Unterrichtsakte innerhalb des Unterrichtsvollzugs => Einteilung des Unterrichts in Phasen Herbart stellt das Thema in den Vordergrund Klarheit (ruhende Vertiefung) (Schüler sollen es sich einprägen - aktive Auseinandersetzung) Assoziation (fortschreitende Vertiefung) (Aufbau auf vorahndenes Wissen - freies Gespräch) System (ruhende Bestimmung) ( Über das Thema hinaus - durch Lehrervortrag - Verknüpfung mit zusätzlichem WIssen) Methode (fortschreitende Besinnung) (Selbständige Anwendung des Lerngewins, selbständige Arbeit der Schüler)
- Welche Artikulationsstufen differenziert Roth? Beschreiben Sie die einzelnen Stufen. Stufe der Motivation (eigentl. Motivierung): Lehrer gibt Anstoß Stufe des Widerstands (der Schwierigkeit) Schüler soll echte Fragehaltung und echtes Interesse am Thema entwickeln => zentral Stufe der Einsicht (der Lösung) => Lehrmittel (Präsent, Repräsent), Reduktion, Transformation Stufe des Tuns -> Auseinandersetzung mit der Aufgabe Stufe des Übens -> Entwicklun von Routinen Stufe des Bereitstellens (Transfer) -> Vernetzung des Wissens und Anwendung in der Praxis Unterschied zu Herbart: Stufen nicht ix, Motivationsstufen vorangestellt; Widerholungen möglich, Üben möglich Problem: zeitliche Einteilung = subjektiv
- Wie kommt Motivation zustande? Erläutern Sie weiterführend den ‚Weg‘ von der Motivation zum Handeln nach Heckhausen. Motivierung durch außenstehende Person Motiv = überdauernde Eigenschaft, Teil der Persönlichkeit Motivierung = prozessualer Vorgang, aktiver, äußerlicher eingriff i.d.R. durch Dritte Motivation = Ergebnis der Interaktion von Motiv und Motivierung und Anreizstruktur der Handlungssituation (Bereitschft eine Handlung aufzunehmen) Rubikon-Modell (Heckhausen, Gollwitzer) Motivation -> resultierende Motivationstendenz -> Intensionsbildung -> Handlungdinitiierung -> Handeln (hier Lernhandeln) MotI = [(LM * Ae * E) + As +N] + [bid +bZust +bGelt + bAbh + bStrafv] 1. Klammer = intrinsisch, 2. Klammer = extrinsisch
- Erklären und beurteilen Sie die ‚Bedürfnispyramide‘ nach Maslow. - hierarchisch (5 Motivklassen): physiologische Bedürfnisse Sicherheitsbedürfnis Liebesbedürfnis Geltungsbedürfnisse Selbstverwirklichung - ganzheitliche Sichtweise - niedrigste Stufe muss zuerst befriedigt werden, um höhere zu erreichen - Abfoge der Stufen fix und empirisch nicht nachweisbar - Idealistische Auffassung => geht von optimaler Persönlichkeit aus - Gegenbeispiel: Floweffekt beim Surfen: Selbstverwirklichung vor Sicherheitbedürfnis
- Eine Theorie zur Lernmotivation wurde von Heckhausen entwickelt. Erläutern Sie sein ‚Modell der Lernmotivation‘. intrinsische Faktoren (durch Sozialisation geprägt -> voon Lehrer nciht beeinflussbar) + extrinsische Faktoren spielen zusammen und ergeben in ihrer Gesamtheit die Lernmotivation
- Welche Motivatoren werden in dem aus der Erziehungssituation rekonstruierten Modell der Lernmotivation unterschieden? 1). v. A. Motivatoren, die der Wechselwirkung zwischen Schüler und Lehrer entspringen Bsp: Bedürfnis nach Identifikation, Bedürfnis nach Anerkennung Bedürnis nach Abhängigkeit Bedürfnis nach Geltung Bedürfnis nach Zustimmung Bedürfnis nach Strafvermeidung 2). Motivatoren, die auf der Grundlage der Beziehugn des Schülers zur inhaltlichen Thematik erwachsen Interesse am bestimmten Thema Lehrer spielt Rolle (legt Thema vor) 3). Motivatoren, die aus den Besügen des Schülers zur gesamten Lernsituation erwachsen räumliche Gegebanheiten Klassenzusammensetzung 4). Motivatoren, die sich wegen der Wechselwirkung zwischen den spezifischen Motiven beim Schüler verstärken oder abschwächen Bsp.: hohes Leistungsmotiv, aber Erreichbarkeitsgrad = 0 Leistungsmotiv sinkt/steigt bei Neuigkeitsgehalt der Aufgabe Lernerfahrungen negativ => Motivation sinkt
- Erläutern Sie die in der Vorlesung vorgestellten Transfertheorien: a) Theorie der formalen Bildung (Humboldt) a) - neuhumanistisches Konzept formale Bildung (lebensweltliche Irrelevanz der Inhalte) abstrakte Stärkung der Verstandeskräfte an alten Sprachen, Mathematik usw. => dadurch, dass ich mathematische Aufgaben lösen kann, komme ich nciht zwangsläufig besser in der Praxis zurecht Einübung von Aufmerksamkeit, Urteilsfähigkeit, Merkfähigkeit, Kombinationsgabe (Verringerung der Transferlücke) schon innerhalb der Neuhumanisten umstritten (Herbart) vgl. z.Z. Idee des Gehirnjoggings, Deutero-Lernen
- Erläutern Sie die in der Vorlesung vorgestellten Transfertheorien: b) Theorie der identischen Elemente (Thorndike), Transfer nur dann möglich, wenn in neuer Lernsituation Elemante enthalten, die identisch mit Elementen aus vorgelagerter Lernsituation identische Elemente: Indentischer Stoff, identische Verfahren Wahrscheinlichkeit des Transfererfolgs steigt mit Ähnlichkeit der Ausgaben
- Erläutern Sie die in der Vorlesung vorgestellten Transfertheorien: c) Ähnlichkeitstheorie (Osgood) Transfererfolg ist abhängig von Reizähnlichkeit und Reaktionsähnlichkei: Tranfer-Reaktionsfläche
- Erläutern Sie die in der Vorlesung vorgestellten Transfertheorien: d) Generalisationstheorie (Judd; Overing & Travers), Erweiterung der Overing & Travers: Auswirkungen verschidener Lehrmethoden bei der Vermittlung des Prinzips der Lichtbrechung - Ergebnis: Transfererfolg hoch, wenn: Prinzipien erkannt werden didaktische Reduktion veranschaulichende Infos nciht unterdrückt affektive Einbettung erfolgt Gelerntes vor der Anwendung verbalisiert wird
- Erläutern Sie die in der Vorlesung vorgestellten Transfertheorien: e) Theorie der strukturellen Züge (Katona) Gehen Sie dabei auf den Begriff des Lerntransfers näher ein. selbständige Entdeckung eines Prinzips ist maßgeblich Einsicht in innere Struktur des Problems gewinnen Trasfer ist zu erwarten, wenn durch gewonnene Struktur, sie im Rahmen einer neuen Situation wieder erkannt wird vgl. Streichholzexperiment
- Stellen Sie die traditionelle 4‐Stufen‐Methode vor und diskutieren Sie die Stärken und Schwächen dieses didaktischen Ansatzes. Vier-Stufen-Unterweisung im Betrieb (Gegenstück zur Artikulation) Vorbereitung: Inhaltliche und methodische Einführung durch den Ausbilder. Berücksichtigung der Ausgangslage der Auszubildenden. Vormachen: Vormachen der zu erlernenden Handlung; mit Verbalisierung (Stufe der Lösung) Nachmachen: Nachmachen des neuen Arbeitsganges durch den Auszubildenden mit Verbalisierung der einzelnen Arbeitsschritte (Stufe des Tuns) Üben: Mehrmalige Wiederholung; Abbau von Unsicherheiten, Festigung, mit Prozeß- oder Ergebniskontrolle. (Stufe des Übens)
- Welche Phasen kennzeichnen den Lehr‐Lernprozess nach Collins, Brown & Newman? Nennen und beschreiben Sie diese Modelling = Vormachen Coaching = aktive Betreuung/Unterstützung Scaffolding = "Gerüsthilfestellung", aber nur wenn notwendig Articulation = Wiedergabe Reflexion = Vergleich mit anderen Exploraion = Suche nach anderen Problemen, die damit gelöst werden können (Vernetzung)
- Betrachten Sie die von Herbart und Roth vorliegenden Beschreibungen der zeitlichen Organisation didaktischer Prozesse. Welche wesentlichen Aspekte ergeben sich hieraus für eine Unterrichtssequenz? Prozeßphasenmodell: Unterrichts-/ Unterweisungssequenzierung (1) Phase der Vorbereitung (Motivierung, Vorentlastung) (Anknüpfung am Vorhandenes) (2a) reduzierte Form des Inhaltes, (2b) Verbindung zu anderen Themen, (2c) Übungen (Phase der Lösung: Reduktion hoch, Transferlücke groß) (3a) Steigerung der Komplexität (Negreduktion → Transferlücke sinkt, bis Transferfähigkeit gegeben) (3b) Übungen (4) Reflexion: Querverweise in andere Fächer/ Bezüge zur Welt der Wirklichkeit
- Der Lernprozess des Edukanden spielt im Implementationsmodell eine große Rolle. Mithin sind die verschiedenen Lerntheorien bedeutsam. a) Definieren Sie den Begriff des ‚Lernens‘. b)Was besagt die Theorie des‚ verbalen Assoziationslernens‘ nach Ebbi a) Lernen = individuelle Veränderung Veränderung des Handlungspotentials (nicht zwingend der manifesten Handlung (Kompetenzkonzept) zeitstabil (d.h. nicht spontane Veränderung ohne Nachhaltigkeit) b) Ebbinghaus: Einprägen sinnloser Silben Vergessenskurve Durch Weiderholungen verbessert mir der Zeit doch Assoziationen c) Lernprozess im Behaviorismus Ausgangspunkt: Reiz-Reaktionsmodell Stimulus -> Lernen -> Response Organismus = Blackbox klassisches Konditionieren: Kombinieren eines natürlcihen Reizes mit einem neutralen, nach hinreichend langer gemeinsamer Einwirkung => Reaktion auch auf neutralen Reiz Operantes Konditionieren: Ratte -> Futter bei Betätigung des Hebels (Positive Verstärkung bei positiver Konsequenz) Ratte -> keine Stromschläge mehr bei Betätigung (positive Verstärkung - unangenehme Konsequenz bleibt aus) Ratte -> Stromschläge bei Betätigung (positive Bestrafung: unangenehme Konsequenz) negative Bestrafung: angenehme Konsequenz bleibt aus physiologische Unterfütterung: Hebb-Regel -> Lernen kommt in neuronalen Netzwerken zustande Schüler/Lerner-Ebene: Betrachtung der Trnsferstufe bei Roth
- Erläutern Sie die Theorie des Modelllernens nach Bandura. Gehen Sie hierbei auch auf die für ein erfolgreiches Lernen wesentlichen Prozesse ein. menschliche Verhaltensweisen werden durch Beobachtung am Modell erlernt Rocky-Experiment: Gruppe mit Belohnung aggressiven Verhaltens -> mehr aggressiver Verhalten förderliche Bedingungen: positive besertzung des Modells kognitive Prozesse: Aneignungsphase: Aufmeksamkeitprozesse Gedächtnisprozesse Ausführungsphase: motorische Reproduktionsprozesse Motivationsprozesse Gefahr der Idolatrie sozialkognitive theorie (wegen Interaktion
- Was besagt die Theorie des problemlösenden Lernens der gestaltpsychologischen Schule? Berliner schule (Köhler, Koffka, Wertheimer) (kognitivistisch) Menschen und Tiere sind in der Lage, ein Problem selbständig zu rekonstruieren Bsp: Affe -> Futter außerhalb des Käfigs (Problem) -> Probierphase (Stock im Käfig, aber vorerst mit Hnad -> geht nicht -> kognitiver Prozess => Einsicht: mit Stock komme ich ans Futter (Lösung) = Lernen durch Einsicht
- Skizzieren Sie die Ausubel-Bruner-Kontroverse. AP: Bruner und Ausubel lehnen beide mechanisches Lernen ab -> Bruner: sinnvoll entdeckendes Lernen (präsentation) -> Ausubel: sinnvoll rezeptives Lernen (Repräsentation) bedeutungshaltiges Lernen Verknüpfung von neuem Wissen mit bereits vorhandenen kognitiven Strukturen -> hierarchische Ordnung kognitiver Inhalte
- Anzeige
- Beschreiben Sie den Lernvorgang nach Piaget. Piagets Theorie konstruktivistisch Lernen = f (Desäquilibration, Äquilibration) (Ungleichgewicht, Gleichgewicht) Äquilibration = f (Adaption) (Anpassung des Handlungsschemas) Adaption := Assimilation und Akkomodation Assimilation = Umwelt an Handlungsschema anpassen Akkomodation = Handlungsschema an Umwelt anpassen finden beide gleichzeitig statt
- Erläutern Sie das Konzept der Handlungsregulation nach Miller, Galanter & Pribram. die TOTE - Einheit Ordnung, wie eine Handlung von statten geht offen, woher Image kommt Abgleich mit Image, bei Diskrepanz -> Operate Abschluss der Handlung bei erreichen des Soll-Zustands
- Was ist ein Lernziel und welche Lernzieldimensionen sind Ihnen bekannt? Erläutern Sie die Dimensionen anhand eines selbst gewählten Beispiels. Warum LZ festlegen? Evaluation Lernzielkontrolle Welche Inhalte müssen rein? (Entscheidungsmodell) Verknüpfung von Inhalten und Verhalten (I°V) Verhaltensbereiche -> kognitive Dimension: Schüler ist in der Lage Vertragsarten zu nennen -> affektive Dimension: dem Schüler ist bewusst, das Mülltrennung wichtig ist -> psychomotorische Dimension: Schüler ist in der Lade STRG+F7 anzuwenden
- Welche Erziehungsstile werden bei Lewin et al. unterschieden? Erklären Sie weiterhin, worin die Erweiterung der Erziehungsstile bei Tausch & Tausch liegt. Lewin: autoitär (autokratisch) demokratisch (sozialintegrativ) laissez-faire Kritik an Lewins Versuch , da in Ferienlager, ist es per se schlecht autoritär zu handeln? Tausch und Tausch: autoritär patriarchalisch-fürsorglich partnerschaftlich-sozialintegrativ laissez-faire alle zwischen Geringschätzung vs. Respektierung und zusätzlich Lenkungsausmaß
- Eines der bekanntesten Kommunikationsmodelle wurde von Shannon und Weaver formuliert. Erläutern Sie die Funktionsweise dieses Kommunikationsmodells. Warum sind die Überlegungen Shannons und Weavers für die Beschreibung menschlicher Kommunikation nur Bandbreite-Fidelity-Dilemma Sender ®---------------↓--------------© Empfänger einseitige Kommunikation, läuft über technische Geräte Störungen treten af -> Bsp, Blitze Kommunikation auf technische Geräte begrenzt Bandbreitenproblem: je höher die Bandbreite, desto anfälliger die Kommunikationsqualität
- Im Organon-Modell nach Bühler kommt der Sprache eine dreifache Funktion zu. Erläutern Sie das Organon-Modell und gehen Sie dabei auf die angesprochenen Funktionen der Sprache näher ein. Sprache = Z (Zeichen, Symbol) in der Mitte Sender (Ausdruck), Empänger (Appel), Gegenstände, Sachverhalte (Darstellung) drumherum
- Ein Modell von Grundeigenschaften zwischenmenschlicher Kommunikation entwickelte Watzlawick, der hierbei auch von fünf pragmatischen Axiomen spricht. Erläutern Sie die Inhalte dieser fünf Axiome. man kann nciht nicht kommunizieren (alles hat MItteilungscharakter) Beziehungsaspekt (Beziehung zwischen den Kommunizierenden) bestimmt den Inhaltsaspekt (reine Information) (Jeder Kommunikation hat beide) Die Natur einer Beziehung ist durch Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt (unterschidlcihe Startpunkte, Bsp.: Lehrer schimpft, weil Schüler nciht mitarbeiten, Schüler arbeiten nciht mit, weil der Lehrer schimpft) Menschliche Kommunikation bedient sich analoger (nonverbal -> Beziehungsaspekt) und digitaler (verbal -> Inhaltsaspekt) Modalitäten Kommunikation ist symmetrisch (Partner auf gleicher Ebene) oder komplementär (hierarchisch)
- Schulz von Thun hat mit einer Expertengruppe die These aufgestellt, dass jede Mitteilung, die eine Person von sich gibt, vier Seiten enthält. Nennen und erläutern Sie diese vier Seiten einer Mitteilung. Sender => Nachricht => Empfänger Um Nachricht herum: Selbstoffenbarung Sachinhalt Appel Beziehung
- Im Rahmen seiner „Theorie sozialer Systeme“ entwickelte Luhmann ein Kommunikationsmodell. Erläutern Sie hierzu die in der Vorlesung vorgestellten ‚Fallstricke‘ der Kommunikation. Kommunikationen sind Letztelemente sozialer Systeme Kommunikationen konstituieren soziale Systeme indem sie einander ausschließen Kommunikationen können mißlingen, denn Kommunikationspartner haben Erwartungen aneinander Kommunikationspartner haben Erwartungen an Erwartungen des Gegenübers und passen sich gegenseitig aneinander an (doppelte Kontingenz der Erwartung)
- Das vereinfachte Prozessphasenmodell des Unterrichts beinhaltet vier Stufen. a) Nennen Sie die vier Stufen. I Vorbereitung (Motivation = Motivierung, Vorentlastung) II Konfrontation (Schüler werden mit reduzierter Form des Inhalts konfrontiert) + Übungen III Negreduktion (Transfersicherstellung bzw. Verringerung der Transferlücke) + Übungen (ggf. mehrfach) IV Reflexion (Bezüge zu anderen Fächern)
- Das vereinfachte Prozessphasenmodell des Unterrichts beinhaltet vier Stufen. b) Inwiefern beeinflusst Klauer die Sichtweise auf das Modell? Transformation der Artikulation nach Roth (Artikulation = Taxonomisierung des Lernhandelns)nach den gestaltungsaspekten des Lehrhandelns Durch spezifische Maßnahemen den Lernprozess unterstützen und und steuern: Stufe der Motivation (=Motivierung) -> Lernhandeln aktivieren ↓ Stufe des Widerstands (Schwierigkeit) -> Informieren ↓ Stufe der Einsicht (der Lösung) -> Verstehen fördern ↓ Stufe des Tuns -> Schüler fordern und fördern ↓ Stufe des Übens -> Behalten fördern ↓ Stufe des Tranfers -> Anwendung und Übertragung fördern Tabelle: - Zeilen Vorbereitung Konfrontation Negreduktion Reflexion - Spalten: Lernhandeln Lehrhandeln Lehr-Lern-Interaktion 5: -> Roth:"Stufe der Schwierigkeit" Klauer: "Information Bank. "Konfrontation" (Da um Schwierigkeit herzustellen, konfrontation nötig und nciht Information
- Das vereinfachte Prozessphasenmodell des Unterrichts beinhaltet vier Stufen. c) Erläutern Sie die dritte Stufe des Modells näher. Worin liegt das Problem in dieser Stufe? Wie kann dieses nach Comenius, Klingenberg, Herbart und Bruner überwunden wer Negreduktion: Verfahren zur Unterstützung des anabolischen (aufbauenden) Aktes eines Lerntransfers Problem: Abbau der Reduktion (Satz mit niedrigem Infogehalt => Satz mit höherem Infogehalt?) Niedriger Informationsgehalt kreativer Akt ↓ ↑ analytischer Akt Hoher Informationsgehalt Unterstützung des Lerntransfers innerhalb institutionaler Erziehungskontexte (curriculare Sicht, transfertheoretische Sicht) (kreativer Akt, didaktisch begleitet) (Bsp.: scheun, welche Elemente neu beim Übergang aus 3. in 4. Klasse) am Übergsng Institution - Lebenswelt (deduktiv vs. induktiv, systematisch vs. kasuistisch, fachgebunden vs. interdisziplinär) Comenius: "vom Einfachen zum Schwierigen" Klingenberg: vom Nahen zum Entfernten vom Leichten zum Schwierigen vom Bekannten zum Unbekannten lineares Vorgehen Negreduktion Prinzip der konzentrischenKreise (Gesamtzusammenhang erwächst aus praktischen Bedürfnissen des Individuums) (Herbart) => Spiralcurriculum (Lernniveau steigt spiralförmig) (Bruner) Entwicklungs- und lernpsychologische Gesichtspunkte Es gibt keine geschlossene Negreduktionstheorie!!!
- Nenne die Prozessphasen auf der Ebane des Lehrhandelnden nach Klauer. Motivieren, Konfrontation, Verstehen fördern, Behalten fördern, Anwenden (Transfer fördern) -> Lernprozeß organisierend regulieren
- Was beinhaltet das einfache Phasenmodell des Unterrichts (4 Stufen) 1. Vorbereitung 2. Konfrontation 3. Negreduktion 4. Reflexion
- Schauen Sie Roths und Herbarts zeitliche Organisation von Prozessen an, welche Aspekte ergeben sich daraus für eine Unterrichtssequenz? a) Phase der Vorbereitung - eigentliches Problem wird dargestellt - Sachzusammenhang wird hergestellt b) Phase der Lösung - reduzierte Form des Inhalts - Verbindung zu anderen Themen - Übungen c) Negreduktion - Steigerung der Komplexität -> Ausbau der Themetik - Übungen d) Phase der Reflexion - Bezüge zur realen Welt - Querverweise Kritik: - keine Ebenen betrachtet (beide müssen betrachtet werden: Schüler und Lehrer)