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Fliegen (Fach) / Funknavigation (Lektion)
VFR Flugnavigation
Diese Lektion wurde von dummydave erstellt.
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- Was ist die Frequenz? Die Anzahl der Schwingungen einer Welle pro Sekunde
- Was ist die Wellenlänge? Wie verhält sie sich zur Frequenz? Wellenlänge ist die volle Länge einer elektromagnetischen Welle. Wellenlänge und Frequenz sind indirekt (reziprok) proportional. Es gilt: Wellenlänge = Lichtgeschwindigkeit / FrequenzFrequenz = Lichtgeschwindigkeit / Wellenlänge
- Wie werden die Bodenanlagen der ADF Navigation genannt und in welchem Frequenzbereich senden sie? Für die Navigation mit Hilfe des ADF (Automatic Direction Finder) sind ungerichtete Funkfeuer (Non-Directional Beacon, NDB) erforderlich, die im Frequenzbereich von 200 - 526,5 kHz senden.
- Erläutere die Begriffe RB, QUJ, QTE, QDM, QDR und CB! Hierbei handelt es sich um Begriffe aus der NDB/ADF Peilung. Die Richtung, aus welcher die Funkwellen des angepeilten NDBs kommen, ist zunächst nur auf die Flugzeuglängsachse bezogen. Dies ist die sog. Seitenpeilung (relative bearing, RB). Addiert man das RB zu den unterschiedlichen Steuerkursen, ergibt das folgende Peilungen: RB + TH = QUJ (rechtsweisende Peilung (true bearing, TB)) RB + MH = QDM (missweisende Peilung (magnetic bearing, MB)) RB + CH = Kompasspeilung (compass bearing, CB) Dies sind ausschließlich Peilungen zur NDB Station. QTE bezeichnet die Gegenrichtung zu QUJ (TBfrom) QDR bezeichnet die Gegenrichtung zu QDM (MBfrom) Damit gilt: QTE = TH + RB ± 180° QDR = MH + RB ± 180°
- Was bedeutet das Erfliegen einer stehenden Peilung? Sog. Bracketing: Hierbei soll der NDB Sender auf dem kürzesten Weg unter Berücksichtigung eines WCA erreicht werden. Da sich der WCA im Flugzeug kaum errechnen lässt, sollte man kleine Kurskorrekturen von 005° versuchen. Alternativ folgende Faustformel: Verbesserungen um das 2,5-fache des Peilsprungs, wenn die Abtriftzeit kleiner als die restliche Flugzeit zum NDB ist; Verbesserungen um das 2-fache des Peilsprungs, wenn Abtriftzeit = Restflugzeit ist; Verbesserungen um das 1,5-fache des Peilsprungs, wenn Abtrifzeit größer als die Restflugzeit ist.
- Nach welcher Faustformel kann der WCA beim Anflug auf ein NDB oder ein VOR berechnet werden? Zunächst kann der Pilot - wie beim Erfliegen einer stehenden Peilung versuchsweise in 005° Schritten den WCA versuchsweise anbringen. Alternativ kann aber auch folgende Faustformel verwendet werden: WCA = Restflugzeit zur Station • Peilsprung in ° / Versetzungsdauer
- Beschreibe das inbound tracking auf eine NDB Station mit Wind! Der Pilot befindet sich auf einem gegebenen MH mit RB = 000° (also: MH = QDM). Nach einiger Zeit stellt er fest, dass sich - bei gleichbleibendem MH - das RB verändert hat. Das Flugzeut ist vom vorgegebenen QDM abgedriftet. Um auf das Soll-QDM zurückzukehren, korrigiert der Pilot sein MH um (praxisübliche) 030°. Der Korrekturkurs ist beendet, wenn der Pilot das Soll-QDM erreicht hat. Das ist dann der Fall, wenn ein RB von 030° (nach vorheriger Abtrift nach rechts) bzw. von 330° (nach vorheriger Abtrift nach links) anliegt. Sobald das Soll-QDM erreicht ist, ist jetzt der WCA anzubringen. Üblicherweise wird man in 005° Schritten den WCA testen. MH und RB weichen jetzt voneinander ab, ergeben aber unter Berücksichtigung des WCA das Soll-QDM.
- Beschreibe das outbound tracking mit Wind auf eine NDB Station. Das outboung tracking erfolgt grds. wie das inbound tracking. Es gibt jedoch einen Unterschied: Wird das MH gleichmäßig gehalten, zeigt das RB direkt den drift angle (DA). Anstell der 030°-Kursänderung, um auf den Soll-Kurs zurückzukehren, kann auch eine Verbesserung um den doppelten Abtriftwinkel erfolgen. Das Soll-QDR ist erreicht, wenn sich ein RB von 180° + 2 • DA (bei Abtrift nach rechts) bzw. von 180° - 2 • DA (bei Abtrift von links) ergibt.
- Wie ermittelt man das für das inbound interception erforderliche Ist-QDM mittels der Bordanzeigegeräte? Das richtet sich nach dem eingebauten Anzeigegerät: Bei Radiokompass mit fester Skala (relative bearing indicator, RBI) gilt: Ist-QDM = MH + RB Bei Radiokompass mit manuell verstellbarer Skala (moving dial indicator, RDI) gilt: MH auf dem RDI einstellen, Nadel zeigt auf das QDM Bei von einem Mutterkompass automatisch nachgeführten Gerät (radio magnetic indicator, RMI) gilt: Nadel zeigt auf das QDM
- Welche beiden Anflugmethoden werden für das inbound interception unterschieden? Je nachdem, ob die Differenz zwischen Ist-QDM und Soll-QDM größer oder kleiner als 060° ist, gilt: ist die Differenz kleiner als 060°, dreht der Pilot direkt auf das interception heading; ist die Differenz größer als 060°, dreht der Pilot zunächdt auf ein heading parallel outbound zum Soll-QDM und misst von der abeam position eine Abflugzeit von 2 min, bevor er dass das Soll-QDM intertercepted.
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- Wie wird das interception heading beim inbound interception berechnet? interception heading = Soll-QDM + interception angle (idR 090°)
- Beschreibe die NDB outbound interception! Grds. kann zwar die interception des QDR gleich nach Überfliegen der NDB eingeleitet werden. Interception angle = 030° interception heading = Soll-QDR ± 030° Es bietet sich aber an, für 30-60 sec zunächst auf einen Parallelkurs zum Soll-QDR zu gehen, weil mit größerem Abstand zum NDB die Anzeigen genauer und stabiler werden. Wird der neue Kurs unter 030° geschitten, ist er dann erreicht, wenn das RB 150° (nach Rechtskurve) bzw. 210° (nach Linkskurve) beträgt.
- Was besagt die sog. D+30 Methode Die D+30 Methode ist eine interception Methode, die sowohl für die inbound wie auch für die outbound interception angewandt werden kann. Mit ihr wird der interception angle berechnet. Zunächst wird die Differenz (D) zwischen Ist-QDM und Soll-QDM berechnet. Der interception angle ist dann D + 030°.
- Wie ermittelt man die VOR Standlinie (Line of Position)? Die Line of Position (LOP) ermittelt man beim VOR immer in drei Schritten: Drehknopf (Omni Bearing Selector, OBS) beim VOR Anzeigegerät so lange drehen, bis die Anzeigenadel (Course Deviation Indicator, CDI) in der Mitte steht und die Richtungsflagge auf "From" steht; Dann zeigt der CDI auf das aktuelle Radial; Diesen mittels der Kompassrose auf dem VOR Anzeigegerät auf die Karte übertragen.
- Beschreibe den Ausschlag des CDI! Der Ausschlag des CDI beträgt 2° pro Punkt; die gesamte Anzeigebreite deckt daher einen Bereich von ± 10° (5 Punkte in jede Richtung) ab. Bei From Flagge CDI rechts = Flugzeug befindet sich auf einem kleineren Radial CDI links = Flugzeug befindet sich auf einem größeren Radial Bei To Flagge CDI rechts = Flugzeug befindet sich auf einem größeren Radial CDI links = Flugzeug befindet sich auf einem kleineres Radial
- Was ist ein Kommandogerät und welche Einstellungen sind beim VOR vorzunehmen, damit es ein Kommandogerät wird? Ein Kommandogerät gibt dem Piloten das "Kommando", in welche Richtung er den Steuerkurs korrigieren muss, um auf den richtigen kurs bzw. das richtige Radial zu gelangen. Ein VOR Anzeigegerät ist nur dann ein Kommandogerät, wenn bei einem inbound Flug auf die VOR Station die To-Flagge erscheint (also ein OBS Kurs eingestellt ist, der entgegengesetzt zum MH ist; Bsp. R270, MH 090°) outbound Flug weg von der VOR Station die From-Flagge erscheint (also ein OBS eingestellt ist, der gleich dem MH ist; Bsp: R090, MH 090°)
- Beschreibe den Zielanflug auf ein VOR (homing) OBS Knopf solange drehen, bis der CDI in der Mitte ist und die To-Flagge erscheint. Dann das CH dem OBS-Kurs anpassen
- Beschreibe das VOR interception procedure! Was ist mein Ist-Radials: Drehen bis CDI keine Ablage mehr zeigt und auf From-Anzeige steht Was ist mein Soll-Radial: OBS Kurs entsprechend einstellen! Berechnung der Winkeldifferenz zwischen Ist- und Soll-Radial Nach welcher Seite fliege ich die interception (rechts oder links, ISIOIS-Regel) Wie ist mein interception heading Wie beim ADF interception gilt auch hier, dass bei einer Differenz von kleiner 060° das Soll-Radial direkt angeflogen werden kann; bei einer Differenz von mehr als 060° ist zunächst ein parallel outbound zu fliegen. Alternativ kann aber auch hier die D+30 Methode gewählt werden.
- Wie wird beim VOR interception die abeam position (wing tip position) bestimmt. Wichtig ist, dass man sofort den OBS Kurs auf das Soll-Radial einstellt. Ist der Unterschied zwischen Ist-Radial und Soll-Radial größer als 090°, ist die abeam position erreicht, sobald die VOR Anzeige von To auf From springt Ist der Unterschied kleiner als 090°, ist die abeam position erreich, sobald das MH erreicht ist, das dem parallel outbound entspricht
- Der Empfangsbereich eines automatischen Funkpeilgeräts (ADF) erstreckt sich normalerweise von 190 kHz bis 1750 kHz