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Grundbau (Fach) / 3. Dämme, Einschnitte, Geländesprünge (Lektion)

- Dämme - Einschnitte - Natürliche Böschungen - Rutschungen - Geländesprünge

Diese Lektion wurde von Sulakad erstellt.

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  • Damm-Material: nichtbindige oder bindige Böden, teilweise mit Zusatz hydraulischer Bindemittel
  • Nachweise für Dämme: - Setzungen - Böschungsbruch - Spreitzsicherheit
  • Natürliche Böschungen - Nachweisverfahren: Böschungsbruch unter Berücksichtigung der geologischen Verhältnisse ‐ ggf. schichtparalleles Abgleiten, ‐ latente Gleitflächen, ‐ hydrogeologische Verhältnisse, ‐ Kriechen
  • Rutschungen - Rutschungsarten: - Abbrüche - Rotations- Rutschungen (kreisförmig, flach, nicht kreisförmig) - Translations- Rutschungen (Block-Rutschungen, Flach-Rutschungen, Rutschungen der Hangablagerungen)
  • Rutscheinflüsse:   a) Anschneidung des Böschungsfußes z.B. zur Straßenverbreiterung. b) Abgrabung am Böschungsfuß für Leitungsverlegung u.a. c) Geländeauflasten durch Verkehr und Baumaschinen d) Rüttelwirkung durch Verkehr, Sackungen bei lockeren Böden e) Erosion durch Oberflächenwasser bei ungeschützten Böschungen f) Durchfeuchtung infolge Regenguss, Gefahr des "Schwimmsandzustandes„, Verlust der Kohäsion g) Wellenerosion bei ungeschützten Uferböschungen h) Durchsickerung infolge schneller Wasserspiegelabsenkung i) Gespanntes Wasser in Sandzwischenschichten als Porenwasserüberdruck j) Spaltenwasserdruck bei gerissenen Böden  
  • Rutschflächen - a) Verwitterte Gesteinsschichten "Steilabbruch" in Schichtneigung durch Spaltwasser im Fels, Haarrisse im Tonstein, Rutschzonen im Gehängeschutt, rasche Verwitterung von Mergel u. a
  • Einflüsse des Wassers: a) Oberflächenwasser b) Grundwasser c) Außenwasser d) Porenwasserüberdruck
  • a) Oberflächenwasser: Niederschlag, Tauwasser, nicht gefasste Zuläufe usw. führen zu Ausspülungen und Oberflächen‐Erosion
  • b) Grundwasser:   - Grundwasser im Hangbereich erzeugt Strömungsdruck zum Böschungsfuß hin, Verminderung der Standsicherheit. - Beim Austritt des Wassers am Hang kann es zu Ausspülungen kommen. - Grundwasser im Untergrund führt zur Verminderung der Standsicherheit durch Auftrieb  
  • c) Außenwasser: Bei Böschungen an Seen und Wasserläufen erzeugt Außenwasser Erosion durch Wellenschlag und Eis, ferner Gefahr bei schnellem Absinken des Außenwasserspiegels.
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  • d) Porenwasserüberdruck: Bei bindigen Böden vermindert der Porenwasserüberdruck (aus Dammschüttung, Nutzlast etc.) die für die Erzeugung der Reibungskraft erforderliche Normalkraft (Korn‐zu‐Korn Druck geringer).
  • Sanierung von Rutschungen: - Abflachen - Verdübeln mit Pfählen - Verankern
  • Schwergewichtsmauern - Nachweise:  Kippsicherheit  Gleitsicherheit  Geländebruchsicherheit  Grundbruchsicherheit entsprechend den Nachweisen für Flachgründungen aber unter Berücksichtigung der zusätzlichen Kräfte infolge Erddruck
  • Winkelstützmauern - Nachweise:  Kippsicherheit  Gleitsicherheit  Geländebruchsicherheit  Grundbruchsicherheit entsprechend den Nachweisen für Flachgründungen aber unter Berücksichtigung der besonderen erdseitigen Verhältnisse
  • Rutschflächen - b) Nichtbindige, rollige Böde sandig‐kiesige Böden ohne Kohäsion (c = 0); Gleitlinien = Böschungslinie (Gleitkreis mit r = ∞).
  • Rutschflächen - c) Schwach bindige Böden Schluffige Böden mit kleiner Kohäsion (c > 0); Gleitlinie schneidet nur flach in das Hanggelände ein.
  • Rutschflächen - d) Stark bindige Böden Tonige Böden mit großer Kohäsion (c >> 0); Gleitlinie schneidet tiefer in das Hanggelände ein.
  • Rutschflächen - e) Hochplastische Tone Ton aus Montmorillonitmineralen mit langgestreckter, flacher Gleitlinie und langsamen Bruchvorgang; glatte Scherflächen mit sehr kleiner Reibung = 4° bis 10°
  • Rutschflächen - f) Organischer Untergrund Gleitlinie schneidet tiefer in den gering tragfähigen Untergrund ein, z. B. Schlick, Mudde o. Torf.
  • Rutschflächen - g) Schräge bindige Untergrundschicht Auf der OK der schrägen Schicht bildet sich eine "vorgezeichnete" Gleitlinie, da Sickerwasser hier schmierig‐aufweichend wirkt.