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AFOD I TUC Päd (Fach) / VL 10 - 11 (Lektion)

Pädagogik, Didaktik

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  • Welche Aspekte sind bei der Formulierung von Erziehungszielen zu berücksichtigen? - Grundwerturteile (durch paradigmenoffene Konsensbildung) - beachten: Ziegruppe (primäre Bedingungsfelder) => Erziehungsziele (ziegruppenspezifisch) Beispiel 3 - Abduktion Erziehungsziel: vgl. auch letzte Übung GU: Allen Erziehungsmaßnahmen soll der assertorische Freiheitsbegriff zugrundeliegen. (Meine Freiheit geht nur so weit, wie sie die Freiheit des anderen nciht beeinträchtigt) Regel: Kinder im Grundschulalter bedürfen zunächst des Verständnisses von Ge- und Verboten, um später die eigene Freiheit nicht zum Schaden anderer zu nutzen. Erziehungsziel: Grundschüler sollen bedeutsame Ge- und Verbote des gesellschaftlichen Miteinanders kennen- und schätzen lernen.   
  • Welche theoretischen Positionen verbergen sich hinter der Anlage-Umwelt- Kontroverse? Nativismus: Anlagehypothese Anthropospezifische Voraussetzungen, z.B. - Begabungen; ggf. Behinderungen - Entwicklungsstand - psychophysische und emotionale Verfassung - Motivation und Interessen - Lernertyp und Persönlichkeit   pädagogischer Pessimismus Milieutheorie: Umweltfaktoren ausschlaggebend soziokulturelle Voraussetzungen nach Pierre Bourdieu (1930-2002)  soziale Herkunft bestimmt über: 1. ökonomisches Kapital 2. kulturelles Kapital 3. soziales Kapital  Beispiele: - Elternhaus - Muttersprachlichkeit - Wohnort (z.B. Stadt vs. Land) - Religions-/ Konfessionszugehörigkeit - Klassenverband, sonstiger sozialer Umgang (peer group) - Hobbies - besondere Lebensereignisse     Mensch als black box  (übertriebener) pädagogischer Optimismus Schwellentheorien (Anlageschwelle/ Umweltschwelle)
  • Welche Aspekte sind bei der Formulierung von Lehrintentionen zu berücksichtigen? Institution (sekundäre Bedingungsfelder) => Lehrintention (institutions- oder zielgruppenspezifisch) Beispiel 4 - Abduktion Lehrintention: Erziehungsziel: In der Pubertät sollen Jugendliche befähigt werden, eine selbständige, reflektierte Berufswahl vorzunehmen. Regel: Die Berufswahl wird erleichtert durch Betriebserkundungen und Betriebspraktika. Lehrintention: In zwei zweiwöchigen Betriebspraktika, von denen jeweils eins in jedem Schulhalbjahr stattfinden soll, und einer durch Lehrkraft X betreuten Betriebserkundung in der Firma Y sollen die Schüler aller achten Klassen Einblicke in das Berufsleben erhalten und Schlüsse für ihren eigenen Werdegang ziehen.