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Beschaffung, Fertigung, Absatz (Fach) / Definitionen aus Marketing (Lektion)
Definitionen aus B, F, A
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- Beschaffung Ist die möglichst rationale Handhabung der Güterflüsse (Zu- und Abflüsse) zwischen den Unternehmen und seinen vorlagerten Märkten. Es muss das beschafft wer-den, was für die Produktions- und Absatzaktivitäten benötigt wird und nicht im Unterneh-men verfügbar ist oder durch interne Produktion verfügbar gemacht werden kann wie bei-spielsweise Material, Maschinen und Dienstleistungen.
- Produktion Ist die möglichst rationale Handhabung der Kombination von Gütern („Faktoren“) zu höherwertigen Gütern („Produkten“). Durch Produktion werden Güter, u. a. „natürliche“ Ressourcen in den Bedürfnissen entsprechende Güter bzw. bedürfnisbefriedigende Wirkung umgewandelt. Produktion bezeichnet die durch den Menschen gelenkte Entstehung von Produkten (Sachen, Energie, Dienstleistung) unter Einsatz von Produktionsfaktoren.
- Absatz Möglichst rationale Handhabung der Güterflüsse (Ab- und Zuflüsse) zwischen den Unternehmen und seinen nachgelagerten Märkten.
- Corporate Management Rationale Handhabung des Zusammenspiels von B, P, A im Unternehmen und über seine Grenzen hinaus. (Unternehmensführung, Leitung Wertschöpfungsprozess)
- Wertschöpfungskette Supply Chain, Demand Chain ist eine zusammenhängende (Teil-)folge der den Wert (erwarteter Nettovorteil) von etwas steigenderen Aktivitäten (Mehrwert) von der Gewinnung von Rohstoffen bis zur Entsorgung von Endprodukten.
- Informationsökonomische Güterklassifikation Annahmen und Problem Annahmen - unvollständige Information - Ungleich verteilte Information - Möglichkeit der Informationsbeschaffung (Screening) und Informationsweitergabe (Signaling) Problem à entstehende Unsicherheit in Bezug auf Qualität von Gütern
- Suchgüter Wesentliche Qualitätseigenschaften können vor dem Kauf beurteilt werden (Erscheinungsbild, Farbe)
- Erfahrungsgüter Qualität ist erst durch Ge- bzw. Verbrauch feststellbar (Lebensmittel, Elektrogeräte)
- Vertrauenswirkung Qualitätseigenschaften können weder vor noch nach dem Tausch abschließend beurteilt werden (langfristige Gesundheitswirkung)
- Vertrauen Vertrauen ist eine Erwartung, gründend auf eigenen oder fremden Erfahrungen, technisch oder wirtschaftlich notwendig und verbunden mit einer Nachteilsmöglichkeit.
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- Transaktionskosten Transaktionskosten sind der Werteverzehr der rechtlich kommunikativen Dimension der Koordination gemeinsamen wirtschaftlichen Handelns, z. B. des Tausches.
- Suchkosten Werteverzehr für das Aufspüren eines Tauschpartners. Die Kosten, die bei der Suche nach einem passenden Auto entstehen wie der Kauf und das Lesen einer Zeitung mit KFZ Anzeigen.
- Anbahnungskosten Werteverzehr für die Kontaktaufnahme mit einem potentiellen Tauschpartner wie der Griff zum Hörer und der Anruf beim Händler.
- Verhandlungskosten Werteverzehr für die Bestimmung von Leistung und Gegenleistung wie die Kommunikation und Preisverhandlung mit dem Verkäufer.
- Abschlusskosten Werteverzehr für die verbindliche Festlegung der Tauschbedingungen durch einen Vertrag. Hier wäre es das Lesen und unterschreiben des Kaufvertrages.
- Kontrollkosten Werteverzehr in Bezug auf den Ist-Soll Vergleich, d. h. die Einhaltung der vereinbarten Tauschbedingungen. Hier wäre es die Prüfung, ob die Angaben des Verkäufers in Bezug auf den Benzinverbrauch stimmig sind.
- Anpassungskosten Werteverzehr für die Durchsetzung, Änderung oder Aufhebung des Vertrages. Hier beispielsweise des Gang zum Rechtsanwalt, da ein Unfallschaden mit Absicht verschwiegen worden ist.
- PAT Die PAT betrachtet die vertragliche Gestaltung der Beziehung zwischen Prinzipal (Auftraggeber) und dem Agenten (Auftragnehmer), die typischen Probleme von Auftragsbeziehungen unter Unsicherheit von Mechanismen (Anreiz, Kontolle, Reputation) zur Gestaltung dieser.
- Kontrolle Durchführung eines Vergleiches zwischen geplanten und realisierten Größen (Soll-Ist) sowie Analyse der Abweichungsursachen. Nicht eingeschlossen ist die Beseitigung der festgestellten Mängel. Kontrolle ist eine Form der Überwachung, durchgeführt von direkt oder indirekt in den Realisationsprozess einbezogenen Personen.
- Markenkernwert Ist ein(er) (von mehreren) Nettovorteilsversprechen einer Marke mit einem hohen Bezug zum Kundenutzen.
- Innovationsfunktion marktfähige Neuerungen aufspüren und diese nach innen und aussen durch- sowie umsetzen
- Arbitragefunktion Preisunterschiede zwischen den Märkten aufspüren und nutzen
- Koordinationsfunktion Ressourcen und Prozesse abstimmen, um Innovation und Arbitrage durchzusetzen
- Spekulationsfunktion Erwartungen bzgl. der Wirkung einer Handlung formulieren und die damit verbundene Unsicherheit abschätzen und ertragen
- Werte Werte sind grundsätzlich Maßstäbe für das Handeln. Sie sagen etwas darüber, was den Betreibern eines Unternehmens wichtig ist. Beispiel: Qualifizierte Mitarbeiter, überdurchschnittliche Motivation
- Vision Eine Vision ist eine grobe Vorstellung davon, was das Unternehmen seinen Märkten zukünftig geben will, quasi ein Zukunftsentwurf. Beispiel: Individualität wahren und Vorteil sichern
- Mission Mission ist eine grobe Aussage darüber, was das Unternehmen gegenwärtig macht, warum das Unternehmen existiert. Beispiel: Möchte durch Geschwindigkeit mobil machen
- Ziel Ziele zeigen uns die Richtung (Orientierung), geben einen Anreiz (Motivation) und sind Maßstab (Kontrolle). Ziele müssen einfach, eindeutig (messbar), schlüssig, realisierbar und fordernd sein. Ziele sind angestrebte Zustände.
- Marktdurchdringung Im bestehenden Markt wachsen, Marktanteile erhöhen à neuer Auftrag zur Belieferung einer Großveranstaltung mit Backwaren
- Produkterweiterung Markt mit neuen Produkten oder Produktvarianten befriedigen à Käsebrötchen jetzt auch mit Speckwürfeln anbieten
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- Marktentwicklung neue Marktsegmente erschließen oder neue Regionen aufsuchen à Bude auf dem Weihnachtsmarkt mieten und dort verkaufen
- Diversifikation Entwicklung neuer Produkte mit gleichzeitiger Erschließung neuer Märkte Horizontale D.: Erweiterung des Produktprogramms, die mit den aktuellen noch in Zusammenhang stehen à Pizzen backen und verkaufen Vertikale D.: Aufnahme von neuen Produkten, die zu einer vor- oder nachgelagerten Produktionsstufe gehören. à Vorstufe: Backmaschinen herstellen à Folgestufe: Hotels betreiben Laterale D.: Vorstoß in fremde Produkt- und Marktbereiche à Fahrräder herstellen und verkaufen
- Marktsegmentierung Zerlegung des relevanten Marktes in kleinere Einheiten (Segmente oder Parzellen), die in sich möglichst homogen und im Vergleich zu anderen Segmenten möglichst hetrogen auf Marketingmaßnahmen reagieren.
- Integrierte Kommunikation Integrierte Kommunikation ist die Abstimmung aller kommunikativer Maßnahmen eines Unternehmens in Bezug auf Inhalt, Form und Zeit.
- Transaktionsnutzen Transaktionsnutzen ist der Wertezuwachs der durch die rechtlich kommunikative Dimension der Koordination gemeinsamen wirtschaftlichen Handelns ausgelöst wird wie z. B. beim Tausch.
- Kommunikation Kommunikation ist die gegenseitige Wissensbildung, also die gegenseitige Hilfe, sich ein Bild von etwas zu machen, also der verbale oder nonverbale Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen.
- Werbung Werbung ist die Nutzung der Massenmedien gegen Entgelt.
- Verkaufsförderung Verkaufsförderung bezeichnet die Erzeugung eines Kontaktes einer Zielperson (Mitarbeiter / Kunde) mit dem Produkt.
- Distribution Distribution (Verkauf, Verbreitung) bezeichnet die Verfügbarmachung von Produkten für den Kunden. Dies hat eine akquisitorische und eine logistische Dimension.
- Unternehmensberater Unternehmensberater bieten anderen Unternehmen eine Beratung zur Optimierung als Dienstleistung in Form von Strategie-, Organisations- und Prozessberatung sowie HR-Beratung an.
- Marketinginstrument Einzelne Schritte eines Maßnahmenbündels, der für die Marktbearbeitung eingesetzten Aktivitäten, der die Beurteilung des Angebots der Tauschpartner beeinflusst. Die Kombination der einzelnen Aktivitäten wird als Marketingmix bezeichnet. Marketinginstrumente stehen systematisch und geplant zur Verfolgung von Marketingzielen eingesetzt zu werden.
- Faktordimension Die Faktordimension thematisiert die „Macher" die (in ihrem Zusammenspiel) die gegenwärtige und zukünftige Situation eines Marktes und damit auch des Marketingtreibenden bestimmen. Sie sagt aus, wodurch das Marketing beeinflusst wird.
- Prozessdimension Die Prozessdimension sagt, wie vorzugehen ist.
- Inhaltsdimension Die Inhaltsdimension nennt die Elemente, die unter Beachtung der Faktordimension und unter Anwendung der Prozessdimension festzulegen sind. Sie sagt also, was festzulegen ist.
- Dienstleitung Dienstleitung bezeichnet die nettovorteilsorientierte gegenseitige Inanspruchnahme „fremder Produktionsfaktoren".
- Umweltverträglichkeit Die Umweltverträglichkeit (auch Ökologieverträglichkeit) ist ein Maß für die direkten und indirekten Auswirkungen einer ursächlich durch den Menschen hervorgerufene Veränderung der Umweltbedingungen auf Böden, Gewässer, Luft, Klima, Menschen, Tiere und Pflanzen.