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Unternehmensführung 4. Semester (Fach) / Unternehmensführung (Lektion)
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- Definition Unternehmen Komplexes System aus Zielen, Mitgliedern und Aktivitäten. Ziel: zielgerichtet, teilautonom Mitglieder: hierarchisch, sozial Aktivitäten: produktiv, offen
- Institutionelle Perspektive der Managementlehre Management als Personenkreis Alle Organisationmitglieder mit Anweisungsbefugnis "Alle Mitglieder die formell verantwortlich für Leistung von anderen Mitgliedern sind"
- Funktionale Perspektive der Managementlehre Setzt an den Aufgaben an Steuerung eines Unternehmens Managementfunktion, losgelöst von Personen/ Hierarchie Aufgaben: Managementfunktionen, Sachaufgaben
- Managementprozess Planung Steuerung Kontrolle Typische Merkmale Kein abgeschlossener Prozess Arbeitstag ist zerstückelt Mündliche Kommunikation Informationsaufnahme und - Weitergabe Ambiguität
- Funktionen des klassischen Managementprozesses Planung Organisation Personaleinsatz Führung Kontrolle Füher: linear Heute: Kreuz und quer
- Der moderne Managementprozess Prozessverständnis wird aufgegeben Ausgangspunkt: Interaktion mit Umwelt Umwelt Diagnose: unbegrenzt, begrenzt verstehbar Folge: Unsicherheit, Diskontinutäten Unternehmung Diagnose: komplex, keine Trivialmaschine Folge: flexibles, nur begrenzt Planbares System
- Dimensionen der Managementtätigkeit Führungskräfte: imitieren, geben Impulse, reagieren und passen sich an Handlungszwänge ( demands) --> Pflichten: Unterschriften, Repräsentanz, Kongresse Restriktionen (Constraints) --> externe Begremzungen ( budgetlimits, Satzungen, Regelungen) Eigengestaltung (choices) --> Aktivitätsraum der frei gestaltet werden kann
- 10 Managementrollen nach Mintzberg Galionsfigur: vertritt U nach außen Vorgestzter: Mitarbeiter: Auswahl,Beurteilung,Anleitung,Motivation Vernetzter: Kontaktnetzwerk intern und extern aufrechterhalten Radarschirm: Informationen interne und externe Entwicklungen sammeln Sender: weiterleiten Informationen und Wertevorstellungen Sprecher: informiert externe Gruppen, Öffentlichkeitsvertretung Innovator: Wandel im U zu initiieren Problemlöser: Konfliktschlichter und Problemlöser Ressourcenzuteiler: Verteilt Aufgaben, finanzielle Mittel, Kompetenzen Verhandlungsführer: Unternehmensvertretung
- Kompentenzkategorien nach Katz Technische Kompetenz (Managementwissen) Soziale Kompetenz ( Handlung und Durchsetzung) Konzeptionelle Kompetenz ( Strukturierungsvermögen)
- Was sind Stakeholder? Anspruchsgruppen zu den Unternehmen eine Beziehung hat Können beeinflussen und beeinflusst werden z.B. Mitarbeiter, Fremdkapitalgeber, Lieferanten, Kunden, ....
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- Kriterien der Stakeholder- Identifikation Macht/Einflusspotential Legitimität Dringlichkeit
- Was sind Shareholder = Anteilseigner Ziel: Sicherheit und Wertsteigerung des investierten Kapitals und hohe Gewinnerwartung
- Was ist Unternehmensethik? Umfasst moralische Maßstäbe des U Legitimiert das Handeln Beschreibt moralische und gesellschaftliche Verantwortung
- Steuerungsgrößen unternehmerischen Handelns Markt, Preise Recht, Wirtschafts- und Unternehemsverfassung Ethik, Unternehmensethik Führen zu unternehmenspolitischen Entscheidungen
- Merkmale diskursiver Unternehemsethik Ethisch Verständnisorientiertes Händeln bei Konflikten Dialog zwischen allen Betroffenen (Unvoreingenommenheit) Unternehmerisch Handlungsspielraum nutzen " sollen impliziert können" Selbstverpflichtung und soziale Kontrolle Korrigierende Funktion Verpflichtung der gesamten Organisation
- Erkennt Unternehmensethik das Gewinnprinzip an? Diskursive Unternehmensethik ist auf Handlungssituation ausgerichtet in denen das Gewinnstreben zu einem ethisch problematischen Händeln führen würde oder könnte. Das Gewinnprinzip wird als akzeptables Instrument zur komplexen Steuerung einer Volkswirtschaft akzeptiert. Jedes Unternehmen ist Teil der Gesellschaft Gesellschaft ist das übergeordnete System Legitimation der Gesellschaft zu beurteilen, ob U moralisch handelt oder nicht Gesellschaft muss U glauben Glaubwürdigkeit als zentrales Leitmotiv des unternehmerischen Handelns
- Vorteile Corporate Social Reponsibility Gesellschaftliche Bewusstseinshandel kann neue Geschäftsfelder öffnen Stärkt Vertrauen der Kunden, Lieferanten, Kooperationspartner Identifikation, Motivation, Loyalität der Belegschaft Ressourcenschonendes Wirtschaften spart Kosten Umweltverträgliches und gesellschaftlich akzeptiertes Händeln minimiert unternehmerische Risiken Frage: Kann das zum wirtschaftlichen Erfolg führen?
- Wettbewerbsanalyse/ Strategiegestaltung Pestel Porter 5 Forces SWOT/TOWS Stärken/Schwächen Wertkette
- Pestel Analyse Umweltfaktoren: Political Economic Social Technological Environmental Legal
- Porters 5 Forces Branchenwettbewerb: Bedrohung durch neue Wettbewerber Verhandlungsstärke der Kunden Bedrohung durch Ersatzprodukte Verhandlungsstärke der Lieferanten
- Die Wertkette Unterstützende Aktivitäten Unternehmensinfrastruktur Personalentwicklung Technologieentwicklung Beschaffung Primäre Aktivitäten Eingangslogistik Produktion Ausgangslogistik Marketing & Vertrieb Kundenservice
- Bedürfnis versus Motivation Bedürfnis: allgemeines Mangelempfinden Motiv: Zielen auf Bedürfnisbefriedigung ab Motivation Aktivierung oder Erhöhung der Verhaltensbereitschaft bestimmte Ziele zu erreichen Für erhöhte Verhaltensbereitschaft sind interne und externe Aktivierungsmaßnahmen nötig
- Motivationstheorien 1. Inhaltstheorien (Maslow,Herzberg) Was erzeugt ein bestimmtes Verhalten? 2. Prozesstheorien (Vroom,Lawler/Porter) Wie kann ein bestimmtes Verhalten erzeugt, gelenkt oder erhalten werden? 3. Zieltheorien ( Selbstregulierungsprozess) Bedeutung von Zielen im Motivationsprozess
- Maslowsche Bedürfnispyramide Selbstverwirklichung Wertschätzung soziale Bedürfnisse Sicherheit Physiologische Bedürfnisse Kritik: - keine Operationalisierung für betriebliche Anreizsysteme (empirisch nicht bewiesen)
- Zwei- Faktoren Theorie nach Herzberg Tradionell: Unzufrieden <------------> Zufrieden Herzbergs Annahme: Unzufrieden <-------------> nicht unzufrieden nicht zufrieden <--------------> zufrieden
- Intrinische Motive Handlung " aus sich heraus" , Neugier, Interesse oder Spaß Motive die durch die Arbeit selbst befriedigt werden
- Extrinische Motive Nicht durch Arbeit alleine befriedigt, sondern an Folgen einer Arbeitsteilung geknüpft
- Arbeitsorganisatorische Modelle zur Ausdehnung des Handlungsspielraums Erweiterung der Arbeitsvarietät: horizontal Systematischer Arbeitsplatzwechsel (Job-Rotation) Arbeitsvergrößerung (Job-Enlargement) Arbeitsanreicherung: horizontal und vertikal Job-Enrichment auf Individualebene Selbststeuernde Arbeitsgruppen (Job-Enrichment auf Gruppenebene)
- Was ist eine Gruppe? 2 + Personen Direkter Kontakt Interaktionen: gewisse Dauer Gemeinsames Tun oder Ziel "Wir-Gefühl"
- Gruppenentwicklung Forming Storming Norming Performing Adjourning
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- Was ist Gruppenkohäsion Zusammenhalt der Gruppe Oder Ausmaß in dem Gruppenmitglieder interessiert sind, Mitglied der Gruppe zu bleiben
- Was schafft hohe Gruppenkohäsion? Homogenität Wenig Mitglieder Abhängigkeit untereinander Bedrohung von außen usw.
- Was sind die Konsequenzen hoher Gruppenkohäsion? Konfirmität Zufriedenheit Stabilität
- Normen und Standards Ziele und Standards: a) Gruppennormen: gemeinsame Orientierung Gruppenziele: werden gemeinsam verbindlich angestrebt b) Gruppenstandards: konkrete Ziele und Normen (nicht mehr als 2 blaue Montage im Jahr)
- Was passiert bei Normabweichung? Sanktionen Mittel um Mitglieder auf Linie zu bringen (Ausschluss, Beschimpfungen) Latente Funktionen Stabilisierung Veränderung
- Was sind kollektive Handlungsmuster? Risikoschub in Gruppen Gruppendenken Konzentrierte Gruppenaktionen
- Was ist Gruppendenken? Höhe Ermüdigkeit, Komsensdruck, Konflicktvermeidung Resultiert u.U. In Fehlentscheidungen und moralischem Versagen
- Was sind Symptome des Gruppendenkens? Überschätzung der Gruppe Blinde Gruppenmoral Rationalisierung Stereotypisierung Selbstzensur Gruppenzensur Meinungswächter Illusion der Einmütigkeit
- Welche Maßnahmen gibt es um Gruppendenken zu vermeiden? Kritik legitimeren Teamspaltung Advocatus diaboli Second Chance Meeting
- Die Gruppenleistung Gruppenkohäsion und Effektivität je höher die Gruppenkohäsion desto: Höhere Zufriedenheit Weniger Fehlzeiten Weniger Fluktation Geringerer empfundene Belastung Höhere Produktivität bei hohen Leistungszielen
- Mutmaßliche Führungseigenschaften Intelligenz Selbstvertrauen Entschlusskraft Selbstdisziplin Dominanzstreben Maskulinität usw.
- Eigenschaftstheorie der Führung Heute angesehen als inkonsistent, widersprüchlich und weitestgehend gescheitert Bündel von Führungseigenschaften kann in einer Situation zum Erfolg und in einer anderen zum Misserfolg führen.
- Ursachen für das Scheitern der Führungstheorie? Einfluss der Situation Anforderungen an die Führungsperson Es gibt keine universellen Führungseigenschaften
- Führung als intendierter sozialer Einflussversuch Führer Übernimmt Einflussversuch in direkter sozialer Beziehung Verfügt über gewisses Machtpotential Einflussversuch dient Zielerreichung/ Bestandssicherung
- Was sind die Grundvariablen des Führungsprozesses? Akteur Einflussadressaten Struktur des sozialen Systems Unmittelbare Situation
- Was sind Einflusspotentiale? Macht durch: Legitimation Belohnung Bestrafung Wissen und Fähigkeiten Persönlichleitswirkung Information
- Autoritärer Führungsstil Despotisch: Vorgesetzter entscheidet und ordnet an patriarchalisch a) Vorgesetzter entscheidet, aber will Untergebene vorher überzeugen b) Vorgesetzter entscheidet, aber gestattet vorher Fragen um Akzeptanz zu erreichen
- Umgang mit Führungsdelimata Zeitliche Entzerrung Sachlich segmentieren Kompromiss Rangordnung
- Was ist das Konzept von Management by Objectives Vorgesetzter und Mitarbeiter erarbeiten zusammen Ziele Konkretisierung der notwendigen Maßnahmen und Ressourcen übernehmen jeweilige Aufgabenträger Delegation von Entscheidungs- und Weisungsbefugnissen mit dazuhöriger Verantwortung
- Welche Vorraussetzungen sind für MbO notwendig? Analyse Ist- Zustand Festlegung Aufgabenbereiche und Verantwortung Übersetzung Unternehmensziele in Vertikale Organisationsstruktur Offenlegung Beurteilungsmaßstäbe