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Sozialpsychologie (Fach) / Selbst (Lektion)

Das Wesen des Selbst, Introspektion, Selbsterkenntnis durch Beobachtung des eigenen Verhaltens, Selbsterkenntnis durch Beobachtung des Verhaltens anderer, Impression-Management

Diese Lektion wurde von Yanfei erstellt.

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  • Aus welchen 2 Aspekten besteht das Selbst? Das Selbst enthält ein Selbstkonzept, also das Wissen darüber, wer wir sind und die Selbstaufmerksamkeit, also das Nachdenken über uns selbst.
  • Welche 3 Funktionen hat das Selbst? Das Selbst hat eine strukturierende Funktion. Diese enthält ein wichtiges Schema, das eine Erinnerung und Interpretation von Informationen über die eigene Person und die soziale Welt erleichtert. Die emotionale Funktion steuert unsere emotionale Reaktion, insbesondere beim Vergleich vom tatsächlichen Selbst, Ideal-Selbst und Soll-Selbst. Die ausführende Funktion ist für die Regulation unseres Verhaltens, das Treffen von Entscheidungen und für das Planen zuständig.
  • Was gibt es für Unterschiede in der Selbstdefinition? Nenne eine passende Studie. Je nach Situation kann personale oder soziale Identität salient sein. Personale Identität stellt das Selbst als Individuum dar, während soziale Identität das Selbst als Mitglied einer Gruppe darstellt. Zudem gibt es die unabhängige und die interdependente Selbstsicht. Erstere ist eine Art, sich selbst zu definieren, die sich auf die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen stützt und nicht auf die anderer Menschen. Die zweite Art ist Selbstdefinition auf Basis von zwischenmenschlichen Beziehungen in dem Wissen, dass das eigene Verhalten oft von den Gedanken, Gefühlen und Handlungen anderer Menschen bestimmt wird. Männer und Frauen unterscheiden sich hinsichtlich der interdependenten Ausprägung im Selbstkonzept. Frauen haben eher eine relationale Interdependenz, also richten ihr Augenmerk auf enge Beziehungen, während Männer eher eine kollektive Interdependenz haben, den Schwerpunkt also auf Beziehungen in größeren Gruppen legen. Bei einer Studie sollten sich männliche und weibliche Collegestudenten an ein wichtiges emotionales Ereignis erinnern. Bei Frauen hatten diese eher mit engen Beziehungen zu tun, bei Männern eher mit ihrer Mitgliedschaft in größeren Gruppen.
  • Was ist Introspektion? Introspektion ist der Prozess, bei dem sich der Mensch nach innen wendet und seine eigenen Gedanken, Gefühle und Motive untersucht.
  • Was ist das Konzept der Selbstaufmerksamkeit? Bei Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf sich selbst wird eigenes Verhalten mit innerpersönlichen Maßstäben und Werten verglichen und anhand dieser beurteilt. Wenn man sich z.B. selbst im Spiegel sieht, wird die Diskrepanz zwischen Verhalten und moralischen Werten deutlich. Da Diskrepanzen unangenehm sind, entfliehen Menschen ihr (TV, essen, ...).
  • Was bedeutet "Beurteilen unserer Gefühlszustände"? Auch, wenn wir eigentlich gerade nicht wissen, warum wir uns so fühlen, wie wir uns fühlen, geben wir Erklärungen ab und sind selbst von diesen überzeugt. Wir finden und kreieren logisch klingende Kausaltheorien, die jedoch nicht immer richtig sind.
  • Was sagt die Selbstwahrnehmungstheorie von Bem aus? Einstellungen oder Gefühle, die nicht genau definierbar oder vieldeutig sind, können durch Beobachtung des eigenen Verhaltens und der Situation, in der sich das Verhalten abspielt, erschlossen werden. 
  • Was ist der Effekt der Überrechtfertigung? Nenne 2 passende Studien. Wenn intrinsische Motivation hinsichtlich einer Aktivität besteht (weil es Spaß macht) und man extrinsische Motivation hinzufügt (z.B. Bezahlung), kann sich die extrinsische Motivation negativ auf die intrinsische auswirken. Bei einer Studie wurde in einer Klasse ein Mathespiel eingeführt. Eine Zeit lang beschäftigten sich die Kinder aufgrund von extrinsischer Motivation mehr mit dem Spiel, nach der Abschaffung der Belohnung jedoch weniger als zuvor. Wenn die intrinsische Motivation ohnehin gering war, kann eine Belohnung diese jedoch nicht weiter reduzieren. Außerdem vermindern nur aufgabenabhängige, nicht aber leistungsabhängige Reize die intrinsische Motivation. Eine Immunisierung (z.B. durch ein Video) ist möglich. Bei einer Studie produzierten Kinder trotz Belohnungen kreativere Geschichten, nachdem sie das Video gesehen hatten.
  • Was ist die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion? Nenne eine passende Studie. Die Theorie sagt aus, dass wir unseren physiologischen Erregungszustand beobachten und dann nach einer Ursache suchen. Dazu werden situationsbedingte Informationen genutzt. Bei einer Studie wurde Probanden entweder Adrenalin oder ein Placebo gegeben. Außerdem wurde den Probanden entweder gesagt es handele sich um ein Vitaminpräparat mit Nebenwirkungen oder um eines ohne Nebenwirkungen. Dann interagierten die Probanden mit einem euphorischen oder wütenden Mitarbeiter des Versuchleiters. Die Probanden, die keine Nebenwirkungen erwarteten, nahmen die Gefühle des Mitarbeiters an.
  • Was ist eine Fehlattribution der Erregung? Nenne eine passende Studie. Eine Fehlattribution der Erregung ist ein Prozess, bei dem falsche Schlussfolgerung bezüglich der Ursachen gezogen wurden (im Rahmen der Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion). Bei einer Studie wurden Männer entweder auf einer Hängebrücke oder nach der Überquerung von einer attraktiven Frau nach einer Studienteilnahme gefragt. Männer, die auf der Brücke einen Erregungszustand verspürt hatten, dachten dies hinge mit der attraktiven Frau (und nicht mit der wackeligen Brücke) zusammen und riefen nach der Studie häufiger bei ihr an. 
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  • Was ist die Theorie des sozialen Vergleichs, wann wird sie angewandt und welche Arten von Vergleichen gibt es? Nach der Theorie des sozialen Vergleichs bringen Menschen etwas über ihre eigenen Fähigkeiten und Einstellungen in Erfahrung, in dem sie sich mit anderen Menschen vergleichen. Ein solcher Vergleich wird vor allem angewandt, wenn kein objektiver Maßstab besteht, an dem man sich orientieren kann und, wenn Unsicherheit bezüglich des Selbst besteht. Am aufschlussreichsten ist es, sich mit jemanden zu vergleichen, der einen ähnlichen Hintergrund wie man selbst hat. Es gibt jedoch auch abwärtsgerichtete Vergleiche, die zur Steigerung des Selbstbildes führen und aufwärtsgerichtete Vergleiche, um herauszufinden, was der höchste erreichbare Standard ist.
  • Was ist Impression-Management? Impression-Management bezeichnet den Versuch, uns als den Menschen zu präsentieren, der wir sind oder von dem wir wollen, dass andere Menschen glauben, dass wir so sind. Bewusst oder unbewusst wird eine der Situation angemessene Selbstpräsentation zusammengestellt, die einen bestimmten Eindruck erwecken soll.
  • Welche Strategien für das Impression-Management gibt es? Erstens gibt es die Strategie der Ingratiation, also das Einschmeicheln und Loben, um einer anderen Person zu gefallen. Dies kann jedoch nach hinten losgehen, wenn die Person bemerkt, dass es nicht aufrichtig ist. Zweitens gibt es die Strategie des Self-Handicappings, bei der man sich selbst Hindernisse schafft, sodass im Falle eines Misserfolgs eine Entschuldigung vorhanden ist (eine externale Attribution wird ermöglicht).
  • Welche moderierende Persönlichkeitsvariable gibt es im Zusammenhang des Impression-Managements und welche Ausprägungen davon gibt es? Self-Monitoring ist eine moderierende Persönlichkeitsvariable im Zusammenhang mit Impression-Management und man kann zwischen hohen und niedrigen Selbst-Überwachern unterscheiden. Hohe Selbst-Überwacher können ihr Verhalten gut an die soziale Situation anpassen und regulieren ihr Verhalten aufgrund von Selbst-Überwachung. Niedrige Selbst-Überwacher verhalten sich in verschiedenen Situationen ähnlich gemäß ihrer Ansichten/Persönlichkeit. Hohe Selbst-Überwacher haben einen höheren Selbstwert.