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Mibi (Fach) / Neurologische Virusinfektionen (Lektion)
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- Neurologische Virusinfektionen Infektionsverhalten 1) Neuroinvasiveness: Fähigkeit ins ZNS zu gelangen 2) Neurotropismus: Fähigkeit die Zellen des ZNS zu infizieren 3) Neurovirulenz: Fähigkeit eine Krankheit auszulösen
- Neurologische Virusinfektionen Krankheitsbilder virale Meningitis: aseptische Meningitis, Liquor: weniger als 500 Zellen pro mykroliter, wenig Protein, viele Lymphozyten, Glucosequotient größer als 0,5 virale Enzephalitis
- welche sind die wichtigsten neurologieschen Viren? 1.) HSV- 1 2.) VZV 3.) CMV 4.) Masern 5.) FSME 6.) Rabies 7.) Polio 8.) JC- Virus
- HSV-1 häufigster Verursacher der viralen Enzephalitis Klinik: Fieber, Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, neurologische Ausfälle, Anfälle, Koma … Hämorrhagien, Zelluntergang und Nekrosen im Gehirn, Ödeme, Lymphozyteninfiltrate Therapie: Aciclovir min 14 Tage
- VZV Primärinfektion als kindliche Windpocken, aber Reaktivierung möglich, durch jahrzehntelange Latenz in Ganglienzellen und Nerven Klinik: Zoster (Gürtelrose oder Gesichtsrose) Prophylaxe: Varizellen-Schutzimpfung (ab ca. 1. Lebensjahr) Therapie: Brivudin oder Aciclovir oral CAVE: Auslöser des fetalen Varizellensyndroms
- CMV -schwere Verläufe der fetalen CMV-Infektion, -besondere Bedrohung des ungeborenen Kindes im 1.-2. Trimenon -Klinik beim Fetus: schwerste Hirnschäden möglich, Mikroenzephalie, Epilepsie, Entwicklungsstörungen, Hydrozephalus … -klassisches Beispiel für altersabhängige Virulenz, da -schon bei Kindern die Infektion meist nur noch asymptomatisch verläuft
- Masern Krankheitsbilder 1) akute Masernenzephalitis 2) SSPE (subakute sklerotisierende Panenzephalitis) 3) postinfektiöse Masernenzephalitis
- Masernenzepephalitis nach Exanthem epileptische Anfälle Ataxie Paresen Verhaltensstörungen
- SSPE subakute sklerotisierende Panenzephalitis durch mutiertes persistierendes Masernvirus
- Postinfektiöse Masernenzephalitis autoimmune Reaktion, nicht durch das Virus bedingt
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- FSME Erbgut Auftreten Überträger Epidemiegebiet Flavivirus mit einzelsträngiger RNA vor allem in den Sommermonaten Zecken sind Überträger Epidemiegebiete: Süddeutschland, Österreich, Schweiz
- FSME Klinik Therapie 70% asymptomatisch 10-25% grippeähnliche Symptome nur wenige mit Meningitis und Enzephalitis Impfung: aktive Immunisierung mit Totimpfstoff
- Rabies Pathogenese ACh- Rezeptor is Virusrezeptor, wandert von dort über Muskelzelle in ZNS im ZNS Vermehrung gelangt in die Speicheldrüsen
- Rabies Epidemiologie 70000 Personen weltweit sterben jährlich meistens in Asien und Osteuropa
- Rabies Kllinik drei Stadien Tod nach 7 Tagen 1-2 Monate Inkubationszeit Prophylaxe: aktive Impfung mit inaktivierten Viren+ passive Immunisierung mit Antikörpern nach Exposition
- Polio Erreger der Poliomyelitis Enterovirus, RNA Übertragung: fäkal-oral Klinik: Infektion in 90% der Fälle asymptomatisch, 9% unspezifische Symptome und nur bei <1% Befall der Motoneurone im Rückenmark asymmetrische schlaffe Lähmungen
- JC- Virus Erreger der PML = progressive multifokale Leukenzephalopathie Beispiel für die Rolle des Immunsystems für die Virulenz eines Erregers, Erkrankung nur bei Risikogruppen (AIDS, Immunsuppression …), fast 80% Durchseuchung Klinik: rasch fortschreitende Demenz und charakteristische Ausfälle, Paresen, Störungen Therapie: keine, Überlebenszeit nur 4-6 Monate ab Diagnose