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Allgemeine Fachoffene Didaktik (Fach) / 1.2 Allgemeine und nicht bestimmte Didaktik - Funktionen didaktischen Handelns (Lektion)
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- Was versteht man unter Didaktik (Taxonomie)? Didaktik als... ... Anwendung psychologischer Lehr-und Lerntheorie (Dolch, Peterßen) → zu eng gefaast eher pädagogische Psychologie ... Theorie der Steuerung von Lernprozessen (Bernfeld, Heimann) → müsste Lehrprozesse heißen (Lernprozesse kann man nicht steuern), Bildungsinhalte werden ausgeklammert ... Theorie der Bildungsinhalte (Klafki, Derbolav) → ohne Methodik, müsste den Lerhprozess nebengeordent sein, also kein Inklusionsverhätnis = konsistentes Problem ... Theorie vom Unterricht (von Cube, Frank) → nur institutionelle Erziehung ... Wissenschaft vom Lernen und Lehren → unabhängig von spezifischen Regulierungen, beste Beschreibung
- Was versteht man unter dem funktionalem Orthodox? Inhalte müssen reduziert werden und es muss einen Transfer in die Wirklichkeit geben Je weiter man jedoch die Inhalte reduziert umso schwieriger ist der Transfer Große und komplexe Inhalte lassen sich schwer vermitteln und lernen, machen aber Transfer leichter
- Was sind die drei didaktischen Funktionen? - Einlösung der didaktischen Schutzfunktion - Sicherstellung der Funktion der Lernökonomie - Nebenbedingung: Herstellung oder Bewahrung eines Lebensweltbezugs → Didaktik wird in unterschiedlichen Erziehungen unterschiedlich deutlich
- Was sind die Unterschiede der funktionalen und intentionalen Erziehung (Krieck 1922) intentional = absichtsvoll - z.B. auch Teilhabe am Gesellschaftlichen Leben (Jagd) - da Eltern nicht mehr vermitteln können = Schule - Schule = Desintegration der Lebenswirklichkeit funktional = unbewusst, in die Handlungsabläufe eingebunden - im produktiven Geschehen eingebunden - enstanden durch Weiterentwicklung der Gesellschaft
- Was unterteilt das zwei Lernortkonzept von Abel Schule und Betrieb (ob Erziehung im Betrieb funktional oder intentional ist, ist fraglich)
- Was sind die vier Lernorte nach dem Deutschem Bildungsrat (1974)? - Schule (intentional) - Lehrwerkstatt (intentional) - Betrieb ("funktional") - Studio ( kreatives Lernen ohne formale Bewertung, zb. Theatergruppe)
- Was sind die drei Lernortbereiche nach Schmiel (1975)? Lernortbereich 1: Betrieb (Arbeitsplatz, betriebliche Ausbildungswerkstatt, Lehrecke, betriebliche Unterrichtsräume, Überbetriebliche...etc.) Lernortbereich 2: Berufsbildende Schulen ( Unterrichsraum, Schulwerkstatt, Laborraum) Lernortbereich 3: Sonstige ( z.B. Arbeitszimmer in Privatwohnung) → geographische Orte - Lernortkonzept erfordert aber didaktische Begriffsbildung, um offene Fragen zu klären
- Welche zwei Grundtypen von Lernorten gibt es aus didaktischer Sicht? Lernort der Erkenntnis (intentional) - z.B. Schule, systematisches Lernen Lernort der Erfahrung (funktional) - z.B. Arbeitsplatz, systemisches Lernen → vernünftige didaktische Begründung der Lernorte, bindet auch funktionales und intentionales Lernen mit ein, Lernortkombination in institutionalen bzw. geographischen Zusammenhängen möglich → jedoch ist Reinform der didaktischen Lernorte selten (heimlicher Lehrplan der Schule)
- Was sind die deutschen Integrationsstufen? intentional - räumlich/zeitlich ausgegliedert - Institutional, z.B. Schule, Kindergaten etc. funktional - räumlich/zeitlich integriert: situativ (Betriebliche Unterweisung) und funktional
- was sind die angelsächsichen Integrationsstufen? formal edukation/learning - curricular integriert (i.d.R. schulisches Lernen): übergreifende Lernzusammenhänge, Ende mit Zertifikat nonformal edukation/learning - institutionales Lernen ohne curriculare Integration (i.d.R. Weiterbildungsmaßnahmen): ohne Lernplan informal edukation/learning - Lernen mit Nähe zum funktionalen Kontext (i.d.R. Reflexion von Erfahrungen): immer mit Reflexion = Unterschied zum deuschem funktionalem Lernen
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- Worin besteht die didaktische Schutzfunktion? nach der Schultheorie: Enkulturationsfunktion Qualifikationsfunktion Selektionsfunktion Integrationsfunktion → nur Schultheorie afernativ, gesellschaftlich bestätigt Ergänzung: Innovationsfunktion Schutzfunktion zur Weiterentwicklung der Wissenschaft
- Was ist das Säbelzahn-Curriculum (Peddiwell) Fabel über Einrichtung von Schulen in der Steinzeit Wiedersprüchlichkeit von Schulen Kritik: überholte Curricula - Schule als rückwärtsgerichtete, konservative Einrichtung, die sich zu sehr auf Qualifikation konzentriert beschreibt auch Schutzfunktion übertragbar auch auf heutige allgemeine und berufliche Bildung → Schutzfunktion als konstituierenede Funktion der Schule
- Was ist der Unterschied von Lehrplan und Curriculum? Lehrplan bezieht sich auf den Inhalt Curriculum bezieht sich auf Inhalt und Verhalten (Stoffverteilung)
- Was versteht man unter Ökonomität der Schule? Effizienz des schulischen Lernens Strukturierung durch Ordnungssysteme (z.B. Lehr- und Stoffverteilungsplan): - soll Enkulturation unterstützen - Senkung gesellschaftlicher Transaktionskosten (bestimmte Kommunikationskenntnisse werden vorausgesetzt) - Gewährleistung von Freizügigkeit im Kulturgebiet (z.B. wählen Lehrer selbst die Schwerpunkte)
- Was versteht man unter Einrichtung inhaltsstrukureller Ordnungssysteme für institutonalisierte Lernorte? - Fächerung der Lerngegenstände - Fächer systematisch nach Inhalt ausgerichtet - Felderung (Handlungsorientiert) - an Prozesse ausgerichtet → Felder und Fächer sollten nach der Ausbildung zum gleichen ERgebnis kommen, sind trotzdem nicht kommutativ!
- Was versteht man unter Einrichtung zetistruktureller Ordnungsysteme? = Sequenzierungen, Stoffverteilungspläne stellt jeder Lehrer selbst auf Inhalte werden nach Fähigkeiten der Schüler sequenziert ohne Kenntnisse über den SChüler nicht möglich verhaltensstrukurell
- Was legitimiert die institutionale Erziehung? Die in schützender Absicht geordnete Behandlung von Lerngegenständen legitimiert die institutionale Erziehung dem Grunde nach. z.B. Schule als geschützter Lernort Die in ökonomischer Absicht geordnete Behandlung von Lerngegenständen legitimiert die institutionale Erziehung dem Ausmaß nach. zeitliche Aspekt und Effizienz (erst Grundwissen dann spezifisches Wissen) Institutionen nur so lang legitimiert wie Lernen effizient ist (Haupt- vs. Gymnasialausbildung)
- Worin besteht die Kritik in reiner Institutionsdidaktik? Humboldtsbildungstheorie: Trennung von allgemeiner und beruflicher Bildung sittliche Festigung durch allgemeine Bildung in der Schule spezielle Bildung mach der Schulzeit → keine Vermischung dadurch fehlt der Lebensweltbezug! Bildung nach Schmiel (1970): Lerninhalte orientieren sich an Aforderungen, die dem einzelnem in seinem gegenwärtigem/angestrebtem Wirkungsraum und in unserer Kultur entgegentreten Bildung nicht in Distanz zur Realität, sonder im Dienst der Bewährung des Menschen im Leben → Elend heute: teaching for the best! → Vorwurf des Pragmatismus: Tüchtigkeit statt Tugend Unterordnung des Denkens unter das Handeln Trennung von Ethik und Pädagogik → Mangelnde Wissenschaftlichkeit → Mangelnde Praktikabilität: Ausweitung des Wirkungsraumes fortwährende Veränderung der Umwelt