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Atmungssystem (Fach) / Anatomie und Physiologie (Lektion)

Heilpraktikerausbildung

Diese Lektion wurde von sunshine190866 erstellt.

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  • " Äußere und innere Atmung " - äußere Atmung -> sie dient der Sauerstoffaufnahme aus der Luft bei der Einatmung ( Inspiration ), der Versorgung des Blutes mit dem aufgenommenen Sauerstoff sowie der Kohlendioxid - Entsorgung des Blutes und der Abgabe dieses Gases an die Umgebungsluft während der Ausatmung ( Expiration )
  • " Äußere und innere Atmung " - innere Atmung -> wird auch Zellatmung genannt -> es handelt sich dabei um biochemische Vorgänge in den Mitichondrien ( Atmungskette ), wobei Sauerstoff aus dem arteriellen Blut zur Zelle transportiert wird und die Abgabe von Kohlendioxid von der Zelle an das Blut erfolgt
  • " Äußere und innere Atmung " - obere Atemwege 1) Nase 2) Nasennebenhöhlen 3) Rachen
  • " Äußere und innere Atmung " - untere Atemwege 1) Luftröhre 2) Bronchien -> der Kehlkopf bildet die Grenze zwischen den oberen und unteren Atemwegen, wird aber schon zu den unteren Atemwegen gezählt
  • " Äußere und innere Atmung " - Weg der Luft in die Lunge -> Nase -> Rachen ( Pharynx ) -> Kehlkopf ( Larynx ) -> Luftröhre ( Trachea ) -> Bronchien -> Bronchioli -> Lungenbläschen ( Alveolen )
  • " Äußere und innere Atmung " - die Nase 1) Funktion: -> Reinigung, Erwärmung und Befeuchtung der Luft 2) paarig getrennt durch Nasenscheidewand ( Septum nasi ) 3) 3 Nasenmuscheln + Nasengänge 4) Dach der Nasenhöhle: -> Riechschleimhaut = Regio olfactoria 5) Nasengänge und Nasenhöhle sind mit Flimmerepithel ausgekleidet, in dem schleimbildende Becherzellen liegen
  • " Äußere und innere Atmung " - die Nasennebenhöhlen 1) Nasennebenhöhlen ( Sinus paranasales ) sind luftgefüllte Schleimhautaussackungen: -> Kieferhöhle = Sinus maxillaris -> Stirnhöhle = Sinus frontalis -> Keilbeinhöhle = Sinus sphenoidalis -> Siebbeinzellen = Sinus ethomoidalis
  • " Äußere und innere Atmung " - der Rachen ( Pharynx ) 1) Oberer Rachenraum ( Nasenpharynx, Pars nasalis, Epipharynx ) -> er liegt zwischen Schädelbasis und Gaumensegel -> in seinem hinteren Teil liegt die Rachenmandel -> die Ohrtrompete verbindet oberen Rachen mit dem Mittelohr 2) Mittlerer Rachenraum ( Oropharynx, Pars oralis, Mesopharynx ) -> er erstreckt sich vom Gaumensegel bis zum Kehldeckel ( Epiglottis ) -> in der Pars oralis liegen seitlich die Gaumensegel 3) Unterer Rachenraum ( Pars laryngea, Hypopharynx ) -> er erstreckt sich vom Kehldeckel bis zur Speiseröhre  
  • " Äußere und innere Atmung " - der Kehlkopf ( Larynx ) 1) Kehldeckel = Epiglottis 2) Schildknorpel 3) Ringknorpel 4) Stellknorpel zum Verstellen der Stimmbänder 5) Stimmritze ( Glottis )
  • " Äußere und innere Atmung " - die Luftröhre ( Trachea ) 1) sie liegt vor der Speiseröhre und hinter dem Isthmus der Schilddrüse 2) es handelt sich um einen etwa 10-12 cm langen Muskelschlauch, der vom Ringknorpel bis zur Gabelung der Trachea ( Bifurkation ) etwa in Höhe des 4./5. BWK verläuft, innen mit Flimmerepithel, das mit schleimbildenden Becherzellen durchsetzt ist und außen von 16-20 hinten ( zum Ösophagus zu ) offenen Knorpelspangen überzogen wird 3) dazwischen liegt elastisches Bindegewebe 4) außen wird die Trachea von Adventitia ( besteht aus lockerem Bindegewebe und dient der Verankerung ) umgeben
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  • " Äußere und innere Atmung " - der Bronchialbaum 1) die Trachea teilt sich in den rechten und linken Hauptbronchus auf 2) die Hauptbronchien treten durch den Hilus in die Lunge ein und teilen sich rechts in drei Lappenbronchien und links in zwei Lappenbronchien, die sich wiederum in Segmentbronchien, dann in Läppchenbronchien und folgend in Bronchiolen ( ohne Knorpelspangen, Durchmesser > 1mm ) und Endbronchiolen ( Durchmesser 0,5 mm ) oder Bronchioli teilen, um die sich dann traubenförmig die Lungenbläschen ( Alveolen ) gruppieren
  • " Äußere und innere Atmung " - die Alveolen 1) sie werden von einem dichten Kapillargefäßnetz umflossen, denn sie stellen den Ort des Gasaustausches zwischen Atemluft und Blut dar 2) si bilden die Blut-Luft-Schranke mit ihrer dünnen Schicht aus Alveolarepithelzellen und Kapillarendothelzellen
  • " Äußere und innere Atmung " - MERKE 1 1) der rechte Hauptbronchus verläuft steiler und etwas weiter als der linke Hauptbronchus 2) beim Verschlucken rutscht Spielzeug ( Knöpfe, Murmeln etc ) meist in den rechten Hauptbronchus
  • " Histologischer Aufbau " - Große Bronchien 1) Ähneln dem Aufbau der Luftröhre: -> Innen: der Schleimhaut mit respiratorischem Epithel sowie Flimmerepithel, Bindegewebe und seromukösen Drüsen folgt eine schraubenförmige, glatte Muskulatur -> Außen: Stützgerüst aus Knorpelspangen und straffen Bindegewebe ( nicht bei Bronchiolen und kleinen Strukturen, bei denen es sich um ungestützte Schläuche aus glatter Muskulatur handelt )
  • " Histologischer Aufbau " - Bronchioli -> Flimmerepithel, weniger Becherzellen, kein Knorpel, kräftige Muskelschicht
  • " Histologischer Aufbau " - Flimmerepithel -> dienen der Reinigung des Respirationstrakts, schlagen mit ihren Flimmerhärchen rachenwärts
  • " Histologischer Aufbau " - Becherzellen -> sind einzellige Drüsen, die Schleim " Muzin " produzieren
  • " Beschreibung des histologischen Aufbau`s des Bronchialbaumes " 1) Luftröhre ( Trachea ): -> Muskelschlauch, der innen mit Flimmerepithel bedeckt ist und außen mit der Adventitia überzogen ist ( besteht aus lockerem Bindegewebe und dient der Verankerung ) -> Dorsal befinden sich 16-20 Knorpelspangen 2) Große Bronchien: -> ähneln dem Aufbau der Luftröhre -> Innen: der Schleimhaut mit respiratorischem Epithel sowie Flimmerepithel, Bindegewebe und seromukösen Drüsen folgt eine schraubenförmige, glatte Muskulatur -> Außen: Stützgerüst aus Knorpelspangen & straffen Bindegewebe ( nicht bei Bronchiolen und kleiner, bei denen es sich um ungestützte Schläuche aus glatter Muskulatur handelt ) -> Bronchioli: Flimmerepithel, wenige Becherzellen, kein Knorpel, kräftige Muskelschicht -> Flimmerepithel: dienen der Reinigung des respirationstrakts, schlagen mit ihren Flimmerhärchen rachenwärts -> Becherzellen: sind einzellige Drüsen, die Schleim " Muzin"  produzieren 3) Alveolen: -> bilden die Blut - Luft - Schranke mit ihrer dünnen Schicht aus Alveolarepithelzellen und Kapillarendothelzellen  
  • " Die Lunge ( Pulmo ) " 1) sie füllt links und rechts den Brustkorb, vom Zwerchfell bis über die Schlüsselbeine 2) zwischen beiden Lungenflügeln liegt das Mediastinum, der Mittelraum des Brustkorbes, in dem große Gefäße, wie die Hohlvenen, die Aorta, der Ductus thoracicus sowie Trachea, Ösophagus, Nervus vagus verlaufen und in dem das Herz liegt
  • " Die Lunge ( Pulmo ) " - Aufbau der Lunge • 2 Lungenflügel -> rechter Lungenflügel -> 3 Lungenlappen -> 10 Segmente • linker Lungenflügel -> 2 Lungenlappen -> 9 Segmente ( das 7. Segment fehlt - Platz fürs Herz 1) ein Lappen ist eine anatomische Einteilung, mit äußerlich sichtbaren Abgrenzungen aus Bindegewebssepten 2) Segmente sind eine funktionelle Einteilung 3) die Einheit, die jeweils von einem Bronchus und dem zugehörigen Ast der Lungenarterie versorgt wird, heißt Segment 4) der Lungenhilus liegt jeweisl medial des Lungenflügels und ist die Aus - und Eintrittsstelle von Bronchien, Arterien ( Lungenarterie, Bronchialarterie ), Venen ( Lungenvenen, Bronchialvenen ), Nerven und Lymphgefäßen
  • " Das Brustfell ( Pleura ) " 1) die Lunge wird vom Brustfell umhüllt. -> dazu gehören: • Lungenfell ( inneres Blatt, das direkt der Lunge aufliegt ) -> Pleura visceralis • Rippenfell ( äußeres Blatt, das mit den Rippen und dem Zwerchfell verwachsen ist ) -> Pleura parietalis • Pleuraspalt, zwischen beiden Blättern, welche am Lungenhilus ineinander übergehen, ist undehnbar und mit seröser Flüssigkeit gefüllt, dadurch " kleben " beide Blätter aneinander
  • " Pneumothorax " - MERKE 1 -> Ansammlung von Luft im Pleuraspalt durch äußere Verletzungen oder durch geplatzte Lungenbläschen ( siehe Kapitel über weitere Lungenerkrankungen )
  • " Die Atembewegungen " - Einatmung ( Inspiration ) -> die Brusthöhle wird größer, Zwerchfell kontrahiert, d.h. es senkt sich und zieht den Thorax Richtung Bauch, die Rippen heben sich durch Kontraktion der äußeren Zwischenrippenmuskeln; dadurch die Verwachsung der Pleura parietalis mit den Rippen und dem Zwerchfell folgt die Lunge der Ausdehnungsbewegung und die Luft wird angesaugt
  • " Die Atembewegungen " - Ausatmung ( Expiration ) -> die Brusthöhle wird kleiner, das Zwerchfell erschlafft und verschiebt sich nach oben, also vom Bauch Richtung Thorax, die Rippen werden gesenkt durch Kontraktion der inneren Zwischenrippenmuskulatur, die Lunge folgt die Pleura der zusammenziehenden Bewegung und verkleinert sich Richtung Hilus, die Luft entweicht, sie wird ausgeatmet
  • " Die Atembewegungen " - Atemmuskulatur 1) Zwerchfell ( Diaphragma ) 2) Zwischenrippenmuskeln ( M. intercostales externi und interni )
  • " Die Atembewegungen " - MERKE 1 1) Mm. intercostales externi = Atemmuskulatur bei der Inspiration 2) Mm. intercostales interni = Atemmuskulatur bei der Expiration -> Grund hierfür sind die Faserverläufe der Muskulatur und deren resultierende physiologische Bewegungsrichtung bei der Kontraktion
  • " Die Atembewegungen " - Atemhilfsmuskulatur 1) Inspiration: -> M. pectoralis major und minor -> M. sternocleido - mastoideus -> M. scaleni anetrior und posterior -> M. serratus posterior, superior und inferior 2) Expiration: -> Bauchmuskulatur ( M. rectus / transversus abdominalis, M. obliquus / internus abdomini
  • " Die Atembewegungen " - die Atemfrequenz 1) Erwachsene: -> 12 - 20 Atemzüge pro Minute in Ruhe 2) Kinder: -> bis zu 30 - 40 / Minute 3) Neugeborene: -> bis zu 60 / Minute
  • " Die Atembewegungen " - die Atemsteuerung 1) das Atenzentrum liegt im verlängerten Rückenmark, der Medulla oblongata 2) der CO2 - Gehalt / O2 - Bedarf wird über Chemorezeptoren gemeldet, die im Aortenbogen und in der Arteria carotis sitzen 3) Dehnungsrezeptoren in den Alveolen der Lunge und die Muskelspindeln der zwischenrippenmuskulatur melden den dehnungszustand bei der Atmung über den nervus vagus
  • " Die Atembewegungen " - die Atemsteuerung ( MERKE ) 1) den wichtigsten Atemreizlöser stellt die CO2 - gehalt des Blutes dar 2) bei chronischen Lungenerkrankungen findet eine Gewöhnung an erhöhte CO2 - Werte statt 3) der Atemantrieb wird folglich vermehrt durch die verminderte O2 - Konzentration gesteuert 4) bei Sauerstoffgabe läuft man also Gefahr, den letzten verbleibenden Atemantrieb zu entziehen und einen Atemstillstand zu veursachen 5) ALSO: -> Vorsicht mit Ozon - oder Sauerstofftherapien -> sie stellen u.U. eine Kontraindikation dar !
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  • " Die Atembewegungen " - die Atemvolumnia ( Prüfungsrelevant ) 1) Atemzugvolumen ( AZV ): • normale Einatmung beträgt 0,5 Liter / Atemzug 2) Inspiratorisches Reservevolumen ( IRV ): -> die Luftmenge, die über die normale Atmung hinaus zusätzlich eingeatmet werden kann -> ca. 2 - 3 Liter 3) Expiratorisches Reservevolumen ( ERV ): -> die Luftmenge, die nach normaler Ausatmung noch zusätzlich ausgeatmet werden kann -> ca. 1 Liter 4) Residualvolumen ( RV ): -> Restmenge, die nach maximaler Expiration in der Lunge verbleibt -> ca. 1,2 Liter 5) Vitalkapazität ( VK ): -> das nach einer maximaler Expiration maximal einatembare  Volumen ca. 3,5 - 5 Liter ( Summe aus expiratorischem und inspiratorischem Reservevolumen und dem Atemzugvolumen 6) Totalkapazität ( TK ): -> Summe aus VK und RV ca. 7 Liter 7) Atemminutenvolumen: -> normales Atemvilumen x Anzahl der Atemzüge pro Minute : beim  Erwachsenen in Ruhe ca. 7 Liter pro Minute
  • " Die Atembewegungen " - Berechnung Atemzugvolumen eines Menschen 1) Vitalkapazität  ( VK ) = 4,5 Liter 2) Inspiratorisches Reservevolumen ( IRV ) = 3 Liter 3) Totalkapazität ( TK ) = 5,7 Liter 4) Residualvolumen ( RV ) = 1,2 Liter 5) Expiratorisches reservevolumen ( ERV ) = 1 Liter => dazu muss man wissen, wie sich die Vitalkapazität zusammensetzt: • VK = IRV + ERV + AZV • 4,5 Liter = 3 Liter + 1 Liter + AZV  daraus ergibt sich: AZV = 0,5 Liter