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Psychatrie (Fach) / Psychatrie (Lektion)

Psych fürs Examen

Diese Lektion wurde von Inalafe erstellt.

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  • Folie à deux Der symbiontische Wahn (F24) oder auch „Folie à deux“ ist ein induzierter Wahn, bei dem nahe Bezugspersonen eines Wahnkranken dessen wahnhafte Überzeugungen übernehmen. Nach der Trennung verschwindet die Symptomatik bei der beeinflussten Person meist wieder.
  • Akoasmen Der Patient glaubt unterschiedliche Geräusche zu hören, die er der Ähnlichkeit wegen bestimmten Tieren oder anderen bekannten Wahrnehmungen zuordnet. Dabei handelt es sich um sog. Akoasmen, also ungestaltete akustische Halluzinationen wie etwa Rauschen, Knallen oder Zischen. Die Wahrnehmungserlebnisse entstehen ohne entsprechende Außenreize und werden trotzdem für real gehalten. Sie gelten als Symptom 2. Grades der Schizophrenie.
  • Lithiumintoxikation therapeutische Bereich 0,5 - 0,8 mmol/l, Ausscheidung über die Nieren Salz- und Flüssigkeitsverluste → Anstieg der Lithiumkonzentration Stadium 1 (Lithiumspiegel: 1,0-1,5 mmol/l): Konzentrationsstörungen, Übelkeit, Tremor, verwaschene Sprache, Müdigkeit Stadium 2 (Lithiumspiegel: 1,6-2,5 mmol/l): Desorientiertheit, Somnolenz, grobschlägiger Tremor Stadium 3 (Lithiumspiegel: >  2,5 mmol/l): Bewusstseinsstörung bis hin zum Koma, extrapyramidale Symptome, Nierenfunktionsstörungen, Krampfanfälle
  • malignes neuroleptisches Syndrom → gravierende Nebenwirkung einer Neuroleptika-Medikation Bewusstseinsstörungen Rigor  Fieber Stupor  zunehmenden Kreislaufdysregulation mit tachykarden Komplikationen CK, Transaminasen und die alkalische Phosphatase ↑, Leukozytose Th.: Neuroleptikaabsetzen Dopaminagonisten (Bromocriptin) Dantrolen  (peripheres Muskelrelaxan) Benzodiazepine zur Sedierung verabreicht werden.
  • SSRIs Paroxetin Fluoxetin Fluvoxamin Sertralin Citalopram Escitalopram
  • MAO-Hemmer Moclobemid (selektive, reversible Hemmung) Tranylcypromin (nicht-selektive, irreversible Hemmung)
  • Frühdyskinesien → meist in der 1. Behandlungswoche einer neuroleptischen Behandlung Kl.: Typisch sind Schlund- und Blickkrämpfe, unwillkürliche Bewegungen der Zungenmuskulatur, Verkrampfungen der Kiefermuskulatur, choreatische, athetoide und torsionsdystone Bewegungen Th.: Dosisreduktion und evtl. in der oralen oder intravenösen Gabe des Anticholinergikums Biperiden
  • Atypische Neuroleptika Clozapin Olanzapin Quetiapin Risperidon ... NW: Gewichtszunahme, orthostatische Hypotonie, Sedierung und Akathisie (Sitzunruhe), Agranulozytose → BB-Kontrollen
  • histrionische Persönlichkeitsstörung übertriebener Ausdruck von Gefühlen und dabei eine ständige Erwartung von Anerkennung und Lob. Die Betroffenen fühlen sich in Situationen, in denen sie nicht im Mittelpunkt stehen, unwohl.  Emotionen sind oft oberflächlich und durch andere leicht beeinflussbar. Trotz des nach außen sicheren Auftretens besteht häufig eine starke Verletzbarkeit und eine ausgeprägte Sensibilität.
  • medikamentösen Therapie der Zwangsstörung 1.Wahl: serotonerg wirkende Antidepressiva (besonders SSRI) Bei SSRI-resistenter Zwangsstörung kann eine Umstellung auf das ebenfalls serotonerg wirksame trizyklische Antidepressivum Clomipramin höhere Dosen als bei Depressionen nötig
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  • Medikamentöse Therapie bei Panikstörung SSRI oder SNRI kurzfristig Benzodiazepine
  • elektiven Mutismus Nach Abschluss der Sprachentwicklung emotional bedingten Selektivität des Sprechens  bei erhaltenem Sprechvermögen und ohne anderweitige Grunderkrankung. Ängstlich und scheu, schon vor Beginn der Störung eher schüchtern und ängstlich, oft sehr enge,Beziehung zu einer Bezugsperson. Auslöser  häufig  schwere Störungen des familiären Milieus
  • Zu den Parasomnien zählen Schlafwandeln Pavor nocturnus Albträume
  • Medikamentöse Therapie von Panikattacken SSRI
  • BMI Aneorexia nervosa BMI < 17,5 kg/m 2 → anorektisches Gewicht BMI < 16,0 kg/m2 → stationäre Aufnahme empfehlenswert BMI < 14,0 kg/m2 → kritisch niedrig; zunehmend organische Komplikationen BMI < 12,0 kg/m2 → Lebensgefahr BMI < 10,0 kg/m2 → in der Regel nicht mit dem Leben vereinbar
  • SORKC-Modell → Anwendung bei Analyse in der kognitiven Verhaltenstherapie Erweiterung der operanten Konditionierung Stimulus (S) → Reaktion (R) → Konsequenz (C) + O: Organismusvariablen und K: Kontingenz/Verstärkungsplan → Verhaltensmodell erklärt Lernvorgänge und das Verhalten in konkreten Situationen
  • CAGE-Test → ersten groben Abklärung einer fraglichen Alkoholkrankheit Hatten Sie jemals das Gefühl, Sie müssten Ihren Alkoholkonsum vermindern (Cutdown)? Haben andere Personen Sie dadurch geärgert, dass sie Ihr Trinkverhalten kritisiert haben (Annoyed)? Haben Sie jemals Schuldgefühle wegen Ihres Alkoholkonsums gehabt (Guilty)? Haben Sie jemals als erstes am Morgen Alkohol getrunken, um sich zu beruhigen bzw. in Gang zu kommen (Eye Opener)? Auswertung : 2 Fragen mit „Ja“ beantwortet: Verdacht auf Alkoholismus 3 Fragen mit „Ja“ beantwortet: Alkoholismus wahrscheinlich 4 Fragen mit „Ja“ beantwortet: Alkoholismus sehr wahrscheinlich
  • Carbamazepin → Antiepileptikum 1. Wahl bei fokaler Epilepsie Blockade spannungsabhängiger Na+-Kanäle → Blockade epileptiformer Entladungen in der Leber verstoffwechselt starker CYP 3A4-Induktor und führt zu einem Wirkungsverlust u. a. von Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon.
  • Diagnosekriterien der Enuresis ICD-10 DSM-IV unwillkürliche oder beabsichtigte Harnentleerung in das Bett oder die Kleidung Lebens- und geistiges Alter ≥ 5 Jahre Lebens- und geistiges Alter ≥ 4 Jahre ≥ 2 ×/Monat bzw. ab dem 7. Lebensjahr ≥ 1 ×/Monat ≥ 2 × innerhalb von 3 Monaten oder klinisch bedeutsamer Leidensdruck bzw. soziale Beeinträchtigung Dauer ≥ 3 Monate - keine zugrundeliegenden anatomischen oder neurologischen Erkrankungen
  • Therapie der Enuresis Anleitung des Kindes zu einem geregelten Trink- und Miktionsverhalten, verknüpft mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Mittel der Wahl apparative Konditionierung mit einem Klingelgerät Wichtig ist der Wunsch trocken zu werden
  • tiefgreifenden Entwicklungsstörungen sind definiert durch schwere Beeinträchtigungen der zwischenmenschlichen Kommunikation und ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire an Interessen und Aktivitäten. Die Stereotypien zeigen sich auch motorisch, z. B. als Schaukeln mit dem Kopf oder Oberkörper oder Umhergehen im Kreis. Auch interessieren sich die Kinder z. B. nur für den Geschmack oder das Geräusch von Spielzeug. Kleinste Veränderungen in der Umwelt können die Kinder erheblich verunsichern, sie halten ängstlich am Gewohnten fest.
  • Verhaltenstherapie basiert auf der Lernforschung. Sie setzt an den auslösenden und aufrechterhaltenden Problembedingungen an, ist ziel- und handlungsorientiert und bietet konkrete, problemzentrierte Hilfe zur Selbsthilfe. Die Vergangenheit (z. B. Kindheitskonflikte) und die spezifische Persönlichkeit (z. B. im Sinne der humanistischen Richtungen) des Patienten werden dabei kaum beachtet. Zu den Therapieansätzen gehören insbesondere die Belohnung erwünschter und die Löschung nicht erwünschter Verhaltensweisen. Die klassische Verhaltenstherapie bildet z. B. die Basis für die systematische Desensibilisierung (wichtig in der Therapie von Angststörungen!), die instrumentelle Konditionierung und das Modelllernen. Im Rahmen eines Kompetenztrainings sollen z. B. verbale und non-verbale Kommunikationsfähigkeiten verbessert oder soziale Kompetenzen erlernt werden.
  • emotional instabilen Persönlichkeitsstörung Ein impulsiver Typus, vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.“
  • Katalepsie Symptom der Katatonie und bezeichnet das Beibehalten einer passiv eingenommenen, oft unbequemen Körperhaltung (Haltungsverharren).
  • Kataplexie starke Affekte (Freude, Ärger, Erschrecken) → plötzlich kurzzeitigee Tonusverlust der Willkürmuskulatur Die Muskeleigenreflexe sind während dieses Zeitraumes nicht auslösbar. Diese Störung wird auch affektiver Muskeltonusverlust oder veraltet „Lachschlag“ genannt
  • Ich-Störung Die eigenen innerseelischen Abläufe werden als von außen und von anderen gemacht, gelenkt und beeinflusst erlebt. Die Veränderungen der eigenen Erlebniswelt beruhen auf einer durchlässigen Grenze zwischen dem Ich und der Umwelt. Zu den Schizophrenie-typischen Ich-Störungen gehören Gedankenausbreitung, -entzug und -eingebung sowieFremdbeeinflussung. Unspezifischer sind Entfremdungserlebnisse wieDepersonalisation und Derealisation.
  • Wernicke-Enzephalopathie → Vit. B1 (Thiamin)-Mangel → Gliose u. Siderose der corpora mamillaria Augenmuskellähmung Verwirrtheit/Bewusstseinsstörung Gangataxie
  • Marchiafava-Bignami-Syndrom Degeneration des Corpus callosum Demenz Epilepsie Sprachstörung
  • Zieve-Syndrom Akutes hämolytisches Syndrom bei Alkoholismus mit Leberzirrhose Histo: Schaumzellen im KM