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Allgemeine Fachoffene Didaktik (Fach) / 3.3 Implementationsmodell - Interpersonale Gliederung (Lektion)
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- Welche Lerntheorien wurden in der VL besprochen? Behaviorismus: Reflexologie Behaviorismus: operantes Konditionieren Problemlösungslernen Modellernen Handlungsregulationstheorie kognitionsorientierte Theorie experimentelles Lernen
- Was ist Lernen? Es gibt eine Vielzahl von Definitionen, aber grosso modo gilt: "Learning is a change of disposition over a period of time" (Gagne) ist eine individuelle Veränderung ist eine Veränderung des Verhaltenspotenzials ( nicht zwingend manifeste Handlung) ist zeitstabil (also keine spontane Veränderung ohne Nachhaltigkeit)
- Klassisches Konditionieren - Behaviorismus: Reflexologie Hundeversuche bei Pawlow Reiz-Reaktionsschema: unkonditionierter Stimulus (z.B. Fressen oder Salzsäure) löst unkonditionierten Reiz aus unkonditionierter Stimulus wird mit neutralem Signal dargeboten (Kontinguität wichtig) neutrales Signal wird dadurch zum konditioniertem Stimulus und löst die nun konditionierte Reaktion allein aus Betrachtung des Organismus als Black-Box
- operantes Konditionieren - Behaviorismus Rattenversuche mit Skinnerbox Individuum zeigt Verhalten erhält Konsequenzen aus der Umwelt Rückkopplung: positiver oder negativer Verstärkung des Verhaltens positive und negative Verstärkung: erhöhen beide die Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens positive Verstärkung: positiver Reiz folgt Verhalten negative Verstärkung: aversiver Reiz wird nach Verhalten entfernt Verhaltensabschwächung: verminder Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens Entzug (Löschung): es folgt kein positiver Reiz mehr Strafe: aversiver Reiz wird hinzugefügt
- physiologische Unterfütterung/Hebb-Regel - Behaviorismus ΔWij = η * Αi * Οj ΔWij: Veränderung des Gewichts von Neuron j zu Neuron i η: Lernrate Αi: Aktivierung von Neuron i Οj: Ausgabe von Neuron j , das mit Neuron i verbunden ist
- Modelllernen nach Bandura Lernen durch Nachahmung, Imitation einer "Modell"-Person kognitiver Prozess: Lernprozess in zwei Phasen Aneingnungsphase (Aufmerksamkeitsprozess → Behaltensprozess) Ausführungsphase (motorische Reproduktionsprozess → Motivationsprozess) Gefahr der Idolatrie
- Bedeutungshaltiges Lernen -Kognitivismus nach Ausubel sinnvoll-rezeptives Lernen (Repräsentation) sinvoll, wenn es eine Struktur gibt und Wissen aufeinander aufbaut Verknüpfung von neuem Wissen mit bereits vorhandenen kognitiven Strukturen - hierachische Ordnung kognitiver Inhalte
- Lernen durch Einsicht - Kognitivismus nach Berliner Schule probelmlösendes Lernen der Berliner Schule der Gestalpsychologie Grundstruktur: Menschen und Tiere sind in der Lage, ein Probelm selbstständig zu rekonstruieren: Probelm ohne spontane Lösung (durch Versuch) Rekonstruierung des Problems (durch Nachdenken - Kognition) Lösung (nach Umweg oder durch Gebrauch von Hilfsmitteln)
- Was ist die Ausubel-Bruner-Kontroverse? Ausgangspunkt: beide lehnen mechanisches Lernen ab Bruner: sinnvoll-entdeckendes LErnen (Präsentation), sinnvoll wenn Wissen entdeckt wird Ausubel sinnvoll-rezeptives Lernen, sinnvoll wenn es eine Struktur gibt und Wissen auseinander aufbaut Kontroverse: Unterschiedliches Lernen - Ausubel: entdeckend - Bruner: auf altem Wissen aufbauend
- Lern- und Handlungstheorie - Adaption nach Piaget Lernen: ƒ(Desäquilibration und Äqulibration) → Funktion zwischen Störung und Gleichgewicht Äquilibration: ƒ(Adaption) → Gleichgewicht durch Anpassung Adaption (Anpassung): durch Assimilation (ich passe die Umwelt an mich an) und Akkomodation (ich passe mich der Umwelt an)
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- Handlungstheorie - Konzept nach Miller, Galanter und Pribram Ist- und Soll-Zustand, Handlung solange bis Soll erfüllt ist Zwischendurch treten Diskrepanzen auf, die mit Testphasen überprüft werden Ausfürhung eines Handlungsplans übernehmen Regelkreise mit: einer Prüfungsphase (Test) einer Handlungsphase (Operation) handlungssteuernder Reglekreis wird auch als TOTE Einheit bezeichnet (Test-Operation-Test-Exit) Kritik: offen bleibt woher die Zielvorstellungen kommen
- Wie sollte nach Bank eine Lerntheorie aussehen? Es gibt eine große Lerntheorie, die unterschiedliche Aspekte des Lernens in unterschiedlichen Erklärungsansätzen faßt: Erklärungsansätze für prozedurales Lernen: Reflexologie operantes Konditionieren experimentelles Lernen Modelllernen Handlungsregulationstheorie Erklärungsansätze für strukturelles LErnen: kognitiv bedeutungshaltiges Lernen Problemlösungslernen etc sind komplementär, aber ergänzen sich
- Was ergibt sich für ein grundsätzliches Probelm bei Bezügen zur Handlungstheorei? Handlungsorientiertes Lernen ist offensichtlich die Grundlage für einen vorwiegend formal ausgerichteten Erziehungszusammenhang! Die Lernziele sind nicht (I°V)-strukturiert, sondern (da I=Vh) (Vh°Vl)-strukturiert
- Was sind die drei Lerndimensionen? affektive Dimension Psychomotorische Dimension kognitive Dimension
- Was beinhaltet die affektive Lerndimension? Kennen Reagieren (Bereitschaft zur aktiven Reaktion) Werten (entwickel eigene Werte) Ordnen (Wertordnung, Ordne meine eigenen Werte in Wertordnung ein) Charakteisiert sein durch Werte
- Was beinhaltet die Psychomototische Lerndimension? Kennen Imitaion Manipulation (Ausbilder verbalisiert und visualisiert) Präzision (Selbstständigkeit nimmt zu) Handlungsgliederung (gefächertes Anwenden) Naturalisation (sicher in der Handlung)
- Was beinhaltet die kognitive Lerndimension? Kennen Verstehen Anwenden (in anderen Situationen) Analyse (Zerteilen- kann Thema auch selber bearbeiten) Zusammenfügen (selber aus Zusammenhängen ableiten) Evaluation (eigenes und anderes Wissen beurteilen)
- Was sind die Verhaltens- und Einstellungsaspekte auf Seiten der Schüler? Schüler - Schüler: Kooperation vs. Konkurenz Wertschätzung vs. Geringschätzung (z.B. Mobbing) Selbstbewusstsein vs. Mangel an Selbstvertrauen Schüler - Lehrer: Wertschätzung (positiv) vs. Wertschätzung (submissiv) Geringschätzung vs. Wertschätzung Unterrichtsförderung vs. Unterrichtsstörung
- Was ist das verbale Assoziationslernen nach Ebbinghaus? Versuch: Einprägen sinnloser Silben um Vorab-Bedeutung auszuschließen Vergessenskurve zu mildern durch verschiedene Faktoren, wie Lernkontext, Begabung etc → Wiederholung ist der Schlüssel nach Ebbinghaus
- Was versteht man unter Erziehungsstil? Erziehung: Erziehung konstituiert sich in einem besonderen kommunikativen oder interaktionalistischen Zusammenhang, der zumindest in der Inhlatsdimension, zumeist aber auch in der Beziehungsdimension nicht symmetrisch ist. Sie verleirt mit dem Erreichen der inhaltliche Symmetrie ihre Bedeutung. Stil: Das einheitliche Gepräge der Werke eines Meisters
- Welche drei Erziehungsstile gibt es nach Lewin? Autokratischer/autoritärer Stil (Lehrer entscheidet allein über Inhalt und Gesschehen) Demokratischer/partnerschaftlicher Stil (Gruppenentscheidung, Lehrer aktiviert/moderiert lediglich) Laissez-faire-Stil (Gruppe/Individuum entscheidet frei, Lehrer passiv)
- Wie teilen Reinhard und Anne-Marie Tausch die Erziehungsstile ein? 2 Dimensionen: Grad der Lenkung (Minimal vs. Maximal) Wertschätzung und Geringschätzung 4 Quadranten: Maximale Lenkung - Wertschätzung: patriachlisch-fürsorglich Maximale Lenkung - Geringschätzung: autoritär Minimale Lenkung - Wertschätzung: partnerschaftlich-sozialintegrativ Minimale Lenkung - Geringschätzung: laissez-faire förderliche Dimensionen: Achtung/Wärme/Rücksichtsnahme, einfühlendes Verstehen, Echtheit/Übereinstimmung, fördernde/nichtdirigistische Tätigkeit wenig förderliche Dimension: Lenkung/Dirigismus, Overprotective (Überfürsorglich)
- Lehr-Lern-Interaktion interaktiver Prozess auf zwei Ebenen Reflexives- /Rollenbewusstsein für Kommunikation wichtig Lehrer und Schüler stehen im hierachischem (nicht einseitgem) Verhältnis gemeinsame Definition der Situation Definitionsmacht beim Lehrenden, Lernende kann aber einwirken Identitäsänderung Ergebnis ungewiss
- Kommunikationsmodell nach Shannon & Weaver empirische Entwicklung im zweiten Weltkrieg aufgrund von technischen Störungen einseitiges Kommunikationsmodell von Sender und Empfänger mit Hilfe von technischen Apparaten Bandbreiten-Tidelitäts-Dilemma (Cronbach): je größer die Menge an Information um so störanfälliger die Kommunikation Positiv: Einfachheit Kritik: nicht menschliche Kommunikation, sondern über technischen Apparat
- Ebene des Interagierens im didaktischen Dreieck: Sophistisch einseitige Kommunikation Lehrer als großes Gefäß, der den Schüler (kleines Gefäß) füllen will Wissen vermehrt sich (großes Gefäß des Lehrer wird nicht leer), da es Dritten zugänglich gemacht wird
- Bühlersche Organon-Modell der Sprache drei Körpermodell (Sender, Empfänger, Sachverhalt), das mathematisch nicht lösbar ist, deswegen wird Schrache (Zeichen) als Werkzeug dazwischen gelegt wechselseitige-ostzendierende Beziehung Zeichen, die sich zur Sprache zusammensetzen und als Schallphänome, das beim Empfänger als Reiz wirkt 3 Funktionen der Sprach: Ausdrucksfunktion: Gefühle/Emotion - Zeichen als Symtom Darstellungsfunktion: Zuordnung zum Gegenstand - Zeichen als Symbol Apellfunktion: Wirkung auf Empfänger - Zeichen als signal
- Die Axiome der Kommunikation nach Watzlawick (bzw. Gregory Belzen) Axiom 1: Mann kan nicht nicht kommunizieren Axiom 2: Jede Kommunikation hat einen Inhalts-und Beziehungsaspekt, wobei der Beziehungsapsekt den Inhaltsaspekt bestimmt. Axiom 3: Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikation seitens der Partner bedingt. (Interpunktion=subjektiv empfundener Startpunkt) Axiom 4: Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten. (digital=reiner Inhalt, stark verkürzt, verbal, Inhaltsaspekt; analog= spezifisch, kein eindeutiger Syntax, nonverbal, Beziehungsaspekt) Axiom 5: Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.
- Schulz von Tun Nachricht mit vier Ohren: Sachinhalt, Appell, Selbstoffenbarung, Beziehung
- Didaktisches Kommunikationsverhalten im Hoch- und Niedrigstatus Merkmale der Kommunikation im Hochstatus: Führung zeigen, Anweisungen geben, intervenieren Ziele durchsetzen, disziplinieren, Unterbrechungen übergehen Dominate (räumliche) Position einnehmen Merkamel für Kommunikation im Niedrigstatus: Zurückhaltung bei Interventionen aber Hilfsbereitschaft deutliche Anerkennung der Ziele, Nachfragen zulassen variable räumliche Positionierung durch Pluralität kann es zu Unklarheiten kommen
- Fallstricke der Kommunikation nach Luhmann keine gerichtete Kommunikation, sondern wechselseitiges Phänomen 1. Kommunikationen sind die Letzelemente sozialer Systeme (Gesellschaft) 2. Kommunikationen konstituiren soziale Systeme, indem sie aneinander anschließen 3. Kommunikationen können mißlingen, denn Kommunikationspartner haben Erwartungen aneinander, Kommunikationspartner haben Erwartungen an die Erwartungen des Gegenübers und passen sich daran an (doppelte Kontingenz) kann mißlingen, wenn z.B. subsystemische Grenzen der Gesellschaft überschritten werden