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Innere Medizin (Fach) / Gastroenterologie (Lektion)
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- Was sind Prokinetika? Welche gehören dazu? Mittel zur Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (D2-Antagonisten wirken auch antiemetisch). z.B. Metoclopramid (Paspertin®, Gastrosil®) oder Domperidon (Motilium®)
- Was sind typische Ulkusmittel (bei gastralen Ulcera?? Pirenzipin: vermindert die Magensäuresekretion durch selektive Blockade von M1 -Cholinozeptoren Antazida: Magnesiumhydroxid, Aluminiumhydroxid; Neutralisierung der Magensäure Protonenpumpenhemmer: Omeprazol, Lansoprazol und Pantoprazol führen zu einer starken, irreversiblen Hemmung der H+/K+-ATPase H2-Blocker: Cimetidin, Ranitidin, Famotidin; Hemmung der Magensaftsekretion Gastrinantagonisten: Proglumid; Hemmung der Magensaftsekretion Prostaglandinagonisten: Misoprostol; Anregung der Schleimsekretion und Hemmung der Magensaftsekretion (KI in der Schwangerschaft!) Protektiva: Sucralfat; das Saccharosesulfat-Aluminiumsalz bildet einen schützenden Schleimhautüberzug
- Welche drei "Stoffe" fördern die Megensaftproduktion? Gastrin stimuliert durch chemische (Nahrungspeptide, Coffein, Alkohol) und mechanische Reize der Nahrung und durch Vaguseinfluss Histamin stimuliert durch Gastrin und Vaguseinfluss N. vagus (Acetylcholin)stimuliert durch optische, olfaktorische, gustatorische und mechanische Reize der Nahrung sowie durch zentralnervöse Beeinflussung (Vorstellung, niedriger Glucosegehalt im Gehirn)
- Welche drei Stoffe hemmen die Magensaftproduktion? Somatostatin (über eine Hemmung der Gastrinausschüttung)stimuliert durch pH < 3 im Magen Sekretin (über eine Hemmung der Gastrinausschüttung)stimuliert durch mechanische und chemische Reize des Nahrungsbreis im Duodenum GIP (gastric inhibitory peptide) (über eine Hemmung der Gastrinausschüttung), stimuliert durch mechanische und chemische Reize des Nahrungsbreis im Duodenum
- Was ist die Langzeit-pH-Metrie des Ösophagus bzw. welche Indikationen hat sie? Spezialuntersuchung, am besten zur objektiven Erfassung des Refluxes geeignet (jedoch nicht als Screening oder Routine). Gesunde Personen zeigen nach Mitternacht keinen Reflux und postprandial nur kurze (5 Minuten) Refluxperioden. Bei Refluxkrankheit kommt es insbesondere auch nachts zu Refluxepisoden. Das Messergebnis gilt als pathologisch, wenn die Refluxzeiten tagsüber > 8% oder nachts > 3% der Messzeit betragen. Merke: Die Langzeit-pH-Metrie gilt als Mittel der Wahl zur Diagnostik von therapieresistenten Refluxbeschwerden oder nicht-erosiver Refluxkrankheit
- Welches Enzym ist bei akuter intermittierender Porphyie defekt? Porphobilinogen-Desaminase
- Wie erfolgt die Diagnose der Porphyria cutanea tarda? Durch Bestimmung von Uroporphyrinen oder Heptacarboxyporphyrinen im Urin
- Was können Ursachen für eine Hyperurikämie (zuviel Harnsäure im Blut) sein? Genetisch bedingte Störungen der Harnsäureausscheidung: tubuläre Sekretionsstörung unklarer Genese Überproduktion von Harnsäure bei Lesch-Nyhan-Syndrom, Glukogenose Typ I, Hyperaktivität der Xanthinoxidase Erworbene Störungen des Purinstoffwechsels der renalen Harnsäureausscheidung: Erkrankungen mit vermehrtem Zelluntergang (hämolytische Erkrankungen, Therapie maligner Tumoren mit Strahlen oder Zytostatika, Leukämie) Verminderung der renalen Sekretion bei chronischer Nephritis und Niereninsuffizienz Azidose, Alkohol, Fruktoseinfusion, dekompensierter DM purinreiche Nahrung Ketoazidose Thiaziddiuretika (verdrängen die Harnsäure vom tubulären Sekretionssystem)
- Was ist die Akuttherapie der Gicht? Im Akutfall gabe von Colchicin (Mitosehemmer) und Analgetika Später Allopurinol (ACHTUNG! Allopurinol kann im Akutfall den Gichtanfall verschlimmern!)
- Was ist der Morbus Wilson? Kupferspeicherkrankheit
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- Welche Arten von Laxantien gibt es, wie wirken sie? Es gibt vier Gruppen von Laxantien: Gleitmittel: Paraffinum subliquidum, Glycerin Durch einen Schmiereffekt soll der Stuhlgang gleitfähiger gemacht werden. Füll- und Quellmittel: Agar-Agar, Methylcellulose, Leinsamen Verwendet werden Stoffe, die kaum verdaut und nicht resorbiert werden. Unter Aufnahme von Wasser quellen sie auf und vergrößern das Volumen des Darminhalts. Dadurch wird die Darmwand gedehnt und die Defäkation in Gang gesetzt. Osmotisch wirkende Laxantien: Salinische Abführmittel und Laktulose Sulfationen wirken osmotisch und halten Wasser im Darmlumen zurück, so dass die Eindickung des Stuhlgangs verhindert wird. Na+-Salze können zur Hypertonie führen, Mg2+-Salze können eine Hypermagnesiämie mit neuromuskulären Störungen (Muskelschwäche, Hyporeflexie) zur Folge haben. Laktulose, ein synthetisches Disaccharid (Galaktose u. Fruktose) wird kaum resorbiert und bindet im Darmlumen Flüssigkeit. Außerdem senkt Laktulose den pH im Darm und hemmt so die Rückresorption von Ammoniak (Anwendung bei hepatischer Enzephalopathie). Hydragoge Laxanzien: Bisacodyl (Dulcolax®), Natriumpicosulfat (Laxoberal®), Rizinusöl, Antrachinone Diese Stoffe hemmen die Resorption von Natrium und damit die Resorption von Wasser. Darüber hinaus verursachen sie den Einstrom von Flüssigkeit und Ionen (Na+, Cl-, K+ und Ca2+). Dies führt zur Aufweichung und Volumenzunahme des Stuhls mit konsekutiver Dehnung der Darmwand.
- Welche Nebenwirkungen können durch Laxantienabusus auftreten? Gravierenden Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt mit erhöhter intestinaler Wasser-, Natrium- und Kaliumausscheidung. In der Folge kommt es auch zur vermehrten renalen Kaliumausscheidung!
- Was wird bei Sigmadivertikulitis als Schmerztherapie vorangig gegeben? Pethidin (Dolantin®) kurzwirksames, rein agonistisches Opiat, kaum spasmogen (daher seltener Obstipation)
- Hämolytisch-urämisches-Syndrom Ursachen, Pg., Klinik, Therapie Ursachen: Postinfektiös (v.a. nach einer Infektion mit EHEC) oder durch andere Keime Pathogenese: Schädigung des Gefäßendothels, v.a. in den Glomeruli --> intravasale Gerinnung, Thrombozytenverbrauch, Hämolyse und Niereninsuffizienz Klinik: Hypertonie, Ekchymosen, hämolytische Anämie, Thrombopenie, erhöhtes Kreatinin, Fragmentozyten im Blutbild. Therapie: Bei schwerer Niereninsuffizienz --> Notfalldialyse oder Plasmapherese, ggf. reicht eine Diuretikatherapie mit ausreichender Hydratation