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Allgemeine Fachoffene Didaktik (Fach) / 3.2 Implementationsmoedell - Zeitliche Gliederung (Lektion)
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- Artikulation nach Herbart Vertiefung: ruhende Vertiefung - Klarheit (Herausarbeiten des Themas) fortschreitende Vertiefung - Assoziation (aktive Auseinandersetzung) Besinnung: ruhende Besinnung - System (Verknüpfung mit anderen Themen) fortschreitende Besinnung - Methode (selbstständiges Anwenden)
- Artikulation nach Roth Stufe der Motivation (Lernmotiv wird erzeugt, Lernprozess initiiert) Stufe des Wiederstands (Lernwiederstand zu Verhaltensdispositionen nötig, Problembewusstsein wird entwickelt) Stufe der Einsicht/Lösung (Lösungsweg wird aufgezeigt oder zusammen entwickelt) Stufe des Tuns (Ausübung bzw. Selbstversuch) Stufe des Übens (Wiederholungsprozess) Stufe des Bereitstellens/Transfer (Fakten untereinander in Bezug setzen und mit Weltbezügen ausstatten kein reines Phasendokma betrachtet hauptsächlich den Lernenden
- Definition Motivation/Motivierung Motivation: Handlungsbereitschaft ausgelöst durch Motiv (Bedürfnis, überdauernde Eigenschaften, Teil der Persönlichkeit) z.B. durch Motiv der Anerkennung Ergebnis der Interaktion von Motiv, Motivierung und der Anreizstruktur der Handlungssituationen Motivierung: prozessualer Vorgang, aktiver äußerlicher Eingriff, i.d.R. durch Dritte
- Wie kommt es von der Motivation zur Handlung? Motivation→ resultierende Motivationstendez→ Intentionsbildung→ Handlungsinitiierung→ Handeln (Lernhandeln) abwägen (prädezisional)→planen (postdezisional)→handeln (aktional) →bewerten (postaktional) Rubikon nach Intentionsbildung überschritten
- Motive zum Handeln: Bedürfnispyramide nach Maslow Selbstverwiklichung Geltungsbedürfnis (Anerkennung) Liebesbedürfnis (Partner) Sicherheitsbedürfnis (Haus) physiologische Bedürfnisse (wie Hunger) erst wenn alle Bedürfnisse einer Stufe befriedigt sind, wird sich der nächsten zugewendet Kritik: idealisierte Persönlichkeit, nicht empirische nachgewiesen
- Das Modell der Lernmotivation von Heckhausen - Formel Motl=[(Lm*Ae*E)+As+N]+(bld+bZust+bGelt+bAbh+bStrafv)
- Heckhausen -intrinsische Faktoren der Motivation Leistungsmotiv (Lm) Anreiz der Aufgabe (Ae) Erreichbarkeitsgrad (E) Sachbereichsbezogener Anreiz (As) Neuigkeitsgehalt (N) → für Unterricht E, Ae und N wichtig
- Heckhausen - extrinsiche Faktoren der Motivation Bedürfnis nach Identifikation Bedürfnis nach Zustimmung Bedürfnis nach Geltung Bedürfnis nach Abhängigkeit Bedürfnis nach Strafvermeidung
- Sättigungsgesetz - Gossen`sche Gesetz des abnehmenden Grenznutzen von Belohnung irgendwann ist Motiv gesättigt, dann geht es in einen abnehmenden Faktor über. z.B. Lohnerhöhung: bringt zu Anfang sehr viel Motivation bis man sich an den höheren Lohn gewöhnt hat
- Ein aus der Erziehungssituation rekonstruiertes Modell der Lernmotivation 1) Motivatoren, die aus der Wechselwirkung zwischen S und L entspringen (Bedürfnis nach Anerkennung) 2) Motivatoren, die auf der Grundlage der Beziehung von S zur inhaltlichen Thematik erwachsen (Anreiz der Aufgabe) 3) Motivatoren, die aus den Bezügen zwischen S und der Lernsituaiton insgesamt resultieren (z.B. Klassenzusammensetzung, Räumlichkeiten) 4) Motivatoren, die sich wegen der Wechselwirkung zwischen den spezifischenMotiven bei S verstärken (oder abschwächen) → grundsätzlich können alle Motivatoren gelichzeitig eine Rolle spielen!
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- Was ist der unterschied zwischen positiven und negativen Lerntransfer? positiver Lerntransfer: Begünstigung von Lernprozessen Der später leigende Lernvorgang geht schneller oder leichter vonstatten als es ohne den ersten Lernvorgang der Fall wäre negativer Lerntransfer: Behinderung von Lernprozessen Der später liegende Lernvorgang wird durch zuvor erlernte Kentnisse oder Fähigkeiten durch den früheren beeinträchtigt
- Was ist die Transferlücke? Lücke zwischen Lernfeld mit strukturiertem Lernen und Handlungsfeld mit prozessualen Handeln strukturiertes Lernen: Wissen über Fakten und führt zu strukturierten Erkenntnissen leichter Transferlücke von prozessualem Handeln zum strukturierten Lernen zu überbrücken es gitb keinen Lernprozess, der sich vom Lern- ins Handlungsfeld erstreckt, kein kontinuierlicher Transfer, sondern zwei Prozesse
- Welche Transfertheorien gibt es? 1. Theorie der formalen Bildung (Humboldt) 2. Theorie der identischen Element (Thorndike) 3. Ähnlichkeitstheorie (Osgood) 4. Generalisationstheorie (Judd; Overing&Travers) 5. Theorie der strukturellen Züge (Katona)
- Theorie der formalen Bildung neuhumanistisches Konzept (Humboldt) formale Bildung i.S.v. lebensweltlicher Irrelevanz der Inhalte abstrakte Stärkung der Verstandskräfte an alten Sprachen und Mathematik Einübung von Aufmerksamkeit, Urteilsfähigkeit, Merkfähigkeit, Kombinationsgabe
- Theorie der identischen Elemente Thorndike 1923 Transfer nur möglich, wenn in der neuen Lernsituation Elemente enthalten sind, die identisch mit denen aus dem vorgelagerten sind Identität des Stoffes vs. Identität des Verfahrens Wahrscheinlichkeit des Transfererfolgs steigt mit wachsender Ähnlichkeit Kritik: eher Wiederholung als Transfer
- Ähnlichkeitstheorie Erweiterung der Theorie der identischen Elemente bei Osgood 1949 Transfer-Retroaktions-Fläche: Transfererfolg am höchsten bei identischen Reizen und identischer Situaiton Transfererfolg am niedrigsten bei identischen Reizen und neutraler Situation Kritik: nicht operationalisiert, da neutral, ähnlich etc. nicht definiert sind Wiederholungssituation am bester also eher kein Transfer keine Voraussage möglich, da sich jeder anders Verhält
- Generalisationstheorie Experiment des Unterwasserschießens von Judd Erlernen von Regeln und Prinzipien fördert Transfer Erfolg das Unterwasserziel zu treffen stieg, ... ... wenn Prinzip erkannt wurde (Lichtbrechung) ... durch didaktische Reduktion die veranschaulichten Informationen nicht unterdrückt wurden ... durch affektive Einbettung ... gelerntes vor der Anwendung verbalisiert wird
- Theorie der strukturellen Züge Gestaltpsychologischer Zugang; Vergleiche Streichholzexperiment von Katona selbstständige Entdeckung eines Prinzips ist maßgeblich durch Einsichten in innere Strukturen eines Problems Transfer verbessert Transfer ist zu erwarten, wenn durch gewonnene einsichten die Struktur im Rahmen einer neuen situation wiedererkannt wird
- Prozessphasenmodell: Mikrosequenzierung Zusammenfassung Roth/Herbart 1) Vorentlastung (Motivierung, Vorbereitung) 2a) reduzierte Form des Inhalts 2b) Verbindung zu anderen Themen 2c) Übung 3a) Steigerung der Komplexität 3b) Übungen 4) Reflexion Kritik: es werden keine Ebenen (Schüler und Lehrer) betrachtet
- Prozessmodell: Betriebliche Unterweisung Vier-Stufen-Unterweisung Vorbereiten (Inhaltliche und methodische Einführung durch Ausbilder) Vormachen (durch Ausbilder mit Verbalisierung) Nachmachen (durch Auszubildenden mit Verbalisierung) Üben (Mehrmaliges Wiederholen zur Festigung, Prozess- und Ergebniskontrolle)
- Prozessphasenmodell: Cognitive Apprentiaship 1. Modeling 2. Coaching 3. Scaffolding (eigenständiger Lösungsversuch) 4. Articulation (verbalisierte Wiedergabe) 5. Reflection 6. Exploration (suche nach neuen Fragen) → Fading: Lehrer gibt im Laufe der Phase immer weniger Hilfestellung bis er seine Aufgabe verliert
- Warum ist die Phasenbetrachtung wichtig? keine bloße Willkür, sondern erkenntnis- und handlungsleitende Konstruktion Funktion der konzeptionellen Vorbereitung (Herbart)