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Geschichte der Psychologie (Fach) / 5. Strömungen und Entwicklungen im 19. Jhd. (Lektion)

5A) Evolutionstheorie 5B) Völkerkunde und Völkerpsychologie 5C) Massenpsychologie 5D) Materialismus 5E) Psychophysik

Diese Lektion wurde von Marc20 erstellt.

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  • Evolutionstheorie Charles Darwin Konzepte: kontinuierliche Veränderung der Arten natürliche und sexuelle Selektion Kampf ums Dasein Überleben der Angepasstesten (survival of the fittest) wichtige Bücher Die Entstehung der Arten Die Abstammung des Menschen Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren
  • Sozialdarwinismus Bezieht sich auf Darwin's These "survival of the fittest". Es ging darum, die Theorie auf die gesellschaftlichen Verhältnisse zu übertragen. D.h. man wollte die Schwachen eliminieren, bzw. deren Fortpflanzung stoppen. -> Wegbereiter für Nationalsozialismus, Wesensmermal für Rechtsextremismus
  • Völkerpsychologie Wissenschaft vom Volksgeist, vom Seelisch-Geistigen im Leben der Völker. Sie untersucht die psychischen Vorgänge bei Volks-, Stammes- und Kultureinheiten. Heute haben Anthropologie, Ethnologie und Kultursoziologie die Untersuchungsgebiete der Völkerpsychologie übernommen.Der Begriff Völkerpsychologie wurde von Wilhelm von Humboldt geprägt, der davon ausging, dass das Denken auf Sprache beruhe und sich so bei jedem Volk andere »Weltansichten« finden. 
  • autonomes Individuum Individuum, das Selbstbestimmung und Mündigkeit durch seinen Vernunftgebraucht erlangt. 
  • Weltbürgertum Kollektives Band, das die autonomen Individuen, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Sozialisation verbindet. Weltbürger sein heisst, sich mit den grossen Menschheitsfragen auseinander zu setzen, sich um Frieden, Gerechtigkeit, um den Austausch der Kulturen, andere Geschlechterverhältnisse oder eine andere Beziehung zur Natur zu bemühen. 
  • Anthropologie Menschenkunde- Bedeutung der sozialen Umwelt für die Menschwerdung - Existenz unterschiedlicher Weltbilder
  • Sapir-Whorf-Hypothese (linguistisches Relativitätsprinzip) von Edward Sapir und seinem Schüler Benjamin Lee Whorf.Verschiedene Sprachgemeinschaften sehen die Welt unterschiedlich -> Sprache beeinflusst Denken. 
  • Johann Friedrich Herbart Philosoph, "Psychologie als Wissenschaft"Kerngedanke "Der Mensch ist nichts ausser der Gesellschaft und erhält seine Humanität nur durch die soziale Umwelt"
  • Massenpsychologie "Revolutionäre Zeit" Industrialisierung und Landflucht Elend der Industriearbeiter Massentransportmittel Massenkommunikation Fragen: 1. Macht der Massen in der Gesellschaft 2. Wirkung der Massen auf das IndividuumThesen - verminderte Zurechnungsfähigkeit des Individuums in der Masse - Hemmung höherer psychischer Funktionen - Aktivierung niederer Instinkte - Masse sei insgesamt "dümmer" als die beteiligten IndividuenBegründer: Gustave LeBon (franz. Arzt, Soziologe) Grosse Wirkung : - wissenschaftlich auf Sigmund Freud und Max Weber - politisch auf den Nationalsozialismus und seine Protagonisten
  • Materialismus Fortschritte in der Medizin (Leichensezierungen, Mikroskopie, Hygiene, Narkosemittel) Annahmen - Für die Wissenschaften von den Phänomenen des Lebens (inkl. Biologie und Psychologie) gelten die gleichen Grundlagen wie für Physik und Chemie. - Das Funktionieren des menschlichen Körpers entspricht wissenschaftlichen "Gesetzen", nicht dem Willen übernatürlicher oder göttlicher Wesen.
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  • Materialismus Fortschritte in der Medizin (Leichensezierungen, Mikroskopie, Hygiene, Narkosemittel) Annahmen - Für die Wissenschaften von den Phänomenen des Lebens (inkl. Biologie und Psychologie) gelten die gleichen Grundlagen wie für Physik und Chemie. - Das Funktionieren des menschlichen Körpers entspricht wissenschaftlichen "Gesetzen", nicht dem Willen übernatürlicher oder göttlicher Wesen.
  • Gründung der "Schule der organischen Physik" Mitglieder (Ludwig, DuBois-Reymond, Brücke, Helmholtz) -> alle im 19. Jhd. Berühmte Schüler Wilhelm Wundt (Student bei DuBois-Reyomond, Assistent bei Helmholtz) Iwan Pawlow (Student bei Ludwig) Sigmund Freud (Student und Mitarbeiter bei Brücke)
  • Psychophysik Die Psychophysik stellt eine der wissenschaftshistorisch ältesten psychologischen Fragestellungen dar. Sie bezieht sich auf die gesetzmäßigen Wechselbeziehungen zwischen subjektivem psychischen (mentalen) Erleben und quantitativ messbaren, also objektiven physikalischen Reizen als den auslösenden Prozessen.Von Fechner begründet (nach Vorarbeit von Weber)
  • Ernst Heinrich Weber "Vater der Psychophysik" von Fechner bezeichnet Funktionen der Sinnesorgane (Schmerz, Kälte) "de tactu" (über den Tastsinn) - Ermittlung von Reizschwellen (Stechzirkelexperimente) in verschiedenen Körperregionen - Zusammenhang zwischen Ausgangsreiz und Reizunterschied zum neuen Reiz
  • Gustav Theodor Fechner Student von Weber, Naturphilosoph "Seelenleben der Pflanzen" Nanna Auffassungen Universum = beseeltes Leben Weltganze strebt einer höheren Ordnung zu zwingende Verbindung zwischen Materiellem und Geistigem (Psychophysik) Setzte die Arbeit Webers fort.  Ermittlung von Reiz- und Unterschiedsschwellen (Selbsversuche) fand konstante Quotienten (Weber-Fechnersche Konstanten) für verschiedene Sinnesreize Webersches Gesetz 1850
  • Webersches Gesetz Die Empfindungsstärke wächst mit dem Logarithmus der Reizstärke. (Geburtsstunde der Experimentalpsychologie)
  • Hermann von Helmholtz Untersuchungen  Bau der Nervenzelle, Erregungsweiterleitung Farbwahrnehmung, Physiologie des Hörens und Sehens
  • Begründer der modernen Psychologie Helmholtz, Fechner, WundtDie experimentelle Psychologie wurde um 1860 hauptsächlich von Helmholtz, Fechner, Wundt durch Veröffentlichungen zur sensorischen Psychophysiologie, Psychophysik begründet.
  • Hermann Ebbinghaus Experimentelle Lernpsychologie Beeindruckt von Fechners Arbeiten. "Die Psychologie hat eine lange Vergangenheit, aber nur eine kurze Geschichte" Methode: experimentelle Selbstversuche (ohne Anstellung)  Erfinder der Vergessenskurve (sinnlose Silbenreihe)
  • Georg Elias Müller Gründung des Göttinger Instituts für Psychologie Forderung Müllers an die Methodik: - strengeres Vorgehen (z.B. Trennung von VP und VL) - verbesserte Messung (zeitgesteuerte Darbietung und Messung der Reaktionszeit)
  • Georg Elias Müller Gründung des Göttinger Instituts für Psychologie Forderung Müllers an die Methodik: - strengeres Vorgehen (z.B. Trennung von VP und VL) - verbesserte Messung (zeitgesteuerte Darbietung und Messung der Reaktionszeit)
  • Georg Elias Müller Gründung des Göttinger Instituts für Psychologie Forderung Müllers an die Methodik: - strengeres Vorgehen (z.B. Trennung von VP und VL) - verbesserte Messung (zeitgesteuerte Darbietung und Messung der Reaktionszeit)
  • Institutionalisierung Ende des 19. Jhd. wurden viele psychologische Institute gegründet. Ausserdem  interntionale Kongresse für Psychologie Psychologische Fachgesellschaften Psychologische Fachzeitschriften