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Allgemeine Fachoffene Didaktik (Fach) / 2.2 Entscheidungsmodell - Zielbildung und Bedingungsfelder (Lektion)
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- Was ist der voluntarischer Ausgangspunkt einer Zweck-Mittel-Rationalität im sinne von Max Weber? Ziel oder Zweck Instrument oder Mittel Situation oder Bedingungsrahmen →Handlungsvorschrift oder Plan
- Was ergeben sich für Anfangs- oder Begründungsprobleme? 1. infiniter (unendlicher) Regreß: Probelm des Anfang Ziel wird mit nächst höherem bewiesen Letzbrgründung unmöglich 2. Zirkel (A→B, B→A): A wird mit B begründet und B mit A unzulässiges Verfahren 3. willkürlicher Abbruch: subjektive oder auch kollektiv subjektive Setzung Axiome werde aufgestellt, wo es nicht für falsch gehalten wird
- Wie können Grundwerturteile gefunden werden? Anknüpfungspunkt: Diskursethik (Habermas, Apel) 1. Voraussetzung: Diskursbereitschaft 2. Verfahren der Normenfindung: Gedankenexperiment, ob alle mit Folgen der Normen zwanglos einverstanden sind 3. mögliche Ergebnisse: Kein Ergebnis, aber gut das man drüber geredet hat Diktatur des Sitzfleisches: wer am längsten bleibt, kann bestimmtn demokratischer Normenkonsens
- Was ist Diskursehtik? wahr, wenn es sich intersubjektiv darauf geeinigt wurde konsenstheoretischer Wahrheitsbegriff gestützt vom kohärenztheoretischem Diskurs muss zwanglos (Ergebnis und Paradigma offen, herrschaftsfrei) und transparent sein
- Was ergibt sich für ein Plausibilitätsproblem? konsensuell gefundene Urteile sind nicht immer deontologisch praktikabel auch als deontologische Sätze müssen Grundwerturteile konsistent sein Twardy schlägt deswegen eine Ergänzung von Operationalisierung und ein Messbarkeitspostulat vor
- Welche möglichen Grundwerturteile ergeben sich? 1. freiheitliche-demokratische Grundordnung 2. Primat des Idividuums: problematischer Freiheitsbegriff (Einschränkung durch Mittel, Wille Gewohnheiten, Ressourcen) asserthorischer Freiheitsbegriff (muss in anspruch genommen werden) 3. Gleichheit in den Chancen auf Teilhabe am Leben
- Wie können Instrumentalziele (Erziehungs-/Lernziele) (begründet) abgeleitet werden? Pragmatismus von C. S. Peirce 1. Deduktion: Ableitung von Schlussfolgerung aus dem allgemeinen auf das Besondere 2. Induktion: Ableiten von Schlussfolgerungen vom Einzelnen auf die Allgemeine 3. Abduktion: wird mit Hypothesenbildung gleichgesetzt → Erziehungs/Lernziele lassen sich durch einen deontologisch modifizierten Abduktionsschluss finden ! Handlungsnorm wird gesetzt Falls nun im Bedingungsfeld die Prämisse O→N gilt, ließe sich N einhalten Damit ist O ein geeignetes Ziel letzlich immer instrumentelle Prüfung in rekursiver Form
- Welche möglichen Erziehungsziele gibt es? Erziehung zur Mündigkeit (Roth) (Mündigkeit= Qualifikation und Emanzipation) Erziehung zur Emanzipation (Mollenhauer) Erziehung zur Funktionsfähigkeit (Robinsohn) Erziehung zur allgemeinen Bildung (Humboldt)
- Wie werden Erziehungsziele durch abduktive Bestimmung auf Edukand spezifiziert? vorher empirische Beobachtung und nachher Revisionsteil Abduktion: Norm: Erziehungszeile sollten Handlungsfähigkeit nach assertorischen Freiheitsbegriff ermöglichen Regel: Alle ERziehungsziele der Zielkalsse K sind für Edukanden mit dem Merkmal X geeignet Fall: Erziehungsziele sollten im speziellen aus der Zielkalsse K stammen muss überlegt werden welche Ziele erreicht werden könne, deswegen Bestimmung der Merkmale bei heterogenen Gruppen nicht möglich
- Was ist die Anlage-Umwelt-Kontroverse? zentrales Streitthema Nativismus: Anlagenhypothese (pädagogischer Pessimismus) Milieutheorie: Umweltfaktoren (pädagogischer Optimismus) Schwellentheorie: Anlagenschwelle/Umweltschwelle
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- Anthropospezifische Voraussetzungen theoretische Grundlagen: Antropologie Medizin Psychologie Theorien: Piagets Stadien Erik Erikson Theorie (Krisen) Beispiele: Begabung, Behinderung, Entwicklungsstand, psychophysische und emotionale Verfassung, Motivation, Interessen, Lerntyp, Persönlichkeit
- Soziokulturelle Voraussetzungen theoretische Grundlagen: Soziologie Theologie philosophische Anthropologie Theorie z.B. Bourdieu ökonomisches Kapital kulturelles Kapital soziales Kapital Beispiele: Elternhaus, Muttersprachlichkeit, Wohnort (Stadt vs. Land), peergroups, Lebensereignisse, Klassenverband, eigenes soziales Potential
- Was für ein makrodidaktischer Handlungsrahmen ergibt sich aus den Institutionen? Schulsystem, Schulform (mit unterschiedlichen didaktischen Grundanliegen) Klassenstufe rechtlicher Rahmen (Lehrplan - didaktische Autonomie dem Lehrplan unterworfen) Ressourcen: Zeit, Geld oder z.B. Leitungsspanne konkrete Schule: Räumlichkeiten Schulleitung Lehrkollrgium Lehrkraft selber
- Lehrintentionen institutions und unterrichtsspezifisch Präzisierung der zielgruppenspezischen Erziehungsziele im Rahmen eines Facher (systematisches Lernen) oder eines Handlungsbezuges (Handlungslernen) unter Berücksichtigung der makrodidaktischen Vorgaben der Institution